Nach einer Berg- und Talfahrt gingen die drei wichtigsten Börsenbarometer uneinheitlich aus dem Handel. Der Aktienmarkt war nach freundlichem Handelsstart zunächst ins Minus gerutscht, die Standardwerte konnten aber bis Börsenschluss doch noch Gewinne verbuchen. Auf die Stimmung drückte eine Umfrage zum US-Dienstleistungssektor, die eine unerwartet deutliche Abschwächung des Wirtschaftsbereichs im Januar zeigte.

Der Dow-Jones-Index pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 16'381 und einem Tief von 15'960 Punkten. Er ging mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 16'336 Stellen aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 1912 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen 0,3 Prozent auf 4504 Stellen.

Zuversicht an der Ölpreisfront

Grosse Unsicherheit lösten die massiven Preisausschläge an den Öl-Terminmärkten aus. Spekulationen auf Förderkürzungen sorgten zunächst für Auftrieb, Daten über eine wachsende Ölschwemme in den USA drückten die Preise dann zeitweise deutlich. Später überwog die Zuversicht und die Notierungen für Nordseeöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI lagen wieder jeweils mehr als 8 Prozent höher.

Im Aufwind der Ölpreise zählten insbesondere Energietitel wie Exxon mit einem Plus von 5,2 Prozent zu den Gewinnern an der Wall Street. Der Branchenindex für Energiewerte stieg um fast 4 Prozent.

Yahoo nach Jobabbauankündigung unter Verkaufsdruck

Unter Druck gerieten dagegen Yahoo-Anteilsscheine, die 4,7 Prozent an Wert verloren. Der kriselnde Internet-Pionier streicht nach einem Milliardenverlust rund 15 Prozent seiner Stellen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,2 Milliarden Aktien den Besitzer. 1920 Werte legten zu, 1102 gaben nach und 144 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,5 Milliarden Aktien 1391 Titel im Plus, 1393 im Minus und 166 unverändert.

Der wachsende Optimismus am Aktienmarkt spiegelte sich an den Kreditmärkten wider, wo die Anleger den als besonders sicher geltenden US-Staatsanleihen zunehmend die kalte Schulter zeigten. So fielen die zehnjährigen Bonds um 05/32 auf 103-08/32. Sie rentierten mit 1,8826 Prozent. Die 30-jährigen Bonds büssten 20/32 auf 105-30/32 ein und hatten eine Rendite von 2,7074 Prozent.

(Reuters)