"Falls der Datenfluss über die nächsten Monate ergibt, dass mehr getan werden muss, dann kann mehr getan werden", sagte das EZB-Ratsmitglied der Tageszeitung "Irish Times" (Freitagausgabe). Keine Tür sei geschlossen worden. Die EZB hatte auf ihrer jüngsten Ratssitzung das Anleihen-Kaufprogramm zur Ankurbelung von Inflation und Konjunktur um sechs Monate verlängert. Es ist inzwischen auf 1,5 Billionen Euro angelegt.

Die Wirtschaft in Europa erhole sich, die niedrigen Ölpreise sorgten für Unterstützung, sagte der Lane. Die Weltwirtschaft sei aber derzeit durch ein "ungewöhnlich hohes Maß" an Unsicherheit geprägt. Zu den jüngsten Börsenturbulenzen in China sagte Lane, die chinesischen Behörden hätten viele Möglichkeiten, den Wandel hin zu einer stärker konsumgetriebenen Wirtschaft mit unvermeidlich schwächerem Wachstum zu steuern. "Sie haben viele politische Instrumente, um mit allen Problemen, die auftreten, umzugehen." Die jüngsten Kurseinbrüche in China und die erneute Abwertung der Landeswährung Yuan schürten Sorgen vor einer weiteren Abkühlung der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

(Reuters)