Gold

Gold 1 Uz 

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alpenland
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interessanter Bericht von M. Faber
Vladimir
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Re: interessanter Bericht von M. Faber

alpenland wrote:

http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=7074&seite=0

Interessanter Bericht! Die für diesen Thread interessante Kernaussage: "Gold bleibt auch weiterhin meine bevorzugte Anlageklasse, aber ich würde einen Rückgang der Preise auf unter 800 Dollar nicht ausschließen wollen, ehe der nächste Aufwärtstrend auf den Weg kommt. "

berio
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Gold

Heute geht's ganz schön runter.

Mal sehen, halten die 840, oder sehen wir vielleicht bald die 800$?

Silber auch schon bei 16.17$

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Vontobel
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gold by pvi.ch

Derzeit sieht es so aus, als hält der Support bei USD 850. Sollte dieser dennoch gebrochen werden, so rechne ich mit weiteren Abgaben bis USD 800.

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Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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MarcusFabian
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Gold

Seit etwa 3 Monaten warte ich darauf, dass Gold die GD200 erreicht.

Jetzt ist es soweit Wink

Vladimir
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Gold

Das heisst Du kaufst jetzt physisch Gold? Könnte es nicht noch auf ca. 800 $/Unze sinken?

MarcusFabian
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Gold

Vladimir wrote:

Das heisst Du kaufst jetzt physisch Gold? Könnte es nicht noch auf ca. 800 $/Unze sinken?

Doch, aber gleichzeitig steigt ja auch der Dollar gg Franken. Die Frage ist natürlich, ob Gold schneller sinkt als der Dollar steigt ...

Den absoluten Tiefpunkt erwische ich ohnehin niemals. Und wenn Gold dereinst seinen Höhepunkt bei $2000-5000 erreicht, spielen die paar Franken pro Unze keine Rolle mehr.

Vladimir
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Gold

Das stimmt allerdings.. Ueberlege mir auch am Montag noch etwas zu kaufen.. :roll:

Malino61
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Gold

Hallo Marcus

Dass Gold über $2000 steigen soll, kann ich mir zur Zeit einfach noch nicht vorstellen, aber ich bin neugierig, wie es weiter geht.

Gemäss Deinem Bericht (2004) über die 3 Goldbullenphasen, sind wir in Phase 2. Obwohl bereits heute Blick, 20Minuten und Co. über die stark steigenden Preise von Gold und Rohstoffe berichten, hat noch kein wirklicher Boom eingesetzt. "Der Tod der Aktien" ist überhaupt noch nicht in Sicht. Irgendwie kann ich mir auch (noch) nicht vorstellen, dass Aktien nicht mehr empfohlen werden sollen. Gemäss Adam Hamilton soll der Goldpreis am Ende der Phase 2 bei $1000 liegen. Aber wir sind noch nicht am Ende von Phase 2, richtig? Wo siehst Du den Goldpreis Ende Phase 2 aus heutiger Sicht?

Dass die 3. Phase heftig und kurz (8-15 Monate, was meinst Du?) sein wird und der Goldpreis bis auf $1500 steigt, liegt in meiner Vorstellungskraft. Wenn allerdings der Goldpreis stetig, so wie bisher, bis z.B. $1500 steigt, dann ist das noch nicht Phase 3, oder erkenne ich dann Phase 3 einfach nicht?

Vielen Dank für Deine Antwort.

Gruss

Malino

MarcusFabian
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Gold

Phase 1 des Goldbullen begann 2001 und dauerte 54 Monate bis 2005. In Dollar gerechnet stieg der Goldpreis um 72% ($256 bis $440). Phase 1 war aber in erster Linie Dollarschwäche. In Euro oder Franken gerechnet brachte Gold keinen Gewinn.

Phase 2 begann mit dem Durchbruch der Marke von €350. Nun begann Gold auch in harten Währungen zu steigen. Phase 2 dauerte 2 Jahre und brachte nochmals eine Steigerung um 60% ($440 bis $730).

Phase 3 begann demnach im September 2007. Sie ist geprägt durch steigende Ängste um unser Finanzsystem und wird in der Euphorie enden, wenn die breiten Massen in Gold investieren und den Preis in ungeahnte Höhen treiben.

Wie weit wird uns Phase 3 treiben?

Ich weiss es nicht. Wenn wir den letzten Gold-Bullenmarkt zum Vergleich nehmen, dürften wir in der Gegend um $3000-$3500 ein Top erreichen:

In heutigen Dollars gerechnet wäre ein Kursziel von etwa $2200 realistisch. Das entspräche dem Top von 1981 ($850) inflationsbereinigt. Es kommt also darauf an, wie weit der Dollar noch entwertet wird. Seit 2001 hat der Dollar bekanntlich 41% seines Wertes verloren und die Geschwindigkeit erhöht sich. Gut möglich also, dass der Goldpreis dereinst in 1-3 Jahren bei $5000 liegen wird.

Ein anderes Gedankenspiel: Wollte man - wie vor 1973 - wiederum alle Währungen mit Gold decken, müsste man den Goldpreis bei $200'000/oz festsetzen. Das ist zwar - zugegebener Massen - recht unwahrscheinlich und würde einen Totalkollaps des Welt-Finanzsystems voraussetzen aber es zeigt doch auf, dass sich der Wert von Gold nicht in Papiergeld bemessen lässt, das beständig an Vertrauen verliert.

Die Frage muss also anders gestellt werden. Zum Beispiel: Wieviele Brote kann ich für eine Unze Gold kaufen. Wieviel Gold muss ich für ein Einfamilienhaus bezahlen oder wieviel Benzin kriege ich für eine Unze Gold.

In der Kaufkraft von 1999 ausgedrückt dürfte Gold bis in die Gegend um $2000 steigen und sich danach beim 200-jährigen Schnitt von $435 einpendeln.

Doch wie gesagt: Wieviele Dollars des Jahres 2009 muss man aufwenden, um die Kaufkraft von $2000 des Jahres 1999 zu erhalten? Wenn der Dollar weiterhin so fällt wie die letzten Jahre, also nicht schneller und es auch zu keiner ernsthaften Finanzkrise kommt, scheinen $4000 also realistisch. Denn ein Dollar des Jahres 2009 wird dann nur noch etwa halb soviel Wert haben wie ein 1999er Dollar.

Vladimir
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Gold

MarcusFabian wrote:

Phase 3 wird die wahrscheinlich kürzeste, auf alle Fälle aber heftigste Phase sein. Hier ist sehr viel Fingerspitzengefühl erforderlich, um sich von der Gold-Euphorie nicht anstecken zu lassen und den richtigen Ausstiegspunkt nicht zu verpassen.

MarcusFabian wrote:

Phase 3 begann demnach im September 2007. Sie ist geprägt durch steigende Ängste um unser Finanzsystem und wird in der Euphorie enden, wenn die breiten Massen in Gold investieren und den Preis in ungeahnte Höhen treiben.

Eine kleine Frage zu einem (scheinbaren?) Widerspruch: Wenn Phase 3 so kurz ist und vielleicht nur 1- max. 2 Jahre dauert, und da sie Deiner Meinung nach schon begonnen hat, wie verhält es sich dann mit dem langfristigen Goldbullenmarkt nach Kondratieff, der im 'Winter' noch ein paar Jahre dauern sollte? http://board.cash.ch/bb/viewtopic.php?t=1723 Unterscheidest Du zwischen mittelfristigen und langfristigen Gewinnchancen?

MarcusFabian
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Gold

Vladimir wrote:

wie verhält es sich dann mit dem langfristigen Goldbullenmarkt nach Kondratieff, der im 'Winter' noch ein paar Jahre dauern sollte?

Wenn ich von Gold spreche, dann immer von langfristigen Zyklen. Kurz- und mittlefristig ist Gold-Trading nach meiner Erfahrung nur Zockerei.

Ich gehe davon aus, dass wir uns bereits seit 2000 im Kondratieff Winter befinden, auch wenn wir davon dank FED-Pumpe noch nicht viel Negatives gespürt haben. Es gibt mittlerweile sehr viel, das bereinigt werden muss und der Druck staut sich langsam auf. Ich rechne damit, dass sich die Anleger noch bis etwa April 2009 an der Nase herumführen lassen aber spätestens dann werden die Schleusen brechen, die Märkte abstürzen und das Vertrauen in den Dollar irreparabel zerstört werden.

Mit dem Tiefpunkt des Bärenmarktes, der Rezession rechne ich so um 2011 und das dürfte dann plus/minus auch der Höhepunkt des irrationalen Überschwanges beim Gold sein.

Ich sehe Dein Problem: Phase 3 bei Gold dürfte ja nur 1 Jahr lang dauern. Das heisst, Phase 3 müsste 2009 vorbei sein. Andererseits müsste der Höhepunkt der Gold-Euphorie mit dem Tiefpunkt des Bärenmarktes zusammenfallen, den ich gegen 2011 vermute. Etwas passt da nicht.

Richtig! Vielleicht sind wir ja noch gar nicht in Phase 3 der Gold-Euphorie. Einerseits würde es passen, dass Phase 3 im September 2007 begonnen hat, denn Goldeuphorie setzt zugleich auch Angst in die Stabilität des Finanzsystems voraus.

Andererseits aber ist das Vertrauen in Papiergeld noch immer vorhanden und trotz Subprime und Kreditkrise nicht wesentlich angekratzt. Zumindest nicht auf der Ebene der breiten Massen.

Vielleicht beginnt ja Phase 3 erst, wenn ab 2009 die Märkte den Abflug machen?

Aber spielt das eine Rolle?

In Phase 1 stieg Gold im Schnitt 1.85% pro Monat. In Phase 2 um 2.5% pro Monat. in Phase 3 wird Gold entsprechend sehr viel schneller steigen.

Mal angenommen die Ankündigung von Phase 3 war ein Fehler und wir sind immer noch in Phase 2: Ist es soo schlimm, wenn Gold "nur" mit 2.5% im Monat steigt statt parabolisch 'gen Himmel zu schiessen?

Nach den jüngsten Bewegungen bin ich mir nicht mehr so sicher, in welcher Phase wir stecken. Schliesslich ist der Dollar wieder im Aufwind und die Medien versuchen, uns das Ende der Finanzkrise zu suggerieren. Die US-Regierung vergibt derzeit (bis Juli) $150 Mrd an direkten Steuergeschenken und dieses Geld düfte die Wirtschaft noch eine zeitlang oben halten. Gut möglich also, dass die Krise für ein weiteres Jahre aufgeschoben wird und somit das Startsignal für den Goldbullen Phase 3 im September 2007 ein Fehlsignal war.

Aber was solls? Dann geht halt Phase 2 dieses Jahr nur bis $1260 und korrigiert per April 2009 auf $1000 bevor dann Phase 3 auf einem höheren Niveau startet. Mir soll's recht sein. Einstiegskurse unter $850/oz oder Fr. 30'000/kg wird man so oder so nicht mehr so bald sehen.

Vladimir
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Gold

Danke für die ausführliche Antwort! Smile

Stimmt schon, es spielt langfristig gesehen eigentlich keine Rolle ob wir nun noch in Phase 2 oder 3 sind.

Eigentlich möchte ich nur 'zumindest' meine Kohle bzw. Kaufkraft erhalten :twisted: , und die jetzigen Wirtschaftsereignisse bzw. die jahrelang herausgezögerte Rezession dank FED kann früher oder später nur in der Bredouille enden..

Die Frage ist nur ob die FED/der IWF/die Nationalbanken die langfristige Goldpreiserhöhung einfach so hinnehmen? Allerdings ist heute relativ viel Gold in Asien bzw. es ist schwerer manipulierbar als zu Zeiten als noch fast alles in Fort Knox war. Wink

MarcusFabian
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Gold

Das hast Du gut erkannt. Wir haben einfach das Problem, dass es zwei Goldmärkte gibt. Einerseits die Märkte, an denen physisches Gold gehandelt wird (London, Hong-Kong, Sidney). Andererseits die Comex, an der Gold nur in Papierform (Future) gehandelt wird.

Nun ist es natürlich mit entsprechendem Kapital recht einfach, einen Stapel Short-Kontrakte zu kaufen, um den Goldpreis zu drücken. Solange man die geshortete Ware nicht physisch liefern muss, ist alles in Ordnung.

Interessant wird es dann, wenn die Käufer solcher Positionen sich eines Tages nicht mehr mit Geld zufrieden geben sondern das gekaufte Gold physisch einfordern. Dann haben die Shorties ein ernsthaftes Problem. Sie müssten dann nämlich im wörtlichen Sinn "zu jedem Preis" physisches Gold kaufen, um den Forderungen nachzukommen. Tun sie das nämlich nicht, verlieren sie ihre Zulassung bei der Comex.

Eines Tages dürfte es auf so einen Run kommen und die Preise explodieren. Einige der shortenden Banken dürften dann von der Bildfläche verschwinden.

Wichtig ist deshalb, dass man Gold physisch besitzt und es somit dem Markt der Short-Spekulation entzieht. Papier-Trades mit Futures, Warrants oder ETF funktioniert nur, solange sich die Anleger mit Papiergewinnen zufrieden geben. Wenn diese Blase mal platzt, ist das Papier über Nacht nichts mehr Wert.

Yankee
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Gold

eure postings sind super und echt lehrreich für laien wie ich einer bin :roll:

darf ich fragen, wie lange die fed schon den drohenden down-move verhindert? meiner meinung nach hätte es doch schon im jahr 2000, bei der dot com blase, ordentlich schäppern müssen. doch trotz all dem ging der bullenmarkt in eine weitere rally. wer weiss, vielleicht gehts ja wieder 2-3 jahre hoch und erst dann krachst, oder sehe ich das total falsch?

wir wissen ja das gold ein jahrtausend altes zahlungsmittel ist. doch wie "bunkert" man das am besten. wenn man es physisch hält, also in form eines reinen goldbarrens, dann hat man das in irgendeinem save oder bankschliessfach.

wenn man aber sich für das entschieden hat, zahlt man bei kauf doch die 7.5% mwst drauf.

da ich das nicht unbedingt will, ist doch der gold etf der zkb optimal, oder habt ihr angst, dass dieses "wertpapier" ebenfalls seinen wert komplett verlieren könnte??

Gold ist kitschig, Platin glänzt nicht genug, aber Silber, es strahlt und ist elegant, kühl und sportlich...

MarcusFabian
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Gold

Yankee wrote:

darf ich fragen, wie lange die fed schon den drohenden down-move verhindert?

Seit August 1993.

Ich zitiere mal Dimitri Speck:

Doch was veranlaßt die Zentralbanken, sich derart um ein Metall zu kümmern, das kaum noch als Geld genutzt wird? Die Antwort finden wir auf der Fed-Sitzung im Juli 1993, der letzten vor Beginn der Kursanomalie. Gouverneur Angell äußert sich besorgt über den damals gestiegenen Goldkurs, er könne die Inflationserwartungen schüren. Außerdem spricht er den Zusammenhang zwischen dem Langfristzins und dem Goldpreis an, sowie den zwischen Gold und Dollar. Zusammengefaßt könnte man sagen, daß das Warengeld Gold im Wettbewerb mit dem Papiergeld steht. Was kann dabei eine Goldpreisdrückung bewirken? Sie trägt z.B. wie folgt zu niedrigen Zinsen bei: Wenn die Aktienmärkte schwach verlaufen, zugleich aber Gold durch Drückungen unattraktiv gehalten wird, fließt das Geld eher in die Anleihenmärkte. Die Goldpreisdrückung kann die Inflationserwartung niedrig halten, was auch eine niedrigere Inflation zur Folge haben kann, wenn Sparer, Unternehmen oder Arbeitnehmer sich entsprechend verhalten. Auch ein fester Dollar gehörte zu den beabsichtigten Effekten, denn Gold ist auch der größte Wettbewerber der Weltreservewährung Dollar. Man sprach dementsprechend im gleichen Monat, im August 1993, erstmals von offizieller Seite von der "strong dollar policy".

Yankee wrote:

wenn man aber sich für das entschieden hat, zahlt man bei kauf doch die 7.5% mwst drauf.

Bei Silber schon. Auf Gold gibt's aber keine Märchensteuer. Man zahlt einen Aufschlag von etwa 3% für die Herstellung des Barrens, die Lagerung etc. Aber diesen Aufschlag betrachte ich als Versicherung gegenüber dem möglichen Totalverlust eines Gold-Papiers.

Yankee wrote:

... ist doch der gold etf der zkb optimal, oder habt ihr angst, dass dieses "wertpapier" ebenfalls seinen wert komplett verlieren könnte??

Ja, genau davon spreche ich! Im Falle einer Krise wirst Du Deinen ETF nicht gegen physisches Gold umtauschen können, weil das dann gar nicht mehr physisch vorhanden ist. Banken halten physisches Gold. Dieses Gold wird aber oft verliehen. Dadurch sparen die Banken teure Lagergebühren und kassieren obendrein noch etwa 0.44% Gold-Leasing. Das geleaste Gold wird dann verkauft und fliesst in die Short-Spekulation

Auf dem Papier ist das verleaste Gold natürlich nach wie vor noch in den Bilanzen der Bank. Die Krux dabei: Keine Bank - nicht einmal die SNB - unterscheidet in ihren Bilanzen, wieviel der ausgewiesenen Reserven tatsächlich physisch und wieviele nur als Goldforderungen vorhanden sind.

Mal angenommen, das Vertrauen in Papier sinkt und die Anleger von ETF's wollen ihr Papier in physisches tauschen. Die ersten werden erfolgreich sein aber irgendwann ist kein Gold mehr vorhanden. Die Banken werden entsprechend die Leasings kündigen und ihre Goldforderungen einlösen. Aber jene, die das Gold geleast haben, haben es inzwischen weiterverkauft und da dieses Szenario in einem Umfeld stark ansteigender Goldpreise stattfinden, haben sie keine Chance, das Gold zurückzukaufen.

Einige dieser shortenden Banken und Hedge-Fonds werden bankrott gehen. Entsprechend steht dann die ZKB Dir gegenüber mit abgesägten Hosen da, denn auch sie wird nicht in der Lage sein, Dein Gold zu einem Preis aufzutreiben, den sie sich leisten kann.

Bevor nun eine Welle von Bankenpleiten einsetzt, die niemandem nützt, wird wohl der Gesetzgeber einschreiten und den Banken gestatten, Deine Goldforderung mit einem festgesetzten Geldbetrag zu befriedigen.

Vielleicht geht die Bank aber auch vorher Pleite und Du kannst Deinen ETF als Totalverlust abschreiben.

Soweit muss es natürlich nicht kommen. Aber die Wahrscheinlichkeit besteht und so musst Du Dir ernsthaft die Frage stellen, ob Du dieses Risiko nicht mit einer Versicherungsprämie von 3% des Barrenpreises ausschalten willst!

Yankee
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das scheint mir alles ganz plausibel. Bin echt ein fan von edelmetall. es glänzt so schön Biggrin

@mf

nein, quatsch bei seite. du bist ja sicherlich aktiv mit dem ausbauen deiner goldposition beschäftigt. wo kaufst du denn dein phyisches gold, wenn ich fragen darf?

und was wirs du mit dem gebunkertem gold machen, wenn es in den nächsten paar jahren wirklich um die 2k-3k usd erreichen wird oder sogar noch mehr? behalten oder wirst du es verkaufen?

denn was passiert wenn der dollar tatsächlich irgendwann kollabieren wird? klar da gibst das gerücht mit dem amero...vielleicht bin ich auch zu jung dafür, aber was passiert wenn die wichtigste währung der welt nicht mehr ist bzw überhaupt nichts mehr wert ist??

Gold ist kitschig, Platin glänzt nicht genug, aber Silber, es strahlt und ist elegant, kühl und sportlich...

MarcusFabian
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Yankee wrote:

nein, quatsch bei seite. du bist ja sicherlich aktiv mit dem ausbauen deiner goldposition beschäftigt. wo kaufst du denn dein phyisches gold, wenn ich fragen darf?

Ich war heute bei der UBS in Bern um Gold zu kaufen. Aber die haben mich zur Berner Kantonalbank geschickt, weil die UBS keine Numismatikabteilung mehr hat.

Bei der BKB habe ich vor einer Stunde Fr. 29'600 für 1kg-Barren bezahlt. (Vergleich das doch bitte mit dem ZKB Gold-ETF) und stell' das Ergebnis hier rein.

Quote:

und was wirs du mit dem gebunkertem gold machen, wenn es in den nächsten paar jahren wirklich um die 2k-3k usd erreichen wird oder sogar noch mehr? behalten oder wirst du es verkaufen?

Nun, gebunkert wird es tatsächlich (Schliessfach) also eignet sich so ein Barren nicht zum Daytrading. Wenn ich der Meinung bin, dass Gold seinen Höhepunkt erreicht hat, werde ich sofort verkaufen und mir vom Erlös günstige Aktien kaufen.

Quote:

denn was passiert wenn der dollar tatsächlich irgendwann kollabieren wird? klar da gibst das gerücht mit dem amero...vielleicht bin ich auch zu jung dafür, aber was passiert wenn die wichtigste währung der welt nicht mehr ist bzw überhaupt nichts mehr wert ist??

Zunächst mal: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, dass der Dollar kollabiert?

Antwort: Ein Totaler Vertrauensverlust in ungedeckte Papierwährungen. Das heisst, dass es neben dem Dollar wohl auch noch andere Währungen ohne Deckung (Euro, Franken, GB Pound, Yen) zerblasen wird.

Als Ergebnis wird man wohl aus den Überresten eines geplatzten Fiat-money Systems eine neue Währung erschaffen. Vermutlich wird es eine globale Währung sein und da das Vertrauen in reines Papiergeld dahin ist, wird diese neue Währung mit einem Korb aus Rohstoffen, Edelmetallen etc. gedeckt sein müssen.

Kritisch wird so ein Finanzkollaps für all jene, die Geld als Wertaufbewahrungsmittel gespart hatten. Denn das wird grösstenteils Futsch sein.

Yankee
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Gold

Quote:

Bei der BKB habe ich vor einer Stunde Fr. 29'600 für 1kg-Barren bezahlt. (Vergleich das doch bitte mit dem ZKB Gold-ETF) und stell' das Ergebnis hier rein.

also:

1 Gold ETF der ZKB = 2929.- -> 1kg = 29290.- (Benchmark Gold ETF ZKB: 100 Gramm Gold in CHF)

dann fallen ca. 3% mwst an, soviel ich weiss. macht 30169.-

mf hat bei der bkb 29600.- bezahlt. macht also einen satten unterschied von 569 CHF!!

wieso denn das?! courtagen oder abzocke?

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MarcusFabian
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Gold

MWSt fällt bei Gold nicht an. Von daher beträgt der Aufschlag für Physisches Gold Fr. 310.- oder knapp 1%.

Das wäre mir die Versicherung wert Wink

Vontobel
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MarcusFabian wrote:

MWSt fällt bei Gold nicht an. Von daher beträgt der Aufschlag für Physisches Gold Fr. 310.- oder knapp 1%.

Das wäre mir die Versicherung wert Wink

Welche Versicherung?

Beim ZKB ETF Gold ist das Gold zu 100% garantiert...da es ja physisch hinterlegt ist...?? Dein physisches Gold ist also gar nicht sicherer...

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Daytrader
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Yankee wrote:

Quote:
Bei der BKB habe ich vor einer Stunde Fr. 29'600 für 1kg-Barren bezahlt. (Vergleich das doch bitte mit dem ZKB Gold-ETF) und stell' das Ergebnis hier rein.

also:

1 Gold ETF der ZKB = 2929.- -> 1kg = 29290.- (Benchmark Gold ETF ZKB: 100 Gramm Gold in CHF)

dann fallen ca. 3% mwst an, soviel ich weiss. macht 30169.-

mf hat bei der bkb 29600.- bezahlt. macht also einen satten unterschied von 569 CHF!!

wieso denn das?! courtagen oder abzocke?

Zum ETF von ZKB. Der Briefkurs ist da ja bei 3150.- und der Geldkurs 2935.-. Das sind ja ca. 6.8%, obwohl der letzte bezahlte Preis 2929.- war, kann mir das jemand erklären?

Vladimir
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Yankee wrote:

Quote:
Bei der BKB habe ich vor einer Stunde Fr. 29'600 für 1kg-Barren bezahlt. (Vergleich das doch bitte mit dem ZKB Gold-ETF) und stell' das Ergebnis hier rein.

also:

1 Gold ETF der ZKB = 2929.- -> 1kg = 29290.- (Benchmark Gold ETF ZKB: 100 Gramm Gold in CHF)

dann fallen ca. 3% mwst an, soviel ich weiss. macht 30169.-

mf hat bei der bkb 29600.- bezahlt. macht also einen satten unterschied von 569 CHF!!

wieso denn das?! courtagen oder abzocke?

Habe heute ca. um 13.30 Uhr bei der UBS per Telefon physisch Gold ins Depot gekauft. Das Kilo kostete mich 29'500 Franken.

MarcusFabian
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Vontobel wrote:

Welche Versicherung?

http://board.cash.ch/bb/viewtopic.php?p=83713#83713

MarcusFabian
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Vladimir wrote:

Habe heute ca. um 13.30 Uhr bei der UBS per Telefon physisch Gold ins Depot gekauft. Das Kilo kostete mich 29'500 Franken.

Könnte hinhauen. Ich war eine Stunde später am Schalter. Könnte es möglich sein, dass der Goldpreis ständig angepasst wird? Ich dachte immer, Banken handeln nach AM und PM fixing :?:

Vladimir
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Gold

Also bei der UBS wird er ständig angepasst, alle paar Sekunden. Hab schon erlebt dass der Preis sich während dem Telefonat mit meinem Kundenberater verändert hat, einmal auch etwas runter, dann haben wir halt einfach etwas länger telefoniert. Wink

Die sehr schnelle Anpassung gilt natürlich nur für Kauf und Verkauf, wenn man online sein Depot anschaut ist nur der Wert des Vortages drin bzw. der Preis wird nur einmal täglich aktualisiert.

Vontobel
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MarcusFabian wrote:

Vontobel wrote:

Welche Versicherung?

http://board.cash.ch/bb/viewtopic.php?p=83713#83713

...die ZKB hat das Gold ja physisch hinterlegt...klar das Gold wird mittels Leerverkäufen auch ausgeliehen. Jedoch ist eine physische Auslieferung ständig gewährleistet...zwar mehr theoretisch in Standardbarren von 12.5 kg...doch die Auslieferung ist gewährleistet.

...ich kann keinen Grund finden, warum die ZKB (auch in der grössten Extremsituation) nicht über das hinterlegte Gold verfügen sollte.

Kannst du mir das erklären Fabian?

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Vontobel
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Goldrausch by pvi

Ich habe mich in den letzten paar Stunden kurz dem Thema Gold angenommen, was bislang auf pvi fehlte...

http://www.pvi.ch/05-05-2008/goldrausch/

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MarcusFabian
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Vontobel wrote:

...ich kann keinen Grund finden, warum die ZKB (auch in der grössten Extremsituation) nicht über das hinterlegte Gold verfügen sollte.

Kannst du mir das erklären Fabian?

Im Link habe ich das eigentlich schon erklärt. Wenn jene Bank (oder Hedge-Fonds), die das Gold geliehen und verkauft hat, es nicht zurückgeben kann und pleite geht, dann steht auch die ZKB mit abgesägten Hosen da.

Und das kann schneller passieren, als wir uns vorstellen können.

Schau mal: Derzeit sind die Coms mit rund 190'000 Kontrakten Short. Ein Kontrakt umfasst 100 Unzen also einen Wert von $87'000. Multipliziert mit 190'000 ergibt das eine Short-Position von 16.5 Mrd$. Jeder Dollar Goldpreis-Anstieg bedeutet einen Verlust von $19 Mio ($100 pro Kontrakt) für die Gold-Shorties.

Zugegeben, das sind nur kleine Fische für JPM und GS. Aber betrachten wir es mal von der Verfügbarkeit her:

190'000 Short kontrakte bedeutet, dass die Shorties versprochen haben, 190'000 * 100 Oz Gold per 3. Freitag im Mai zu liefern. 19 Mio Oz * 31 Gramm = 591 Tonnen. Das entspricht einem Viertel der Welt Jahresproduktion. Gretchenfrage: Wären die Shorties in der Lage, diese Menge per Termin des Futures (= 3. Freitag im Mai) zu liefern, falls alle Käufer Physisches verlangen würden?

Wohl kaum, oder? Die Preise würden exponentiell in die Höhe schnellen, denn es gäbe keine Verkäufer mehr. Aber ist es überhaupt realistisch, dass alle Gold-Käufer Physisches sehen wollen?

Es ist bei den Banken überall dasselbe: Würden alle Schweizer gleichzeitig mit ihrem Sparbüchlein auf die Bank rennen und ihr Geld zurückfordern, müsste die Bank sehr schnell die Tore schliessen, denn das Geld ist ja bekanntlich zu 90% angelegt. Es "arbeitet". Als Hypothek, Obligation etc.

Das ist an sich nicht beunruhigend, denn wir haben ein stabiles Bankensystem, ein hohes Vertrauen in die Banken und kaum einer kommt auf die Idee, sein Sparguthaben aufzulösen.

Und dennoch sind wir uns bewusst, dass ein Banken-Run katastrophale Auswirkungen haben würde.

Kommen wir nun zurück zum Gold: Ich habe Deine Seite http://www.pvi.ch/05-05-2008/goldrausch/ gelesen und komme zum Schluss, dass Du Gold - typisch Banker - als reines Schmuckmetall betrachtest. Gold ist aber bedeutend mehr. Es ist die älteste Währung der Menschheit und hat uns durch 5000 Jahre Geschichte begleitet. Nicht umsonst war Gold bis in jüngste Zeit auch für die Leitwährungen dieser Welt immer die hinterlegte Sicherheit. Das Britische Pfund hat seine Rolle als Weltleitwährung eingebüsst, nachdem es vom Gold gelöst wurde. Der Dollar war bis 1971 an Gold gekoppelt und der Franken gar bis 1991.

Die Geschichte lehrt uns, dass reine Papierwährungen ohne Deckung im Schnitt um 35 Jahre überleben (Römisches Reich, Französische Revolution). Irgendwann kommt nämlich der Zeitpunkt wo

a) die Nationalbanken ihr Geld-Druck-Privileg ausnutzen, dem politischen Druck nachgeben und den Staat/König aus den Schulden drucken und

b) Die Bürger dies merken und das Papiergeld entsprechend an Wert verliert. --> Inflation, Teuerung

Gold ist in diesem Fall die einzige Währung, die Schutz gegen die Inflation bietet. Das war schon immer so und die Menschen werden das auch heutzutage wieder lernen.

Auf was ich hinaus will ist folgendes: Gold ist ein Krisenmetall, eine nicht inflationierbare Krisenwährung. Anleger beginnen damit, Gold zu horten, wenn sie erkennen, dass die Teuerung höher ist als die Rendite auf Wertpapieren (=> negativer Realzins).

Wenn hier eine Krisensituation eintritt (Kreditkrise, Vertrauensverlust in Währungen, Deflation, hohe Inflation, Depression), dann versuchen alle Anleger, ihre noch in Papier gehaltenen Cash-Reserven via Gold in den "Schärme" zu bringen.

Und genau dann haben wir die Situation eines Banken-Runs, wo alle inhaber von ETF's (Sparbüchlein) zur Bank rennen und ihr Gold (Geld) sehen wollen, das aber gar nicht mehr vorhanden ist.

Ich spekuliere nicht mit Gold, weil ich mit geordneten wirtschaftlichen und inflationären Verhältnissen in den nächsten paar Jahren rechne sondern weil ich davon überzeugt bin, dass sich eine Geldmengenausweitung um 18-20% pro Jahr (CH, USA) irgendwann in sehr naher Zukunft rächen wird.

Insofern darfst Du mich durchaus mit jemandem Vergleichen, der im Vorfeld sein Sparbüchlein räumt und sein Geld in Sicherheit bringt, bevor die breite Masse den Sturm auf die Banken beginnt.

Frei nach dem Motto: "If you panic, panic first"

Der Gold-ETF scheitert genau in jener Situation, in der er eigentlich die grösste Sicherheit, den grössten Profit bringen sollte: im Falle einer schweren Finanzkrise, wenn die ganze Welt in Gold rennt.

Es gibt einen weiteren Punkt, der gegen Gold ETFs spricht:

* Ich kaufe 1 kg Gold, kriege aber nur ein Stück Papier.

* Die Bank besitzt das Gold physisch.

* Die Bank vermietet dieses Gold an einen Hedge-Fonds.

* Dieser Hedge-Fonds verkauft mein Gold und drückt somit den Goldpreis.

Frage: Bin ich wirklich bereit, die Spekulation "gegen" meine Position zu finanzieren?

P.S.: Korrigenda zu Deiner Gold-Seite: Das Hoch lag bei 1032.40, nicht bei 1002.40

Vontobel
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Gold

MarcusFabian wrote:

Kommen wir nun zurück zum Gold: Ich habe Deine Seite http://www.pvi.ch/05-05-2008/goldrausch/ gelesen und komme zum Schluss, dass Du Gold - typisch Banker - als reines Schmuckmetall betrachtest. Gold ist aber bedeutend mehr. Es ist die älteste Währung der Menschheit und hat uns durch 5000 Jahre Geschichte begleitet. Nicht umsonst war Gold bis in jüngste Zeit auch für die Leitwährungen dieser Welt immer die hinterlegte Sicherheit. Das Britische Pfund hat seine Rolle als Weltleitwährung eingebüsst, nachdem es vom Gold gelöst wurde. Der Dollar war bis 1971 an Gold gekoppelt und der Franken gar bis 1991.

Bei allem Respekt Fabian - aber mit dieser Aussage weckst du bei mir den Anschein, dass du meinen Beitrag nicht richtig gelesen hast.

Ich erlaube mir einen Textausschnitt zu zitieren:

5. Goldmünzen

"Für mich persönlich stellen Goldmünzen keine ideale Investitionsform dar. Ich besitze zwar durchaus auch ein paar Münzen zu Hause - jedoch mehr aus Sammlergründen, als aus Profitüberlegungen. Die Kursdifferenz zwischen An- und Verkauf ist mir persönlich einfach zu hoch. Zudem setze ich lieber auf Gold ETF’s welche sich schnell und bequem von zu Hause aus handeln lassen."

Das Thema Gold muss man als Privatanleger unbedingt beachten. Die jüngste Vergangenheit hat uns gezeigt, dass Gold als Depotbeimischung sehr interessant sein kann.

Wie kannst du behaupten, dass ich Gold als reines Schmuckmetall betrachte?

...allein schon die Tatsache, dass ich auf meiner Seite über die Anlageform Gold schreibe...sollte diese Aussage in Frage stellen...nicht?

Zudem bin ich mir der historischen Bedeutung von Gold durchaus bewusst...jedoch ging es mir in meinem Beitrag nicht darum über die Geschichte von Gold zu schreiben...sondern primär über aktuelle Anlagemöglichkeiten zu informieren:

Empfehlenswertes Buch zum Thema

Peter Bernstein: Die Macht des Goldes

ISBN: 389879170X

http://www.books.ch/shop/action/productDetails?aUrl=90007790&artiId=3588332

zum Goldkurs...stimmen die Angaben auf kitco.com nicht? bzw. verwendet kitco als Höchstkurs...einfach den höchsten Schlusskurs?

http://www.kitco.com/charts/livegold.html

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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