Ein Anlagefonds ist eine von vielen Anlegern getragene, gemeinschaftliche Kapitalanlage. Im Unterschied zu einer Einzelanlage investieren sie auf einen Schlag in einen Korb von Anlagen. Der Wert eines Anlagefonds entspricht dabei in etwa der Summe des Werts der einzelnen Anlagen.

Träger des Anlagefonds ist eine Fondsgesellschaft, die Anteile am Fonds herausgibt. Sie ist für die Berechnung des Ausgabe- und Rücknahmepreises, des sogenannten Nettoinventarwertes (NAV),  verantwortlich. Der NAV wird im Internet (z.B. auf cash.ch) sowie auf den Kursseiten der Fachzeitungen- und Zeitschriften publiziert.

Fallen bei den sich im Fonds befindlichen Wertpapieren Zinsen oder Dividenden an, werden diese dem Fondsvermögen gutgeschrieben (sogenannt thesaurierende Fonds). Werden die Zinsen und Dividenden an die Anleger bar ausbezahlt (sogenannt ausschüttende Fonds), sinkt der Wert des Fonds um die Höhe des Ausschüttungsbetrages, den man dafür als Gegenwert bar in den Händen hält.  Marktpreisveränderungen des Wertpapierkorbs führen zu täglichen Wertschwankungen des Fondspreises.

Ein grosser Vorteil von Fonds ist, dass Anleger mit kleinen Beträgen an einem breit gestreuten Portefeuille teilnehmen können. Wollte man denselben Wertschriftenkorb mit Einzelanlagen abdecken, würde dies ein Mehrfaches an Geldeinsatz erfordern. Die breite Diversifikation der Anlagen senkt gleichzeitig das Risiko. Fonds sind zudem meist liquide, da die Fondsgesellschaft gemäss Anlagefondsgesetz zu regelmässiger, meist täglicher, Preisstellung verpflichtet ist.

Ein weiterer Vorteil von Anlagefonds ergibt sich dadurch, dass Sie damit in Märkte und Anlagen investieren können, die sonst nicht so einfach zugänglich wären. Und schliesslich sind Fonds auch rechtlich sicher ausgestaltet. Da sie Sondervermögen sind, fallen sie beim Konkurs der Fondsgesellschaft nicht in die Konkursmasse.

Anlagefonds haben aber auch Nachteile, die in Kauf genommen werden müssen. So fallen für das Führen dieser Vehikel Gebühren an, die zusätzlich zu Transaktions- und Depotgebühren zu Buche schlagen. Man spart zwar im Kollektiv dank dem grösseren Kapital Handelsgebühren. Es ist aber nach allen Kosten gemessen für einen Fondsmanager schwierig, seine Benchmark (die Messlatte) langfristig zu übertreffen. Das schaffen jeweils nur die wenigsten.