Die Unze Gold wurde gegen 13.30 Uhr am Kassamarkt zu 1072,04 Dollar und damit 1,2 Prozent teurer gehandelt. 2015 gab der Goldpreis um zehn Prozent nach und verzeichnete damit den dritten Jahresverlust in Folge. Das war die längste Verluststrecke seit dem Jahr 2000.

Gold verteuerte sich nachdem Saudi-Arabien die diplomatischen Beziehungen zum Iran abbrach. Nach der Hinrichtung eines bekannten schiitischen Geistlichen im Königreich war zuvor die Saudi-Botschaft in Teheran am Wochenende angegriffen worden.

Starker Start ins Jahr

"Die Spotpreise für Gold haben einen starken Start ins Jahr erwischt", hiess es in einer am Montag veröffentlichten Studie von Sucden Financial. "Spannungen zwischen Iran und Saudi- Arabien haben die Nachfrage nach der Wertspeicher-Anlage gestärkt."

Am Freitag lagen die Bestände in mit Gold unterlegten börsennotierten Produkten nach von Bloomberg ermittelten Daten bei 1463,9 Tonnen, 2,56 Tonnen niedriger als zuvor. Sie liegen unweit des tiefsten Stands seit über sechs Jahren.

Silber verteuerte sich am Kassamarkt um 0,8 Prozent auf 13,97 Dollar. Palladium wurde 1,7 Prozent billiger, Platin 0,8 Prozent niedriger gehandelt.

Der Markt sei von einer leichten Zunahme geopolitischer Risiken gekennzeichnet, sagte Jonathan Barratt, Chief Investment Officer bei Ayers Alliance Securities in Sydney.

Ölpreis legt ebenfalls zu

Die politischen Spannungen stützten auch die Ölpreise. Am frühen Nachmittag notierte das Barrel Rohöl der Sorte WTI 0,8 Prozent im Plus bei 37,34 Dollar. Brent kostete mit 37,81 Dollar 1,42 Prozent mehr.

"Wir rechnen mit keinerlei nachhaltigen Auswirkungen der geopolitischen Spannungen auf die Ölpreise" sagte die Devisenstrategin Eimear Daly von Standard Chartered Plc im Interview mit Bloomberg TV. "Unser Augenmerk gilt nicht so sehr geopolitischen Spannungen als vielmehr Nachfrage und Angebot."

(Bloomberg)