Wer diversifiziert, legt sein Geld auf verschiedene Weise an. Und dies aus gutem Grund, denn Anlagekategorien können sich in einem Jahr gut, in einem anderen Jahr mäßig oder sogar negativ entwickeln. 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, schnitten etwa globale Anleihen als eine der besten Anlageklassen ab. Aktien aus Schwellenländern hingegen verloren an Wert. Ein Jahr später lief es genau entgegengesetzt. Asset Allocation Fonds unterstützen Anleger dabei, dass Ihr Portfolio in allen Marktphasen gut aufgestellt ist, indem sie das Kapital auf verschiedene Anlageklassen, Sektoren, Märkte und Währungen verteilen.
„Kluge Anleger sollten bekanntlich nicht alle Eier in einen Korb legen.“
Die richtige Zusammensetzung der Anlageklassen ist jedoch komplizierter als man denkt. Statt einfach nur Aktien zu verkaufen und Anleihen zu kaufen oder umgekehrt, müssen sich Portfoliomanager fragen: “Welche ‚Arten’ von Anleihen sollte ich kaufen oder verkaufen? Und durch welche weiteren Anlageklassen wie etwa Rohstoffe oder Immobilien würde sich die erwartete risikobereinigte Rendite verbessern? Sind die Anlagechancen in den verschiedenen Anlageklassen und Märkten einmal identifiziert, werden die meistversprechenden Anlagen ausgewählt. Die Asset Allocation wurde in empirischen Studien schon mehrfach als wichtigstes Entscheidungskriterium für den Anlageerfolg identifiziert. Demnach lassen sich circa 90% des Anlageerfolgs durch die Zusammensetzung der Vermögenskategorien erklären.
Abbildung 1: Die Asset Allocation ist von grundlegender Bedeutung für den Anlageerfolg

Bei der Zusammensetzung der Vermögenskategorien ist Feinmechanik gefragt
Die erfolgreiche Verwaltung der anvertrauten Gelder erfordert ausgewiesene Kompetenz und einen klaren, streng befolgten Anlageprozess, bei dem ein sorgfältiges Risikomanagement zentral ist. Um Anlagerenditen erzielen zu können, müssen Anlagerisiken sowohl in Märkten, Währungen als auch Einzeltiteln eingegangen werden. Die Aufgabe der Portfoliomanager besteht nun darin, diese Risiken effizient zu verwalten.
Hohe Marktvolatilität verbessert Chancen für aktive Manager
Trotz, oder gerade aufgrund der aktuellen Marktwirren bleiben aktiv verwaltete Asset-Asset Allocation-Fonds attraktiv. Denn die starken Marktschwankungen führen zu einer hohen Streuung bei Aktien- und Anleiherenditen, wodurch sich die Chancen für flexible Anlageinstrumente verbessern, eine Zusatzrendite (Alpha) zu erwirtschaften.
Die Portfolio-Bausteine müssen jedoch gut aufeinander abgestimmt sein, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Gerade das Krisenjahr 2008 hat gelehrt, dass sämtliche Anlageklassen kurzfristig dieselbe Wertentwicklung aufweisen, also stark korrelieren können, wenn Anleger in echte Panik verfallen und einem Herdentrieb folgen. Wirklich nicht korrelierte Anlagen zu finden ist daher schwieriger geworden und unterstreicht die Bedeutung der Diversifikation als wichtiges Element für den Erhalt und den Aufbau von Vermögenswerten. Dies deshalb, weil einerseits die hohe Volatilität an den Märkten auf mittlere Sicht bestehen bleiben und zur «neuen Normalität» werden dürfte, anderseits weil ehemals «sichere Häfen» wie Staatsanleihen vielleicht noch risikanter werden, da die steigenden Inflationsrisiken und fiskalische Probleme eine eher ungünstigen Ausgangslage bilden.

