Ein Abschwung erfolge normalerweise alle vier bis sieben Jahre, und seit der letzten Rezession seien nun schon sieben bis acht Jahre vergangenen, sagte der Chairman der Rogers Holdings in einem Interview mit Guy Johnson auf Bloomberg TV.

"Es muss nichts zwangsläufig innerhalb von vier bis sieben Jahren passieren, aber man muss sich nur die Schulden ansehen, die Verschuldung ist atemberaubend", so Rogers. Damit vertritt der US-Investor eine andere Meinung als die meisten Ökonomen, die lediglich eine Wahrscheinlichkeit von 33 Prozent ausmachen.

Einen konkreten Auslöser nannte Rogers nicht, verwies aber auf die lahmende Konjunktur in China, Japan und dem Euroraum, die genug Anlässe böten. Es gebe sogar Daten, die bereits auf einen Abschwung hindeuteten. "Wenn man sich die Daten zu den Lohnsteuern ansieht, dann stagnieren sie schon. Man darf sich nicht auf die Zahlen der Regierung verlassen, sondern muss sich die unverfälschten Zahlen ansehen."

Rogers setzt angesichts seiner Prognose auf den Dollar und hält sogar eine Blase der US-Währung nicht für ausgeschlossen. Sollten die Märkte weltweit einbrechen, dann werde massiv in den Dollar umgeschichtet. Dagegen hält Rogers vom Yen als Fluchtwährung wenig. Die kontinuierliche Ausweitung der Bilanz der japanischen Notenbank spreche dagegen. Rogers hat daher seit vergangenem Freitag keine Position im Yen mehr.

(Bloomberg)