Der Euro fiel am Mittwochmorgen auf einen neuen Rekordwert von 1,2776 Franken. Schon am Dienstag wurde die alte Marke vom 31. August unterboten. Der Franken-Eintagesgewinn von über 1,6 Prozent am Dienstag war der höchste Tageszuwachs gegen den Euro seit dem 6. Mai.
Sorgen, dass die neuen «Basel III»-Kapitalregeln die europäischen Institute zu massiven Kapitalaufstockungen zwingen könnten, hatten nach Angaben von Händler die Flucht in den als sicherer Hafen geltenden Schweizer Franken beschleunigt. Demgegenüber blieb der Euro gegen den Dollar einigermassen stabil.
«Der Blick auf die Devisenkurse zeigt, dass die Anleger ihr Risiko erneut zurückfahren», schreibt die Bank Vontobel in einem Marktkommentar.
Das Tempo der Aufwertung des Frankens schürt Spekulationen, dass die Schweizerische Nationalbank in den nächsten Tagen nun doch wieder am Devisenmarkt intervenieren und Euros kaufen könnte. In letzten drei Handelstagen fiel der Euro zum Franken von fast 1,32 auf 1,28 Franken.
Auf der Suche nach sicheren Anlageklassen flüchteten die Investoren auch in den japanischen Yen. Der Dollar nonotiert nur knapp über dem 15-Jahres-Tief, den die US-Währung am Dienstag mit 83,52 Yen erreicht hatte.
Gegen den Dollar erreichte der Franken am Mittwochmorgeneinen Wert von 1,0061. Die Parität zum «Greenback» rückt damit wieder in Greifweite, nachdem schon letzte Woche ein Stand von 1,0065 Franken pro Dollar erreicht wurde.