Die Erwartungen an die Zentralbanken seien hoch, aber die Geldpolitik könne nicht alles leisten, sagte sie in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Zeitung "Le Temps". So könne sie Strukturreformen nicht ersetzen. "Wir haben die Grenzen der Geldpolitik nicht erreicht" Das bedeute aber nicht, dass es keine Grenzen gebe.

Ein grosses Problem insbesondere für die Exportfirmen und den Tourismus in der Schweiz ist der starke Franken. Die Währung sei zwar immer noch überbewertet, doch habe sie sich seit dem Sommer abgeschwächt, sagte Maechler. "Wir bewegen uns in die richtige Richtung." Bei der Schwächung des Frankens hätten die von der SNB eingeführten Negativzinsen eine Rolle gespielt. Der zweite Pfeiler der SNB-Strategie seien Devisenmarkt-Interventionen. "Der Franken ist heute weniger eine Flucht-Währung als in der Vergangenheit", erklärte die SNB-Direktorin.

(Reuters)