Die von der Schweizer Börse SIX gemeldeten Management-Transaktionen lassen vor allem dann aufhorchen, wenn Aktien gekauft werden. Das bedeutet in der Regel, dass die Führungsebene weiteres Kurspotenzial in den eigenen Aktien sieht. In den letzten Tagen haben Manager des Lagerlogistikers Kardex gleich zweimal zugegriffen und für je eine halbe Millionen Franken eigene Titel gekauft.
Noch reagieren die Aktien kaum auf diese Käufe. Sie verharren am Montag nahe des 15-Monats-Hochs. Allerdings schauen die Anleger auf eine schöne Performance seit Anfang Jahr zurück. Zwischen Januar und September haben sich die Kardex-Aktien mehr als verdoppelt.
Diese Rally kam doch eher überraschend. In den letzten Jahren waren die Anleger oft enttäuscht worden. Nun scheint sich der Reformprozess von Verwaltungsratspräsident Philipp Buhofer auszuzahlen. Er setzt auf eine schlankere Führung, mehr unternehmerische Verantwortung der einzelnen Divisionen sowie eine verstärkte Fokussierung auf das Kerngeschäft.
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Mehrheitlich zweifelhafte Wirtschaftsdaten gegen die massiven Spritzen der Zentralbanken - welche der beiden Kräfte wird sich in den nächsten Monaten an den Börsen durchsetzen? Diese Frage stellte auch cash seinen Leserinnen und Lesern in einer Umfrage, die seit Ende der letzten Woche läuft. Wenn man die Wirkung der letzten Liquiditätsspritzen der Zentralbanken in Europa und in den USA in Betracht zieht, dann kann man für die Aktienmärkte eigentlich nicht allzu pessimistisch sein.
Zu einem ähnlichen Schluss kommt die Zürcher Kantonalbank beim Swiss MArket Index (SMI) - allerdings bei der technischen Analyse, die abgekoppelt von realwirtschaftlichen Daten und Notenbank-Aktivitäten agiert. "Während die kurzfristigen Momentum-Indikatoren gegenwärtig Aufwärtsdruck und noch keine überkaufte Situation anzeigen, geben die Volatilität sowie die Put/Call-Ratio (...) erste Warnsignale für eine neuerliche, vorübergehende Konsolidierung", schreibt die ZKB am Montag.
Die Bank erwartet daher, dass der SMI in den nächsten Handelstagen zunächst schwächer bis maximal 6470 PPunkte tendiert, bevor sich der mittelfristige Aufwärtstrend wieder fortsetzt. Auf Sicht von einem bis zwei Monaten sei ein Kursverlauf Richtung 6800 Punkte zu erwarten, so die ZKB.
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Nach der Bekanntgabe der Lockerung der Notenbankpolitik in den USA kam es auch bei den Rohstoffen zu einer Rallye. Dies hat einige Banken veranlasst, ihre Prognosen und Einschätzungen bei der Entwicklung der Rohstoffnotierungen zu revidieren. So nun auch das Research von Credit Suisse Private Banking.
Die CS stellt die längerfristige Nachhaltigkeit der Preisrallye bei Rohstoffen wegen der Unsicherheit bezüglich zyklischen Indikatoren zwar noch in Frage, kommt aber zum Schluss: "Bei den einzelnen Rohstoffsektoren sollte die lockere Geldpolitik hauptsächlich Edelmetallen zugute kommen", schreibt die CS am Montag. Bei Industriemetallen blieben noch einige Abwärtsrisiken bestehen, doch sollte dieser Sektor profitieren, sobald eine etwas stärkere Stabilisierung der zyklischen Faktoren zu verzeichnen sei.
Die Ölpreise sollten noch über ein gewisses Aufwärtspotenzial verfügen, da geopolitische
Risiken ein Thema bleiben und die technischen Daten nach wie vor vergleichsweise freundlich seien, so die CS weiter. Die Bank erwartet erwarten im Jahr 2013 zudem einen Rückgang der Agrarpreise, da Landwirte im nächsten Jahr wahrscheinlich mehr anpflanzen würden.

