So könnte der Goldpreis, der am Donnerstag bei rund 1750 Dollar notiert, in den nächsten zwei Wochen durchaus noch bis 1716 Dollar sinken. Sollte die Korrektur dort beendet werden, sei das bullish zu werten, so die UBS-Analysten. Gelänge Gold im Anschluss der Sprung über 1775 Dollar, könnte gar der Widerstand bei 1800 Dollar geknackt werden. Als erstes Kursziel nennt die UBS 1815 Dollar. 

Ganz anders sieht es hingegen aus, wenn Gold unter das Zwischentief bei 1716 Dollar von Mitte Oktober fallen sollte. "Ein solcher Ausverkauf wäre als klares Zeichen für eine starke Bewegung zu werten", schreibt die UBS. In diesem Fall rechnen die Chartanalysten mit einem Abwärtspotenzial bis 1640 Dollar. 

Zuletzt hatte sich die Nachfrage der Anleger nach dem gelben Edelmetall deutlich abgeflacht. Seit dem Erreichen des Jahreshochs von 1796 Dollar Anfang Oktober gab der Goldpreis wieder nach. Allerdings ist eine solche Konsolidierungsbewegung angesichts der starken Preiszunahme zwischen Mai und Oktober, als Gold von 1527 bis auf 1796 Dollar pro Feinunze stieg, nicht erstaunlich. 

Zuletzt haben sich auch wieder vermehrt warnende Stimmen zu Wort gemeldet. So warnte Pimco vor wenigen Tagen vor einer Goldblase. Gold biete Sicherheit vor Inflation, aber es sei eine wirklich grosse Investmentmethode geworden, sagte Pimco-Deutschland-Geschäftsführer Andrew Bosomworth. Dank neuen Finanzprodukten sei Gold einer breiteren Masse zugänglich geworden. "Wenn es eine Blase gibt, dann beim Gold", so Bosomworth.