Im ersten Halbjahr 2010 erwirtschaftete Georg Fischer einen Reingewinn von 41 Millionen Franken nach einem Verlust von 139 Millionen Franken in der Vorjahresperiode.
Im zweiten Halbjahr dürfte der positive Trend anhalten, so Georg-Fischer-Chef Yves Serra: «Wenn die Belebung der Nachfrage anhält, gehen wir davon aus, ein ähnliches Resultat wie im ersten Halbjahr erreichen zu können», sagt er im Video-Interview von cash.
«Asien bleibt der Wachstumsmotor»
Sämtliche Bereiche befänden sich auf gutem Weg. Beispiel das Auto-Segment: Hier ist Georg Fischer vorwiegend im Premium- und Lastwagen-Segment engagiert. «Beide Segmente haben letztes Jahr gelitten, weill sie nicht von der Abwrackprämie profitiert haben. Jetzt profitieren beide vom Wachstum.»
Die bedeutsamste Weltregion sei Asien. Hier stieg der GF-Umsatz im ersten Halbjahr 2010 um 50 Prozent. Und das Wachstum sei weiterhin stark. Serra: «Asien bleibt Wachstumsmotor der Weltwirtschaft.» Aber auch die USA und Südamerika hätten Wachstumspotenzial - ebenso wie Europa. «Europa ist noch nicht am Ende, glaub ich», sagt Serra.
Erwartungen der Analysten übertroffen
Der Betriebsgewinn (Ebit) belief sich auf 73 Millionen Franken, nachdem im Vorjahr ein Betriebsverlust von 122 Millionen Franken resultiert hatte, wie Georg Fischer am Montag mitteilte. Der Umsatz legte auf 1,69 Milliarden ebenfalls deutlich zu (Vorjahr: 1,45 Milliarden Franken).
Mit dem ausgewiesenen Zahlenset hat Georg Fischer die Prognosen der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1'593 Millionen, für den Ebit bei 39 Millionen und für den Reingewinn bei 17 Millionen Franken.
Alle drei Unternehmensgruppen hätten die spürbare Markterholung nützen können, hiess es. Die Fahrzeugtechnik steigerte den Umsatz um 25 Prozent, die Werkzeugmaschinen (Agie Charmilles) legten um 11 Prozent zu, die Rohrleitungssyteme (Piping Systems) um 10 Prozent.
(sda/awp/mik)

