Nur 2,2 Prozent beträgt die Eigenkapitalquote der UBS, so eine Studie von Standard & Poor's (S&P) vom Dienstag. Keine erfreuliche Quote, zumal nur die japanische Mizhuo Financial Group und die Citigroup auf einem noch dünneren Polster sitzen und S&P eine Quote von 8 Prozent fordert, damit die Banken im Falle weiterer Turbulenzen überleben können.

Pustekuchen, sagt die UBS. Die veröffentlichte Studie vermittle «kein repräsentatives Bild der Kapitalstärke von UBS im Vergleich zu ihren Konkurrenten». Die risikoadjustierte Kapitalquote (RAC) betrage rund 7,1 Prozent.

2,2 Prozent+Pflichtwandelanleihen=7,1 Prozent?

Zwei wichtige Komponenten der Kapitalbasis von UBS seien im S&P-Bericht per 30. Juni nicht enthalten: Zum einen die 6 Milliarden Franken aus der Pflichtwandelanleihe, welche im August 2009 konvertiert wurde. Zum anderen die 13 Milliarden Franken aus der Pflichtwandelanleihe, die spätestens im März 2010 konvertiert wird. Alles in allem rund 7,1 Prozent.

Mit dieser Quote würde die UBS nicht nur besser abschneiden als Konkurrentin Credit Suisse, sondern wäre gleichzeitig sogar überdurchschnittlich. Die 45 untersuchten, internationalen Banken kommen per Mitte 2009 im Schnitt auf 6,7 Prozent Eigenmittel; 3 Prozentpunkte unter der durchschnittlichen Kernkapitalquote.