Die Restrukturierung hat die UBS 2009 knapp 800 Millionen Franken gekostet. Der Löwenanteil, nämlich 491 Millionen Franken, seien unter Personalaufwand verbucht worden, so die UBS in ihrem Geschäftsbericht. «Hauptsächlich für Abgangsentschädigungen», fügt die Bank in Klammern an.
In ihrem Bericht von 2007 hatte die UBS noch geschrieben, sie zahle keine Abgangsentschädigungen. Daran hat sie sich weder 2007 noch in den beiden folgenden Jahren gehalten. 2009 ist es für die UBS aber richtig teuer geworden: Sie hat ihren Personalbestand von Ende März bis Jahresende um knapp 15 Prozent auf 65'233 Angestellte reduziert. Das kostete knapp eine halbe Milliarde Franken - an Abgangsentschädigungen. Die UBS teilt nachträglich mit, es handle sich dabei auch um Sozialleistungen.
39 Millionen verteilen sich auf drei Köpfe
Teuer waren die Wechsel im Top-Management: CEO Oswald Grübel hat die Konzernleitung völllig umgekrempelt. Aufgrund «vertraglicher Verpflichtungen» habe die UBS dafür 39 Millionen Franken «zugeteilt»: Aufgelistet sind Marcel Rohner, Jerker Johansson, Raoul Weil, Walter Stürzinger, Rory Tapner und Marten Hoekstra.
Wie die UBS präzisiert, gingen die 39 Millionen aber nur an die ausländischen Top-Manager Johansson, Tapner und Hoekstra. Wie sich die Beträge aufteilen und welcherart die vertraglichen Verpflichtungen sind, sagt die UBS nicht. Zum Ex-CEO Rohner heisst es, er habe während der zwölfmonatigen Kündigungsfrist 1,5 Millionen Franken erhalten. Ausserdem wurden ihm ein einmaliger Betrag von 1,2 Millionen Franken in die Pensionskasse bezahlt.
Dass die UBS ausländischen Top-Leuten mehr zahlt als Schweizern, ist nicht neu. Am Beispiel von Jerker Johansson zeigt sich das hohe Risiko der Rekrutierungsgewohnheiten: Den Schweden hatte noch Marcel Ospel zur Investmentbank geholt, und ihn mit einem «Golden Hello» in zweistelliger Millionenhöhe geködert - für entgangene Bonus-Zahlungen beim alten Arbeitgeber Morgan Stanley.
Nicht mehr angestellt - aber ganz oben auf der Gehaltsliste
Johansson avancierte 2008 somit zum Spitzenverdiener in der UBS-Konzernleitung mit rund 15 Millionen Franken. Ende April 2009 wurde er von Grübel ersetzt - ob aufgrund anhaltender Erfolglosigkeit oder atmosphärischer Differenzen war nicht mitgeteilt worden.
Folge seines einjährigen UBS-Abenteuers ist, dass Johansson auch 2009 ganz oben auf der Gehaltliste figuriert. Der Investmentbanker strich einen zweistelligen Millionenbetrag ein. Nur weist die UBS dies nicht transparent aus.
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