CS

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Jeremias
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CS will, dass der Bundesrat Notrecht anwendet :wall: 

Die USA erhöhen den Druck auf die Credit Suisse im Steuerstreit offenbar massiv, eine viel höhere Busse als bisher angenommen steht im Raum. Die CS hat den Bundesrat laut einem Bericht um Hilfe gebeten.

Erst vor wenigen Tagen reiste die Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf nach Washington, um sich mit dem US-Finanzminister Eric Holder zu beraten. Sie habe sich bei diesem Treffen für eine «verhältnismässige Behandlung der Schweizer Banken» im Steuerstreit eingesetzt, sagte ihr Departement. Dazu hatte sie offenbar allen Grund: Laut verschiedenen Berichten haben die USA den Druck auf die Schweizer Banken, namentlich die Credit Suisse, massiv erhöht.

In den vergangenen Wochen seien bei der CS aus Washington Forderungen eingegangen, die «jenseits von Gut und Böse» seien, schreibt die «NZZ am Sonntag» unter Bezug auf eine Quelle aus dem direkten Umfeld der Bank. Demnach verlangten die US-Justizbehörden von der CS ein Schuldbekenntnis, dass sie amerikanischen Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen haben. Weiter würden sie der Bank mangelnde Kooperation vorwerfen. Beides dürfte zur Folge haben, dass die CS eine Busse in der Grössenordnung von 2 Milliarden Dollar zahlen muss – massiv mehr als bisher angenommen. Selbst die Drohung einer Klage stehe im Raum.

CS: Bundesrat soll Notrecht anwenden

Das sei «legalisierte Erpressung» vonseiten des Justizministeriums, sagt der US-Anwalt Jacob Frenkel gegenüber der Zeitung. Er finde es schockierend, dass sich Schweizer Politiker nicht entschiedener für die Verteidigung der Bank einsetzten.

Die CS selbst hat sich offenbar schon an die Politik gewandt und um Unterstützung gebeten, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. Die Grossbank dränge darauf, dass ihr der Bundesrat mit Notrecht helfe, falls eine Anklage der US-Justiz nicht mehr abwendbar sei. Der Bundesrat habe laut Insidern vor Ostern diverse Szenarien im Steuerstreit beraten. Thema sei auch der Griff zu Notrecht gewesen, um den USA sämtliche Kundendaten von US-Steuerbetrügern per sofort zu liefern.

In Bern gehe man davon aus, dass die CS mit einer Milliarden-Busse davonkommt. Zusätzlich scheine ein Schuldgeständnis unvermeidlich. Auch eine Anklage, die zur Aufspaltung der Bank führen könnte, ist laut der «Schweiz am Sonntag» nicht ausgeschlossen.

Geschwächte Schweizer Verhandlungsposition

Die Schweizer Verhandlungsposition sei zudem massiv geschwächt worden, berichtet die «Sonntagszeitung». Erstmals habe sich in den USA nämlich ein Schweizer Vermögensverwalter dazu verpflichtet, ohne Einschränkung alle Dokumente herauszugeben. Dies im Austausch für einen Deal, der dem ehemaligen CS-Mitarbeiter eine fünfjährige Gefängnisstrafe erspart.

Der Deal schreibe vor, dass der Vermögensverwalter alle Dokumente, Aufzeichnungen, Schreiben oder irgendwelche Materialien abliefern muss, die in seinem Besitz sind. Mache er das tatsächlich, sei das Bankgeheimnis obsolet, schreibt die Zeitung. Und falls dieses Vorgehen Schule mache, wäre auch die ganze Verhandlungsposition der Schweiz gegenüber den USA infrage gestellt. Denn ausser Kundennamen habe Finanzministerin Widmer-Schlumpf nichts in der Hand, um die Amerikaner davon abzuhalten, gegen Schweizer Banken unverhältnismässig hart vorzugehen.

Quelle

onenightinbangkok
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Kein Mitleid, kein Notrecht für unsere Banken! Sie sind selbst die Totengräber des Bankgeheimnisses! Eigentlich sollten wir Schweizer Bürger die rechtsbrechenden Banken gleich auch noch verklagen wegen Nötigung und kollateralen Schäden am Ruf der Schweiz und der Schweizer Bürger!

CS fu.. you!

marabu
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onenightinbangkok hat am 04.05.2014 - 13:38 folgendes geschrieben:

Kein Mitleid, kein Notrecht für unsere Banken! Sie sind selbst die Totengräber des Bankgeheimnisses! Eigentlich sollten wir Schweizer Bürger die rechtsbrechenden Banken gleich auch noch verklagen wegen Nötigung und kollateralen Schäden am Ruf der Schweiz und der Schweizer Bürger!

CS fu.. you!

Fuck the network between Wallstreet and the American Administration. Fuck the Jewish Goldman Sachs and other Big Brothers.

 

Dann bin ich mit dir einverstanden. Das hypokritische Pack ennet dem grossen Teich fuehrt einen Wirtschaftskrieg gegen die Konkurrenz und geht dabei absolut skrupellos vor. Glaubt jemand etwa, dass die NSA sich darauf beschraenkt hat, ein paar Telefongespraeche bloss abzuhoeren? Wir werden doch von den Yankees ausgenommen wie die Weihnachtsgaense und wagen nicht mal ein bisschen Gegenrecht einzufordern.

 

Ok. Dem CEO, Brady Dougan, gehoerte einenTritt in den Hintern, dass er bis nach Manhatten fliegt. Brauchen wir diese Cowboys wirklich in unserer Wirtschaftsfuehrung?

 

 

onenightinbangkok
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@ marabu: ....und ich kann`s kaum fassen, dass es immer noch Leute gibt, die den Fehler bei den anderen suchen! Fakt ist, dass die CS so wie andere Schweizer Banken auch während Jahrzehnten internationales - in diesem Fall amerikanisches Recht gebrochen haben. Und zwar nicht "unwissentlich" - im Einzelfall - sondern systematisch - ja nachgerade ein Geschäftsmodell darauf abgestellt haben! Diamanten in Zahnpastatuben, konspirative Treffen in Autowaschanlagen oder Bordellen - nur dies gilt es zu beurteilen und hierfür wird die CS ja auch ein Schuldeingeständnis ablegen - das steht ja gar nicht zur Frage! 

..die Frage lautet ob nun wir alle - wir, das Volk, vertreten durch unseren Bundesrat die von den Banken angerichtete Scheisse zum privatisierten Nutzen - öffentlich ausbaden sollen durch Notrecht mit dem Verlust unseres Ansehens in der Welt! Nein - ich werde das nicht tun und ich bin mir sicher, dass wenn es eine Abstimmung in der Schweiz geben würde: "Soll der Bundesrat Notrecht geltend machen und den systematischen Rechtsbruch einer Schweizer Grossbank legitimieren oder nicht - dann wird das abgelehnt! Ich jedenfalls stehe nicht dahinter! ...und schaut euch einfach die Aktionärsstruktur unserer Grossbanken an - also wer da noch patriotische Gefühle hat....

...aber des einen Nachteil, ist des anderen Vorteil - also bei der UBS bin ich dabei!

sandrop74
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onenightinbangkok hat am 04.05.2014 - 21:03 folgendes geschrieben:

@ marabu: ....und ich kann`s kaum fassen, dass es immer noch Leute gibt, die den Fehler bei den anderen suchen! Fakt ist, dass die CS so wie andere Schweizer Banken auch während Jahrzehnten internationales - in diesem Fall amerikanisches Recht gebrochen haben. Und zwar nicht "unwissentlich" - im Einzelfall - sondern systematisch - ja nachgerade ein Geschäftsmodell darauf abgestellt haben! Diamanten in Zahnpastatuben, konspirative Treffen in Autowaschanlagen oder Bordellen - nur dies gilt es zu beurteilen und hierfür wird die CS ja auch ein Schuldeingeständnis ablegen - das steht ja gar nicht zur Frage! 

..die Frage lautet ob nun wir alle - wir, das Volk, vertreten durch unseren Bundesrat die von den Banken angerichtete Scheisse zum privatisierten Nutzen - öffentlich ausbaden sollen durch Notrecht mit dem Verlust unseres Ansehens in der Welt! Nein - ich werde das nicht tun und ich bin mir sicher, dass wenn es eine Abstimmung in der Schweiz geben würde: "Soll der Bundesrat Notrecht geltend machen und den systematischen Rechtsbruch einer Schweizer Grossbank legitimieren oder nicht - dann wird das abgelehnt! Ich jedenfalls stehe nicht dahinter! ...und schaut euch einfach die Aktionärsstruktur unserer Grossbanken an - also wer da noch patriotische Gefühle hat....

...aber des einen Nachteil, ist des anderen Vorteil - also bei der UBS bin ich dabei! 

 

Ich sage nur etwas: "Delaware"!!!!

Die dreckigsten sind die Amis selber ... Ach nein, die Amis sind Pur wie Engel!

Delaware – a black hole in the heart of America

 

 

ponti2
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Kriminelle

Banken sind kriminelle Organisationen, das steht ausser Frage. Wobei die CS noch legaler agiert als die UBS. Vielleicht sollte Dougan, bei seinem nächsten Hearing nicht behaupten, er habe von allem nichts gewusst. Da lachen ja die Hühner.

Gemäss dem Leitspruch:

Nur Amateure berauben eine Bank, Profis gründen eine.

 

Aber passieren sollte mit dem Aktienkurs nicht viel. Es ist ja keine Überraschung und die Milliönchen, sollten sie bezahlt werden müssen, sind ja bereits zurückgestellt.

 

 

 

 

Gian-Reto
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Drohgebärde oder echte Gefahr?

Was halltet ihr von dem Druck der Amerikanern? Drohgebärden oder echte Gefahr?

Ich habe nochmals aufgestockt.

marabu
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Druck gegen die Schweiz

Gian-Reto hat am 06.05.2014 - 11:31 folgendes geschrieben:

Was halltet ihr von dem Druck der Amerikanern? Drohgebärden oder echte Gefahr?

Ich habe nochmals aufgestockt.

Die Schlitzohren wissen genau, wie man den Preis nach oben treibt! Die Schweiz hat als "Einknickerland" schon einen exzellenten Ruf als gute Gans, der man die goldenen Eier ohne grosse Muehe wegnehmen kann.

Ha, ha..... Eveline von der BDP reiste doch extra in die Staaten, um fuer die Schweizer Banken "Eine faire Behandlung" zu erbitten, Nun, die Strafe wird schon nicht so gross sein, dass die Bank substantiell bedroht ist.

Bei zukuenftigen Armeeabstimmungen darf man getrost gegen jeden Kredit, ja auch fuer deren Abschaffung stimmen. Sollte dieses Land der einst gefuerchteten Landsknechte je militaerisch nur schon andeutungsweise bedroht werden, so kapitulieren wir bestimmt umgehend.

Derweil unterhaelt zB die CS 10'000 Arbeitsplaetze in Nordamerika. Koennte man doch auch drohen?

 

Jeremias
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Politiker wollen CS notfalls untergehen lassen :bravo:

 

Neue Runde im Steuerstreit um die Grossbank: Das Auftreten der CS-Manager sorgt für heftige Kritik – auch Rücktrittsforderungen werden laut.

Angesichts der Eskalation des Steuerstreits wird die Credit Suisse jetzt auch von Schweizer Politikern unter Beschuss genommen. Christian Levrat, Präsident der SP, hält Bankchef Brady Dougan, Präsident Urs Rohner und Rechtschef Romeo Cerutti für nicht mehr tragbar. «Rohner, Dougan und Cerutti müssten von sich aus zurücktreten», sagt Levrat im Interview mit der «NZZ am Sonntag». «Sie sind eine Belastung für die Bank».

Der SP-Präsident kritisiert unter anderem, dass sich die CS 2009 geweigert habe, sich wie die UBS einem Staatsvertrag zu unterstellen. Auch BDP-Präsident Martin Landolt befürwortet einen Wechsel: «Es sei sicher nicht ideal, wenn bei der CS die gleichen Leute die Probleme aus der Vergangenheit lösen wollen, die schon damals in verantwortungsvoller Position waren». Amerikanische Rechtsexperten gehen davon aus, dass die Manager auch in den Verhandlungen zwischen Bank und US-Behörden unter Druck geraten könnten.

«Die Diskussion wird sich schnell von der Institution zum Management verlagern und womöglich auch Rücktritte zur Folge haben», sagt Jacob Frenkel, ehemaliger Mitarbeiter der Börsenaufsicht SEC, der «NZZ am Sonntag».

Schwarzen Peter weitergeben

CS-Präsident Urs Rohner versuchte letzte Woche bei Eveline Widmer-Schlumpf Hilfe im Steuerstreit mit den USA zu erhalten. Die Finanzministerin sträubt sich aber gegen jede Art von Notrecht, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. Im Parlament ist der Widerstand gegen jegliche Hilfsmassnahmen gross. CVP-­Präsident Christophe Darbellay sagt gegenüber der «SonntagsZeitung»: «Eigentlich sollten die ‹Too big to fail›-Vorbereitungen so weit sein, dass der Staat auch dann nicht eingreifen muss, wenn es um die Existenz der CS geht.»

   

BDP-Präsident Landolt fügt hinzu: «Sollte der Staat trotz allem eingreifen müssen, müssen die Verantwortlichen die Konsequenzen ziehen und ihre Posten verlassen und auf ihre Boni verzichten. Es gibt keine staatliche Hilfe ohne Neustart bei der CS.»

Auf linker Seite tönt es genau gleich. Der grüne Nationalrat Daniel Vischer ist gegen jegliche Staatshilfe und falls doch nur mit einem Bonus­verzicht des Managements. SP-Präsident Levrat misstraut der Argumentation der CS und schliesst nicht aus, dass die CS nach Notrecht für eine Daten­lieferung ruft, um den Schwarzen Peter weiterzugeben. Es solle so aussehen, als sei der Bundesrat schuld an einer Anklage und nicht die Bank und ihr Verhalten in den USA.

Exempel statuieren

Noch diese Woche könnte die Grossbank Credit Suisse ihren Deal mit der US-Justiz abschliessen. Beobachter rechnen gemäss der Zeitung «Schweiz am Sonntag» derzeit damit, dass der Abschluss des Verfahrens in der zweiten Wochenhälfte kommuniziert wird. Ausgeschlossen wird allerdings nicht, dass es zu weiteren Verzögerungen kommt. Dann, wenn sonst unwägbare Nebenwirkungen drohen.

Hauptsorge aller Beteiligten inklusive US-Justizminister Eric Holder ist laut «Schweiz am Sonntag», die Abstrafung der Bank für ihre Sünden mit US-Steuerbetrügern so durchzuführen, dass das Institut selbst nicht in unkontrollierbare Schieflage gerät. Die Vorbereitungen für diese kontrollierte Abwicklung des Verfahrens laufen, dauern aber laut Beobachtern offenbar länger als eigentlich geplant. Vorgesehen ist, dass die Bank ein Schuldeingeständnis abgibt, eine sogenannte «guilty plea», und eine Milliardenbusse bezahlt. Die US-Justiz will damit ein Exempel statuieren und zeigen, dass auch systemrelevante Banken nicht «too big to jail» sind.

Wer unterschreibt Schuldeingeständnis?

Aber weil das die erste Übung dieser Art ist, gilt sie als schwer wägbar und nicht risikofrei. Darum die sorgfältige Vorbereitung. Das oberste Ziel des Bundesrats und der zuständigen Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf in den letzten Monaten war, der CS die US-Lizenz zu erhalten. Denn ohne diese Lizenz würde die Bank vom zentral wichtigen Dollar-Geschäft ausgeschlossen. Dieses Ziel scheint erreicht. Das Gespräch, das Widmer-Schlumpf letzte Woche mit US-Justizminister Holder führte, soll, den Umständen entsprechend, positiv verlaufen sein. Unvermeidlich scheinen für die CS nicht nur Schuldeingeständnis und Bussen, sondern auch personelle Konsequenzen auf höchster Ebene.

Ob die USA hier direkt Bedingungen stellen und ein Köpferollen verlangen, ist unklar. Eine Frage ist, wer das Schuldeingeständnis schlussendlich unterschreibt. Ob das CS-Präsident Urs Rohner oder CEO Brady Dougan ist: Mindestens für diese Person wird es auf jeden Fall sehr ungemütlich, ihre Bankkarriere dürfte zu Ende sein. Als sicher gilt, dass die US-Justiz das Schuldeingeständnis nicht von einer CS-Tochtergesellschaft haben will, sondern von der Muttergesellschaft selbst.

http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Politiker-woll...

Zyndicate
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SIX Exchange Regulation eröffnet Untersuchung gegen Credit Suisse Funds

14.05.2014 07:55



Zürich (awp) - Die SIX Exchange Regulation hat eine Untersuchung gegen die Credit Suisse Funds AG wegen allfälliger Verletzung von Regelmeldepflichten eröffnet. Die Untersuchungseröffnung stehe im Zusammenhang mit einer im Januar 2014 allfällig verspätet erfolgten Ausschüttungsmeldung für bestimmte Exchange Traded Funds (ETFs), teilt die börseneigene Aufsicht am Mittwoch mit.

Im Rahmen der Regelmeldepflichten müssen die Emittenten der SIX Exchange Regulation technische und administrative Daten melden, um sicher zu stellen, dass der Handel reibungslos funktioniert. Die Dauer des Untersuchungsverfahren ist nicht bestimmt. Die SIX Exchange Regulation wird über den Ausgang des Verfahrens informieren.

AWP

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gollum
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$2.5 Mrd. und alle haben sich wieder lieb :kissing:

Franziskus
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CS Erschütterungen

die voraussichtliche Busse von USD 2,5 Milliarden, das 2,75-fache der seinerzeitigen UBS- Busse, wird zu Marktunsicherheit führen. Jetzt muss man damit rechnen, dass auch andere Banken anteilmässig ähnlich hohe Bussen auferlegt bekommen.

 

Die nun fehlenden Kapital-Rücklagen können nicht über Nacht mit COCO-Bonds unterlegt werden. Ich fürchte im Zinsgefüge und in der Franken-Währung aufziehende Verwerfungen, welche weitere Beben auslösen können: u.A. im Hypotheken-Geschäft?

 

Warm anziehen nach den Eisheiligen (heute kalte Sophie)  war noch nie so dringend wie im Jahre 2014.

 

Schönen Abend!

 

Franziskus

Elias
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Die CS hat die besseren Kugelschreiber

Er ist der wohl «bekannteste Aktionär der Schweiz»: Hermann Struchen. Als Klein-Aktionär besucht er die Generalversammlung der Grossen. Diese Woche war er schon bei der UBS. Und kann darum vergleichen, wo der Aktionär besser verköstigt wird.

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Die-CS-hat-die-besseren-Kugelsch...

 

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Franziskus
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Inside Paradeplatz zur CS heute:

Die Beurteilung der Bank umhüllt je länger je mehr ein Trauer-Flor?

 

www.insideparadeplatz.ch

 

Folgen den  Aussichten bald nüchterne Einsichten?

 

Franziskus 

 

Zyndicate
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CS löst US-Steuerstreit mit einem Schuldeingeständnis und hoher Busse (Zus)

20.05.2014 01:58



Zürich (awp) - Die Credit Suisse hat den Steuerstreit mit den US-Behörden beigelegt. Nebst einem Schuldeingeständnis belegt die US-Justiz die Bank mit einer hohen Busse. Das Ergebnis des zweiten Quartals wird deshalb nach Abzug der bereits vorgenommenen Rückstellungen mit zusätzlichen 1,6 Mrd CHF belastet. Insgesamt sieht die Credit Suisse keine wesentlichen Auswirkungen auf das operative Geschäft.

Die Einigung beinhaltet ein Schuldeingeständnis ("guilty plea") der Credit Suisse AG, der Schweizer Banken-Tochtergesellschaft der Credit Suisse Group AG. Die Beilegung der Angelegenheit sei mit den weltweit zuständigen Regulatoren der Credit Suisse koordiniert worden, teilte die Bank am frühen Dienstagmorgen mit. Man erwarte indes keine Auswirkungen auf die Lizenzen und "keine wesentlichen Auswirkungen" auf die Fähigkeit zur Ausübung des operativen Geschäftes.

Die Credit Suisse wird neu zu Strafzahlungen von insgesamt 2,6 Mrd USD verpflichtet. Davon gehen 1,8 Mrd USD an die Steuerbehörde IRS, aufgeteilt in eine Busse von 1,13 Mrd USD und eine weitere Zahlung von 670 Mio, wie das US-Justizdepartement (DoJ) am Dienstagmorgen mitteilte. An das New York State Departement of Financial Services zahlt die Credit Suisse 715 Mio USD und an die US-Notenbank FED weitere 100 Mio als Busse. Die ergibt insgesamt gut 2,6 Mrd USD. Hinzu kommen 196 Mio USD, welche die Bank bereits im Februar an die Börsenaufsicht SEC bezahlt hatte. Letzteres inbegriffen beläuft sich der gesamte finanzielle Schaden also auf 2,82 Mrd USD.

KEINE PERSONELLEN KONSEQUENZEN AN DER SPITZE

"Wir bedauern das Fehlverhalten im früheren grenzüberschreitenden US-Geschäft ausserordentlich" sagte Konzernchef Brady Dougan gemäss der Mitteilung.... Die Beilegung dieser Angelegenheit ist für uns ein wichtiger Schritt vorwärts." Das verstärkte Medieninteresse der letzten Wochen in diesem Zusammenhang habe aber "keine wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft" gehabt, so der CEO weiter. Über personelle Konsequenzen an der Spitze der Bank, wie dies verschiedene Politiker gefordert hatten, äussert sich die CS nicht.

Die Quote des harten Kernkapitals (CET1) nach Basel III auf Look-through-Basis hätte per Ende des ersten Quartals 2014 bei 9,3% gelegen, wäre diese Belastung zu diesem Zeitpunkt angefallen. Durch die Reduktion der risikogewichteten Aktiven auf oder unter das Niveau von Ende 2013 und andere Kapitalmassnahmen wie den Verkauf von Liegenschaften und anderen Vermögenswerten, die nicht zum Kernbereich gehören, will die Bank das harte Kernkapital bis Ende 2014 wieder auf 10% steigern.

"Nach Erreichung der Kernkapitalquote von 10% beabsichtigen wir, ungefähr die Hälfte unserer Gewinne den Aktionären über unsere jährlichen Ausschüttungen weiterzugeben und gleichzeitig unser Kapital weiter zu stärken, um unser langfristiges Ziel einer Kernkapitalquote von 11% zu erreichen", wird CEO Dougan weiter zitiert.

Die DoJ wirft der Bank verschiedenes an Fehlverhalten zur Beihilfe der Steuerhinterziehung vor. Die Credit Suisse habe auch nach 2010 wichtige Informationen zurückgehalten, so das DOJ. Überdies seien Beweismittel verloren oder zerstört worden. Dies sei seit 20 Jahren die grösste Bank, welche sich schuldig bekenne, wird in der Mitteilung US-Justizminister Eric Holder zitiert.

Die Bank hat laut DoJ kriminelle Aktivitäten in einem detaillierten Statement of Facts zugegeben. Dies Aktivitäten seien nun aber gestoppt worden. Überdies habe die Bank weitere Unterstützung mit der Lieferung kritischer Informationen zugesagt, welche die Bemühungen des Departementes unterstützen würden.

FED SUCHT WEITER NACH SCHULDIGEN

In der Mitteilung zur Einigung zwischen der Bank und der amerikanischen Notenbank Fed heisst es, dass die Credit Suisse mit neun Personen die Zusammenarbeit beenden solle oder dass sie diese nicht mehr wiedereinstellen dürfe. Diese neun Personen seien an den Aktivitäten beteiligt gewesen, welche amerikanisches Recht verletzt hätten. Das Fed behält sich vor, weitere an den illegalen Machenschaften beteiligte Personen ausfindig zu machen. Hier habe die Credit Suisse ihre Mitarbeit versprochen, Gegenstand der Untersuchungen sei die Bank hier aber nicht mehr.

Auch das New York Dpeartment of Financial Services verlant die Beendigung der Zusammenarbeit mit gewissen Personen. Die Behörde nennt dabei explizit Markus Walder, Susanne Ruegg Meier und Marco Parenti Adami. Walder war der Chef des Offshore-Geschäfts in Nordamerika, die beiden anderen genannten waren im Senior-Management im grenzüberschreitenden Geschäft tätig.

ERSCHÜTTERUNGEN BEFÜRCHTET

Das formelle Schuldeingeständnis der Credit Suisse ist ein sehr seltenes Ereignis für eine Bank. Letztmals waren in den 1980er-Jahren Banken von der US-Justiz so hart angefasst worden. Im letzten Jahrzehnt hatten die US-Behörden meist vor formellen Anklagen gegen Banken zurückgeschreckt.

Sie befürchteten Erschütterungen im weltweiten Finanzsystem - insbesondere nach dem Ausbruch der Finanzkrise. Den Behörden steckte zudem immer noch der Schock des Zusammenbruchs der renommierten US-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Anderson in den Knochen. In den vergangenen Woche signalisierte US-Justizminister Eric Holder, dass sich die US-Justizbehörden des Problems bewusst sind und eng mit den Banken-Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten, um das tägliche Geschäft der Bank nicht zu gefährden.

AWP

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Zyndicate
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Finma rügt CS-Pflichtverletzungen in den USA 

20.05.2014 06:43



Mit ihrem Verhalten in den USA hat die Credit Suisse auch Schweizer Recht verletzt.

Die Finanzmarktaufsicht Finma rügte die Grossbank bereits im September 2012, weil diese ihre Pflichten "schwer verletzt" hat. Beim oberen Kader sieht die Finma aber keine Verfehlungen.

Die Finma wirft der Credit Suisse konkret vor, "ihre Pflichten beim Erfassen, Begrenzen und Überwachen von Risiken im Zusammenhang mit dem US-Geschäfts schwer verletzt" zu haben. Damit habe sich die Bank unverhältnismässig hohen Rechts- und Reputationsrisiken ausgesetzt.

Das habe dann auch zu den Problemen geführt, welche die Bank nun mit dem Vergleich mit rekordhoher Busse lösen musste, stellte die Finma in der Nacht auf Dienstag fest. Die Rüge mit Forderungen nach einem besseren Risikomanagement erging bereits im September; die CS focht sie nicht an.

Da die Bank mit ihrem Verhalten die einwandfreie Geschäftstätigkeit nicht gewährleistete, habe sie Schweizer Aufsichtsrecht verletzt, schrieb die Finma weiter. Mittlerweile habe sie aber die von der Finma geforderten Massnahmen umgesetzt und sich dies von unabhängiger Stelle bestätigen lassen.

Länderdesk für die USA

"Gravierendes Fehlverhalten" sieht die Aufsichtsbehörde bei den Angestellten, die am Länderdesk für die USA arbeiteten. Diese seien mittlerweile ihrer Funktionen enthoben worden. Die Finma hat nach eigenen Angaben jedoch keine Hinweise, dass das höhere Management (senior management) von konkreten Verfehlungen Kenntnis gehabt hätte.

Ihr Verfahren hatten die Finma im November 2011 eröffnet. Untersucht wurde das grenzüberschreitende Geschäft vorab im Zeitraum zwischen 2000 und 2008. Die Behörde gab weiter bekannt, dass im Zusammenhang mit dem US-Steuerstreit weder in der Schweiz noch in Grossbritannien weitere aufsichtsrechtlichen Verfahren eingeleitet würden, welche die Lizenzen der Credit Suisse betreffen würden.

AWP

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Elias
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CS-Aktie nach US-Vergleich mit Kurssprung

Die aus der Analystengemeinde eintreffenden Reaktionen könnten unterschiedlicher nicht sein. Dass sich die CS-Aktie im frühen Handel an der Schweizer Börse SIX dennoch um 1,7 Prozent auf 26,50 Franken erholt, spricht eine klare Sprache.

http://www.cash.ch/news/front/csaktie_nach_usvergleich_mit_kurssprung-32...

 

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Simona
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Wie ist eigentlich Mr. Dougan seinerzeit zu seinem CS-Job gekommen? Durch wen, wie?

Weiss das noch jemand.

Merci und

Gruss,
Simona

martinidrink
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War zuerst bei der Credit Suisse First Boston (Nachfolger von CS CEO Oswald Grübel )

 

Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.

Selector
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CS/Bund prüft Kostenbeteiligung der Grossbank im Steuerstreit mit den USA (AF)

21.05.2014 13:08



(Präzisiert, dass der Bund eine Kostenbeteiligung prüft. Das EFD hat seine Aussagen relativiert.)

Bern (awp/sda) - Der Einsatz des Bundes für die Credit Suisse ist möglicherweise nicht gratis. Der Bund prüfe, der Grossbank den Zusatzaufwand im Steuerstreit mit den USA zu verrechnen, teilte das Finanzdepartement am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit.

Die "Neuen Zürcher Zeitung" hatte in ihrer Mittwochsausgabe (21.05.) über die mögliche Kostenbeteiligung berichtet.

Es werde erwogen, dass die Credit Suisse sich in geeigneter Art und Weise an den aufgelaufenen Kosten beteiligen wird, sagte Roland Meier, Sprecher beim Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD), zum NZZ-Bericht. Der genaue Betrag sei aber noch offen.

CS-Verwaltungsrats-Präsident Urs Rohner zeigte in einem Interview mit NZZ (ebenfalls Ausgabe 21.05.) Verständnis für allfällige Forderungen des Bundes: "Wenn der Bund ausserordentliche Aufwendungen hatte, für welche die CS direkt verantwortlich ist, würden wir das selbstverständlich prüfen."

Bereits die UBS musste den Bund nach der Einigung mit den USA im Jahr 2009 bezahlen. Das Finanzdepartement verrechnete der UBS damals rund 26 Mio CHF für die Behandlung des Amtshilfegesuchs der US-Steuerbehörde IRS.

AWP

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CS bleibt im Fokus der USA
 

Die Credit Suisse steht weiterhin unter erhöhter Beobachtung der Regulatoren in den USA. Dabei geht es um missbräuchliche Geschäfte, welche die Grossbank über ihre Handelssysteme ermöglicht haben soll.

Wie das Wall Street Journal (WSJ, online) schreibt, führt der Wallstreet-Selbstregulator Finra (Financial Industry Regulatory Authority) eine Untersuchung in Bezug auf möglicherweise missbräuchliche Geschäfte durch, welche die Credit Suisse mit ihren Handelssystemen einer Anzahl von Kunden ermöglicht habe. Das WSJ bezieht sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Finra habe in den vergangenen Wochen Anfragen bezüglich hunderter suspekter Trades von Kunden der Bank an die Credit Suisse geschickt, heisst es. Dabei werde auch untersucht, ob dabei US-Geldwäschereivorschriften verletzt worden seien.

Bei den Untersuchungen geht es laut dem Bericht nicht um die bereits laufende in Bezug auf den Hochfrequenzhandel. Untersucht würden vielmehr Finanzhäuser, die Händler oft in Ländern wie China und Indien beschäftigten, welche mit schnellen Computer-Systemen Gewinne aus kurzfristigen Schwankungen des Marktes zu erzielen versuchten. Die Regulatoren hätten solche Firmen schon einige Jahre im Auge, und zwar im Hinblick auf eine mögliche Manipulation des Marktes oder der Verletzung von Geldwäschereivorschriften.

Die Credit Suisse will laut dem Bericht ihre Verbindungen zu verschiedenen dieser Kunden abbrechen, gebe ihnen aber zwei bis drei Monate Zeit, um einen neuen Handelspartner zu finden, bevor der Zugang zu den Systemen gekappt werde.

Ein Kommentar der Credit Suisse gegenüber AWP zu der Angelegenheit war am frühen Morgen nicht erhältlich.

Bloomberg

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CS kommt immer noch an Gelder in den USA
 

Die Credit Suisse kann auch nach dem Schuldeingeständnis frische Mittel in den USA einsammeln. Am Donnerstag hatte die Grossbank mit der Ausgabe von drei Anleihen insgesamt 5 Milliarden Dollar eingenommen.

Das schreibt Bloomberg am Freitag. Für den Dreijahresbond über 1,75 Mio Dollar zu 1,375 Prozent liege die Rendite 60 Basispunkte (BP) über US-Staatstiteln mit gleicher Laufzeit und nur zwei BP über einer dreijährigen US-Anleihe der Deutschen Bank (die ebenfalls am Donnerstag aufgelegt worden sei).

Dies zeige, dass Credit Suisse am Bondmarkt nach der Verurteilung durch die US-Behörden und der Abstufung des Ausblicks durch Moody's nicht abgestraft werde, so Bloomberg.

Gemäss den Angaben platzierte Credit Suisse zudem eine fünfjährige Anleihe über 2 Mrd Dollar zu 2,3 Prozent, die 80 BP über entsprechenden US-Regierungsbonds notiert, sowie einen Floater mit dreijähriger Laufzeit über 1,25 Mrd, der 49 BP über dem Libor ausgegeben wurde.

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Elias
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CS-Aktie vor Aufholjagd gegen UBS?

Mir ist durchaus bewusst, dass die Hochstufung der Namenaktien der Credit Suisse von "Neutral" auf "Buy" durch Goldman Sachs schon gestern über die Ticker der Nachrichtenagenturen geflimmert ist. Dasselbe gilt für die Aufnahme der Papiere auf die viel beachtete "Conviction Buy List", auf die es nur auserwählte Aktien schaffen.

Mit einem Kursplus von 2,1 Prozent fiel die Marktreaktion überraschend unterkühlt aus. Denn für gewöhnlich zündet das wohl mächtigste Bankinstitut der Welt mit seinen aggressiven Kaufempfehlungen ein regelrechtes Kursfeuerwerk. Doch die Zündschnur schien gestern zu feucht für ein solches.

Interessant ist die mir von einem Kontakt aus London zugetragene Studie alleweil. Und das gleich aus mehreren Gründen. Die Botschaft der drei für Goldman Sachs tätigen Bankenexperten ist unmissverständlich: Die Papiere der Credit Suisse stehen am Anfang einer Aufholjagd gegen jene der UBS.

Die über die vergangenen zwölf Monate unterdurchschnittliche Kursentwicklung wird einerseits mit rückläufigen Konsensschätzungen andererseits aber auch mit dem teurer als erwarteten Vergleich im Steuerstreit mit den USA und seinen Folgen für das Kernkapital sowie mit der Debatte um die Grösse begründet.

Obschon die Experten ihre diesjährigen Gewinnschätzungen um gut 5 Prozent zusammenstreichen, erhöhen sie das 12-Monats-Kursziel auf 36,50 (34,10) Franken. Davon lässt sich ein Aufwärtspotenzial von gut 33 Prozent ableiten.

Doch damit nicht genug: Überdenkt auch die Credit Suisse ihre Strategie nach dem Vorbild der UBS, beziffert man bei Goldman Sachs das Aufwärtspotenzial der Aktien sogar mit bis zu 50 Prozent.

Ich habe bei der kleineren der beiden Schweizer Grossbanken den Glauben an einen strategischen Kurswechsel mittlerweile verloren. Ausserdem ist Goldman Sachs in einem Punkt alles andere als konsequent: Obschon den Aktien der Credit Suisse eine Aufholjagd gegen jene der UBS zugetraut wird, werden Letztere ebenfalls mit einem optisch hohen Kursziel zum Kauf empfohlen.

Nach einem ernüchternden ersten Quartal häufen sich die Anzeichen für ein ebenfalls verhaltenes Folgequartal. Dies gilt insbesondere im für die Credit Suisse wichtigen Investment Banking. Erste Analysten haben ihre diesjährigen Gewinnschätzungen bereits nach unten angepasst. Weitere Abwärtsrevisionen dürften jedoch folgen und jegliche Aufholjagd gegen die Aktien der UBS fürs erste vereiteln.

http://www.cash.ch/news/top_news/csaktien_vor_aufholjagd_auf_jene_der_ub...

 

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Trennt sich die Credit Suisse von US-Sparte?

Die Credit Suisse erwägt aus Kostengründen die Ausgliederung von Teilen ihrer Sparte für festverzinsliche Wertpapiere in den USA. Das berichtet die «Financial Times».

http://www.cash.ch/news/top_news/trennt_sich_die_credit_suisse_von_usspa...

 

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Ist das Schuldeingeständnis der CS überhaupt gültig?

Eine US-Richterin schaute bei den Unterschriften ganz genau hin. Und stellt nun Fragen.

Im schlimmsten Fall keine Vollmacht

Der Grund für dieses richterliche Nachstossen ist klar: Wenn Dokumente tatsächlich nur dann Rechtskraft erlangen, wenn VR-Sekretär Schreiber eine zweite Person aus dem CS-Umfeld beizieht, dann hat die Schweizer Bank ein Problem – im schlimmsten Fall besass Alan Reifenberg am 19. Mai gar keine Vollmacht, das Schuldeingeständnis zu unterschreiben. Richterin Smith wies die Bank deshalb an, «sämtliche möglichen Unklarheiten» im Zusammenhang mit «der Autorisierung des Schuldeingeständnisses durch den Verwaltungsrat» der CS zu beseitigen – auch weil es sich bei der Verurteilung der CS um einen «bedeutsamen» Fall handle.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Ist-da...

 

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Zyndicate
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Bankenkritiker soll die CS überwachen
 

Der Wall-Street-Kritiker Neil Barofsky soll künftig der Credit Suisse auf die Finger schauen.

Das erfuhr Bloomberg News am späten Dienstag von einer Person, die mit den Vorgängen vertraut ist. Den Angaben zufolge wurde Barofsky in der vergangenen Woche vom New Yorker Department of Financial Services für die Aufgabe ausgesucht.

Der ehemalige General-Inspekteur für das Troubled Asset Relief Program ist heute Partner bei der Anwaltskanzlei Jenner & Block. Anthony Barkow, der dort ebenfalls tätig ist, wird auch Mitglied des Teams, das sich um die Schweizer Bank kümmern soll, hiess es.

Kriminelle Organisation

Credit Suisse hatte sich im Rahmen ihrer Einigung mit der New Yorker Regulierungsbehörde bereit erklärt, sich zwei Jahre lang beaufsichtigen zu lassen.

Der Schweizer Finanzkonzern hatte sich gegenüber der US- Justiz zur Zahlung von Geldbussen in Höhe von 2,6 Mrd. Dollar verpflichtet und gleichzeitig ein Schuldeingeständnis abgelegt. Mit der Erklärung, amerikanischen Bürgern bei der Hinterziehung von Steuern geholfen zu haben, war es die erste global agierende Bank seit einem Jahrzehnt, die vor einem US-Gericht zugab, kriminell gehandelt zu haben.

Barofsky wollte auf Nachfrage von Bloomberg News keinen Kommentar abgeben. Dasselbe galt für einen Vertreter der Bank und des Department of Financial Services.

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Krokodil
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CS minus 4 %, UBS minus 2,5 %, wer glaubt, mit Bankaktien noch Geld verdienen zu können, irrt sich wohl gewaltig.
Und es "crashelet"! Da ist es mir mit einer Schmolz und Bickenbach bedeutend wohler.

Zyndicate
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Credit Suisse will Aufschub von US-Schuldspruch wegen Pensionskassenkunden

10.07.2014 10:52



(Meldung um Aussagen der Credit Suisse ergänzt)

Zürich (awp/sda/afp) - Die Credit Suisse (CS) will den Schuldspruch durch die US-Justiz wegen der Beihilfe zur Steuerhinterziehung verschieben. Die Bank wartet auf eine Erlaubnis des Arbeitsministeriums, auch nach einem Schuldeingeständnis weiter Grosskunden betreuen zu können.

Das Ersuchen der CS um einen Aufschub geht aus Justizdokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlagen. Die Bank hatte demnach bei einem Gericht in Virgina am Dienstag den Antrag eingereicht, den für den Monat August terminierten Schuldspruch bis mindestens Anfang November zu verschieben.

Nach jahrelangen Verhandlungen zwischen der CS und den US-Behörden war am 20. Mai bekannt geben worden, dass die zweitgrösste Schweizer Bank umgerechnet rund 2,5 Mrd CHF Busse bezahlen muss. Zudem musste die Grossbank ein Schuldeingeständnis abliefern.

Nach Angaben der CS vom Donnerstag handelt es sich beim Gesuch um Aufschub um eine Formalie. Zur Begründung führt die Bank an, dass sie Probleme bei der Verwaltung von Pensionskassengeldern in Milliardenhöhe bekäme.

Die Bank habe vom amerikanischen Arbeitsamt (Department of Labor, DOL) noch keine Bewilligung erhalten, die Dienstleistungen zur Verwaltung der Pensionskassengelder unter dem Aspekt des Schuldeingeständnisses vom Mai weiterzuführen. Käme der für den 12. August terminierte Schuldspruch vor einer etwaigen Bewilligung des DOL, würde dies die CS faktisch daran hindern, die Gelder der Pensionskassen zu verwalten.

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Zyndicate
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Kauft die CS ehemalige UBS-Altlasten?
 

Der Vermögensverwalter Blackrock löst offenbar eine seiner grössten Wetten aus der Zeit der Finanzkrise auf. Dabei verkaufte er Subprime-Hypotheken-Bonds an die CS, die früher der UBS gehörten hatten.

In der Finanzkrise setzte Blackrock auf Anleihen, die mit faulen US-Hypotheken besichert waren. Damals kaufte der Vermögensverwalter auf Anleihen, die mit faulen US-Hypotheken besichert waren. Informierten Kreisen zufolge verkaufte das Unternehmen am Dienstag 3,7 Mrd. Dollar jener 22 Mrd. Dollar an Wertpapieren, die es vor sechs Jahren von der UBS gekauft hatte, im Rahmen einer Auktion an die Credit Suisse. Bei der Auktion ging es in erster Linie wohl um so genannte Subprime-Hypotheken-Bonds.

Blackrock veräusserte die Papiere offenbar, nachdem sie teils wegen der Erholung am US-amerikanischen Wohnimmobilien- Markt an Wert gewonnen hatten.

Sprecher von Credit Suisse, UBS und Blackrock wollten auf Nachfrage von Bloomberg News keinen Kommentar zu den Angaben aus den informierten Kreisen abgeben.

Der RMBS Opportunities Master Fund LP von Blackrock hatte die Papiere im Jahr 2008 erworben. Finanziert wurde der Deal von Investorengeldern sowie mit einem UBS-Kredit, wie aus damaligen Mitteilungen der Bank hervorgeht.

Ist die Krise überstanden?

UBS sah in der Transaktion seinerzeit eine Möglichkeit, die Verbindlichkeiten aus den eigenen Büchern zu streichen - angesichts von Verlusten bei US-Hypotheken und anderen risikoreichen Aktiva.

Der damalige UBS-Finanzchef John Cryan sagte bei einer Telefonkonferenz im November 2008, dass er nicht davon ausgehe, dass sich die Aktiva aus der Blackrock-Vereinbarung wieder erholen würden.

Die Transaktion aus dieser Woche ist ein Anzeichen dafür, dass Banken und Fonds die Krise hinter sich gelassen haben.

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