Die wichtigsten Auswahlkriterien im Fokus
Die Zahl der Exchange Traded Funds (ETFs) ist in den vergangenen Jahren rapide gestiegen. Gab es im Jahr 2006 weltweit 713 ETFs, so haben die Investoren heute weltweit die Auswahl zwischen mehr als 3.000 börsengehandelten Indexfonds – europaweit stehen ihnen rund 1.000 Produkte zur Verfügung. Um aus diesem grossen Angebot den richtigen ETF herauszufinden, gibt es eine Reihe von Suchkriterien, die Investoren die Auswahl erleichtern.
Ein grundlegender Unterschied besteht in der Art, wie ETFs einen Index nachbilden. Hierzu setzen ETFs grundsätzlich zwei Strategien ein: die physische und die synthetische Replikation.
Physisch replizierende ETFs halten die Papiere, aus denen sich der Referenzindex zusammensetzt, tatsächlich in ihrem Portfolio. Bei der synthetischen Replikation hingegen erwirbt der ETF die Index-Performance abzüglich Kosten durch das Halten von Swaps. Im Vergleich zur physisch replizierenden Methode ermöglicht die Replikation mittels Swaps auch das genaue Abbilden komplexer Indizes zu tiefen Kosten. UBS bietet Investoren sowohl physisch replizierende als auch Swap-basierte ETFs. Auf diese Weise können Anleger je nach eigenen Präferenzen beziehungsweise gemäss den jeweiligen Besonderheiten des Referenzindex von den Vorteilen der einen oder anderen Replikationsmethode profitieren. Anlegern, denen eine genaue Indexnachbildung wichtig ist, sollten zudem ETFs mit niedrigem Tracking Error wählen.
Wichtig ist auch der Faktor Liquidität. Im Zusammenhang mit ETFs gibt es zwei Ebenen der Handelsliquidität. Die eine betrifft den ETF selbst: Market Maker gewährleisten die Handelbarkeit, indem sie während der Handelsstunden ständig Kurse stellen. Je enger An- und Verkaufskurse beieinander liegen, je kleiner also die Geld-Brief-Spanne ist, und je mehr Anteile zu diesen Kursen gehandelt werden können, desto höher ist die Liquidität des ETF. Die zweite Ebene betrifft die Liquidität der im Referenzindex enthaltenen Wertpapiere. Diese beeinflusst auch die Liquidität des ETF, da der ETF die Komponenten des Referenzindex abbildet.
Anleger sollten sich zudem informieren, welches Währungsrisiko ein ETF aufweist. Das kann zum Beispiel gegeben sein, wenn ein Schweizer Investor in einen UBS Gold-ETF investiert. Denn das Edelmetall wird in US-Dollar gehandelt. UBS bietet diesen ETF in einer währungsgesicherten und währungsungesicherten Variante an. Damit können Anleger das Währungsrisiko ihres Depots flexibel steuern – und ihre Marktmeinung passgenau umsetzen.
Auch das Domizil – also das Land, in dem der Fonds „rechtlich“ beheimatet ist, sollte bei der ETF-Auswahl berücksichtigt werden, da es sich auf die Performance des Fonds auswirken an. UBS ETFs werden in drei Domizilen aufgelegt: in der Schweiz, Luxemburg und Irland.
Im Vergleich zu vielen anderen Anlageprodukten sind ETFs sehr kostengünstig. Dennoch sollten Anleger sich vor dem Kauf eines ETF Klarheit über die Kostenbelastung verschaffen. Die Kosten eines ETF können einfach über Messung der Performanceabweichung zwischen ETF und Referenzindex eruiert werden. Die Performanceabweichung – auch ‚Drag Level’ genannt – beinhaltet Faktoren wie zum Beispiel Verrechnungssteuern oder Handelskosten der Index-Komponenten und Swap-Kosten. UBS publiziert zum Beispiel für Swap-basierte ETFs den Drag Level und sorgt somit für volle Kostentransparenz. Der Anleger kennt folglich die genauen Kosten, bevor er einen ETF erwirbt. Mit diesem transparenten Konzept sind UBS ETFs einzigartig in der Finanzindustrie.

