Zum einen schürte das zwar die Furcht vor einer Flaute der Weltwirtschaft. Zum anderen setzen aber viele Anleger darauf, dass die US-Notenbank ihre für das laufende Jahr geplanten Zinserhöhungen nun vorsichtiger angehen könnte. Gestützt wurde die Börse auch von dem in Alphabet umbenannten Google-Konzern, der nach Börsenschluss einen Umsatzsprung auswies und mit einem Kursplus von 9 Prozent Apple den Titel des wertvollsten US-Konzerns abnahm.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 16'510 und einem Tief von 16'299 Punkten. Er schloss mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 16'449 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 trat bei 1939 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte dagegen 0,1 Prozent auf 4620 Stellen zu.

Die Ölpreise setzten ihre Talfahrt fort: US-Rohöl gab 6,6 Prozent auf 31,40 Dollar je Barrel nach, ein Fass der Nordseesorte Brent kostete mit 34,02 Dollar 5,5 Prozent weniger. Seit Mitte 2014 sind die Ölpreise mehr als 70 Prozent gesunken. Zuletzt galt auch die Nachfrage in China als fraglich. Energiekonzerne standen auf den Verkaufslisten der Investoren ganz oben, Exxon verlor 2, Chevron 1,4 Prozent.

Stark gefragte IT-Aktien

Die Google-Holding Alphabet war bei den Investoren dagegen gefragt. Schon vor der Vorlage überraschend guter Umsätze stützten Alphabet-Aktien die Wall Street. Auch das soziale Netz Facebook und der Kurznachrichtendienst Twitter waren gefragt. Facebook legte 2,6, Twitter 6,6 Prozent zu.

Im Rampenlicht standen zuvor die Aktien der Diagnostik-Firma Alere. Sie schossen mehr als 45 Prozent in die Höhe. Der Pharmakonzern Abbott Laboratories hatte angekündigt, den HIV-Schnelltesthersteller für 5,8 Milliarden Dollar zu kaufen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,02 Milliarden Aktien den Besitzer. 1503 Werte legten zu, 1556 gaben nach und 145 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von knapp zwei Milliarden Aktien 1410 Titel im Plus, 1418 im Minus und 130 unverändert.

Das Rätselraten über die Reaktion der Fed auf die jüngsten Konjunkturdaten setzte den US-Kreditmärkten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren um 06/32 auf 102-21/32. Sie rentierten mit 1,9520 Prozent. Die 30-jährigen Bonds büßten 05/32 auf 104-24/32 ein und hatten eine Rendite von 2,7648 Prozent.

(Reuters)