Real ist, was man in den Händen hält, nominal der aufgedruckte Wert auf dem Papier. Diese beiden Werte können stark auseinanderklaffen.
Das lässt sich an einem kleinen Rechenbeispiel eindrücklich zeigen: Wird eine Anleihe über 100‘000 Franken während zehn Jahren mit sechs Prozent Rendite verzinst, steigt die nominelle Ansparsumme auf 179‘085 Franken. Berücksichtig man dabei eine durchschnittliche Inflationsrate von 3,5 Prozent pro Jahr dazu, bleiben unter dem Strich, sprich inflationsbereinigt, gerade noch 126‘957 Franken. Die Inflation frisst nach sechs Jahren also über 50‘000 Franken weg.
Anleger haben die Wahl zwischen nominalen Anlageklassen (Kapitalanlagen) wie Anleihen oder Geldmarktpapiere sowie realen Investitionen (Sachwerte) wie Aktien, Edelmetalle oder Immobilien. Aber auch Investitionen in Flugzeuge, Schiffe, Infrastruktur, Agrarland und Wald gehören zu Sachwerten. Eher Liebhabern vorbehalten sind hingegen Kunst, Wein, Oldtimer, alter Bücher oder Uhren.
Sachwerte bieten Inflationsschutz
Sachwerte bieten einen natürlichen Inflationsschutz. Sie sind eigenständig und ihr Tauschwert stellt eine nicht beeinflussbare Grösse dar. Allerdings beinhalten viele Sachwerte einen erheblichen Nachteil – die fehlende Verzinsung. Gerade umgekehrt ist es bei den Kapitalanlagen. Sie verfügen über keinen Inflationsschutz, bieten dafür eine Verzinsung.
Die Nachfrage nach Sachwerten steigt insbesondere dann, wenn in den Köpfen der Anleger das Schreckgespenst der Inflation herumspukt. Denn wenn die Kaufkraft durch steigende Preise gemindert wird, sinken gleichzeitig auch die effektiven Renditen von nominalen Werten.
