Der SMI legt bis 11.20 2,3 Prozent auf 8222 Zähler zu. Am Vortag stieg der Leitindex um 0,8 Prozent.

Rückenwind erhielten die Börsen zudem von der Europäischen Zentralbank. EZB-Präsident Mario Draghi hat am Donnerstag die Tür für eine weitere Lockerung der Geldpolitik im März weit aufgestossen. Auch in Japan sorgten laut Händlern Signale der Bank of Japan, die Geldpolitik weiter zu lockern, für starke Kursgewinne. Der Nikkei-Index schnellte fast 6 Prozent hoch. Ebenso haben die Börsen in China angezogen, wenn auch weniger stark: Der Shanghai-Composite legte 1,3 Prozent zu.

"Endlich scheint der Ölpreis den Wendepunkt durchschritten zu haben", sagt ein Händler. Der rasante Preisverfall beim Schwarzen Gold hatte in den vergangenen Wochen Konjunktursorgen geschürt und die Anleger stark verunsichert. Gefragt waren daher vor allem zyklische Werte.

Lafarge-Holcim stark gesucht

An die Spitze der Gewinner bei den festeren Standardwerten setzen sich die Anteile von Lafarge-Holcim. Deckungskäufe heben den Zementtitel um 5 Prozent. Dank der Ölpreiserholung klettern auch die Aktien von Transocean. Die Titel des Bohrinselbetreibers steigen um 3,7 Prozent.

Auf Erholungskurs sind auch die Titel der beiden Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch und die Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB,  die um die 3 Prozent zulegen.

Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS rücken um 2,4 und 2,2  Prozent vor. Die Banken standen in den vergangenen Tagen zusammen mit den zyklischen Werten stark unter Druck.

Die Versicherer erobern ebenfalls verlorenes Terrain zurück. Die Aktien von Zurich gewinnen 2,3 Prozent. Sie hatten nach der Gewinnwarnung am Mittwoch massiv an Wert eingebüsst.

Die als krisensicher geltenden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche werden um 2,2 und 2,5 Prozent höher gehandelt. Nestlé liegen mit 1,8 Prozent im Plus.

Basilea entgeht eine Meilensteinzahlung

Die Basilea-Aktien steigen nach anfänglichen Verlusten um 1 Prozent. Weil der britische Pharmariese das Medikament Toctino gegen Handekzeme in den USA nicht auf den Markt bringt, entgeht dem Pharmaunternehmen eine Meilensteinzahlung von rund 43 Millionen Franken, wie ein Basilea-Sprecher am Freitag erklärte. Die Firma prüfe nun, die Toctino-Rechte für die USA zurückzunehmen. Die Option dazu hat Basilea.

Die Aktien von BB Biotech steigen um 6,2 Prozent. Die Beteiligungsgesellschaft will an der Generalversammlung die Erhöhung der Dividende auf 14,50 (von 11,60) Franken und einen Aktiensplit im Verhältnis 1:5 vorschlagen.

(Reuters)