Die Konjunkturdaten aus Europa und den USA fielen insgesamt uneinheitlich aus und glichen sich nach Händleransicht in etwa aus.

Der SMI schloss um 0,1 Prozent tiefer auf 6405 Punkten. «Es sieht so aus, als ob wir am Widerstand um 6420 erneut scheitern», sagte ein Händler. Der breite SPI verlor 0,2 Prozent auf 5503 Punkte.

Händler bezeichneten das Geschäft als ruhig und umsatzschwach. Dies dürfte wohl auch auf die anstehende Veröffentlichung von Konjunkturdaten und auf den Thanksgiving Feiertag am Donnerstag zurückgehen, hiess es. Deswegen werden Daten, die ansonsten am Donnerstag oder Freitag veröffentlicht werden, vorgezogen.

Während in Deutschland die Stimmung in der Wirtschaft gemäss Ifo-Index wieder so gut wie vor dem Ausbruch der Finanzkrise ist, drückten enttäuschende US-BIP-Daten im Späthandel auf die Kurse.

«Investoren bauen risikoreiche Positionen ab»

Die Banken litten nach den zum Teil kräftigen Vortagesgewinnen unter Abgaben. UBS und Credit Suisse verloren jeweils zwei Prozent. Julius Bär sanken fast drei Prozent. Der europäische Bankenindex sank um 1,4 Prozent. Händler erklärten sich die Schwäche der Banken mit einer Studie der Ratingagentur Standard & Poor's, wonach viele global tätige Banken nach wie vor noch nicht ausreichend kapitalisiert seien.

«Bei UBS dürfte aber auch die Empfehlung von Merrill Lynch etwas Druck ausgelöst haben», sagte ein Händler. BOFA-Merrill Lynch hat UBS in die «Least Preferred List» und CS in die «Most Preferred List» aufgenommen.

Die defensiven Pharmawerte Novartis und Roche stiegen knapp ein Prozent. «Die Investoren bauen wohl risikoreichere Positionen zugunsten defensiver Werte ab», sagte ein Händler mit Blick auf Papiere zyklischer Unternehmen wie ABB, Sulzer , Fischer oder Clariant , die schwächer waren.

(Reuters)