Die starke Aufwärtsbewegung, die den SMI an den ersten beiden Handelstagen des Monats März über die Marke von 8'000 Punkten geführt hatte, war bereits am Donnerstag ins Stocken geraten und nun setzt sich die Konsolidierung offenbar fort. Am Markt sei die Zurückhaltung der Anleger im Vorfeld der US-Arbeitsmarktdaten zu spüren, meinen Händler.

Der Fokus der Börse ist am Freitag voll und ganz auf den US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Februar gerichtet, der um 14.30 Uhr veröffentlicht wird. Da werde sich zeigen, ob der Jobmarkt erste Kratzer durch die Börsenturbulenzen, die Konjunkturschwäche in einigen Schwellenländern oder den starken Dollar bekommen habe, heisst es. Die Zahlen gelten auch als wichtiger Indikator für die Zinspolitik der US-Notenbank. Gute Daten könnten die Befürchtungen am Markt verstärken, dass das Fed den zweiten Zinsschritt im "Normalisierungsprozesses" bereits nächst Woche vollziehen werde, sagte ein Händler.

SMI rutscht ins Minus

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.30 Uhr 0,21% tiefer bei 7'934,08 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, sinkt um 0,27% auf 1'218,22 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,21% auf 8'382,86 Stellen. Von den 30 SMI/SLI-Titel notieren je 15 im Minus und im Plus.

Zu den Blue Chips gibt es am Berichtstag kaum Neuigkeiten. Dabei werden die Gewinner erneut von den Aktien des US-Ölbohrdienstleisters Transocean (+4,1%) angeführt. Nach einem schwachen Wochenbeginn hatte sich das Blatt bei Transocean am Dienstag gewendet, die Aktien verzeichneten in der Folge kräftige Kursgewinne. Am Donnerstagabend schlossen Transocean den US-Handel mit 4,5% im Plus ab.

Ansonsten liegen Zykliker wie Schindler (+0,7%), Richemont oder Kühne+Nagel (je +0,4%) gut im Trend. Bei den Schwergewichten bieten Nestlé (+0,3%) leichte Unterstützung, während Roche (-0,3%) und Novartis (-0,4%) wie schon am Vortag Einbussen verzeichnen. Die starken Abgaben bei Roche am Donnerstag waren allerdings zum Grossteil auf den Dividendenabgang zurückzuführen.

Bankentitel auf der Verliererseite

Die Grossbankentitel verlieren nach den starken Kursavancen der vergangenen Tage am Berichtstag an Wert. UBS büssen 1,1% und Credit Suisse gar 1,6% (Kurs: 15,09 CHF) ein. Société Générale hat in einer Sektorstudie das Kursziel für die CS auf 12 von 17 CHF deutlich zurückgenommen und empfiehlt die Aktien weiterhin zum "Verkauf". Er habe nach den schwachen Gewinnergebnissen im vierten Quartal seine Schätzungen nach unten korrigiert, so der zuständigte Analyst. Auch das Kursziel für die UBS wurde gesenkt, und zwar auf 23 von 26 CHF ("Buy").

ABB gehören mit -1,2% ebenfalls zu den grössten Verlierern. Die Bank Nomura hat das Rating auf "Reduce" von "Neutral" gesenkt. Die seit längerem sinkenden Auftragseingänge dürften sich 2016 negativ auf den Umsatz auswirken, begründet der zuständige Analyst des japanischen Hauses diesen Schritt. Zudem sei die Preisgestaltung bei den neuen Aufträgen zunehmend schwächer, wodurch die Margen unter Druck geraten würden. Goldman Sachs bekräftigte das "Sell"-Rating, hob dabei aber das Kursziel an.

Im breiten Markt haben einige Unternehmen aus der zweiten Reihe Geschäftszahlen publiziert. So berichteten beispielsweise Dätwyler (-3,2%), SFS (+0,7%), Starrag (+0,1%), Swissquote (-4,6%) oder Zehnder (-0,9%) über das abgelaufene Jahr 2015. Dottikon klettern um 5,2% in die Höhe. Das Spezialitätenchemie-Unternehmen hat die Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr 2015/16 angehoben und erwartet neu eine "starke" Zunahme des Nettoumsatzes und des Reingewinns sowie eine deutliche Steigerung der Profitabilität.

Basilea (Aktie: +0,2%) setzt derweil die Markteinführung seines Medikamentes Cresemba (Isavuconazol) zügig voran. Nachdem Basilea am Donnerstag die Lancierung in Grossbritannien angekündigt hatte, konnte nun die Einführung in Deutschland gemeldet werden. Progressnow brechen um knapp 40% ein, nachdem die Bilanz deponiert worden ist.

(AWP)