Der SMI notierte gegen Mittag um 1,47 Prozent schwächer auf 6328 Punkten.

Die Stimmung trübte sich wegen der Entwicklung in Dubai und der Befürchtungen, dass die chinesische Regierung möglicherweise gegen die stark steigenden Preise für Vermögenswerte intervenieren könnte, merklich ein.

Händler sorgen sich wegen Dubai

«Keine guten Neuigkeiten», bilanzierte ein Händler. In der vergangenen Woche seien es die Spekulationen um Finanzprobleme in der Ukraine gewesen. Dann seien griechische Bankentitel und Staatsanleihen massiv unter Druck geraten.

«Und jetzt soll Dubai Zahlungsprobleme haben und die Chinesen sollen auch noch in den Markt eingreifen. Und die Finanzkrise ist ja laut IWF auch noch nicht vorbei.»

Finanztitel führten die Liste der Verlierer unter den Aktien an. UBS sanken 3 Prozent, Credit Suisse büssten 3,5 und Julius Bär zeitweise mehr als 5 Prozent ein. Auch die Versicherungen konnten sich dem Trend nicht entziehen und schwächten sich um rund 2 Prozent ab.

CS und UBS haben Investoren aus der Region

Dass die Credit-Suisse-Aktie etwas stärker nachgaben als die UBS- Titel mag nach Ansicht von Händler damit zusammenhängen, dass die Bank seit gut einem Jahr mit dem Emirat Katar einen grossen Aktionär aus der Region hat.

«Anleger befürchten, Golfstaaten könnten gezwungen sein, ihre Aktienpositionen auf den Markt zu werfen, um Löcher zu stopfen», sagte ein Händler.

Aber auch bei UBS hat sich ein Investor aus dem arabischen Raum eingekauft, dessen Identität die Bank bisher geheim hielt. «Die Weltretter sind offenbar selbst in Nöten, wer soll dann da noch als zukünftiger Retter auftreten», umschrieb ein Händler die Befürchtungen im Markt.

Defensive Werte besser

Mit Verlusten von 1 Prozent und weniger schlugen sich die defensiven Werte besser als der Markt. Nestle wurden um 1Prozent niedriger gehandelt. Novartis und Swisscom waren gehalten. Die Aktien zyklischer Unternehmen schwächten sich um ein Prozent und mehr ab.

Die Luxus-Aktien Richemont und Swatch ermässigten sich um 3 Prozent. Das obwohl sich mit Goldman Sachs und Citigroup zuvor zwei weitere Banken positiv über Richemont geäussert hatten und der US-Luxuswaren-Händler Tiffany ein besser als erwartetes Ergebnis vorgelegt und die Prognose erhöht hat.

(Reuters/sda)