Insbesondere chinesische Spitzenpolitiker bekräftigten bei dem G20-Treffen in Shanghai, noch Spielraum für weitere Konjunkturstützen zu haben. Allerdings wurde nicht über konkrete Massnahmen gesprochen. Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble betonte zudem, dass weltweit kaum Spielraum für weitere Staatsausgaben oder geldpolitische Schritte bestehe.

Der Nikkei-Index schloss 0,3 Prozent fester bei 16.188 Punkten. Die Börse in Shanghai legte 0,95 Prozent zu, der Index für die wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann ein Prozent. Auch an anderen Aktienmärkten legten die Kurse zu. Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik unter Ausschluss Japans notierte 0,8 Prozent höher.

Schäuble forderte Strukturreformen, um das Wachstum anzukurbeln. "Über weitere Stimulierungsmassnahmen zu sprechen, lenkt nur von den wirklichen Aufgaben ab, die sich uns stellen", sagte er. Die weltweite Wirtschaft hat zuletzt an Schwung verloren. IWF-Chefin Christine Lagarde hält es sogar für möglich, dass die Konjunkturprognosen weiter gekappt werden. Fachleute befürchten jedoch, dass auf dem G20-Treffen keine konkreten Konjunkturstützen beschlossen werden. "Es gibt weltweit zu viel Eigeninteresse, und das dominiert", sagte David Cannington, Volkswirt bei ANZ.

Am Devisenmarkt kostete der Euro mit 1,1054 Dollar etwas mehr als am Dienstagabend in New York. Im Vergleich zur japanischen Währung notierte der Dollar etwas fester bei 112,80 Yen.

(Reuters)