Der Preisrückgang an den Ölmärkten schürte Sorgen um die Zukunft der Weltwirtschaft. US-Rohöl fiel wieder unter die Marke von 30 Dollar je Barrel, auch weil die Aussicht auf eine Einigung der Opec-Länder mit Russland auf Förderkürzungen schwand. Energietitel wie Exxon Mobil und Chevron gerieten unter die Räder. Auch die schwächelnde Konjunktur in China drückte weiter auf die Stimmung der US-Investoren. Trotzdem begehrt war aber der Google-Mutterkonzern Alphabet, der zuvor dem iPhone-Hersteller Apple den Titel des nach Börsenwert wertvollsten Unternehmens der Welt abgejagt hatte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 16'420 und einem Tief von 16'108 Punkten. Er schloss mit einem Minus von 1,8 Prozent auf 16'153 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 büsste 1,9 Prozent auf 1903 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 2,2 Prozent auf 4516 Stellen nach. US-Rohöl wurde 5,5 Prozent billiger zu 29,88 Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um 4,6 Prozent auf 32,65 Dollar.

Die Talfahrt der Ölpreise spiegelte sich vor allem in der Bilanz von Exxon Mobil wider. Der Gewinn des weltweiten Branchenprimus brach um mehr als die Hälfte ein. Die Aktie verlor 2,2 Prozent an Wert. Chevron büsste 4,8 Prozent ein.

Alphabet gewinnt, Apple verliert

Dagegen wurde der Google-Konzern Alphabet 1,3 Prozent höher zu einem Preis von 780,91 Dollar je Aktie gehandelt. Apple-Papiere verloren gut 2 Prozent auf 94,48 Dollar. Der Internet-Pionier Yahoo büsste im Vorfeld seiner nach Börsenschluss erwarteten Bilanz 1,6 Prozent ein. Das Minus war im Handelsverlauf noch deutlich grösser, verringerte sich aber nach Berichten über eine strategische Neuaufstellung von Yahoo.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,1 Milliarden Aktien den Besitzer. 603 Werte legten zu, 2478 gaben nach und 96 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,2 Milliarden Aktien 577 Titel im Plus, 2237 im Minus und 144 unverändert.

Der Ölpreisverfall trieb viele Investoren aus den Aktien- in die Kreditmärkte, weil US-Staatsanleihen als besonders sichere Anlage gelten. So stiegen die zehnjährigen Bonds um 30/32 auf 103-15/32. Sie rentierten mit 1,8603 Prozent. Die 30-jährigen Papiere kletterten 2-11/32 auf 106-25/32 und hatten eine Rendite von 2,6691 Prozent.

(Reuters)