Der Leitindex notierte mit 8820 Punkten gegenüber dem Vortag 0,7 Prozent im Minus. Zu Jahresanfang stand der SMI höher bei 8983 Zählern. Der breite SPI dagegen hat rund 3 Prozent an Wert gewonnen.

Nach dem starken Kursanstieg am Vortag, als der Leitindex um 1,6 Prozent gestiegen war, fehlten Anschlusskäufe. "Die Marktteilnehmer haben das Börsenjahr 2015 abgehakt und halten ihr Pulver für 2016 trocken", sagte ein Händler. Die Umsätze waren dementsprechend dünn.

Julius Bär gesucht

Im Fokus der Anleger standen die Aktien von Julius Bär. Sie legten dank der grundsätzlichen Einigung mit den US-Behörden im Steuerstreit um 4 Prozent zu. Die bereits bestehenden Rückstellungen von 350 Millionen Dollar werden um 197,25 Millionen Dollar aufgestockt. Eine Lösung erwartet Bär nun im ersten Quartal 2016. Trotz der zusätzlichen Rückstellungen erwartet die Bank 2015 einen bereinigten Nettogewinn. Händler nahmen die Nachricht mit Erleichterung auf. Im Markt hatten zuvor Spekulationen über eine Busse von bis zu 700 Millionen Dollar die Runde gemacht.

Insgesamt zeigte sich kein klarer Trend bei den Standardwerten. Die Aktien der beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS waren schwächer. Auch die Anteile der Versicherungen waren mehrheitlich tiefer.

Lange waren die als krisensicher geltenden und schwergewichteten Pharmatitel Novartis und Roche sowie der Nahrungsmittelwert Nestle fester, zum Börsenschluss hin gaben sie aber ebenfalls rund 0,8 Prozent nach.

Bei den zyklischen Firmen wurden die Anteile des Zementriesen LafargeHolcim 0,3 Prozent höher gehandelt.

Die Papiere von Adecco wurden 0,8 Prozent tiefer gehandelt, jene des Telekommunikationskonzerns Swisscom 0,9 Prozent. Die Aktien der Sanitärtechnikfirma Geberit konnten gegen den Trend 0,1 Prozent zulegen.

2015 - ein durchwachsener Jahrgang

Das Börsenjahr 2015 war von heftigen Kursausschlägen gekennzeichnet. Nach der überraschenden Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) am 15. Januar brach der Index an zwei Tagen um insgesamt fast 15 Prozent ein. Dies machte den Januar 2015 mit einem Minus von 6,6 Prozent zum schlechtesten Monat seit Januar 2009. Dank der geldpolitischen Lockerungen der Europäischen Zentralbank erholten sich die Kurse aber bald wieder und der SMI stieg bis Anfang August auf das Jahreshoch von 9537 Punkten. Damit erreichte er auch fast den Rekordstand vom Juni 2007 von 9548 Zählern. Sorgen um Chinas Wirtschaft und die Angst vor der Zinswende in den USA führten die Börsen wieder auf Achterbahnfahrt bis zum Jahresende.

(Reuters)