"Das Wachstum muss sich erst noch beschleunigen." In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe) sagte er: "Und ändern muss sich die Wahrnehmung der Märkte, die Italien gelegentlich noch immer mit der Situation in der gesamten Euro-Zone gleichsetzen." Das langfristige Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen, werde mehr Zeit benötigen, als dieser Regierung zur Verfügung stehe, die ja höchstens bis Frühjahr 2013 im Amt sein könne.
Zugleich bezeichnete Monti den Euro nach dem jüngsten EU-Gipfel als "sicherer". Dazu habe der Fiskalpakt beigetragen, der "in unvergleichlichem Tempo" erreicht worden sei. Auch beim ESM drückt Monti aufs Tempo: "Gott sei Dank steht der März jetzt vor der Tür." Deshalb könne die Überprüfung der für den ESM vorgesehenen Summe "relativ entspannt" angegangen werden.
Auch bezüglich Griechenland zeigte sich Monti optimistischer. "Das Thema war vor einem halben Jahr brisanter. Ich glaube, wir haben jetzt alle etwas bessere Aussichten", sagte Italiens Regierungschef. Trotzdem gab er zu, dass die Fortschritte in Griechenland kaum jemanden positiv überrascht haben: "Wir haben natürlich Grund, bis zu einem gewissen Grad enttäuscht zu haben".
(Reuters)
