Der US-Leitindex Dow Jones Industrial beendete den Handel mit einem Abschlag von 1,56 Prozent auf 15 766,74 Punkte. Der S&P 500, der zeitweise bis auf rund 1812 Punkte gefallen war, ging mit minus 1,17 Prozent bei 1859,33 Punkten aus dem Tag. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 schloss mit einem moderaten Minus von 0,26 Prozent bei 4136,28 Punkten.

ÖLPREISVERFALL VERUNSICHERT STARK

Der Ölpreisverfall löste erneut starke Verunsicherung aus, denn Marktteilnehmer interpretieren ihn als Schwächesignal der Weltwirtschaft. Der WTI-Ölpreis hatte im Handelsverlauf zunächst die Marke von 28 US-Dollar je Barrel unterschritten und schliesslich auch die 27-Dollar-Marke gerissen. Zuletzt wurde das Öl der US-Sorte für 26,55 Dollar gehandelt.

Aktuelle Konjunkturdaten spielten in diesem Umfeld bestenfalls eine untergeordnete Rolle. So hatte es kaum Einfluss auf den Börsenverlauf, dass in den USA die Inflationsrate im Dezember etwas schwächer als erwartet gestiegen war.

IBM enttäuscht

Die Aktien von IBM fielen mit minus 4,88 Prozent an das Ende des Dow Jones Industrial, nachdem der Computerkonzern mit seinen Gewinnerwartungen für 2016 Anleger und Analysten enttäuscht hatte. Die Papiere des grössten US-Krankenversicherers UnitedHealth bauten ihre Vortagesgewinne von mehr als 3 Prozent hingegen aus. Die am Dienstag vorgelegten Zahlen wirkten weiter und liessen die Aktien nun um 1,96 Prozent steigen.

An den Reigen der Quartalsberichte aus dem Bankensektor knüpfte das Finanzinstitut Goldman Sachs an, dessen Aktien im US-Leitindex um 1,96 Prozent nachgaben. Zeitweise hatten die Anteilsscheine nach dem etwas besser als befürchtet ausgefallenen Quartalsbericht zugelegt, doch die negative Marktstimmung bremste letztlich auch Goldman Sachs aus.

Im Technologiesektor konnte Linear Technology , ein Anbieter integrierter Schaltungen, mit einem guten Ausblick überraschen. Die Aktien erholten sich im Handelsverlauf und legten um 3,94 Prozent zu. Nach ebenfalls starken Zahlen und einem erfreulichen Ausblick gewannen die Anteilsscheine des LED-Herstellers Cree 8,32 Prozent hinzu. Die Papiere des Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD) büssten hingegen nach Zahlen 7,69 Prozent ein.

Der Euro sank im US-Handel wieder unter die Marke von 1,09 Dollar und wurde zur Schlussglocke an der Wall Street bei 1,0894 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0907 (Dienstag: 1,0868) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9168 (0,9201) Euro. Am US-Rentenmarkt legten richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen um 19/32 Punkte auf 102 9/32 Punkte zu. Ihre Rendite betrug 1,99 Prozent.

(AWP)