Der Schweizer Blue-Chip-Index SMI erholt sich am Montagmorgen um 0,6 Prozent. Die Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft (Swiss Re) baut dagegen in den ersten Handelsstunden die Kursverluste um über 2,2 Prozent auf 43.60 Franken aus.

Dies, obwohl J.P. Morgan in einem Kommentar die jüngsten Kursverluste als übertrieben erachtet und die Bewertung als attraktiv sieht. Das Institut rät zum Kauf der Aktie, das Kursziel lautet 57 Franken.

Für die Abgaben soll laut Händlern die finanziell angespannte Lage europäischer Staaten wie Griechenland, Portugal und Spanien verantwortlich sein. Denn deren Probleme schlagen sich negativ in den Kursen der Staatsanleihen dieser Länder nieder.

Swiss Re und anderen vergleichbaren Anbietern würden deshalb sowohl bei den eigenen Wertschriftenanlagen als auch auf Kreditabsicherungsgeschäften finanzielle Einbussen drohen, hiess es.

Das Misstrauen der Anleger in die Finanzkraft Portugals ist am Montag unverändert hoch geblieben. Die fünfjährigen Credit Default Swaps (CDS) stiegen dem Datenanbieter CMA Datavision auf 233,4 Basispunkte von 227 Basispunkten zum New Yorker Handelsschluss. Damit kostete die Versicherung portugiesischer Schulden in Höhe von zehn Millionen Euro 233.400 Euro. Damit lag die Prämie nur knapp unter dem am Freitag markierten Rekordhoch von 238.200 Euro.

Leichte Entspannung war dagegen bei der Beurteilung Spaniens und Griechenlands - zwei anderen haushaltspolitischen Sorgenkindern der Euro-Zone - zu beobachten. Die fünfjährigen spanischen CDS fielen auf 161,1 Basispunkte, nachdem sie am Freitag auf einen Rekord von 182 Basispunkten gestiegen waren.

Die Versicherungsprämie für zehn Millionen Euro griechischer Verbindlichkeiten verbilligte sich auf 407.600 Euro und lag damit deutlich unter dem Rekord von 444.900 Euro.

J.P. Morgan erwartet, dass Standard & Poor's Single-A-Rating Griechenlands auf Double-A aufstocken wird.