Das meldete jedenfalls die in Peking erscheinende Zeitung Economic Observer letzte Woche. Gates und Buffett, beide Milliardäre mit wohltätigen Ambitionen, haben daraufhin eine Erklärung angekündigt, in der sie den Zweck ihrer für Ende September geplanten Chinareise erläutern wollen.

Gates und Buffett - der eine ist der zweit-, der andere der drittreichste Mann der Welt - wollen in einem Brief erklären, warum sie chinesische Milliardäre zu einer geschlossenen Veranstaltung in Peking eingeladen haben, sagte Zhang Jing, ein Sprecher der Bill and Melinda Gates Stiftung in der chinesischen Hauptstadt. Das Schreiben wird voraussichtlich noch in dieser Woche veröffentlicht.

«Bei der Chinareise geht es uns in erster Linie darum, zu lernen, wie man Wohltätigkeit in China praktiziert», sagte Zhang. «Wir möchten lernen, wie man in einem so grossen Entwicklungsland das Wohltätigkeitsgeschäft voranbringt.» Der 54-jährige Gates und der 80-jährige Buffett - deren Vermögen sich nach Schätzungen des Magazins Forbes zusammen auf etwa 100 Milliarden Dollar beläuft - wollen andere Reiche dazu bringen, mindestens die Hälfte ihres Reichtums für wohltätige Zwecke zu spenden.

Prominente Eingeladene

In dem Artikel des Economic Observer hiess es, eine «kleine Anzahl» wohlhabender Chinesen habe eine Einladung zu der Veranstaltung mit Gates und Buffett in Peking ausgeschlagen.
Einige hätten sich telephonisch erkundigt, ob man sie dort auffordern werde, Geld zu spenden. Der Artikel berief sich auf Ray Yip, den Leiter der örtlichen Niederlassung der Gates-Stiftung.

Unter den Eingeladenen waren laut Webseite der Zeitung Wang Chuanfu, VR-Präsident des Autoherstellers BYD, an dem Buffett beteiligt ist, sowie Zhang Xin, Konzernchef des Immobilienentwicklers Soho China. Auch der VR-Präsident des Getränkeherstellers Hangzhou Wahaha Group, Zong Qinghou, hat eine Einladung. Der Artikel enthielt keine Informationen darüber, wer der Veranstaltung fernbleiben will.

«Bislang gibt es eine kleine Anzahl von Gästen, die nicht kommen können, aber das ist ganz normal», sagte Zhang. Er lehnte es ab, die Namen derer preiszugeben, die eingeladen wurden.

(Bloomberg)