Das Angebot an Fonds ist schier unüberblickbar geworden. Allein in der Schweiz sind aktuell rund 6‘800 Fonds mit einem Anlagevolumen von deutlich über 600 Mrd. Franken registriert. Nimmt man alle in der Schweiz zum Vertrieb zugelassenen Fonds ausländischer Anbieter dazu, kommt man auf weit über 20‘000 Fonds, aus denen Sie auswählen können.

Ordnung in diesem Angebotsdschungel schaffen die von Cash in Zusammenarbeit mit Morningstar publizierten Fondsübersichten, in welchen die Fonds nach Anlageformen, Branchen und geographischer Herkunft kategorisiert werden. Jeder Fonds erhält zudem nach einheitlichen Kriterien bis zu fünf Sterne, was eine Qualitätsaussage zu einem Produkt erlaubt.

Nachfolgend eine Kurzdefinition der wichtigsten Fondskategorien:

Aktienfonds investieren ihre Gelder ausschliesslich in Aktien von Unternehmen. Die Produktvielfalt ist sehr gross, denn der Anlagefokus kann einerseits auf Regionen fokussiert (z.B. Nordamerika, Europa, Asien, Schwellenländer), nur einzelne Länder umfassen oder auch branchenspezifisch sein (z.B. Energie, Gesundheitswesen, Finanzen). Ein anderes Merkmal ist die Unterteilung in Aktien von Standardwerten (Blue Chips) versus Nebenwerte (Small & Mid Caps) oder Value versus Growth, was in etwa einer Unterteilung in Substanzwerte versus Wachstumstitel entspricht.

Obligationenfonds sind praktisch, weil man mit Ihnen in ein Bündel unterschiedlicher Obligationen investieren kann und sich nicht selbst um die Zins- und Währungsentwicklung kümmern muss. Das ist Kernaufgabe des Managers. Obligationenfonds können nach Laufzeiten, Währungen, Bonität (z.B. High Yield), geografischen Regionen oder Typen (Unternehmens-, Staatsanleihen) klassifiziert sein.

Anlagezielfonds investieren die Gelder in mehrere Anlageklassen gleichzeitig mit der Absicht, ein gewünschtes Risikoprofil zu erreichen. Deshalb werden diese Fonds auch Strategiefonds oder Mischfonds genannt. Mit der Investition in einen Anlagezielfonds erhält man eine komplette Anlagestrategie. Je nach Aktienanteil (je mehr Aktien, desto risikoreicher) sind Anlagezielfonds klassifiziert in Defensiv (starkes Übergewicht an Obligationen) über ausgewogen bis aggressiv (starkes Übergewicht an Aktien).

Geldmarktfonds legen ihr Geld nur in Instrumente wie Treuhandgelder oder Obligationen mit einer Restlaufzeit bis 12 Monate an. Sie sind deshalb sehr risikoarm und liquide, werfen jedoch in einer Tiefzinsphase praktisch keinen Zins ab.

Immobilienfonds bieten die Möglichkeit, mit wenig Geldeinsatz an der Entwicklung eines ganzen Immobilienbestandes teilzunehmen und von Mietzinseinnahmen und Wertsteigerungen bei den Objekten zu profitieren. Es sind zwei Hauptarten zu unterscheiden: Indirekte Fonds, die über Immobilien-Aktiengesellschaften investieren und Fonds, die aus direkt gehaltenen Liegenschaften bestehen.

Weitere Fondskategorien legen ihr Geld beispielsweise in alternative Anlagen an (Hedge Funds, Private Equity Infrastrukturanlagen etc.); auch Rohstoff-Fonds sind beliebte Anlagevehikel, bei welchen man in Öl oder Edelmetalle ebenso wie in Agrargüter wie Mais oder Zucker investieren kann.