Den Grossteil der Staatshilfen soll Deutschland mit 1,5 Milliarden Euro beisteuern, den Rest die anderen europäischen Länder mit Opel- Standorten.

Bei der Präsentation des Sanierungsplans sagte Opel-Chef Nick Reilly am Dienstag in Frankfurt am Main, der Autobauer werde bis 2014 rund 11 Milliarden Euro investieren, um unter anderem 80 Prozent des Produktportfolios zu erneuern.

Insgesamt habe Opel einen Finanzierungsbedarf von 3,3 Milliarden Euro zur Umsetzung des Zukunftsplans. Der US-Mutterkonzern GM habe hierzu bereits mit 600 Millionen Dollar beigetragen.

Zudem habe GM im Januar Vorauszahlungen von 650 Millionen Euro geleistet, damit Opel seinen laufenden Finanzbedarf decken könne. Der Sanierungsplan sieht vor, dass Opel 2011 die Gewinnschwelle erreicht und 2012 wieder Gewinn macht.

Das Unternehmen will dazu 8300 der 48'000 Arbeitsplätze in Europa streichen und die Kapazität um 20 Prozent kürzen. Allein in Deutschland sollen 3261 Stellen wegfallen.

Neben den Staatshilfen verlangt das Management von den Mitarbeitern einen Sanierungsbeitrag von jährlich 265 Mio. Euro in den Jahren 2010 bis 2014. Das lehnen Betriebsräte und Gewerkschaften derzeit ab, weil sie das Aus des belgischen Standorts Antwerpen nicht mittragen wollen und GM ihnen bisher keine Sicherheiten für ihre Beiträge angeboten habe.

(sda)