Mitt Romney hatte sich diese Woche im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur wieder an die Spitze gesetzt. Romney entschied die Vorwahlen im Bundesstaat Florida mit 14 Prozentpunkten Vorsprung auf seinen härtesten Rivalen Newt Gingrich deutlich für sich.

Romney erhielt in Florida 46 Prozent der Stimmen. Gingrich, der mit einem Sieg bei den Vorwahlen in South Carolina vor gut einer Woche hatte aufhorchen lassen, kam dagegen nur auf 32 Prozent.

Nach der krachenden Vorwahlniederlage im bevölkerungsreichen Florida steht Newt Gingrich auf dem Weg zur angestrebten Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner eine lange Durststrecke bevor: Der Februar könnte für den früheren Präsidenten des Repräsentantenhauses der längste Monat des Jahres werden. Dennoch zeigt sich Gingrich entschlossen Romney bis zum alles entscheidenden Nominierungsparteitag im August zu stoppen: "In den nächsten sechs Monaten werden wir mit der Macht des Volkes die Macht des Geldes brechen", gab sich der Erzkonservative kampfbereit.

Gingrich muss die kommenden Wochen überstehen

Doch zunächst muss Gingrich die kommenden Wochen überstehen. Am Samstag steht in Nevada eine neue Hürde, denn an der Urwahl in dem Bundesstaat dürften besonders viele von Romneys mormonischen Glaubensbrüdern teilnehmen. Experten sehen auch bei den anderen Abstimmungen in diesem Monat kaum Chancen für Gingrich.

Vor laufenden Kameras ist der nächste direkte Schlagabtausch mit Romney erst am 22. Februar geplant. Bis dahin könnte der Spendeneingang für Gingrich versiegen. "Die nächsten drei Wochen droht Gingrichs Wahlkampf das vorzeitige Ende, weil es kaum Gelegenheit zum Geldsammeln gibt und es schwierig wird, Romney zu stoppen", sagt der republikanische Berater Matt Mackowiak voraus.

 

Das Weisse Haus bereitet sich bereits seit Monaten auf Romney als wahrscheinlichsten Gegner bei den Präsidentenwahlen am 6. November vor. Er gilt insbesondere aufgrund seiner Wirtschaftskompetenz als ernsthafter Herausforderer. Allerdings gilt Romney wegen seiner früheren Tätigkeit als Unternehmensberater und wegen seines Vermögens auch als angreifbar.


Hier sind die wichtigsten Termine bis zur Präsidentenwahl am 6. November:

04. Feb - Urwahl in Nevada, Beginn der Urwahl in Maine (bis 11. Februar)

07. Feb - Urwahlen in Colorado und Minnesota, Vorwahl in Missouri

22. Feb - Debatte der Republikaner

28. Feb - Vorwahlen in Michigan und Arizona

03. März - Urwahl im Bundesstaat Washington

06. März - "Super Tuesday", Vor- und Urwahlen in zahlreichen Bundesstaaten, darunter Massachusetts, Georgia und Virginia

10. März - Urwahl in Kansas

13. März - Urwahl in Hawaii, Vorwahlen in Alabama und Mississippi

17. März - Urwahl in Missouri

20. März - Vorwahl in Illinois

24. März - Vorwahl in Louisiana

03. April - Vorwahlen in Maryland, District of Columbia, Texas und Wisconsin

24. April - Vorwahlen in Connecticut, Delaware, New York, Pennsylvania und Rhode Island

08. Mai - Vorwahlen in North Carolina, Indiana und West Virginia

15. Mai - Vorwahlen in Nebraska und Oregon

22. Mai - Vorwahlen in Arkansas und Kentucky

05. Juni - Vorwahlen in Kalifornien, New Jersey, Montana, New Mexico und South Dakota

26. Juni - Vorwahl in Utah

27. bis 30. Aug - Parteitag der Republikaner in Tampa, Florida

03. bis 06. Sep - Parteitag der Demokraten in Charlotte, North Carolina

03. Okt - Debatte der Präsidentschaftskandidaten in Denver, Colorado

11. Okt - Debatte der Kandidaten für die Vizepräsidenschaft in Danville, Kentucky

16. Okt - Debatte der Präsidentschaftskandidaten in Hempstead, New York

22. Okt - Debatte der Präsidentschaftskandidaten in Boca Raton, Florida

06. Nov - Wahltag

(Reuters)