Die Firmen in der weltgrössten Volkswirtschaft schufen im Februar mehr Stellen als erwartet. Am Vortag hatte bereits die US-Industrie mit guten Zahlen für steigende Kurse gesorgt. Im Fahrwasser nachgebender Ölpreise schmolzen die Gewinne im Spätgeschäft aber teilweise wieder ab.

Der Leitindex SMI, der erstmals seit fast einem Monat die psychologisch wichtige Marke von 8000 Punkten überwand, notierte zuletzt um 1 Prozent über dem Vorabend bei 8039 Zählern. Ein Börsianer sagte, viele Anleger nützten die gute Stimmung, um kurzfristig erzielte Gewinne einzufahren. "Ich bin zur Zeit eher Erntehelfer", sagte einer. Die Stimmung sei aber merklich besser. Das Angstbarometer Volatilitätsindex sank um 3,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar.

Gute Beschäftigungszahlen in den USA

Die guten Beschäftigtenzahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP weckten die Hoffnung auf eine ebenfalls erfreuliche monatliche Arbeitsmarktstatistik der Regierung. Ein kräftiger Jobzuwachs würde den Spekulationen auf eine wirtschaftliche Abkühlung der weltgrössten Volkswirtschaft den Boden entziehen. Am Abend legt zudem die Notenbank Fed ihren Konjunkturbericht vor. Vom sogenannten Beige Book erhoffen sich Anleger Hinweise auf das Tempo der geplanten US-Zinserhöhungen.

Die Bluechips entwickelten sich uneinheitlich. Zu den Gewinnern zählten die Bankaktien. Sie profitierten europaweit von der markanten Erholung der Konkurrenten in den USA. Zudem hatte EZB-Direktor Benoit Coeure gesagt, viele Banken seien mehr als in der Lage, schwindende Zinsseinahmen zu kompensieren. Die Anteile der Credit Suisse stiegen um 6,7 Prozent und UBS legten 3,1 Prozent zu. "Die Credit-Suisse-Aktie hat auch viel mehr verloren als die der UBS", sagte ein Händler.

Gewinnmitnahmen belasteten zahlreiche Aktien, die sich zuletzt besser als der Markt entwickelt hätten. Dazu zählten Geberit, SGS und Swatch. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestle verloren 0,2 Prozent.

Die ebenfalls schwergewichtigen Pharmawerte Novartis und Roche stiegen um 1,2 und 1,6 Prozent.

Bei den Versicherungen konnten Swiss Life 1,3 Prozent zulegen. Der Lebensversicherer hatte am Dienstag einen besser als erwarteten Gewinn bekanntgegeben und eine deutlich höhere Dividende in Aussicht gestellt.

LafargeHolcim legen zu

Bei den Anteilen zyklischer Firmen ergab sich kein klarer Trend. Die arg gebeutelten LafargeHolcim-Titel stiegen 1,8 Prozent. Oerlikon rückten um 0,1 Prozent vor, nachdem sie am Vortag nach einem enttäuschenden Ergebnis und überraschenden Managementwechsel auf Talfahrt gegangen waren .

Die Aktien von Kühne+Nagel sanken um 1,2 Prozent. Die Anleger hatten sich mehr Dividende erhofft.

Die Aktien von Evolva büssten nach einem Kurssprung im frühen Handel 5,9 Prozent ein. Die Firma erhielt nach eigenen Angaben vom japanischen Partner Takasago eine Zahlung von einer Million Franken, nachdem im Rahmen der Entwicklung eines Prozesses zur Herstellung von Aromen- und Riechstoffe ein Meilenstein erreicht wurde.

Die Aktien von Arbonia-Forster stiegen um 7,9 Prozent. Der Titel des Bauausstatters war am Vortag unter Druck geraten, nachdem er für 2015 einen Verlust von 177,1 Millionen Franken ausgewiesen hatte.

(Reuters)