Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hatte am Donnerstag erklärt, sein Land denke auch darüber nach, über die Euro-Rettungsschirme EFSF und ESM "mehr an der Überwindung der Schuldenkrise mitzuwirken".

Merkel sagte, insgesamt sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zu besseren und engeren deutsch-chinesischen Beziehungen vollzogen worden. "Auf meiner China-Reise habe ich es ermöglicht, dass die deutsch-chinesischen Beziehungen ein ganzes Stück voran gekommen sind." Die im vorigen Jahr begonnen gemeinsamen Regierungskonsultationen förderten die Zusammenarbeit entscheidend.

Sie betonte zugleich, dass auch immer wieder unterschiedliche Ansichten deutlich würden. Etwa in der Frage der Meinungsfreiheit, des Umgangs mit dem Atomwaffenprogramm des Irans und der Gewalt in Syrien. Sie hoffe aber, dass der UN-Sicherheitsrat im Falle Syriens Schritt für Schritt doch noch zu einer Resolution komme.

Zu den Wirtschaftsbeziehungen sagte Merkel: "Ich habe zugesichert, dass China vollen Zugang mit seinen Unternehmen zum deutschen und europäischen Markt hat. Allerdings erwarten wir dafür auch die gleichen Zugangsbedingungen, wie chinesische Unternehmen auf dem chinesischen Markt haben." China traut deutschen Unternehmen sehr viel zu und sei von deutscher Technologie begeistert./du/DP/zb

(Quelle: AWP)