SMI im Mai

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revinco
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SMI im Mai

Ich sehe noch keinen Boden, glaube es geht am Dienstag weiter unten bis zur Fibo-Unterstützung bei 12430.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

marco
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:roll: :roll: :roll: dj 12,480.53 -145.09 -1.15%

Also de Boden scheint doch bei 12,460 zu sein!

marco
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sorry, sehe den Boden auch noch nicht!

MarcusFabian
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marco wrote:

Ja ich rede vom black monday 1987, the big crash!

Das waren intraday -22%

So etwas wird es garantiert nie wieder geben. Grund: Nach höchstens -10% wird der Handel einfach ausgesetzt Wink

marco
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SMI im Mai

realy?

Damit nicht totales Chaos entseht!

So, was halten wir vom Dow ?

Bei 12,479.63 -145.99 -1.16% geschlossen, sehr duennes Volumen

Haben wir da eine Charttechnicker?

:roll:

alanz
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MEIN SENF FUER NAECHSTE WOCHE

SMI Montag und Dienstag rot, total 1.5%

Gewinner der nächsten Woche Ubs und Roche.

So bin ich postioniert:

SMIQB

SMUML

UBSMU

ROGZQ

Psytrance24
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SMI im Mai

rot rot rot Blum 3

naja ist ja subjektiv, da ich ziemlich fett in Puts bin Wink

Aber ich würde sagen, viel Platz Richtung Norden ist nicht mehr drin, die Masse macht die Richtung der Börse aus - und demnach ist Keep it simple and stupid die beste Art um herauszufinden wo der Pöbel hinwill, bzw. hingehen wird.

nur schon eine Nestlé... die kann ja gar nicht über 500 CHF steigen und macht über 20% des Indexes aus... also was wird passieren? Wink

Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

A. Schopenhauer



Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

Elias
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Psytrance24 wrote:

nur schon eine Nestlé... die kann ja gar nicht über 500 CHF steigen

Schlusskurs war heute 502

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Touni
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Elias wrote:

Psytrance24 wrote:
nur schon eine Nestlé... die kann ja gar nicht über 500 CHF steigen

Schlusskurs war heute 502

und seit Sep. 07 auch fast immer über 500.- ist...

"Die Betrachtung der Dinge, so wie sie sind, ohne Ersatz oder Betrug, ohne Irrtum oder Unklarheit, ist eine edlere Sache als eine Fülle von Erfindungen." Francis Bacon (1561-1626)

Psytrance24
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SMI im Mai

ich meinte klar über 500 ...

ist ja logisch in welche Richtung das Risiko liegt, und 20% vom Index ...

Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

A. Schopenhauer



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revinco
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Also bei Nestle wäre ich eher vorsichtig.... das ist einer der defensiven Titel, welcher gerade bei Rezessionsstimmung eben steigen kann! (In der Rezession kommt es auf das existentielle drauf an, also steigt die Nachfrage der Grundnahrung)

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

revinco
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alanz wrote:

So bin ich postioniert:

SMIQB

SMUML

Ist bei diesen Titeln hauptsächtlich der Hebel einfach besser als bei meinem SMIA? Dafür ist bei mir der spread besser.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

yzf
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SMI im Mai

Quote:

UBSMU

ROGZQ

wie kommst du ausgerechnet auf UBS? Gestern wieder seit langem unter 30.-- geschlossen :shock:

Ich denke, dass es eher richtung 20.-- geht als richtung 40.-- :roll:

Geht mit Gott, aber geht!

Dr.Zock
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@ yzf

Das sind exakt meine Worte, seit langem schon. Aber nichts desto trotz hoffe ich unrecht zu haben. Ebenfalls seit langem schon.... !

Denn es ist unbestritten, schwächelnde und kranke Finanzwerte ziehen weltweit die ganzen Börsen immer und immer wieder runter. Kaum geschieht eine Erholung um einige Prozente, schon saust es wieder in den Keller.

Ob die vergangenen Tage lediglich ein "Durchatmen" bez. geringfühgige Korrektur darstellten bleibt abzuwarten. Es kann gut sein dass sich der Februar / März wiederholt. Insbesondere dann wenn jetzt die Banken die nächste Tranche an "Wahrheiten" hinsichtlich weiterer Abschreibungen "kommunizieren" ( ... ach was für ein schönes Wort .... )

Gruss

Zocki

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

marco
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SMI im Mai

Also ich denek der Dow kann am Dienstag Gruen sein!

Da gestern die Handler alles glatt gestellt habenm, wegen dem langem Wochenende! Da wird dann sicherlich auch ein gewisser Nachhohlbedarf vorhanden sein, da der Dow ja am Montag geschlossen sein wird!

Elias
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SMI im Mai

Psytrance24 wrote:

ich meinte klar über 500 ...

ist ja logisch in welche Richtung das Risiko liegt, und 20% vom Index ...

Wenn man auf sinkende Kurse spekuliert, liegt das Risiko in einer steigenden Nestlé und umgekehrt. Und wenn sie sich nicht bewegt, wirkt sie dämpfend auf den SMI.

Logisch.

Ich werde am Montag einen Short-Put auf den Titel schreiben. (500 oder 520)

Für den 500er Juli bekommt man ca Fr. 8.-.

Ergibt einen EP von 492.

Ich gehe davon aus, dass mit dem Aktiensplit am 30. Juni mehr Bewegung in den Titel kommen wird und der Kurs eher anzieht.

----

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Benjamin Franklin

bartholomäus
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SMI im Mai

Neben Nestle gilt auch zu beachten, dass am 30.5. noch der American Society of Clinical Oncology's congress in Chicago stattfindet. Vasella hat bereits in einem Interview im SF schon einmal angkündigt, dass noch mehr gute News kommen werden. Von Roche erwartet man auch gute Studienergebnisse. Dies könnte dann auch den "Pharmagiganten" Ende Woche wieder ein wenig Auftrieb verschaffen, was sich natürlich nicht unwesentlich auf den Index auswirkt. Die Frage wird einfach ein wenig sein, wie gut sich die Finanzwerte in der nächsten Woche halten können... allerdings denke ich schlimmer kommen kanns ja praktisch nicht mehr. Wir haben ja bereits in den letzen paar Monaten gesehen, dass "ein wenig weniger schlimmer News" sich dann schon als positiv auf den Aktienkurs auswirken. Viele bad News sind ja auch bereits im Kurs eingespeist. Mitte Woche wird dann auch abb für den einen oder anderen langfristig denkenden Anleger wieder zum vermeintlichen "Schnäppli".

Bodenbildung sehe ich so zwischen 7290-7130... ich hoffe dass wir diese Marken zügig erreichen. In diesem Bereich werden die Indikatoren dann wieder auf "Kaufen" drehen... und das allerwichtigste wird sein... Die Quartalszahlen der einzelnen Unternehmen waren mit wenigen Ausnahmen ja gut. Langfristige Anleger werden also nochmals die Chance kriegen zu "schnäppchen" Preisen einkaufen zu können.

Ausserdem: Nach einem Berichti im cash von gestern, gibt es ja durchaus auch Firmen wie zum bsp die abb, welche von einem hohen Oelpreis profitieren. Dies scheint den Anlegern aber noch nicht so recht bewusst zu sein. Im Dax bspw. haben bereits "Allternative-Energie-Aktien" (wie ich sie nenne) von diesem Trend profitieren können...

Ich werde mich anfangs Woche mit puts eindecken, weil ich anfangs Woche einen impulslosen Handel erwarte, welcher wegen den Vorgaben aus den USA und auf Grund von Passivität südlich gerichtet sein wird. Mitte/Ende Woche hoffe ich, dass wir genug tief gefallen sind und werde es wagen (aus oben genannten Gründen) wieder kurzfristig (!) Bulle zu spielen.

Ich wünsche euch ein schönes Weekend. Erholt euch gut die nächst e Woche wird spannend Smile

Alle Worte scharwenzeln um die Wahrheit herum; sie ist keusch. Wilhelm Busch

arunachala
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SMI im Mai

auch ich werde mich erneut mit smi-puts eindecken, welche ich am freitag aus zeitgründen (einkaufen, kind abholen) zu früh verkauft habe. in diesem sinne hoffe ich, dass wir montag und dienstag ein klein wenig grün sehen. für einen grösseren anstieg finde ich keine rationalen gründe, beim besten willen nicht. vielleicht ists aber auch ein irrtum, der börse rationalität zuzuschreiben ...

für weitere tiefs, vielleicht sogar mehrjahrestiefs sehe ich hingegen viele gründe. sei dies der ölpreis, seien dies erneute milliardenabschreiber bei banken und versicherungen, oder «drohende» rezession. ist es vorstellbar, dass die bekanntgabe der grossen verluste von den chefs zeitlich abgesprochen werden um einen grossen sturz zu vermeiden? kommt das häppchenweise, bissen um bissen, damit der markt nicht daran erstickt?

oder wie wärs mit bomben auf den iran? vielleicht übernehmen ja mal die israelis diesen drecksjob, sind den usa ja einiges schuldig. na na, mit verschwörungstheorienkram halt ich mich zurück an dieser stelle.

ich meine MF wars, der darauf hinwies, dass der dow an der GD200 kratzt, der smi hingegen noch einiges darunter liegt. war da die meinung, dass der smi noch dort hinaufklettern wird? oder ist da noch die dollarentwertung einzurechnen?

seid schlang wie die klugen und schlug wie die klangen. (kasimir 487)

MarcusFabian
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Dow Mittel- bis Langfristig

Mal ein Blick auf das grössere Bild:

Wir befinden uns primär in einem Bärenmarkt, der am 10. Oktober 2007 begonnen hat.

Vom 10. Oktober bis zum 10. März erfolgte ein erster Abwärtsschub. (Ich ignoriere die Übertreibungsspitze im Januar).

Der Dow hat also von 14'207 auf 11'740 korrigiert. Das sind 2467 Punkte.

Vom 10. März an korrigierte der Bärenmarkt bis zum 19. Mai. von 11'740 auf 13'129 Punkte. Das ist ein sekundärer Trend, eine sogenannte Bärenmarktrally, die uns 1389 Punkte beschert hat.

Also nochmals: 2467 Punkte runter und 1389 Punkte rauf. Das sind etwas mehr als 50% und entspricht einer ganz normalen Korrektur.

Jetzt stellen wir uns natürlich alle die Frage, wie es weiter geht. Hier haben wir mittelfristig zwei Szenarien:

Bullisch:

Es gibt gar keinen Bärenmarkt. Die Wirtschaft floriert, die Subprime-Krise und andere sind überstanden und im März haben wir einen langfristigen Boden gefunden.

In diesem Fall haben wir in den letzten drei Tagen nur eine Korrektur des neuen Bullenmarktes erlebt. Gehen wir davon aus, dass eine gesunde Korrektur immer bei etwa 50% liegt, dann können wir annehmen:

Seit März 1389 Punkte rauf, jetzt Korrektur um die Hälfte also 695 Punkte, dann liegt das nächste Ziel im Dow bei (13'129 - 695 Smile 12'434 Punkte.

Mit anderen Worten: Ein Absinken auf 12'434 Punkte im Dow kann man durchaus als eine normale Korrektur im Bullenmarkt interpretieren.

Das sähe dann etwa so aus:

Die Erfahrung lehrt uns, dass Korrekturen meist auf die sog. Fibonacci-Zahlen fallen. 50%, 38.2% oder 61.8%. Das heisst, dass selbst ein Absinken des Dow auf das 61.8% Retracement bei 12'269 nicht unbedingt den neuen langfristigen Bullenmark gefährdet.

Das Bullenszenario ist endgültig vom Tisch, wenn das Retracement >100% ist. Sprich: Wir die Tiefstände vom März mit einem neuen Jahrestief unterschreiten.

Bärisch

Wenn man - wie ich - davon ausgeht, dass der Anstieg März-Mai nur eine 50% Bärenmarktrally im langfristigen Abwärtstrend war, dann steht jetzt der nächste Abwärtsschub vor uns, der uns wieder in den langfristigen Abwärtstrend führt.

In diesem Fall werden die Retracements bei 12'433 und 12'269 nicht halten. Nicht einmal das März-Tief bei 11'736. Wir werden neue Jahrestiefstände erreichen.

Das würde dann etwa so aussehen:

Natürlich nicht so schnell wie in dieser komprimierten Darstellung. Also nicht innerhalb des Juni sondern über mehrere Monate hingezogen; etwa 6 Monate: Die erste Downwelle hat ja auch von Oktober bis März gebraucht.

Fundamental

Die wichtigste Frage lautet also: Sind wir im bullischen oder im bärischen Szenario? Die Charttechnik alleine kann diese Frage nicht beantworten. Dazu müssen wir das Gehirn einschalten und selbst überlegen, welches Szenario uns aufgrund der Wirtschaftsdaten als das wahrscheinlichere erscheint.

Wie ihr wisst, bevorzuge ich das bärische Szenario. Warum?

Kurz zusammengefasst: Ein gesunder Wirtschaftsaufschwung entsteht, wenn dank besserer Produktivität Arbeitsplätze geschaffen und im Rahmen der Produktivitätssteigerung die löhne erhöht werden. Dies führt dann dazu, dass die Arbeitnehmer mehr konsumieren können, was zu einer Umsatz- und Gewinnsteigerung bei den Unternehmen führt.

In den letzten Jahren konnte in den USA der Konsum nicht dank dieser Mechanik gesteigert werden sondern lediglich durch gestiegene Immobilienpreise (Stichwort Refinanzierung, Schuldenaufbau).

Da nun die Immobilienpreise rückläufig sind, kann man im Umkehrschluss annehmen, dass sie sich nun negativ auf die Realwirtschaft auswirken. Die Subprimekrise ist also nur der Vorläufer. Die Auswirkungen auf die Realwirtschaft werden erst noch folgen.

Slin
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SMI im Mai

@MF

Dieser Beitrag ist ein Parade Beispiel einer Analyse! Von allem ein Bisschen und die verschiedenen Häppchen so Gewichten dass man zu einem eindeutigen Schluss kommt.

Charttechnik (dies hat es für meinen Geschmack im Moment zuviel in diesem Forum!) in einem gesunden Ausmass, Fundamentaldaten und die Überlegungen dahinter....

Man muss fähig sein, mitten in einer Menschenmenge zu stehen, mit dem Geist aus seinem Körper raus zu schlüpfen und von oben herab alles zu überblicken, egal was das eigene ich dort unten für eine Strategie hat!

Ich bin auch noch am Üben!!!

Gruss SLIN.

Bulldog1
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SMI im Mai

Vielen Dank Marcus Fabian

Wir wissen, dass du eher auf der Bärenseite stehst, aber die Frage lautet, hast du auch recht mit deiner Annahme? Ich hoffe nicht, denn schlussendlich kommt ein gut laufender Wirtschaft uns allen zugute. Egal ob Bär oder Bulle.

Schönes Wochenende

Ich werde wieder alles zurückgewinnen

sascha77
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Re: Dow Mittel- bis Langfristig

MarcusFabian wrote:

Kurz zusammengefasst: Ein gesunder Wirtschaftsaufschwung entsteht, wenn dank besserer Produktivität Arbeitsplätze geschaffen und im Rahmen der Produktivitätssteigerung die löhne erhöht werden.

@Marcus

Diese Aussage ist für mich zentral, den wehe die Löhne steigen schneller/überproportional zu der Produktivität, dann dürfte die Lohnpreisspirale die Inflation anheizen darum hast du wahrscheinlich auch "gesunder" Wirtschaftsaufschwung geschrieben? --> es sollen im Endeffekt ja möglichst viel Gelder in Aktienanlagen fliessen, dass es uns Börseler gut geht Wink

Danke für deinen Beitrag Marcus Biggrin

yzf
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SMI im Mai

Quote:

auch ich werde mich erneut mit smi-puts eindecken, welche ich am freitag aus zeitgründen (einkaufen, kind abholen) zu früh verkauft habe.

Für dein Kind lässt du die Böse liegen?

LolWink

Geht mit Gott, aber geht!

MarcusFabian
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Re: Dow Mittel- bis Langfristig

sascha77 wrote:

wehe die Löhne steigen schneller/überproportional zu der Produktivität,

Das stimmt. Aber darauf wollte ich nicht hinaus. In den USA sind nämlich in den letzten Jahre die Löhne nicht gestiegen sondern gesunken.

Im Gegenzug sind aber die Preise (vor allem für Energie und Lebensmittel) gestiegen.

Ebenso sind die Schuldzinsen gestiegen und die "Einnahmequelle" Refinanzierung ist versiegt.

Ich schlussfolgere daraus, dass die US-Konsumenten nun weniger Geld zur freien Verfügung haben und entsprechend auch weniger konsumieren können. Und das schlussendlich wird negative Auswirkungen auf Unternehmen, Gewinne, Aktienmärkte haben.

learner
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SMI im Mai

Ich habe mich etwas durch die Wochenend-Presse gelesen. Das Hauptthema ist nun Öl, und ich vermute, dass es nun endlich (natürlich wieder mal spät: erst dann, wenn der Sturm an den Balken reisst) zum Thema wird, international.

Der Konsens ist klar: Peak-oil ist in der Nähe. Ob jetzt, oder wie andere sagen, 2013, spielt keine Rolle. Fakt ist, dass die Produktion jetzt bereits mit der täglich steigenden Nachfrage nicht mehr nachkommt. Es beginnt jetzt der Countdown zur Stunde Null, geschätzt in etwa vierzig Jahren, wann es gar kein Öl mehr gibt.

Das Wachstum, das in den letzten Jahrzehnten zustande kam, war nur durch die leichte Verfügbarkeit von Öl ermöglicht. Teures Öl heisst weniger Öl zur Verfügung zu haben. Mit weniger Öl schrumpft die Wirtschaft. Öl ist das Feuer unter dem Topf.

Steigende Energiekosten: Wer mehr für die Grundbedürfnisse ausgibt (Energie, Essen, Wohnung) hat weniger für Coke, Computer, Autos, Reisen, Luxus zur Verfügung. Entbehrliches wird runtergefahren.

Da sind weit mehr Wirtschaftszweige davon betroffen als angenommen. Nestlé, wurde letzte Woche gesagt, biete Nahrung an, Unentbehrliches. Falsch: Eiscreme ist entbehrlich, und auch Nescafé.

Nach dem desolaten Zustand der amerikanischen Autoindustrie, nehme ich an, wird z.B. auch die europäische Bolliden-Industrie leiden. Grosswagen sind nicht mehr gefragt. In den USA verlieren Geländewagen Jahr für Jahr 15 Prozent des Gebrauchtwagen-Wertes. Keiner will sie mehr.

Die Leute werden weniger fliegen.

Nur zwei Zweige, als Beispiel von verschiedenen, die notgedrungen schrumpfen werden müssen. Da alles in einander verzahnt ist, reisst es dann andere mit.

Ölknappheit, bzw. das absehbare Ende der Öl-und-Fun-Zivilisation, kündet auch an, dass sich gewaltige globale Veränderungen anbahnen, wie sie nie mehr geschehen sind seit der industriellen Revolution.

Make or break: Die Menschheit muss es in den nächsten zwei Jahrzehnten schaffen, eine weitgehend öl-unabhängige Gesellschaft zu werden, ansonsten nähert sie sich einer der schlimmsten Katastrophen seit Menschengedenken. Das sage ich nicht leichtfertig.

Warren Buffet, wahrhaft ein Mensch mit einem optimistischen Gemüt, nennt diese gegenwärtige Phase den Beginn einer Rezession, die weit tiefer und länger sein werde, als allgemein angenommen werde. Ich weiss nicht, was er sich überlegt hat, um auf diesen Schluss zu kommen, bzw. was ihm seine Research-Büros an Infos liefern. Aber vielleicht das Selbe, wie ich es mir denke...

Im Obigen wird auch klar, worin man nun investieren soll: In Werte, die einen Weg ebnen, von der Ölabhängigkeit loszukommen. So einfach ist's.

@MF: Danke für deine Darlegung oben. Ich fürchte, dass dein zweites Szenario eintreffen wird. Der Prozess könnte aber lange dauern ... Rome wasn't built in a day. It was destroyed faster than it was built, but neither in a day.

Ach ja, a propos Zerstörung: In einem amerikanischen Forum, in dem das Ölproblem besprochen wurde, schlug ein User dies vor: Worst case scenario, we launch 2 MX Peacemakers missiles (24 MIRV, 50 megaton warheads per warhead with antijam) and we get our oil from the Arabs for 0 dollars and 0 cents a barrel. Remember Speak softly and carry a big stick.

Heutzutage also kein Problem, Rom in einem Tag zu zerstören. Und man sieht: Nur ein wenig Ölknappheit bewirkt bereits Zerstörungsphantasien. Und viel Ölknappheit, Wirtschaftskrise, Armut, was bewirkt denn das? Ein Blick zurück in die Weimarer Republik zeigt, was dann läuft...

Es gibt noch Schlimmeres.

revinco
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SMI im Mai

@ MF

Also bist Du inzwischen noch bärischer geworden? Lol

Ich bin weiterhin in konkordanz mit Deinem Chart auf der dritten Seite: http://board.cash.ch/bb/viewtopic.php?p=83430&83430

Obwohl ich die letzte Ausstiegschance eher anfangs nächstes Jahr vermute.

Man darf schliesslich nicht vergessen, es braucht etwa 6 Monate bis die Auswirkungen der Zinsenkungen in der Wirtschaft ihre Wirkung zeigen. Die EZB hat auch noch keine Zinssenkung eingeführt. Auch der Dollar sollte sich etwas erholen, was bessere Quartalszahlen helfen sollte, dazu kommen vermutlich positive Impulse je nach Resultat der US Wahlen.

Ich gehe eher davon aus, dass in der Gegend von 11750 der Boden gefunden wird und bis gegen Ende Jahr steigt, wie auf Deinem obigen Chart. Aber meine Meinung könnte durchaus in einem Monat etwas bärischer sein (Du gehst ja bekanntlich einen Schritt voraus vor allen anderen WinkBlum 3 )

@ learner

Nestle verkauft weit mehr Grundnahrungsmittel als entbehrliche Eiscremes, chocolade oder ähnliches.

Aber bezüglich W. Buffet, wie sieht es bei den Versicherungen aus in einer Rezession? Er investiert bekanntlich dick in Versicherungsgesellschaften (siehe SwissRe). Auch ist er in der Schweiz gekommen zur Einkaufstour. Ist das aber nur ein taktisches Manöver wegen dem Dollarverfall (lieber investiert sein als wertlose Dollar besitzen)?

@ arunachala

Nein, so ein grosser Einfluss hat der gleitende Durchschnitt nicht. Die GD200 würde nur in einem bullischen Markt für einen Anstieg helfen, vorallem wenn der DJ sich oberhalb seines GD200 weiter entfernen würde. Aber in der jetztigen Lage hat es praktisch keinen Einfluss.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

revinco
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SMI im Mai

Bulldog1 wrote:

Vielen Dank Marcus Fabian

Wir wissen, dass du eher auf der Bärenseite stehst, aber die Frage lautet, hast du auch recht mit deiner Annahme? Ich hoffe nicht, denn schlussendlich kommt ein gut laufender Wirtschaft uns allen zugute. Egal ob Bär oder Bulle.

Schönes Wochenende

Bulldog, die Börse ist keine Einbahnstrasse. Ich würde Dir empfehlen diesen thread durchzulesen, vorallem die erste Seite:

http://board.cash.ch/bb/viewtopic.php?t=1723

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

Speedy3
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SMI im Mai

Das Problem ist nicht, dass es faktisch nicht genug Öl

vorhanden wäre, sondern die reisserisch, gierig und

geldgeilen Hedge Funds und Banken Öl mit Terminkontrakten

frisieren nur um den Preis hochzujagen.

Die Helden merken nicht, dass sie sich selber eins ins

Scheinbein schlagen, die Idioten.

Mit dem Hochtreiben der Ölpreises untergraben sie die

restliche Wirtschaft, wo sie als letzer Zapfen am Faden

hangen.

Dasselbe ist jetzt mit Grundnahrungsmitteln Mais, Reis und

Weizen....sobald die geldgeilen Zocker merken wo was

knapp wird, stürzen sie sich wie die Hyänen auf das

knapper werdende und jagen den Preis hoch.

Die armen Schweine in der dritten Welt "fressen" bereits

Schlammkuchen, damit sie den Magen vollkriegen.

Das ist die Wahrheit!

Die zweite grosse Dummheit nach der Subprimekrise ist,

das Öl und Grundnahrungsmittel nicht von dem Spekulationspack

geschütz wird und dadurch die Menschwürde, die gute

Wirtschaft und das Menschenrecht auf Nahrung gewahrt bleibt.

Wie lange geht, bis es das Idiotentum des Kapitalismus dies

checkt??

MarcusFabian
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SMI im Mai

Ich bin nicht bärischer geworden. Ich hatte schon vor Jahren irgendwie das Gefühl, dass es auf Dauer einfach nicht funktionieren kann, einen Wirtschaftsboom auf Schulden aufzubauen.

Nur kann ich jetzt besser begründen, weshalb ich so denke. Irgendwass rächen sich Schulden immer. Aber wie wir in den letzten Jahren gesehen haben, kann sich so eine Schieflage über Jahre hinziehen, ohne dass es Auswirkungen gibt. Und zwar länger, viel länger als ich angenommen hatte.

Ich habe beispielsweise mit der Spitze im US-Immoboom per April 2005 gerechnet. Tatsächlich stiegen die Preise aber noch bis Ende 2006.

Ich habe mittlerweile auch gelernt, achselzuckend in steigende Märkte zu investieren und dies im Wissen, dass der Anstieg eigentlich durch nichts zu rechtfertigen ist.

Ich weiss natürlich auch nicht, wann sich die verschärfte Situation beim US-Konsumenten auf die Realwirtschaft auswirkt. Sind es bereits die nächsten oder erst übernächsten Quartalszahlen der US-Unternehmen?

Die letzten Tage sollte uns aber vor Augen führen, wie schnell die Kurse sinken können. Wir befinden uns im Dow wieder auf dem Kursniveau vom 16. April. Das heisst, dass 3 Börsentage den mühsam erkämpften Anstieg von gut einem Monat zunichte gemacht haben. Abschwünge können also sehr schnell und brutal sein. Das dürfen wir nie vergessen.

Natürlich suchen die Amerikaner verzweifelt nach einer Begründung, weshalb es ihnen heute schlechter geht als vor 10 Jahren. Und ebenso natürlich ist, dass der Schuldige ausserhalb des Landes der unbegrenzten burger gesucht wird. Und da sind die Ölscheichs natürlich ein willkommener Sündenbock.

Dabei sieht kaum jemand, dass der Dollar seit dem Millenium etwa die Hälfte seines Wertes verloren hat. Der heutige Dow von 13'000 Punkten entspricht also etwa 6500 Punkten im Jahr 2000. Vielleicht erfolgt ja die Korrektur auch nicht über nominale Aktienpreise sondern weiterhin über die Entwertung des Bernanke-Pesos: So ist im Jahr 2012 vielleicht der Dow immer noch bei 12'000 aber der Dollar kostet 50 Rappen und ein Barel Öl $300.- . Wer kann das schon wissen?

Die Amerikaner haben bisher noch nicht kapiert, dass ihre Probleme hausgemacht sind. Es war zu einfach, beim steigenden Preis seines EFH's einfach die Hypothek aufzustocken und den neuen Kredit zu verkonsumieren. Irgend jemand müsste ihnen vor Augen führen, dass es nicht klug war, die Schulden bis unters Dach auszuweiten und die Sparquote auf Null absinken zu lassen.

Die FED reagierte auf die Krise bisher vorbildlich. Es gibt keine andere Möglichkeit mehr, als den Markt mit immer neuem Blütengeld zu überfluten. Solange die Krise nur Banken betrifft, lässt sich das Problem mit Geld vielleicht sogar lösen. Wenn die Krise aber - wie ich befürchte - in der Realität ankommt, hat die FED keine Chance mehr.

Nichts desto trotz: Steuergeschenke, Investitionen in die Infrastruktur (renovieren die Baufirmen halt Strassen statt neue Einfamilienhäuser zu bauen) sind in der jetzigen Situation die einzigen Möglichkeiten, die Wirtschaft am Laufen zu halten. Und dann bleibt nur die Hoffnung, dass der Motor wieder von selbst rund läuft und nicht dennoch absäuft.

Was am Ende dann bleibt ist auf alle Fälle ein grosser Schuldenberg, der in den nächsten Jahrzehnten abgebaut werden muss. Entweder durch Arbeit oder durch weitere Entwertung des Dollars.

learner
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Sind die Öl- und Rohstoffpreise eine Blase?

@Speedy:

Wieder einmal eine Freude zu sehen, was google alles kann. Google findet die Nadel im Heuhaufen, no problem. Zur Beantwortung meiner Frage suchte ich einen Artikel, den ich mal eingegeben hatte, und gab bei Google diese Stichworte ein: Bubbleology, learner, cash. Und just kommt die Site, mit deren Hilfe ich die Referenz habe, um Antwort zu geben.

http://board.cash.ch/bb/viewtopic.php?p=86515&sid=7a54be16c827a9f3a5d490...

Darin der Artikel, der sich damit befasste, ob wir bei den Ölpreisen eine Blase hätten oder nicht:

Today, there's disagreement over commodity prices: to what extent do they reflect fundamentals like Chinese demand, and to what extent investment mania? Trading points toward a bubble: Daily volume on crude-oil contracts is running 50% above last year. Yet the initial findings of work Mr. Hong has done with Motohiro Yogo of the Wharton School -- comparing cash prices and futures prices -- suggest that "prices for commodities are expensive," but not a bubble, Mr. Hong says.

http://tinyurl.com/6hnpna

Kurz gesagt: Die hohen Volumen würden auf eine Blase hindeuten. Was aber nicht passt für eine Blase, ist, dass die cash Preise nicht über den weit entlegenen Futures liegen.

In einer Zeit der totalen Unsicherheit sucht der Investor einen safe haven, und keiner scheint sicherer als Öl. Damit will ich nicht sagen, dass die Preise kurzfristig nicht zurückkommen können, aber sie zeigen die langfristige Tendenz an.

Im Augenblick frisst der Ölpreis gegenüber dem Vorjahr den Haushalten ca. 2,5 Prozent des Einkommens weg. Dieses Geld entgeht der Wirtschaft. Wenn dann neben diesem Verlust in Zeiten der Verunsicherung noch Sparen aufkommt, was ein fixer Mechanismus ist, entgeht der Wirtschaft noch mehr...

Wenn sich einer der Vektoren verändert, ändert sich der Vektorraum.

@MF:

MarcusFabian wrote:

Investitionen in die Infrastruktur (renovieren die Baufirmen halt Strassen statt neue Einfamilienhäuser zu bauen) sind in der jetzigen Situation die einzigen Möglichkeiten, die Wirtschaft am Laufen zu halten.

Nicht zu vergessen: Investitionen in alternative Energien und öffentlichen Verkehr sind nachhaltig sinnvoll, können der Wirtschaft neuen Elan und vor allem der Gesellschaft wieder Pioniergeist geben.

Es gibt noch Schlimmeres.

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