Gerüchte, nach denen die Europäische Zentralbank zu einer Beteiligung am Schuldenschnitt bereit sei, hätten den Euro im späten Handel gestützt, sagten Marktteilnehmer. Zuvor war die Gemeinschaftswährung nach einem überraschend starken US-Beschäftigungsaufbau um einen Cent gefallen. In den USA war die Zahl der Beschäftigten im Januar deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat war die Beschäftigung ausserhalb der Landwirtschaft um 243.000 Stellen nach oben geklettert. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um lediglich 140.000 Stellen gerechnet. Auch der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor war im Januar stärker als erwartet ausgefallen.

"Es ist jetzt unwahrscheinlicher geworden, dass die US-Notenbank schon bald die Konjunktur mit einem neuen Anleihekaufprogramm stützt", sagte Jana Meier, Devisenexpertin bei HSBC Trinkaus. Die zusätzliche Liquidität würde den Dollar tendenziell schwächen. "Aber auch nach den neuen Daten ist eine weitere geldpolitische Lockerung nicht vom Tisch."

Der Schweizer Franken hat sich am Freitagabend gegenüber dem Euro etwas abgeschwächt. Für den Euro werden derzeit 1,2073 CHF verlangt, nach 1,2057 CHF am späten Nachmittag. Der Dollar ist dagegen mit 0,9183 CHF gegenüber 0,9197 CHF etwas billiger geworden.

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(Quelle: AWP)