Zwei Vertreter der GEM-Gruppe hätten am Dienstag die Raffinerie besucht sowie die lokale Direktion und Vertreter der Gewerkschaften getroffen. "Die GEM-Gruppe zeigt sich bereit, Petroplus mit 1,4 Mrd CHF zu rekapitalisieren", sagte ein Sprecher des Gewerkschaftsbunds CGT-CFDT-CFE/CGC am Mittwoch.

Gemäss den Gewerkschaften positioniert sich die GEM-Gruppe als Investor mit Unterstützung von europäischen Banken. Ausserdem will die Gruppe die Hilfe eines Ölkonzerns holen, um die fünf Standorte Petit-Couronne (FR), Anvers (BE), Cressier (CH), Coryton (GB) und Ingolstadt (DE) neu zu beleben.

Die GEM-Gruppe ist eine von vielen, die sich für den insolventen Raffineriebetreiber interessiert. So hatte etwa auch die Goldsmith Gruppe des deutschen Grossinvestors Clemens Vedder vor einer knappen Woche mitgeteilt, Petroplus kaufen zu wollen.

Goldsmith interessiert sich für alle fünf Petroplus-Raffinerien, also auch für jene im neuenburgischen Cressier. Für diesen Standort gibt es gemäss dem Neuenburger Staatsrat Thierry Grosjean fünf bis zehn potenzielle Käufer. Unter anderem interessiert sich die Schweizer Rohstoffgruppe des US-Investors Gary Klesch für Cressier.

(AWP)