UBS

UBS Group N 

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Pegasus
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UBS

UBS wird eine Bruchlandung hinlegen wie die Swiss, erste starke Anzeichen sind bereits vorhanden, haben eine Finanzspritze mehrerer Milliarden zu 9 % Zins nötig.

Drittklassgläubiger glaub ich, nennt man sowas oder nicht ?

Einer Firma, die in einem Quartal Milliarden in den Sand setzt, würde ich mein Geld jedenfalls nicht anvertrauen.

Vertrauen ist im Finanzsektor das A & O.

Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, ist nur noch eine Frage der Zeit :roll: Wink :idea: 8)

So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.

Frei nach I Ging

phlipp
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UBS

Pegasus wrote:

UBS wird eine Bruchlandung hinlegen wie die Swiss, erste starke Anzeichen sind bereits vorhanden, haben eine Finanzspritze mehrerer Milliarden zu 9 % Zins nötig.

Drittklassgläubiger glaub ich, nennt man sowas oder nicht ?

Einer Firma, die in einem Quartal Milliarden in den Sand setzt, würde ich mein Geld jedenfalls nicht anvertrauen.

Vertrauen ist im Finanzsektor das A & O.

Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, ist nur noch eine Frage der Zeit :roll: Wink :idea: 8)

typische aussage eines ubs-gegners... ubs, swiss bruchlandung?? wird bei beiden nicht passieren... die sind beide mehr als genug flüssig...

"Heut ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage"

Pädi
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UBS

Phlipp

Falls es Dir entgangen ist.....

Die Swiss gehört bereits der Lufthansa????

Sicherlich wird die UBS nicht morgen den Untergang erleben,

aber einen Milliardenkredit zu 9% aufzunehmen ist ein mehr als

deutliches Signal das etwas nicht mehr stimmt.

Früher vergab die UBS solche Kredite????

Apropo das gejammer wegen der Swissair.

ICH HABE NOCH IMMER AKTIEN VON DER NR.1 DER LUFTFAHRT !!!!!!!!!

Der Signatur hat es die Sprache verschlagen....

Fortuna
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UBS

Ich weiss nicht, was dieses Gejammer soll. Die Abschreibungen waren ja von vornherein klar und anstatt sich günstig einzudecken kommen hier nur Untergangsvorhersagen usw...

UBS musste einen Kredit aufnehmen, das heisst sie hat wieder ein wenig Luft bekommen (auch wenn sies zurückzahlen muss).. aber wenn sie "so knapp am Abgrund" stehen würde, gäbe ihr bestimmt niemand mehr Geld... :twisted:

Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, daß man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird.

FiestaLatina
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UBS

wäre interessant zu wissen, ob ubsn einer anderen firma in der selben situation geld geliehen hätte und unter welchen konditionen...

wer risiken eingeht, soll diese auch ertragen, und dass unbeteiligte darunter leiden müssen, ist nicht fair.

ein für den aktionär buchhalterisch neutraler abschreiber wäre, die optionen der manager und der verursachenden abteilungen auf 0 (null) abzuschreiben und einen schredder zur verfügung zustellen.

Dr.Zock
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UBS

@ sunny

... welche unbeteiligten meinst du im konkreten fall ubs. ...

Ganz einfach. All diejenigen Investoren welche z.B. in Titel investiert sind welche mit der Finanzkrise nicht das geringste am Hut haben. Aber infolge der dramatischen Schieflage der Bankinstitute - verursacht von diese peinlichen, und zum Teil kriminell ambizionierten Banker, bez. Oberzocker - leidet die ganze Finanzwelt. Egal wie gut und aussichtsreich Unternehmungen Bilanzen, Fakten und Positionierungen präsentieren, sie werden trotzdem in den Keller geschickt.

Es ist ein Trauerspiel ohnegleichen !!!!

Gruss

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

FiestaLatina
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UBS

@ sunny

präzisierung:

- risiken eingehen => ubs

- unbeteiligte => aktionäre

risikokontrolle und risikobeurteilung ist auf jeden fall nicht das selbe

<gelöscht>
UBS

FiestaLatina wrote:

@ sunny

präzisierung:

- risiken eingehen => ubs

- unbeteiligte => aktionäre

risikokontrolle und risikobeurteilung ist auf jeden fall nicht das selbe

dies ist nicht ganz richtig. die aktionäre stellen einem/ihrem unternehmen aktienkapital, also eigenkapital zur verfügung. der unterschied zwischen eigen- und fremdkapital ist, dass das eigenkapital expilzit dazu vorgesehen ist, das risiko des unternehmens, der bank zu tragen. das eigenkapital ist eigenkapital, weil es umfänglich und gänzlich haftet. der aktionär weiss dies, und ist sich dieses risikos bewusst.

wenn man der führung eines unternehmens nicht zutraut, dass sie die risiken gut kontrolliert, dann stellt man ihnen kein eigenkapital zur verfügung (sprich: man kauft ihre aktien nicht).

FiestaLatina
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UBS

sunny wrote:

wenn man der führung eines unternehmens nicht zutraut, dass sie die risiken gut kontrolliert, dann stellt man ihnen kein eigenkapital zur verfügung (sprich: man kauft ihre aktien nicht).

sorry, eine definitiv blöde frage für dieses forum:

ich habe eine beteiligung an einer unternehmung in form eines nominalen betrages (z.B. 10 rappen/ aktie). wenn ich diese für den betrag xx kaufe und später nur noch zum betrag yy loswerden kann, dann ist doch meine beteiligung an der unternehmung immer noch die selbe?

gehe ich nun ein risiko im bereich der prämie/ des aufpreises (der aktie) oder des eigenkapitals ein (in genanntem Beispiel von 10 rappen/ aktie)?

falls es nur die beispielhaften 10 rappen/ aktie sind, dann kann ich mich ruhig zurücklehnen.

zuerihegel73
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UBS

Du kaufst das Eigenkapital (Substanzwert) plus einen Zuschlag für die zukünftig zu erwartenden Erträge.

Selbstverständlich verlierst du im schlimmsten Fall ALLES! Dir gehört ein Anteil der Unternehmung, wenn die Unternehmung nichts mehr wert ist, ist auch deine Aktie wertlos.

phlipp
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UBS

er hat aber gefragt, wie es mit der beteiligung aussieht... und da hat er recht, solange die aktie nur sinkt, aber nicht wertlos ist, bleibt seine beteiligung genau gleich hoch...

"Heut ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage"

cheerio
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UBS

wie wärs eigentlich mit einem off-topic thread für all diese comments?

die citigroup wurde ja gestern ziemlich hart getroffen, heute könnte es eventuell einen rebound geben und der ubs aktie auch wieder etwas wind verschaffen.

was meinen die profis hierzu?

cheers

phlipp
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UBS

cheerio wrote:

wie wärs eigentlich mit einem off-topic thread für all diese comments?

die citigroup wurde ja gestern ziemlich hart getroffen, heute könnte es eventuell einen rebound geben und der ubs aktie auch wieder etwas wind verschaffen.

was meinen die profis hierzu?

cheers

wart mal ab, lehman brothers kommt gerade jetzt (14.00) mit den quartalszahlen... bringt sicher etwas bewegung rein...

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Kapitalist
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UBS

Artikel aus der heutigen FuW:

"Singapur setzt auf UBS

Zum Thema UBS

Kater

Nun ist es für die grösste Schweizer Bank zehn Jahre nach der Geburt knüppeldick gekommen. 16 Mrd. Fr. muss die UBS wegen hochriskanter Geschäfte im US-Hypothekenbereich abschreiben. Der Betrag ist zwar (noch) nicht verloren, aber die massive Wertberichtigung wird das Institut im laufenden Jahr in die roten Zahlen drücken. Die Aktionäre müssen erstmals auf eine Bardividende, die für das Debakel Verantwortlichen in Investment Banking, Konzernleitung und Verwaltungsrat zwingend auf ihren Bonus verzichten. Entlassungen sind angesagt.

Der von den Spezialisten des Investment Banking verursachte Schaden wird die UBS nicht aus dem Gleis werfen – das zeugt von der Stärke des Instituts. Dass der von Marcel Ospel präsidierte Verwaltungsrat auf milliardenschwere Finanzspritzen aus Singapur und dem arabischen Raum angewiesen ist, um die beschädigte Bilanz wieder zu reparieren, gibt indes zu denken.

Ausgerechnet ein Staatsfonds aus dem undemokratisch geführten Singapur, einem Finanzplatz, der zu den agilsten Konkurrenten des Finanzplatzes Schweiz zählt, muss als Retter in der Not akzeptiert werden. Das allein zeigt, wie verzweifelt die Lage für die UBS-Chefs gewesen sein muss. Was es bedeutet, wenn der grösste UBS-Investor ein Konkurrent unseres eigenen Finanzplatzes ist, wird die Zukunft zeigen. Es bereitet Mühe, diesbezüglich zuversichtlich zu sein. Es wäre schön, später nicht von Kapitulation sprechen zu müssen.

Der Fall UBS hat akuten Handlungsbedarf offenbart, haben doch die Aufsichts- und Risikoüberwachungssysteme auf allen Ebenen versagt. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Kollaps, wie er dem US-Immobilienmarkt widerfuhr, in den mathematischen Risikomodellen, nicht enthalten war. Wenn 300 Spezialisten von weltweit 80 000 Beschäftigten einen derartigen Schaden produzieren können, liegt die Frage, wer und was versagt hat, auf dem Tisch. Besonders das Risk Management, dessen Aufgaben, Verantwortung und personelle Zusammensetzung – ein Mix aus «Eigengewächs» und Externen ist hier unumgänglich – ist im Fall UBS gründlich zu überprüfen. Auch die Frage, wer nach Ospel das VR-Präsidium besetzen soll, kann nicht auf die lange Bank geschoben werden. Eines steht fest: Die UBS wird fortan eine etwas andere Bank mit einem flacheren Risikoprofil und bescheideneren Ertragsperspektiven sein. Den Nimbus der erfolgreichen Universalbank hat sie eingebüsst. Schadensbegrenzung und Imagerestauration sind angesagt. Nach der überschwänglichen Erfolgsfeier folgt die Katerstimmung – für die UBS, ihre Mitarbeiter, aber auch für das Bankenland Schweiz. Die Lehren werden gezogen, doch der nächste Unfall ist eine Frage der Zeit.

Peter Schuppli, Chefredaktor

UBS versucht den Befreiungsschlag

Abschreibungsbedarf steigt auf fast 15 Mrd. $ – Kapitalerhöhung soll Sicherheit und Vertrauen schaffen – Grossbankaktien bleiben riskant

Von Clifford Padevit

Die UBS kämpft um ihr Renommee: Zum einen gab sie einen zusätzlichen Abschreibungsbedarf im Zusammenhang mit Engagements im US-Hypothekenmarkt bekannt, zum andern kündigte sie eine umfangreiche Kapitalerhöhung an. Den Aktien bekam die Nachricht am Montag gut, am Dienstag setzten hingegen Verkäufe ein. Seit Jahresbeginn haben die UBS-Titel über 20% nachgegeben.

Der Kursverlauf zeigt: Die Grossbank hat das Vertrauen verloren. Umso mehr ist es in ihrem Interesse, die Spekulationen über weitere Abschreibungen einzudämmen. Die UBS schreibt weitere 10 Mrd. $ ab. Zusammen mit den 4,8 Mrd. $, die dem dritten Quartal belastet wurden, summiert sich der Schaden aus dem Engagement im US-Hypothekenmarkt auf 14,8 Mrd. $ – ein Wert, der im Bankensektor seinesgleichen sucht (vgl. Seite 13). Damit ist die Hoffnung auf einen, wenn auch geringen, Gewinn im vierten Quartal zerstört. Die UBS rechnet neu mit einem Verlust für das Gesamtjahr. Die Abschreibungen sind so hoch, dass sie sich mehr Kernkapital beschafft.

Wenig Banker, grosser Schaden

Am Dienstag nutzten die Verantwortlichen den Investorentag in London, um die am Vortag kommunizierten Entscheide zu erläutern. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, die Stimmung gedämpft. Das Eis musste Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel brechen, der sich über die Abschreibungen enttäuscht zeigte und darauf verwies, wie sehr ein paar wenige Personen in einem Team der ganzen Bank geschadet haben.

An CEO Marcel Rohner lag es, die Kapitalmassnahmen zu begründen. «Die Kapitalerhöhung ist eine Präventivmassnahme», sagte er. Allein den Abschreibungsbedarf zu kommunizieren, wäre für ihn ein zu grosses Vertrauensrisiko für das Vermögensverwaltungsgeschäft gewesen. Die Abschreibungen hätten zwar ohne Kapitalspritze absorbiert werden können, doch wäre die Kernkapitalquote Tier-1 von 10,6% per Ende des dritten Quartals auf 9% gesunken.

Die Kapitalerhöhung wird über eine Wandelanleihe erreicht, die bei zwei Investoren plaziert wird. Abnehmer ist vor allem Singapurs Staatsfonds GIC (vgl. Kasten). Er investiert 11 Mrd. Fr. Der zweite, unbekannte Investor aus dem Nahen Osten beteiligt sich mit 2 Mrd. Fr. Die Anleihe ist mit 9% verzinst und muss innerhalb von zwei Jahren gewandelt werden. Die UBS-Aktionäre haben an der ausserordentliche Generalversammlung im Februar der Transaktion zuzustimmen. Der Umwandlungspreis wird sich in der Bandbreite von 51.50 bis 73.60 Fr. je Aktie bewegen. GIC wird grösster Aktionär der UBS mit einem Anteil von etwa 9%. Die Transaktion erinnert an Citigroup, die sich Kapital des Staatsfonds von Abu Dhabi sicherte (vgl. FuW vom 28. November).

Um die Kernkapitalquote Tier-1 weiter zu steigern, unternimmt die UBS zwei weitere Schritte. Einerseits werden 36,4 Mio. Aktien, die im Rahmen des Rückkaufprogramms erworben wurden, im Markt plaziert. Wer die Valoren übernimmt und in welchem Zeitraum sie verkauft werden, ist nicht bekannt. Eine weitere Massnahme ist der Verzicht auf die Bardividende für das laufende Finanzjahr. Ganz auf eine Dividende will die UBS nicht verzichten, sie aber in Form von Bonusaktien auszahlen. Auch dieser Vorschlag des Verwaltungsrats wird den Aktionären zur Genehmigung unterbreitet.

Alle drei Massnahmen steigern das Kernkapital um 19,4 Mrd. Fr. Zum Jahresende soll die Quote über 12% liegen – dort, wo sie Ende Juni gewesen war. Gemäss Angaben der UBS beträgt die Gewinnverwässerung für die Aktionäre 11 bis 14%, einige Analysten rechnen mit bis zu 18%.

Frage des Vertrauens

Es wird deutlich: Die UBS versucht verzweifelt, als sichere, transparent informierende Bank dazustehen. Sehr präsent war dieser Tage auch VR-Präsident Marcel Ospel (vgl. Interview). Rohner und Ospel zeigen sich zuversichtlich, dass das Schlimmste ausgestanden sei. Sollten weitere Abschreibungen nötig sein, was niemand ausschliessen kann, hat die UBS immerhin genügend Finanzkraft. «Weniger Risiko, mehr Kapital», brachte Rohner die neue Situation der UBS auf den Punkt.

Auf den zwei Führungsfiguren lastet grosser Druck. Beide waren bereits in der Verantwortung, als die fraglichen Bilanzpositionen aufgebaut wurden. Beide geben zu verstehen, dass sie auch Teil der Lösung sind. Der Groll auf Ospel, der überall zu vernehmen ist, wird sich an der a. o. Generalversammlung und später auch an der ordentlichen GV entladen. Dann steht seine Wiederwahl für drei Jahre an. Sein Verzicht auf einen Bonus 2007 dürfte die Gemüter nur wenig besänftigen.

Wir reduzieren die Ratings für die UBS um eine Stufe. In allen drei Kategorien hat sich unsere Einschätzung der Grossbank verschlechtert. Ein Kriterium sind die gewinnverwässernden Kapitalmassnahmen. Sie können zwar helfen, Kunden in der Bank zu halten, das zeigt sich aber erst in den nächsten Monaten. Die Neugelder im Wealth Management blieben im Oktober und November immerhin hoch. In der Investment Bank gilt es, den Eigenhandel zurückzufahren und nur noch auf Kundengeschäft zu setzen. Aktien von Banken, die mit US-Hypotheken zu tun haben, halten wir für riskant. Das trifft auf UBS zu, aber auch auf CS Group. Wen die Bewertungen der Grossbanken (UBS: KGV 12, CS: 8) locken, der muss risikofähig sein. Was wir an beiden mögen, ist die Vermögensverwaltung. Die gibt es ohne Investmentbank, etwa mit Julius Bär und Sarasin.

Wer ist GIC?

Wenn vom staatlichen Singapurer Anlagefonds Government of Singapore Investment Corporation (GIC) die Rede ist, so wird fast immer das Attribut «geheimnisumwittert» erwähnt. Das ist nicht weiter verwunderlich. Denn es ist nicht bekannt, wie viel Kapital sich im Fonds der südostasiatischen Anlagegesellschaft angehäuft hat, welche Anlagepolitik GIC verfolgt oder welche Rendite sie erwirtschaftet. Klar ist nur, dass der Staatsfonds einen beträchtlichen Teil der Währungsreserven von Singapur bewirtschaftet. Schätzungen gehen davon aus, dass GIC rund 330 Mrd. $ verwaltet.

In den vergangenen Jahren trug die Investitionsgesellschaft massgeblich dazu bei, dass Singapur zu einem wichtigen Finanzplatz aufgestiegen ist, der in direkter Konkurrenz zur Schweiz steht. Mit der Vergabe lukrativer Asset-Management-Mandate wurden etliche Grossbanken nach Singapur gelockt. An der Spitze von GIC steht Singapurs ehemaliger Regierungschef Lee Kwan Yew, der Vater des amtierenden Premierministers, der trotz seiner 84 Jahre weiter im Kabinett sitzt und als der starke Mann im Staat gilt. Die Zentralbank verwaltet nur die hochliquiden Hartwährungsreserven. Temasek Holdings, der zweite Singapurer Staatsfonds, der von der Frau des Premiers verwaltet wird, ist rund 115 Mrd. $ schwer und tritt im In- und Ausland als Risikokapitalgesellschaft auf. Sieben der grössten in Singapur kotierten Unternehmen werden von Temasek verwaltet. GIC und Temasek arbeiten auf informeller Basis eng zusammen.

EH, Hongkong

Die neue Rolle der Credit Suisse

Der Markt glaubt’s noch nicht so recht: Die einst für sehr risikofreudigen Eigenhandel bekannte Credit Suisse steckt viel weniger tief im Subprime-Sumpf als die UBS. Wie ein CS-Sprecher auf Anfrage bestätigt, hält die Bank an der zuversichtlichen Aussage von Spartenchef Paul Calello fest, wonach das Investment Banking im Schlussquartal keine weiteren Wertberichtigungen erwarte (vgl. FuW Nr. 90 vom 17. November).

Anders als ihre grösste Konkurrentin trat die CS im Eigenhandel offenbar frühzeitig auf die Bremse. Der Schaden aus der Subprime-Krise beschränkt sich daher weitgehend auf Aktivitäten im Dienst der Kunden: Netto waren es per Ende September je 1,1 Mrd. Fr. in den zwei Bereichen kreditfinanzierte Übernahmen (LBO) und Kreditverbriefungsgeschäft. Trotz dieses Abschreibers von zusammengerechnet 2,2 Mrd. Fr. schloss das Investment Banking das dritte Quartal mit (bescheidenen) 6 Mio. Fr. Vorsteuergewinn ab. Das ist kein Ruhmesblatt, lässt die CS aber in einem deutlich vorteilhafteren Licht erscheinen als die grosse Rivalin.

Wenn gegenwärtig eine der zwei Grossbanken als zuverlässig und stabil gelten darf, ist es die CS, nicht mehr die UBS. Anders als Anfang Oktober wurde die Konzernleitung am Wochenende nicht von der EBK dazu ermuntert, die Hiobsbotschaft der UBS mit einen beschwichtigenden Kommentar zum eigenen Abschreibungsbedarf zu begleiten. Das neue Image einer weniger krisenanfälligen, verlässlicheren Bank nimmt man der CS erst halbwegs ab. Die Börse auf jeden Fall hält sich mit einer Neubewertung noch zurück. Solange die Subprime-Krise wütet, werden die Aktien CS Group, obschon mit einem KGV 2008 von 8 bescheiden bewertet, keine Überflieger werden. Mutige Anleger stellen sich auf die Kaufseite. JB"

Besser reich und gesund als arm und krank!

meridiannet
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UBS

@Kapitalist

Grossartiger Bericht! Vielen Dank! Vor allem der Teil über die CS hat mich brennend interessiert. Hat vielleicht die EBK die CS gebremst, an die Öffentlichkeit zu treten um die UBS nicht zu brüskieren?

Für mich ist die CS damit klar ein Kauf. Werde da schon bald wieder einsteigen.

Schlee
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UBS

Vergangenen Montag wurde noch Grossspurig die 60 Marke angekündigt, ist ja klar, die Asiatische Spritze hat den Kurs 1,2 Tage aufrechterhalten, als grosses Gegengewicht..... jetzt zündets... nach unten....

pantaleo
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UBS

Fall's das was wird,ja dan gute Nacht.......

Bei den Amis weis man ja nie wie so was rauskommt.

http://www.20min.ch/news/wirtschaft/story/31637275

Dr.Zock
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UBS

@ pantaleo

Hoffentlich gelingt dieser Anwaltskanzlei die Sammelklage, und hoffentlich gewinnen die Kläger. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als dass es der UBS so richtig an den Kragen geht. Auch sich bildende Menschenschlangen - welche ihr Erspartes panikartig abheben - würde mich ausserordentlich freuen.

Solche Szenarien erklären dann zumindest teilweise plausibel den diesjährigen und jämmerlichen Verlauf des SMI. Darüber hinaus würde auch dieser Bankenmief und Schmutz an die Oberfläche gespült.

Oder anders ausgedrückt: "nach dem Swissairdebakel ist die Schweiz doch wieder überreif für ein neues Glanzlicht helvetisch-umsichtiger Geschäftsführung".

In diesem Sinne und mit bestem Gruss

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

rswiss
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UBS

Dr.Zock wrote:

@ pantaleo

Hoffentlich gelingt dieser Anwaltskanzlei die Sammelklage, und hoffentlich gewinnen die Kläger. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als dass es der UBS so richtig an den Kragen geht. Auch sich bildende Menschenschlangen - welche ihr Erspartes panikartig abheben - würde mich ausserordentlich freuen.

Solche Szenarien erklären dann zumindest teilweise plausibel den diesjährigen und jämmerlichen Verlauf des SMI. Darüber hinaus würde auch dieser Bankenmief und Schmutz an die Oberfläche gespült.

Oder anders ausgedrückt: "nach dem Swissairdebakel ist die Schweiz doch wieder überreif für ein neues Glanzlicht helvetisch-umsichtiger Geschäftsführung".

In diesem Sinne und mit bestem Gruss

Dr.Zock

Und bei einer Übernahme aus dem Ausland fliegt das S

aus dem Namen, da Schweiz, Suisse, Switzerland usw. geschützt ist. BiggrinBiggrinBiggrinBiggrinBiggrinBiggrinBiggrinBiggrin

Aus UBS würde UB werden oder UBC (C für China ) oder UBS für Singapur BiggrinBiggrin :shock: :shock:

da wäre der Titel nur noch den Nominalwert Wert :shock:

Gruss

rswiss

FiestaLatina
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UBS

es ist nicht das s das neu verstanden werden muss, sondern das u.

aus united wird dann mit dem credit der cs joined, was zu

- jcbs (joined credit banks of switzerland)

- jcs (joined credit suisse; phonetisch => dschai-siis => shopping-center???)

- sjb (swiss joint bank => zum rauchen???)

wie auch immer es weitergeht:

ubsn @50.00 reinziehen

Fortuna
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UBS

Die Amerikaner verklagen ja sowieso jeden und alles...

Von wegen Irreführung...

Die UBS hat natürlich extra alle hinters Licht geführt, warscheinlich hat sie sogar noch weitere Immobilien gekauft, damit es sich auch richtig lohnt, wenn sie schon mal auf die Schnauze fliegen... und die Aktionäre nehmen wir natürlich mit auf den Sturzflug, alleine machts ja keinen Spass... :roll:

Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, daß man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird.

swissbroker
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UBS

LONDON (dpa-AFX) - Die schweizerische UBS rechnet einem Pressebericht zufolge

mit weiteren Milliardenabschreibungen im Zuge der Subprimekrise. Der

Verwaltungsrat der Bank stimme der am Dienstg veröfffentlichten Einschätzung von

JPMorgan zu, dass weitere 4,5 Milliarden Schweizer Franken (2,71 Milliarden

Euro) im ersten Quartal abgeschrieben werden müssten, berichtete die

schweizerische 'Sonntag'. Am Montag hatte UBS Abschreibungen in Höhe von zehn

Milliarden Franken angekündigt./FX/he

Mit solchen Meldungen wird es morgen wieder rot. Jetzt sollten Sie doch Ospel zum Teufel jagen, es droht massiver Vertrauensverlust.

good luck

morgenstern
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UBS

swissbroker wrote:

LONDON (dpa-AFX) - Die schweizerische UBS rechnet einem Pressebericht zufolge

mit weiteren Milliardenabschreibungen im Zuge der Subprimekrise. Der

Verwaltungsrat der Bank stimme der am Dienstg veröfffentlichten Einschätzung von

JPMorgan zu, dass weitere 4,5 Milliarden Schweizer Franken (2,71 Milliarden

Euro) im ersten Quartal abgeschrieben werden müssten, berichtete die

schweizerische 'Sonntag'. Am Montag hatte UBS Abschreibungen in Höhe von zehn

Milliarden Franken angekündigt./FX/he

Mit solchen Meldungen wird es morgen wieder rot. Jetzt sollten Sie doch Ospel zum Teufel jagen, es droht massiver Vertrauensverlust.

Oje, der tut mir so leid und das alles noch vor den Festtagen.... Was meinst du, kriege ich noch ein Kundengeschenk von denen oder muss ich dafür bezahlen?

Führungsqualitäten besitzt, wer es versteht, Prinzipien an bestehenden Umstände anzupassen.

Schlee
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UBS

Das Problem bei der UBS, nebst Marcel Ospel gibt es intern kein Aspirant der seine Rolle innert kurzer Zeit übernehmen könnte...... ist ein Vakum, sollte man nicht unterschätzen.

Fortuna
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UBS

Denkt ihr, das zeigt schon in Kürze Wirkung oder eher langfristig gesehen?

Notenbanken schiessen Milliarden für Banken ein

17.12 14:39

Die wichtigsten Zentralbanken auf beiden Seiten des Atlantiks haben ihre erste gemeinsame Aktion gegen die drohende Kreditklemme gestartet.

Die Europäische Zentralbank (EZB) beendete ihre Auktion über 10 Mrd. Dollar, auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) schloss die Bücher für die Vergabe von 4 Mrd. Dollar.

Am Abend sollte die US-Notenbank (Fed) folgen, die zusätzliche Kredite von bis zu 20 Mrd. Dollar an die Banken austeilt. Die Bank of England zieht Dienstag nach.

Bei einer erfolgreichen Auktion könnten die Zinsen am Geldmarkt nachgeben und das Misstrauen der Geschäftsbanken untereinander weichen, hoffen Analysten. Die Ergebnisse der Auktionen sollen am Mittwoch veröffentlicht werden.

Die Banken leihen sich aus Sorge vor milliardenschweren Abschreibungen als Folge der US-Immobilienkrise gegenseitig kaum noch Geld, was zu einem deutlichen Anstieg der Geldmarktzinsen führte.

Die Fed hat das zusätzliche Geld ab einem Zins von 4,17 Prozent bei einer Laufzeit von 28 Tagen ausgeschrieben und damit auch den Mindestbietungssatz für die anderen Notenbanken vorgegeben. Er ist deutlich unter dem Diskontsatz von 4,75 Prozent, zu dem sich Banken normalerweise kurzfristig bei der Fed mit Geld eindecken können.

Die Klemme am Geldmarkt war durch die US-Immobilienkrise entstanden. Weil weniger solvente Hauskäufer ihre Kredite nicht mehr bedienen können, müssen die Banken nach Schätzungen etwa 300 Mrd. Dollar abschreiben.

Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, daß man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird.

God
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UBS

Dies wird schon noch Wirkung zeigen...

Wart mal ab!!!

Alles ist möglich...

Bert.
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Ospel

sollte durch Josef Ackermann ersetzt werden. Der möchte jedoch bald an der Uni als Lehrer sein Geld verdienen. Ok möchte einfach sein wissen weitergeben, Geld verdienen muss er ja nicht mehr.

Unglaublich die Abschreiber von UBS! Es ist einfach erbärmlich was da passiert. Risikomanagement hat total versagt.

Einziger Lichtschimmer man kann bald wieder zu sehr tiefem Kurs einsteigen oder seine Position Aufstocken.

Lieber einen Spatzen in der Hand als eine Taube auf dem Dach!

Rowdy
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UBS

eines verstehe ich nicht. da sagt ospel beim letzten gewaltsabschreiber, dass er nun klarheit geschaffen hat.

kunden, mitarbeiter, und märkte sollen nicht durch gerüchte verwirrt werden.

einige tage später sind wir schon wieder gleichweit... es kursieren neue gerüchte. das ganze macht mich langsam stutzig.

Schlee
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UBS

Bei der UBS sammeln sich jetzt diese Kriselnden Bausteine. Eine Erholung gäbe es wenn Marcel Ospel durch einen fähigen dritten ersetzt wird. Das alle Abschreibungen bereits in den Kurseinbruch vor Wochen miteinberechnet war ist schlichtweg Unfug, keiner weiss wann und wieviel noch abgeschrieben wird, es herrscht völlig Intransparenz und Unglaubwürdigkeit.

Nichtsdestotrotz - Freude herrscht, wir werden alle bald wieder günstig einsteigen...

Pegasus
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UBS

Also bei UBS würde ich nicht einsteigen, möge der Kurs noch so tief fallen, ich denke denen kann & wird das gleiche Schicksal blühen, wie der Swissair resp. Swiss, die erlitt erbärmlichen Schiffbruch, ist jetzt fest in deutscher Hand.

UBS sei Dank, denn die gaben den fehlenden Kredit von 200 Millionen nicht rechtzeitig, so erinnere ich mich jedenfalls.

Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, da muss man sich

auch nicht wo wurdern, ist Naturgesetz.

:roll: Wink :idea: 8)

So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.

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