FED im Brennpunkt - Illliquidität- das Unbehagen der Börsen

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Top Pick: Die Besten der Besten

26.07.2008 - 10:05

„Unser Quadrix-Rating-System basiert auf rund 100 Variablen in insgesamt 6 verschiedenen Kategorien – Momentum, Wert, Qualität, Finanzielle Stärke, Gewinnschätzungen und Kursentwicklung“, sagt Richard Moroney, vom US-Börsendienst „Upside Stocks“. Damit legen die Experten die Basis, um die perfekte Aktie zu finden. Aktuell empfiehlt er zwei US-Werte aus der zweiten Reihe: EMCOR (ISIN: US29084Q1004) und Hornbeck Offshore (ISIN: US4405431069).

„Wie bei anderen Rating-Systemen besteht bei Quadrix auch die Gefahr der eingeschränkten Rückbetrachtung. Um das abzudämpfen schauen wir uns zusätzlich noch die Unternehmens- und Branchenaussichten im konjunkturellen Kontext an. Auf Grund der Stärke des Energie- und Infrastruktursektors ist uns dabei EMCOR aufgefallen. Diese Baufirma mit einer Spezialisierung auf Infrastrukturprojekte wie Stromleitungen hat unserer Einschätzung nach das Potenzial auf 36 bis 40 Dollar in den nächsten 12 Monaten zu steigen.

Der Umsatz ist in vier der vergangenen fünf Jahre gestiegen. Im 10-Jahres Rückblick gab es einen durchschnittlichen Anstieg von 12% pro Jahr. Beim Gewinn gab es im gleichen Zeitraum sogar einen Anstieg von 24% im Jahr.

Aktuell ist die Aktie im Vergleich zur Konkurrenz deutlich niedriger bewertet. Das aktuelle KGV liegt bei 13, das der Peer Group bei 15. Für uns ist die Aktie ein klarer Kauf.

Spannend ist auch Hornbeck Offshore (ISIN: US4405431069). Das US-Unternehmen liefert hochseetaugliche Transportschiffe für die Öl- und Gasindustrie. Durch die starken Aktivitäten im Bereich der Exploration, ist auf Sicht der nächsten Jahre weiterhin mit hohen Wachstumsraten zu rechnen. Wir trauen der Aktie in den nächsten 12 Monaten eine Kurssteigerung zwischen 25 und 35% zu. Daher stufen wir die Aktie aktuell als Best Buy ein.

Der Umsatz ist in den vergangenen fünf Jahren immer zweistellig gewachsen. Und der Zuwachs beim Gewinn lag zwischen 30 und 162% seit die Aktie 2004 auf den Markt kam. Nach einer leichten Reduzierung der Guidance für das laufende Jahr hat die Aktie etwas gelitten. Doch die Bewertung ist günstiger als die der Peer-Group.“

Quelle; BoerseGo.de

So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.

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Kreditkrise führt zu 2 weiteren Bankpleiten in USA

28.07.2008 - 11:11

Washington - In den USA sind zwei weitere Geldhäuser in den Bankrott geschlittert. So wurden durch Behörden die First National Bank of Nevada und die First Heritage Bank NA of California geschlossen. Dies berichtete der staatliche Einlagensicherungsfonds FDIC. Die beiden Institute wurden nach ihrer Schließung an die Mutual Omaha Bank verkauft. Die Bilanzsumme der First National Bank of Nevada erstreckte sich auf 3,4 Milliarden Dollar. Jene der First Heritage lag bei 254 Millionen Dollar.

Damit gingen im bisherigen Jahresverlauf im zuge der Hypotheken-und Kreditkrise bereits sieben US-Banken pleite. Vor rund zwei Wochen wurde der größte unabhängige börsennotierte Baufinanzierer IndyMac unter staatliche Kontrolle gestellt, nachdem das Institut in massive Liquiditätsprobleme geraten ist.

Quelle; © BörseGo AG 2008

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Fed-Stern hält längere Konjunkturschwäche für möglich

28.07.2008 - 14:42

London - Der President der Federal Reserve Bank von Minneapolis, Gary Stern, sieht die Kreditkrise noch über mehere Quartale andauern. Er hält sogar deren Verschlimmerung für möglich. In Anbetracht einer voraussichtlichen Fortsetzung der Konjunkturschwäche sei die Federal Reserve mit einem aktuellen Leitzinssatz von 2 Prozent gut positioniert. Jedoch gestalte sich die Positionierung der Notenbank im gleichzeitigen Kampf gegen die steigende Inflation weniger vorteilhaft. Der Rückenwind zur Konjunktur habe nicht nachgelassen und eine weitere Verschlechterung hin zu einer längeren Schwächephase wie etwa Anfang der 90er-Jahre sei ein mögliches Szenario, führte Stern in einem Interview gegenüber der “Financial Times” weiter aus.

Quelle; © BörseGo AG 2008

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US-Markt könnte trotz Risiken behauptet starten,

Anleger dürften abwarten

28.07.2008 - 15:25

New York - Unmittelbar vor Beginn des Handels in New York zeigen sich die Futures uneinheitlich. Der Nasdaq-Future legt um 0,4 Prozent auf 1.257,76 Punkte zu. Der S&P-Future notiert kaum verändert bei 1.254 Punkte. Die Eröffnungsverläufe dürften daher von keinen großen Ausschlägen begleitet sein. Die Technologiewerte an der Nasdaq könnten jedoch etwas fester starten.

Die Impulse halten sich zur Zeit in Grenzen, zumal heute keine wichtigen Konjunkturdaten zur Veröffentlichung anstehen. Als stützende Faktoren sind einige solide Zahlenausweise im Rahmen der laufenden Berichtssaison zum zweiten Quartal in Betracht zu ziehen. So etwa durch den Telekommunikationsriesen Verizon Communications und den Nahrungsmittelkonzern Kraft Foods.

Dagegen halten die Sorgen zur Kreditkrise nach zwei weiteren Bankenpleiten an. So wurden durch Behörden mit der First National Bank of Nevada und die First Heritage Bank NA of California zwei kleine Institute geschlossen. Damit schlitterten im bisherigen Jahresverlauf im zuge der Hypotheken-und Kreditkrise bereits sieben US-Banken in den Bankrott.

Im übrigen werden sich die Investoren im Vorfeld der in dieser Woche zur Veröffentlichung anstehenden weiteren wichtigen Unternehmens-und Konjunkturdaten voraussichtlich in Zurückhaltung wiegen. Angesichts der anhaltenden Risiken könnten größere Erholungsversuche mit sofortigen Gewinnmitnahmen enden.

Verizon Communications erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Gewinn von 1,88 Milliarden Dollar bzw. 66 Cents je Aktie. Im Vorjahr wurden 1,68 Milliarden Dollar bzw. 58 Cents je Aktie verdient. Abzüglich von Sonderposten wurden in der abgelaufenen Periode 67 Cents je Aktie verdient. Analysten rechneten mit einem Gewinn von 65 Cents.

Kraft Foods erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Gewinn von 732 Millionen Dollar bzw. 48 Cents je Aktie. Im Vorjahr verdiente Kraft Foods 707 Millionen Dollar bzw. 44 Cents je Aktie. Bereinigt wurden nach 50 Cents im Vorjahr 58 Cents je Aktie verdient. Der Umsatz stieg um 21,4 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar. Analysten rechneten mit 50 Cents je Aktie bzw. 10,7 Milliarden Dollar.

Quelle; © BörseGo AG 2008

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Grünes Licht für Rettungsgesetz

28.07.2008 - 15:35

Washington – Der US-Senat hat mit deutlicher Mehrheit für das von US-Finanzminister Henry Paulson ausgearbeitete Rettungspaket für die staatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac gestimmt. Das Hilfspaket für die beiden angeschlagenen Hypothekenfinanzierer beinhaltet eine Anhebung des staatlichen Kreditrahmens für Fannie Mae und Freddie Mac, die Möglichkeit für die US-Regierung, im Notfall zur Stärkung der Kapitalbasis Anteile der beiden Unternehmen zu kaufen und last but not least den Zugang zum Discount Window der Fed. Zusätzlich sieht das Maßnahmenpaket Steuererleichterungen für Hauseigentümer und Finanzierungshilfen für hunderttausende in Zahlungsschwierigkeiten geratene Hausbesitzer vor. Sowohl US-Finanzminister Henry Paulson wie auch der Vorsitzende des Bankenausschusses im Senat, Christopher Dodd, bezeichnen das Gesetz als Meilenstein in der Bewältigung der Immobilienkrise.

Quelle; © BörseGo AG 2008

- gut möglich dass Amerika jetzt nur Anlauf holt und Heute noch GRUEN schliesst, schaun mer mal 8)

.

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US-BIP-Wachstumsprognose reduziert

28.07.2008 - 20:30

Washington – Das Weiße Haus reduziert seine Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) infolge der andauernden Finanz- und Immobilienkrise für das aktuelle Jahr 2008 von 2,7 Prozent auf 1,6 Prozent. Für das kommende Jahr 2009 korrigiert das Weiße Haus seine Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von ursprünglich 3,0 Prozent auf 2,2 Prozent.

Quelle; BörseGo AG 2008

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Dienstag: Termine, Wirtschaftsdaten, Quartalszahlen

28.07.2008 - 23:40

Wirtschaftsdaten

00:00

DE: Verbraucherpreise (vorläufig) Juli (Konsens Bloomberg: +0,4% mom, +3,1% yoy - zuletzt: +0,3% mom, +3,3% mom)

01:30

JP: Haushaltsausgaben Juni (Konsens Bloomberg: -2,8% yoy - zuletzt: -3,2% yoy)

01:30

JP: Arbeitslosenquote Juni (Konsens Bloomberg: 4,0% - zuletzt: 4,0%)

01:50

JP: Einzelhandelsumsatz Juni (Konsens Bloomberg: -0,6% mom, -0,2% yoy - zuletzt: -0,1% mom, +0,3% yoy)

13:45

US ICSC Einzelhandelsstatistik

14:55

US Instinet Redbook Einzelhandelsstatistik

15:00

US: Case-Shiller-Hauspreisindex Mai (Konsens Bloomberg: -16,0% yoy - zuletzt: -15,3% yoy)

15:00

EZB Wochenausweis Fremwährungsreserven

16:00

US: Verbrauchervertrauen Conf. Board Juli (Konsens Bloomberg: 50,0 - zuletzt: 50,4)

19:00

US Auktion 4-wöchiger Bills

Rohstoffe

17:00

USDA Weather – Crop Summary

Sonstige Veranstaltungen / Reden

/

Quartalszahlen USA

Actel 0.08

Advent Software 0.1

AGCO 0.97

Alcatel-Lucent 0.02

BP plc 2.69

Cardiac Science 0.09

Colgate-Palmolive 0.94

CommScope 0.87

Electronic Arts -0.32

FMC Corporation 1.18

Hutchinson Technology, Inc. -0.35

Idenix Pharmaceuticals, Inc. -0.35

Lam Research 0.4

RadiSys Corporation 0.06

RF Micro Devices, Inc. 0.01

Semiconductor Manufacturing International Corp. (SMIC) -0.17

Teva Pharmaceutical 0.64

Ultimate Software 0.13

United States Steel Corp. 3.91

Valero Energy Corp. 1.33

Viacom 0.58

Quartalszahlen Europa

MorphoSys AG

Villeroy & Boch AG

IDS Scheer AG

SAP AG

DAB bank AG

Pfeiffer Vacuum AG

Symrise AG

PSI AG

Clariant AG

BP p.l.c.

KRONES AG

Hauptversammlungen

Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG

Südzucker AG

Sonstige Unternehmenstermin

Quelle; BörseGo AG 2008

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Wall Street: Dow fällt in Bärenmarkt-Territorium zurück

29.07.2008 - 01:32

New York – Zum Wochenauftakt hat die Bullen an der Wall Street der Mut verlassen, die alten Sorgen beherrschen erneut das Marktgeschehen. Im Blickpunkt der Anleger stand wieder einmal der Finanzsektor. Die Finanz-und Kreditkrise hat zwei weiteren US-Regionalbanken den Gar ausgemacht. Laut dem staatlichen Einlagensicherungsfonds FDIC wurden durch Behörden die First National Bank of Nevada und die First Heritage Bank NA of California geschlossen. Die beiden Institute wurden an die Mutual Omaha Bank verkauft. Damit gingen im bisherigen Jahresverlauf im Zuge der Hypotheken-und Kreditkrise bereits sieben US-Banken pleite. Vor rund zwei Wochen wurde der größte unabhängige börsennotierte Baufinanzierer IndyMac unter staatliche Kontrolle gestellt, nachdem das Institut in massive Liquiditätsprobleme geraten ist.

Zusätzlich gab es einige negative Analystenkommentare zu US-Finanzinstituten. Analyst Guy Moszkowski vom Investmenthaus Merrill Lynch prognostiziert für die viertgrößte US-Investmentbank Lehman Brothers für das dritte Quartal infolge von schlecht besicherten US-Immobilienkrediten weitere Abschreibungen in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar und reduziert seine Ertragsprognose für das dritte Quartal von einem Gewinn von 0,37 Dollar pro Aktie auf einen Verlust von 1,59 Dollar pro Aktie. Der Finanzexperte stuft die Aktie weiter mit Neutral Rating ein und korrigiert sein Kursziel von 28 Dollar auf 25 Dollar nach unten. Die Aktie von Lehman Brothers bricht um 10,44 Prozent auf 15,27 Dollar ein.

Kollege Christopher Mutascio vom Investmenthaus Stifel, Nicolaus & Co. reduziert seine Ertragsprognose für den zweitgrößten US-Finanzkonzern Bank of America für das aktuelle Geschäftsjahr 2008 von 2,72 Dollar auf 2,40 Dollar pro Aktie. Der Finanzexperte rechnet mit einer weiteren Verschlechterung im Bereich der Konsumentenkredite. Der Finanzexperte hält an seinem Hold Rating für die Aktie fest. Die Aktie verliert 5,14 Prozent auf 28,06 Dollar.

Die Freude über das abgesegnete Rettungsgesetz war nur non kurzer Dauer.Der US-Senat hat mit deutlicher Mehrheit für das von US-Finanzminister Henry Paulson ausgearbeitete Rettungspaket für die staatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac gestimmt. Das Hilfspaket für die beiden angeschlagenen Hypothekenfinanzierer beinhaltet eine Anhebung des staatlichen Kreditrahmens für Fannie Mae und Freddie Mac, die Möglichkeit für die US-Regierung, im Notfall zur Stärkung der Kapitalbasis Anteile der beiden Unternehmen zu kaufen und last but not least den Zugang zum Discount Window der Fed. Zusätzlich sieht das Maßnahmenpaket Steuererleichterungen für Hauseigentümer und Finanzierungshilfen für hunderttausende in Zahlungsschwierigkeiten geratene Hausbesitzer vor. Sowohl US-Finanzminister Henry Paulson wie auch der Vorsitzende des Bankenausschusses im Senat, Christopher Dodd, bezeichnen das Gesetz als Meilenstein in der Bewältigung der Immobilienkrise. Die Aktie von Fannie Mae verliert 10,74 Prozent auf 10,31 Dollar, das Papier von Freddie Mac verbilligt sich um 6,65 Prozent auf 7,72 Dollar.

Mahnende Worte von angesehenen Finanzadressen drückten zusätzlich auf die Stimmung der Börsianer. Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestätigen ihre Prognose, dass sich der Gesamtschaden aus den Turbulenzen an den Finanzmärkten auf etwa eine Billionen Dollar belaufen wird. Die Befürchtung der IWF-Experten, dass das Finanzsystem zusätzlich durch eine deutlich abkühlende Konjunktur belastet wird, ist eingetreten. Auch am Häusermarkt ist laut den Experten noch keine Bodenbildung in Sicht. Nach Einschätzung des US-Notenbankgouverneurs Frederic Mishkin werden die negativen Folgen der Finanzkrise und der hohen Energiepreise die US-Konjunktur die nächsten drei Jahre oder sogar darüberhinaus beeinträchtigen. Laut Mishkin könnten im Jahr 2010 die Inflationsraten unter die von der US-Notenbank Fed in Aussicht gestellten 1,8 bis 2,0 Prozent rutschen, falls die Schwächephase der US-Konjunktur bis in das Jahr 2010 anhält. Gemäß dem Notenbankgouverneur gefährdet der durch die rasant angestiegenen Rohstoffpreise erzeugte Inflationsdruck die Preisstabilität. Das Weiße Haus rechnet aufgrund der Abkühlung der US-Konjunktur für das kommende Jahr 2009 mit einem Rekord-Haushaltsdefizit von 482 Milliarden Dollar. Das Haushaltsdefizit in diesem Jahr beziffert das Weiße Haus auf 389 Milliarden Dollar. Das bis zum heutigen Zeitpunkt höchste erwirtschaftete Budgetdefizit in Höhe von 413 Milliarden Dollar resultiert aus dem Jahr 2004. Bei Amtsantritt im Jahre 2001 übernahm Präsident George W. Bush einen Haushaltsüberschuss in Höhe von 128 Milliarden Dollar.

Der Sieger des Tages ist die Aktie von Amgen mit einem Plus von 12,17 Prozent auf 60,48 Dollar. Das Osteoporose-Medikament „Denosumab“ des weltgrößten Biotechnologiekonzerns zeigt positive Studienergebnisse. Der US-Telekommunikationsriese Verizon übertrifft im zweiten Quartal dank eines florierenden Mobilfunkgeschäfts die Gewinnerwartungen von Wall Street. Wehmutstropfen bleibt das schwächelnde Festnetzgeschäft, die Aktie verliert 2,47 Prozent auf 33,60 Dollar. Der Nahrungsmittelhersteller Kraft Foods steigert gegenüber dem Vorjahr seinen Gewinn um 16 Prozent und schlägt die Konsensschätzungen der Analysten für das zweite Quartal deutlich. Dem Unternehmen gelang es, die erhöhten Rohstoffpreise an den Kunden weiterzugeben. Die Aktie gewinnt 4,94 Prozent auf 30,83 Dollar. Weniger erfolgreich lief das zweite Quartal für den weltgrößten Fleischproduzent Tyson Foods. Laut Unternehmensangaben sind die Getreidekosten für das Hühnergeschäft im abgelaufenen Quartal um 140 Millionen Dollar gestiegen. Im Gesamtjahr dürfte sich die entsprechende Kostenbelastung auf 550 Millionen Dollar erstrecken. Der Gewinn bricht gegenüber dem Vorjahr um 90 Prozent ein, die Aktie stürzt um 7,02 Prozent auf 15,09 Dollar ab.

Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt an der New Yorker Terminbörse Nymex um 1,32 Dollar auf einen Schlusstand von 124,56 Dollar. Händler führen den Preisanstieg des schwarzen Goldes auf Rebellenattacken in Nigeria auf zwei Pipelines von Royal Dutch Shell zurück. Der Preis für die Feinunze Gold steigt um 1,00 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 927,80 Dollar. Händler begründen den Kursanstieg des Edelmetalls mit der erneuten Dollarschwäche und dem Anziehen des Ölpreises.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendet den Handel mit einem Minus von 2,11 Prozent auf 11131 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verliert 1,86 Prozent auf 1234 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt um 2,00 Prozent auf 2264 Punkte nach. Sieger im Dow ist die Aktie von Alcoa mit einem Plus von 2,67 Prozent auf 32,66 Dollar. Bei den Techs überzeugt Level 3 Communications mit einem Plus von 4,48 Prozent auf 3,26 Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten 1,17 Milliarden Aktien den Besitzer. 857 Werte legten zu, 2289 gaben nach. An der Nasdaq gab es bei Umsätzen von 1,96 Milliarden Aktien 690 Gewinner und 2126 Verlierer.

Chinesisches Internetportal mit Gewinnsprung

Das in den USA gelistete chinesische Internetportal Sohu.com übertrifft im zweiten Quartal mit einem Gewinn von 0,92 Dollar pro Aktie die Erwartungen von Wall Street um 25 Cents. Der Umsatz klettert gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 161,6 Prozent auf 102 Millionen Dollar, was ebenfalls über den Konsensschätzungen der Analysten liegt. Für das dritte Quartal erhöht das Management seine Gewinnprognose von 0,71 Dollar auf 1,00 bis 1,05 Dollar pro Aktie und seine Umsatzschätzung von 106,75 Millionen auf 112,0 bis 116,0 Millionen Dollar. Die kräftigen Ergebnissteigerungen basieren auf starken Werbeeinnahmen und der Nachfrage nach Online-Spielen im Vorfeld der olympischen Sommerspiele in Peking. Die Aktie verliert 5,08 Prozent auf 78,61 Dollar.

Apple: Kursziel erhöht

Analyst Matthew Kather vom Investmenthaus W.R. Hambrecht erhöht sein Kursziel für die Aktie des Computer-und Unterhaltungselektronikherstellers Apple von 238 Dollar auf 257 Dollar. Trotz des getrübten Konsumklimas geht der Finanzexperte davon aus, dass die Aktie aufgrund der hohen Nachfrage nach Mac-Computern und iPhones den Technologiemarkt outperformen wird. Analyst Matthew Kather rechnet damit, dass das Multifunktionshandy iPhone der Wachstumsgarant für das kommende Jahr 2009 sein wird. Die Aktie verliert 4,76 Prozent auf 154,40 Dollar.

Kohlberg Kravis Roberts plant Börsengang

Die US-Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) plant einen Börsengang. Dies teilte KKR am Sonntagabend mit. Hiefür will der Konzern mit seiner Tochtergesellschaft KKR Private Equity Investors fusionieren. KKR Private Equity ist seit zwei Jahren an der Euronext in Amsterdam gelistet. KKR will an der New York Stock Exchange emittieren. Das IPO-Volumen liege voraussichtlich zwischen 12 und 15 Milliarden Dollar.Die im Jahr 1976 gegründete Beteiligungsgesellschaft verfügt eigenen Angaben zufolge über einen Vermögenswert von 410 Milliarden Dollar.

Weltgrößter Autobauer senkt Prognose

Der weltgrößte Autobauer Toyota Motor Corporation reduziert für das Jahr 2008 seine globale Absatzprognose von 9,85 Millionen auf 9,50 Millionen Fahrzeuge. Im vergangenen Jahr hat Toyota weltweit insgesamt 9,37 Millionen Fahrzeuge verkauft. Das Unternehmen macht das schwache Konjunkturumfeld in den USA und die hohen Energie- und Materialkosten für die gesenkte Prognose verantwortlich. Laut dem Management blieben die Verkaufszahlen in Japan und Westeuropa ebenfalls hinter den Erwartungen zurück, aufgrund der hohen Nachfrage aus China und dem Mittleren Osten bleibt das Unternehmen jedoch auf Wachstumskurs. Die Aktie verliert 3,57 Prozent auf 88,54 Dollar.

Analyst bullisch für Priceline.com

Analyst Jake Fuller vom Investmenthaus Thomas Weisel Partners erhöht sein Rating für die Aktie des Onlinereisebüros Priceline.com von Market Weight auf Overweight. Der Finanzexperte, der für die Aktie ein Kursziel von 145 Dollar ausgibt, erhöht seine Gewinnprognose für das zweite Quartal von 1,39 Dollar auf 1,50 Dollar pro Aktie, was zugleich über den Konsensschätzungen der Analysten von 1,40 Dollar pro Aktie liegt. Laut Analyst Jake Fuller gewinnt das Unternehmen im heimischen US-Markt immer mehr Marktanteile und hat bereits die Spitzenpositionen bei Online-Reservierungen für Hotels in Europa erobert. Die Aktie gewinnt 5,94 Prozent auf 106,50 Dollar.

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Dann kommt heute noch das Verbrauchervertrauen von USA um 16.00Uhr. Das wird dann sicher besser als erwartet ausfallen. Ich verkaufe nichts. 8)

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US-Verbrauchervertrauen auf 16-Jahrestief erwartet

29.07.2008 - 08:52

New York - Für den heute um 16.00 Uhr MEZ zur Veröffentlichung anstehenden US-Konjunkturindikator zu dem von Conference Board ermittelten Verbrauchervertrauen zu Juli sieht der von Bloomberg erhobene Konsens einen Rückgang von 50,4 Punkten im Juni auf 50,1 Punkte vor. Dies entspreche dem tiefsten Stand seit Februar 1992.

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Regierungs-Kredite für US-Autohersteller?

29.07.2008 - 08:53

Washington, D.C. - Die politische Unterstützung für einen Gesetzesentwurf, der Kredite von bis zu 25 Milliarden Dollar für Automobilhersteller in den USA vorsieht, wächst. 71 Mitglieder des US-Repräsentantenhauses stützten gestern das so genannte “Advanced Technology Vehicles Manufacturing Incentive Program”, das den Autoherstellern helfen soll, spritsparende Fahrzeuge zu bauen. Der Benzinverbrauch soll auf rund 6,5 Liter auf 100 Kilometer gesenkt werden – bis 2020. Der enorme Kostenaufwand, den Hersteller wie General Motors, Ford und Chrysler nur schwer stemmen können, soll durch günstige Kredite der Regierung unterstützt werden.

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Anfangen wird es aber gut über dem Teich:

AKTIEN NEW YORK/Ausblick: Freundlich - Gut ausgefallene Quartalsberichte

29.07 14:46

NEW YORK (AWP International) - Die New Yorker Börsen dürften am Dienstag zu einer leichten Erholungsbewegung ansetzen und freundlich in den Handel starten. Börsianern zufolge sollten nach der angekündigten Kapitalerhöhung von Merrill Lynch vor allem gut ausgefallene Quartalsberichte die Marktteilnehmer positiv stimmen. So hat neben US Steel zum Beispiel der Konsumgüterkonzern Colgate-Palmolive im zweiten Quartal mehr umgesetzt und verdient als von Analysten erwartet. Im Handelsverlauf stehen ausserdem Daten zum Verbrauchervertrauen auf dem Plan.

Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones gewann gegen 14.40 Uhr 0,27 Prozent auf 11.166 Punkte. Der Dow Jones hatte am Montag 2,11 Prozent auf 11.131,08 Punkte verloren. Der Future auf den NASDAQ-100-Index stieg um 0,32 Prozent auf 1.819,50 Zähler. Am Vortag war der Technologie-Index mit einem Minus von 2,36 Prozent auf 1.802,99 Punkte aus dem Handel gegangen.

Bankenwerte dürften nach dem jüngsten Befreiungsschlag von Merrill Lynch in Bewegung geraten. Die angeschlagene US-Investmentbank plant neben dem Notverkauf eines grossen Teils problematischer Wertpapiere eine Kapitalerhöhung über 8,5 Milliarden Dollar, um sich aus der Krise zu retten. Die Aktien legten im vorbörslichen US-Handel dennoch zu. Analysten der Citigroup lobten, dass Merrill Lynch nun "entschieden reinen Tisch mache" und seinen Fokus wieder zurück auf die Gewinne lenke. Sie bestätigten die Titel mit "Buy" und senkten das Kursziel von 65 auf 54 Dollar.

US Steel legten vorbörslich bereits deutlich zu. Der grösste amerikanische Stahlkonzern hat die Gewinn- und Umsatzerwartungen mit seinem Quartalsbericht deutlich übertroffen. Auch die Zahlen von Colgate Palmolive wurden vorbörslich positiv aufgenommen. Der Konsumgüterkonzern hat mit einem Gewinn je Aktie von 0,98 Dollar im zweiten Quartal die Analystenschätzungen übertroffen. Auch die Umsätze lagen deutlich über den Erwartungen. Die Aktien von Northrop Grumman Corp. bewegten sich vorbörslich kaum. Der Rüstungskonzern hatte mit seinem Quartalsgewinn genau im Rahmen der Analystenschätzungen gelegen.

An der NASDAQ dürften Amgen von ihrem am Vorabend vorgelegten Quartalsbericht profitierten. Der weltgrösste Biotechnologiekonzern hat ausserdem seine Jahresprognosen angehoben. Die Aktien zogen im vorbörslichen Handel kräftig an. Zudem hob die Citigroup nach den Zahlen und positiven Studiendaten zum Osteoporose-Kandidaten Denosumab ihr Votum für die Aktien von "Hold" auf "Buy" und das Kursziel von 50 auf 75 Dollar.

Electronics Arts berichtet erst nach Börsenschluss über den Geschäftsverlauf im vergangenen Quartal. Bei dem Produzenten von Computer- und Videospielen rechnen die Analysten saisonal bedingt mit einem Verlust./FX/stb/gr/gl

(Quelle: AWP)

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Eilmeldung: US-Verbrauchervertrauen über Erwartungen

29.07.2008 - 16:01

New York - In den USA ist das vom Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauen für den Monat Juli auf 51,9 Punkte gestiegen. Volkswirte erwarteten für den Monat Juli einen Rückgang vom Juni-Niveau von 50,4 Punkten auf 50,1 Zähler.

Quelle; © BörseGo AG 2008

- was doch so ein paar Pünktchen ausmachen, hoffentlich hat sich die

Schreibkraft nicht verschrieben, na ja, das kann ja dann Ende Monat wieder korrigiert werden :roll: Wink :idea: 8)

- jedenfalls schöne Erholung momentan 8)

.

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LolBiggrin 8)

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Citigroup vor Milliarden-Abschreibungen

29.07.2008 - 16:20

New York – Analyst Mike Mayo von der Deutschen Bank erwartet für den US-Bankenriesen Citigroup für das dritte Quartal Abschreibungen auf Collateralised Debt Obligations (CDOs) in Höhe von acht Milliarden Dollar. CDOs sind strukturierte Wertpapiere, die mit Hypothekenkrediten unterlegt sind. Aktuell stehen in den Büchern der US-Bank Schuldverschreibungen in Höhe von 22,5 Milliarden Dollar. Aufgrund der zu erwartenden milliardenschweren Abschreibungen reduziert der Finanzexperte seine Ertragsprognose für das dritte Quartal von einem Gewinn von 0,41 Dollar pro Aktie auf einen Verlust von 0,59 Dollar pro Aktie. Für das Geschäftsjahr 2008 senkt Analyst Mike Mayo, der die Aktie weiter mit Hold Rating einstuft, seine Prognose von einem Verlust von 0,66 Dollar pro Aktie auf einen Fehlbetrag von 0,80 Dollar pro Aktie. Der Analyst hält es für möglich, dass das US-Finanzinstitut in naher Zukunft eine Kapitalerhöhung beschließt.

Die Aktie verliert aktuell 0,71 Prozent auf 17,30 Dollar.

Quelle; BörseGo AG 2008

So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.

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Wall Street: Wechselbad der Gefühle

30.07.2008 - 02:13

New York – Freud und Leid liegen ja bekanntlich eng zusammen. Wurde gestern das Bild an den US-Märkten von Börsianern mit hängenden Köpfen geprägt, herrscht heute schon wieder regelrechte Jubelstimmung. Ein auf ein 12-Wochentief fallender Ölpreis und ein über den Erwartungen der Volkswirte ausgefallenes US-Verbrauchervertrauen ließen die Verluste von gestern schnell vergessen. „Der Markt ist absolut nachrichtenbezogen“, so Analyst Alan Gayle vom Investmenthaus RidgeWorth Capital Management. Seiner Einschätzung nach wird die momentane Volatilität an den US-Märkten solange anhalten, bis der Ölpreis eine klare Richtung nach unten einschlägt und die US-Banken den Großteil ihrer Verluste hinter sich gelassen haben.

Nach einem Verlust von 12 Prozent in den letzen drei Handelstagen glänzte der Finanzsektor heute mit einem Gewinn von 7,5 Prozent. Maßgeblichen Anteil an der Rallye der Finanztitel hatte die Aktie von Merrill Lynch mit einem Kursgewinn von 7,89 Prozent auf 26,25 Dollar. Die von der Kreditkrise hart getroffene Investmentbank gibt zwecks Kapitalbeschaffung den Verkauf von neuen Stammaktien im Wert von insgesamt 8,5 Milliarden Dollar bekannt. Der Preis für die Papiere ist auf 22,50 Dollar festgelegt worden. Mit der in Singapur ansässigen Investmentgesellschaft Temasek Holdings erfolgte eine Einigung zur Übertragung von 3,4 Milliarden neuen Aktien. Die US-Investmentbank teilt zusätzlich für das dritte Quartal einen weiteren Abschreibungsbedarf in Höhe von 5,7 Milliarden Dollar mit. Die Wertberichtigungen resultieren aus dem Verkauf von Schuldverschreibungen, deren Wert sich ursprünglich auf 30,6 Milliarden Dollar erstreckte. Gegen Ende des zweiten Quartals wurden die Schuldverschreibungen mit 11,1 Milliarden Dollar bilanziert. Nun wurden diese für 6,7 Milliarden Dollar an eine Tochter von Lone Star abgestoßen. Dadurch reduzierte sich das Engagement in diesem risikoreichen CDO-Bereich von 19,9 auf 8,8 Milliarden Dollar. Viele Marktteilnehmer deuten den Verkauf der minderwertigen Schuldpapiere als den richtigen Weg, sich aus den Schlingen der Kreditkrise zu befreien.

Analyst Mike Mayo von der Deutschen Bank hält es für wahrscheinlich, dass auch der US-Bankenriese Citigroup kurz vor einer Kapitalerhöhung stehen könnte. Der Finanzexperte erwartet für das US-Finanzinstitut für das dritte Quartal weitere Abschreibungen auf Collateralised Debt Obligations (CDOs) in Höhe von acht Milliarden Dollar. CDOs sind strukturierte Wertpapiere, die mit Hypothekenkrediten unterlegt sind. Aktuell stehen in den Büchern der US-Bank Schuldverschreibungen in Höhe von 22,5 Milliarden Dollar. Aufgrund der zu erwartenden milliardenschweren Abschreibungen reduziert der Finanzexperte seine Ertragsprognose für das dritte Quartal von einem Gewinn von 0,41 Dollar pro Aktie auf einen Verlust von 0,59 Dollar pro Aktie. Die Aktie der Citigroup gewinnt 5,85 Prozent auf 18,45 Dollar.

Positive News gibt es auch von der Earnings-Front. Der Biotechriese Amgen übertrifft im zweiten Quartal die Gewinn- und Umsatzprognosen der Analysten deutlich und erhöht für das aktuelle Geschäftsjahr seine Ertrags- und Umsatzschätzung. Die Analysten der Citigroup empfehlen die Aktie daraufhin zum Kauf und hieven ihr Kursziel von 50 Dollar auf 75 Dollar. Das gleiche Kursziel geben übrigens die Kollegen von Lehman Brothers für die Biotech-Schmiede aus. Die Aktie gewinnt 2,98 Prozent auf 62,28 Dollar. Einen deutlichen Kurssprung mit 14,06 Prozent auf 166,76 Dollar gab es auch für die Aktie des Stahlkonzerns United States Steel Corporation. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal seinen Gewinn im Jahresvergleich mehr als verdoppelt und damit die Markterwartungen deutlich übertroffen. Für das aktuelle dritte Quartal stellt das Management weiteres Gewinnwachstum und steigende Stahlpreise in Aussicht. Der Konsumgüterhersteller Colgate-Palmolive überzeugte ebenfalls mit guten Zahlen und erfreute die Aktionäre mit einem Kursplus von 8,15 Prozent auf 74,15 Dollar. Laut Angaben des Unternehmens trugen Preissteigerungen zum Ausgleich von gestiegenen Kostenbelastungen bei. Für das Geschäftsjahr 2009 prognostiziert das Management ein zweistelliges Gewinnwachstum.

Last but not least zu einem entscheidenden Kurskatalysator für die heutige Kursrallye. In den USA ist im Monat Juli das Verbrauchervertrauen mit 51,9 Punkten über den Erwartungen der Volkswirte von 50,1 Punkten ausgefallen. Besonders der zuletzt gesunkene Ölpreis dürfte die Stimmung der befragten Haushalte im Juli positiv beeinflusst haben. Allerdings ist es für eine Entwarnung deutlich zu früh. Der Index notiert immer noch in der Nähe des 16-Jahrestiefs und die Anzahl der Verbraucher, die die Jobsuche für schwierig halten, ist im Juli von 29,7 Prozent im Juni auf 30,3 Prozent weiter angewachsen. Auch die Immobilienpreise befinden sich immer noch im Abwärtsstrudel. In den USA sind die Hauspreise im Mai in 20 großen Städten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 15,8 Prozent gesunken. Dies geht aus dem von Standard & Poor`s veröffentlichten Case-Shiller-Hauspreis-Index hervor. Der Konsens sieht einen Rückgang von 16 Prozent vor. Im vorangegangenen Monat fielen die Hauspreise um 15,2 Prozent.

Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt an der New Yorker Terminbörse Nymex um 2,46 Dollar auf einen Schlusstand von 122,27 Dollar. Händler führen den Kursrückgang des schwarzen Goldes auf ein 12-Wochentief auf die Dollarstärke zurück. Seit dem Rekordstand von Juli hat der Ölpreis bereits um 17 Prozent korrigiert. Der Präsident der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), Chakib Kheli, rechnet langfristig im Falle eines steigenden Dollars und einer Entspannung der geopolitischen Unruheherde wie zum Beispiel im Iran oder Nigeria mit einem Ölpreis von 70 bis 80 Dollar. Der Preis für die Feinunze Gold fällt um 10,70 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 917,00 Dollar. Händler begründen den Preisrückgang des Edelmetalls mit der Dollarstärke und dem fallenden Ölpreis.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendet den Handel mit einem Plus von 2,39 Prozent auf 11397 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gewinnt 2,34 Prozent auf 1263 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legt um 2,45 Prozent auf 2319 Punkte zu. Sieger im Dow ist die Aktie von J.P Morgan Chase mit einem Plus von 8,20 Prozent auf 40,75 Dollar. Bei den Techs überzeugt Level 3 Communications mit einem Plus von 8,28 Prozent auf 3,53 Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten 1,40 Milliarden Aktien den Besitzer. 2461 Werte legten zu, 696 gaben nach. An der Nasdaq gab es bei Umsätzen von 2,31 Milliarden Aktien 1997 Gewinner und 837 Verlierer.

Analyst: 25 Prozent Kurspotential für Visa

Die Aktie des weltgrößten Kreditkartenunternehmens Visa wird vom Analyst Anurag Rana vom Investmenthaus Keybanc Capital Markets mit Kursziel 94 Dollar zum Kauf empfohlen. Der Finanzexperte ist davon überzeugt, dass das Unternehmen auch in einem schwachen Konjunkturumfeld jährliche Wachstumsraten in Höhe von 12 bis 15 Prozent erzielen wird. Dem Analysten zufolge eignet sich die Aktie für jeden Langfristanleger. Analyst Anurag Rana prognostiziert für das dritte Quartal einen Gewinn von 0,50 Dollar pro Aktie und für 2008 einen Gewinn von 2,05 Dollar pro Aktie, was jeweils 2 Cents über den aktuellen Konsensschätzungen der Analysten liegt. Die Aktie gewinnt 7,68 Prozent auf 75,97 Dollar.

Sirius Satellite und XM Satellite fusionieren

Die beiden Satellitenradiobetreiber Sirius Satellite Radio und XM Satellite Radio haben ihren geplanten Zusammenschluss zur Vervollständigung gebracht. Dies teilten beide Unternehmen am Dienstag mit.Der fusionierte Konzern wird an der Nasdaq mit dem Namen Sirius XM Radio Inc. unter dem Symbol "SIRI" gelistet sein.Die Aktionäre von XM erhalten für jeden ihrer Anteilsscheine 4,6 Sirius-Papiere.Der fusionierte Konzern rechnet aus dem Zusammenschluss für 2009 mit Kosten-Synergieeffekten von rund 400 Millionen Dollar und einem positiven Cash-Flow.

Micron: Analyst pessimistisch

Die Aktie des Halbleiterspezialisten Micron Technology wird von der Analystin Betsy Van Hees vom Investmenthaus Caris & Company von Buy auf Average abgestuft und das Kursziel von 8,50 Dollar auf 4,25 Dollar reduziert. Obwohl die Aktie aktuell fast auf einem neuen 15-Jahrestief notiert, rechnet die Finanzexpertin mit weiterem Abwärtspotential für das Papier. Als Hauptgründe für ihre pessimistische Einschätzung nennt die Analystin die unsichere Konjunkturlage und weitere Preissenkungen für die NAND-Flash Speicher infolge von hohen Lagerbeständen. Die Aktie gewinnt 2,18 Prozent auf 4,68 Dollar.

Neue Kursziele für chinesisches Internetportal

Das Investmenthaus RBC Capital wiederholt nach den Quartalszahlen des chinesischen Internetportals Sohu.com sein Outperform Rating für die Aktie und erhöht das Kursziel von 80 Dollar auf 91 Dollar. Die Kollegen der Deutschen Bank korrigieren ihr Kursziel von 78 Dollar auf 94 Dollar nach oben. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal mit einem Gewinn von 0,92 Dollar pro Aktie die Erwartungen von Wall Street um 25 Cents übertroffen. Laut dem Management basiert das erzielte Gewinnwachstum auf starken Werbeeinnahmen und der hohen Nachfrage nach Online-Spielen im Vorfeld der olympischen Sommerspiele in Peking. Für das dritte Quartal hat das Management seine Gewinnprognose von 0,71 Dollar auf 1,00 bis 1,05 Dollar pro Aktie und seine Umsatzschätzung von 106,75 Millionen auf 112,0 bis 116,0 Millionen Dollar erhöht. Die Aktie verliert 2,23 Prozent auf 76,86 Dollar.

US-Industriekonzern mit Kurssprung

Teleflex Incorporated, ein Unternehmen mit einer breit gefächerten Produktpalette in den Geschäftszweigen Luftfahrt, Automobil, Marine, Industrie und Medizin, übertrifft im zweiten Quartal mit einem Gewinn von 1,05 Dollar pro Aktie die Erwartungen von Wall Street um 13 Cents. Der Umsatz steigt gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 38,0 Prozent auf 624,1 Millionen Dollar, was gleichfalls über den Konsensschätzungen der Analysten von 607,5 Millionen Dollar liegt. CEO Jeffrey P. Black spricht von einem starken Umsatzwachstum in den internationalen Absatzmärkten und positiven Synergieeffekten aus der Übernahme von Arrow International. Für das Geschäftsjahr 2008 erhöht das Unternehmen seine Gewinnprognose von 3,77 Dollar auf 3,90 bis 4,00 Dollar pro Aktie. Die Aktie gewinnt 14,60 Prozent auf 62,96 Dollar.

Quelle; BörseGo AG 2008

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Mittwoch: Termine, Wirtschaftsdaten, Quartalszahlen

29.07.2008 - 23:40

Wirtschaftsdaten

01:50

JP: Industrieproduktion Juni (vorläufig) (Konsens Bloomberg: -1,6% mom, +0,6% yoy - zuletzt: +2,8% mom, +1,1% yoy)

11:00

EWU: Economic Sentiment Juli (Konsens Bloomberg: 93,5 - zuletzt: 94,9)

13:00

US MBA Hypothekenanträge Vorwoche

17:00

US Wöchentlicher Konsumklimaindex (ABC News und Washington Post)

Rohstoffe

16:30

US Öllagerbestände API und EIA

Sonstige Veranstaltungen / Reden

/

Quartalszahlen USA

Akamai Technologies Inc. 0.41

ArcelorMittal 2.81

Bayer

Digital River, Inc. 0.33

Gartner 0.23

Noble Energy, Inc. 2.11

NTT DoCoMo

O2 Micro 0.1

PDF Solutions 0.03

Prudential Financial, Inc. 1.85

Sequenom -0.15

Silicon Laboratories Inc. 0.41

Southwestern Energy 0.37

Starbucks 0.18

Symantec 0.35

Thomas Weisel Partners -0.15

THQ Inc -0.38

ViroPharma 0.26

Visa Inc. 0.48

Walt Disney 0.61

Quartalszahlen Europa

Deutsche Lufthansa AG

Fresenius SE

IVU Traffic Technologies AG

itelligence AG

Syzygy AG

Bayer AG

MAN AG

OnVista Group

Deutsche Postbank AG

SMARTRAC N.V.

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Siemens AG

syskoplan AG

Vossloh AG

EADS

Hauptversammlungen

/

Sonstige Unternehmenstermine

Deutsche Postbank AG - Analystenveranstaltung

Siemens AG - Analystenveranstaltung

SMARTRAC N.V. - Analystenveranstaltung

Fresenius SE - Analystenveranstaltung

Bayer AG - Analystenveranstaltung

Research-Themen in Publikationen

Quelle; BörseGo AG 2008

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Donnerstag: Termine, Wirtschaftsdaten, Quartalszahlen

30.07.2008 - 23:40

Wirtschaftsdaten

09:55

DE: Veränderung Arbeitslosenzahl Juli (Konsens Bloomberg: -20.000 - zuletzt: -38.000)

09:55

DE: Arbeitslosenquote Juli (Konsens Bloomberg: 7,8% - zuletzt: 7,8%)

11:00

EWU: Arbeitslosenquote Juni (Konsens Bloomberg: 7,2% - zuletzt: 7,2%)

11:00

EWU: Verbraucherpreise Juli (vorläufig) (Konsens Bloomberg: +4,2% yoy - zuletzt: +4,0% yoy)

14:30

US: Arbeitskostenindex Q2 (Konsens Bloomberg: +0,7% - zuletzt: +0,7%)

14:30

US: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche (Konsens Bloomberg: 380.000 - zuletzt: 406.000)

14:30

US: BIP Q2 (1. Veröffentlichung) (Konsens Bloomberg: +2,0% qoq - zuletzt: +1,0% qoq)

15:45

US: Einkaufsmanagerindex Chicago Juli (Konsens Bloomberg: 49,0 - zuletzt: 49,6)

17:00

US Wöchentliche Ankündigung 3- und 6-monatiger Bills

22:30

US Wochenausweis Geldmenge

Rohstoffe

16:30

EIA Erdgasbericht

Sonstige Veranstaltungen / Reden

/

Quartalszahlen USA

8x8, Inc. 0.01

Barrick Gold 0.56

CV Therapeutics -0.26

Dolby Laboratories, Inc. 0.3

drugstore.com -0.02

Eastman Kodak Company 0.16

Endo Pharmaceuticals 0.48

Expedia, Inc. 0.39

Extreme Networks 0.02

ExxonMobil Corporation 2.52

Forrester Research 0.34

France Telecom

InterMune Inc. -0.6

Kellogg Co. 0.81

KLA-Tencor 0.57

McAfee, Inc. 0.45

Motorola Inc. -0.03

Prudential PLC

Radiant Systems 0.2

RADVISION -0.11

RealNetworks -0.02

Repsol YPF 1.12

Sanofi-Aventis

TheStreet.com 0.08

Tyco International 0.67

United Therapeutics 0.58

ValueClick, Inc. 0.17

Quartalszahlen Europa

BASF SE

Gildemeister AG

RCM Beteiligungs AG

Catalis SE

Continental AG

Deutsche Post AG

S&T Syst. Integ. & Tech. Distr. AG

SGL CARBON AG

cdv Software Entertainment AG

emQtec AG

BETA Systems Software AG

Hawesko Holding AG

Mühlbauer Holding AG & Co. KGaA

Wacker Chemie AG

Delticom AG

telegate AG

Deutsche Börse AG

TAKKT AG

Princess Private Equity Holding Ltd.

Maternus-Kliniken AG

GEA Group AG

Deutsche Bank AG

EPCOS AG

BB MEDTECH AG

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

BB BIOTECH AG

PlasmaSelect AG

Hugo Boss AG

MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA

METRO AG

Hauptversammlungen

Silver Capital AG

Quelle; © BörseGo AG 2008

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Wall Street: Fortsetzung der Kursrallye trotz steigendem Öl

31.07.2008 - 01:43

New York – Trotz eines wieder anziehenden Ölpreises präsentieren sich die Börsianer an der Wall Street weiter in Kauflaune und verhelfen dem Dow zu einem beachtlichen Gewinn von 450 Punkten in nur zwei Tagen. Die positiven Impulse kamen heute von drei Institutionen mit jeweils drei Buchstaben: Fed, SEC und ADP. Die US-Notenbank Fed verlängert gemeinsam mit anderen Notenbanken den Zugang für Investmentbanken zum Diskontfenster bis zum Januar 2009, ursprünglich sollte die Liquiditätsversorgung Ende September auslaufen. Bei diesem im März dieses Jahres von der Fed eingeführten Refinanzierungsgeschäft haben sogenannte "Primary Dealers" wie Investmentbanken direkten Zugriff auf das Diskontfenster der Fed.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat eine in Kraft gesetzte zeitliche Regelung zur Beschränkung von Spekulationen auf fallende Notierungen hinsichtlich der beiden halbstaatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac sowie 17 Investmentbanken ausgeweitet. Das Verbot auf offene Short-Verkäufe werde nun bis 12. August verlängert. Die sogenannten Leerverkäufer wetten auf sinkende Notierungen, indem diese Aktien leihen, um sie danach abzustoßen. Wenn die Papiere gesunken sind erfolgen Käufe zu günstigeren Niveaus. Bei offenen Short-Spekulationen tätigen die Marktteilnehmer vor dem Verkauf keine Leihgeschäfte. Diese decken daher nach Verkäufen ihre Positionen unverzüglich ab. Die SEC fordert nun von Leerverkäufern vor Aktienverkäufen eine Übernahme der Papiere auf Basis einer Leihe. Gemäß SEC-Chairman Christopher Cox dient die Regelung als Hilfe zur Abwendung von Aktienmanipulationen. Dies vor allem dann, wenn Gerüchte oder falsche Informationen für eine beschleunigte Abwärtsbewegung der Papiere herangezogen werden. Die SEC hat die Restriktionen auf Short-Spekulationen am 15. Juli ins Leben gerufen, nachdem die Papiere von Fannie Mae und Freddie Mac einen bedrohlichen Rutsch nach unten vollzogen.

Laut der privaten Arbeitsagentur ADP sind in den USA im Juli von privaten Unternehmen 9.000 Jobs geschaffen worden. Die durchschnittlichen Erwartungen der Volkswirte sehen dagegen einen Rückgang von rund 70.000 Stellen vor, nachdem im Juni die Beschäftigung um 79.000 gesunken ist. Zuzüglich von geschätzten 20.000 neuen Stellen bei Behörden soll die Beschäftigung um 30.000 geklettert sein. Der ADP-Index weist für Juni einen revidierten Stellenrückgang von 77.000 aus.

Zu guter Letzt unterschreibt US-Präsident George Bush das von US-Finanzminister Henry Paulson ausgearbeitete Rettungsgesetz zu staatlichen Nothilfen für die beiden halbstaatlichen Hypothekenfinanzierungsriesen Fannie Mae und Freddie Mac. Das Gesetz verschafft zudem der staatlichen Wohnbehörde Federal Housing Administration die Ermächtigung zur Verbürgung von Hypotheken-Refinanzierungen im Umfang von bis zu 300 Milliarden Dollar sowie die Gewährung von Steuerkrediten an erstmalige Hauskäufer. Weiters wird durch das Gesetz regionalen Verwaltungen Geld zum Ankauf von zwangsvollstreckten Immobilien bereitgestellt. Die Aktie von Fannie Mae gewinnt 5,26 Prozent auf 12,21 Dollar, das Papier von Freddie Mac legt um 3,68 Prozent auf 8,73 Dollar zu.

Enttäuschende Quartalsberichte lieferten der Videospieleherstellers Electronic Arts und der Navigationsgerätehersteller Garmin. Die Aktie von Electronic Arts verliert 6,56 Prozent auf 44,29 Dollar, nachdem das Unternehmen im ersten Quartal mit einem Verlust von 0,42 Dollar und einem Umsatz von 609 Millionen Dollar die Erwartungen von Wall Street deutlich verfehlt. Der Hersteller von GPS-Geräten Garmin patzt nicht nur im zweiten Quartal, sondern reduziert auch seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2008. Das Unternehmen bekommt die Zurückhaltung der Konsumenten und eine immer größere Konkurrenz zu spüren, besonders der PND-Markt (Personal Navigation Devices) blieb hinter den Erwartungen zurück. Zusätzlich verschiebt das Unternehmen das für das vierte Quartal angekündigte Debüt seines Edelhandy’s mit dem Namen „nuvifone“ auf die erste Jahreshälfte des kommenden Jahres.

Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt an der New Yorker Terminbörse Nymex um 4,32 Dollar auf einen Schlusstand von 126,51 Dollar. Händler führen den Kursanstieg des schwarzen Goldes auf die Tatsache zurück, dass die Lagerbestände bei Benzin das erste Mal seit fünf Wochen wieder gefallen sind. Gemäß dem US-Energieministerium sind die US-Benzinlagerbestände in der letzten Woche um 3,5 Millionen Barrel gesunken, Experten sind von einem Anstieg von 2,05 Millionen Barrel ausgegangen. Der Preis für die Feinunze Gold fällt um 13,10 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 903,40 Dollar. Händler begründen den Preisrückgang des Edelmetalls auf ein 1-Monatstief mit der anhaltenden Stärke des US-Dollars.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendet den Handel mit einem Plus von 1,63 Prozent auf 11583 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gewinnt 1,67 Prozent auf 1284 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legt um 0,44 Prozent auf 2329 Punkte zu. Sieger im Dow ist die Aktie von Alcoa mit einem Plus von 4,43 Prozent auf 34,84 Dollar. Bei den Techs überzeugt Lam Research mit einem Plus von 8,00 Prozent auf 34,12 Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten 1,47 Milliarden Aktien den Besitzer. 2097 Werte legten zu, 1044 gaben nach. An der Nasdaq gab es bei Umsätzen von 2,27 Milliarden Aktien 1559 Gewinner und 1200 Verlierer.

Chip-Spezialist mit Gewinnsprung

Der Spezialist für hochleistungsfähigen Mixed-Signal-ICs, Silicon Laboratories, berichtet für das zweite Quartal einen Gewinn von 0,47 Dollar pro Aktie und schlägt damit die Konsensschätzungen der Analysten um 6 Cents. Der Umsatz klettert gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 38,4 Prozent auf 104,6 Millionen Dollar, was ebenfalls über den Erwartungen von Wall Street von 103,2 Millionen Dollar liegt. Für das dritte Quartal erhöht das Management seine Umsatzprognose von 107,57 Millionen auf 111 bis 115 Millionen Dollar. Das Management führt die positive Geschäftsentwicklung hauptsächlich auf die starke Nachfrage nach Mikrocontrollern in Embedded-Modems und VoIP-Telefonen zurück. Die Aktie gewinnt 3,22 Prozent auf 33,31 Dollar.

SPX Corporation überzeugt

Der globale Anbieter von Strömungstechnologie, Test- und Messystemen, thermischen Anlagen und Dienstleistungen, SPX Corporation, erhöht für das aktuelle Geschäftsjahr 2008 seine Gewinnprognose von 6,20 bis 6,40 Dollar auf 6,40 bis 6,60 Dollar pro Aktie, was einem Gewinnzuwachs von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die aktuellen Konsensschätzungen der Analysten für 2008 gehen von einem Gewinn von 6,41 Dollar pro Aktie aus. Das Unternehmen, das bereits zum zweiten Male in diesem Jahr seine Gewinnprognose nach oben korrigiert, begründet seine Neueinschätzung mit der ununterbrochen starken Nachfrage nach seinen Produkten. Die Aktie gewinnt 10,67 Prozent auf 133,52 Dollar.

Gewinne im S&P 500 sinken so stark wie seit 10 Jahren nicht mehr

Die Gewinne der Unternehmen des S&P 500 sind im abgelaufenen Quartal mit dem größten Tempo seit dem zweiten Quartal 1998 gesunken. Dies geht aus den von Bloomberg erhobenen Daten hervor. Nachdem die Gewinne das vierte Quartal in Folge schrumpften stellt sich die längste Abschwächungsphase seit dem Jahr 2002 ein, wo die US-Unternehmen eine achtmonatige Rezession hinter sich brachten. Im dritten und vierten Quartal 2001 sowie im vierten Quartal 2007 gingen die Gewinne um jeweils 23 Prozent zurück. Bislang legten 291 Unternehmen aus dem US-Leitindex ihre Quartalszahlen vor. Deren Gewinne brachen auf Jahressicht um durchschnittlich 24 Prozent ein. Im Vorfeld der Berichtssaison lagen die durchschnittlichen Analystenschätzungen bei einem Gewinnrückgang von 11 Prozent.

Stahlriese: Gewinn mehr als verdoppelt

Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal übertrifft im zweiten Quartal mit einem Gewinn von 4,19 Dollar pro Aktie die Erwartungen von Wall Street um 1,38 Dollar. Der Umsatz klettert gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 39 Prozent auf 37,84 Milliarden Dollar, was ebenfalls über den Konsensschätzungen der Analysten von 35,09 Milliarden Dollar liegt. ArcelorMittal ist Weltmarktführer in den Bereichen Automobilindustrie, Bauwesen, Haushaltsgeräte- und Verpackungsindustrie. Trotz hoher Preise für Energie und Eisenstein hat der Stahlkonzern im zweiten Quartal – begünstigt durch die steigenden Stahlpreise - seine Gewinne mehr als verdoppelt. Die besonders in Asien, Russland und im Mittleren Osten hohe Nachfrage nach Stahl konnte das schwächelnde US-Geschäft mehr als kompensieren. Die Aktie gewinnt 8,93 Prozent auf 91,50 Dollar.

Kauf-Empfehlungen für Chip-Aktie

Die Aktie des Zulieferers für die Halbleiterindustrie, Lam Research, führt heute nach positiven Analystenkommentaren die Gewinnerliste im Nasdaq 100-Index an. Das Investmenthaus Stifel Nicolaus wiederholt sein Buy Rating, reduziert jedoch das Kursziel von 53 Dollar auf 45 Dollar. Die Kollegen von UBS empfehlen das Papier ebenfalls zum Kauf, senken jedoch ihr Kursziel von 45 Dollar auf 40 Dollar. Das Unternehmen hat im gerade abgelaufenen vierten Quartal die Erwartungen von Wall Street deutlich übertroffen. Die Aktie gewinnt 8,00 Prozent auf 34,12 Dollar.

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Eilmeldung: Chicago Einkaufsmanagerindex besser als erwartet

31.07.2008 - 15:45

Chicago - Der Chicago Einkaufsmanagerindex stieg im Juli auf 50,8 (Juni: 49,6). Der Konsens rechnete mit einem Rückgang auf 49,0. Werte über 50 signalisieren Wachstum.

Quelle; © BörseGo AG 2008

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FED im Brennpunkt - Illliquidität- das Unbehagen der Börsen

ECONOMICS/US: Bauausgaben sinken im Juni wie erwartet

01.08 16:03

WASHINGTON (AWP International) - In den USA sind die Bauausgaben im Juni wie von Experten erwartet gesunken. Die Ausgaben seien im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten zuvor mit dieser Entwicklung gerechnet./FX/jkr/bf

(Quelle: AWP)

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Eilmeldung - Stelllenrückgang in USA geringer als erwartet

01.08.2008 - 14:31

In den USA gingen im Juli 51.000 Stellen verloren. Der von Bloomberg erhobene Konsens sieht den Verlust von 75.000 Stellen vor. Die Arbeitslosenrate ist von 5,5 auf 5,7 Prozent gestiegen. Hier sehen die Prognosen einen Anstieg auf 5,6 Prozent vor.

Quelle; BörseGo AG 2008

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Eilmeldung: US-Einkaufsmanager besser als erwartet

01.08.2008 - 16:01

Washington - Der US-Einkaufsmanager-Index, der die Industrieaktivität misst, fiel im Juli auf 50,0 (Juni: 50,2). Der Konsens stellte einen Rückgang um auf 49,0% in Aussicht.

Quelle; BoerseGo.de

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Konjunktur: US-Industrie kommt wieder zum Stillstand

01.08.2008 - 16:51

Washington - Die US-Industrie stagnierte im Juli. Das signalisiert der US-Einkaufsmanager-Index, der im Berichtsmonat genau auf 50,0-Marke landete. Werte darüber bedeuten Wachstum, darunter Schrumpfung. Das Ergebnis war ein Tick schlechter als im Vormonat (50,2), aber besser als erwartet (49,0). Nur 6 von 18 Industriebranchen expandierten im vergangenen Monat. Die Komponente für neue Aufträge fiel auf 45 (Juni: 49,6). Die Beschäftigungskomponente verbesserte sich dagegen auf 51,9 (Juni: 43,7).

Quelle: BörseGo AG 2008

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Pegasus
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Wall Street: Paternoster

02.08.2008 - 00:13

New York -

Die heutige Wall Street-Sitzung erinnerte an die Aufzüge, die früher in großen Bürogebäuden üblich waren - die Paternoster. Auf der einen Seite ging es hoch und auf der anderen wieder runter. In der Startphase zog der Ölpreis scharf an, zeitweise um 4,50 Dollar. Bloomberg führte den erneuten Preissprung beim Öl auf israelische Äußerungen zum Atomprogramm des Irans zurück. Wie gewohnt löste die Rallye eine paternosterartige Abwärtsbewegung bei den Aktienindizes aus. Der Rutsch ist leicht verständlich. Immerhin sind die konjunkturellen Folgen der Ölpreisexplosion, nämlich der massive Kaufkraftentzug bei den Verbrauchern und die wachsende Kostenbelastung der Unternehmen, inzwischen sattsam bekannt. Im Laufe des Nachmittags gab das Öl aber wieder das Gros seiner Tagesgewinne preis und schloss per Saldo mit einem Plus von rund 1 Dollar. Der wieder abbröckelnde Energiepreis löste dann wiederum die entsprechende Gegenbewegung der Aktienindizes aus.

Das Wechselspiel zwischen Öl und Aktien stellte die heutigen Konjunkturdaten und Unternehmensmeldungen in den Schatten. Die Meldungen folgten ohnehin dem in diesem Jahr gewohnten Muster: Sie fielen durchwachsen aus und boten daher sowohl Nahrung für Bullen und für Bären. Per Saldo lagen sie aber leicht über den Erwartungen.

Jobdaten mit Erleichterung aufgenommen

Die Futures, die vor Börsenstart noch leicht im Grün pendelten und der positive Börsenstart signalisieren, dass die um 8:30 Uhr US-Ostküstenzeit (14.30 MEZ) veröffentlichten Jobdaten jedenfalls mit Erleichterung aufgenommen wurden, immerhin fielen sie besser aus als befürchtet. Im Juli fiel die Zahl der Arbeitsplätze (außerhalb der Landwirtschaft) um 51.000. Erwartet wurde ein Rückgang um 75.000. Der Juni-Wert wurde auf minus 51.000 revidiert (vorher: 62.000). Allerdings stieg die Arbeitslosenrate auf 5,7% (Konsenserwartung: 5.6%, Juni: 5.5%).

Gemischt fielen auch die um 10.00 Uhr (16:00 Uhr MEZ) nachgeschobenen Konjunkturdaten aus: Der US-Einkaufsmanager-Index, der die Industrieaktivität misst, signalisiert, dass die Industrie im Juli stagnierte. Die Analysten hatten aber mit einem leichten Schrumpfen gerechnet. Die gleichzeitig gemeldeten US-Bauausgaben fielen im Juni um 0,4% (Mai: minus 0,4%). Der Konsens stellte nur einen Rückgang um 0,3% in Aussicht.

Die Tatsache, dass die Märkte heute unisono im Minus schlossen, ist wohl dem festsitzenden Pessimismus und dem leichten Ölpreisanstieg zu verdanken (plus 1,5% gegenüber Vorwoche). Per Saldo gab der Dow Jones Industrial Average 0,45% ab und schloss auf 11.362 Punkten, der - für den breiten US-Aktienmarkt repräsentative - S&P 500 verlor 0,56% auf 1.260 Punkte und der technologielastige Nasdaq Composite Index sank 0,63% auf 1.260 Punkte.

Vergleich zur Vorwoche

Dow minus 0,35%

S&P 500 plus 0,25%

Nasdaq: unverändert

Branchen im Vergleich zur Vorwoche:

Tops:

Papier +8.78%

Banken +6.36%

Investmentbanken +4.93%

Biotech +3.30%

Casinos +2.84%

Flops:

Kohle - 8,12%

Gold - 6,66%

Öltanker -3,82%

Netzwerkausrüster -2,68%

Versorger -2,04%

Dow Jones Average: Renaissance der Finanzwerte

Von den 30 Blue Chips schlossen gerade mal 10 im Plus. Der König des Dow war heute Coca Cola mit einem Tagesgewinn von 3,18% auf 53,14 Dollar. Der Getränkeriese gehörte bereits gestern zu dem exklusiven Kreis der Gewinner (gestern nur 4). Nachrichten gab es dafür weder heute noch gestern. Coca Cola wird aber auch bei schwacher Konjunktur getrunken, gilt also als defensive konservative Anlage. Allerdings kostet die Aktie heute rund 15% weniger als zum Jahresbeginn. Möglicherweise sehen jetzt einige Schnäppchenjäger die richtige Zeit gekommen.

Platz 2 belegte eine Aktie, die in den vergangenen Monaten zu den Parias der Wall Street zählte, nämlich American International Group, die heute 2,84% auf 26,79 Dollar. Bei der weltweit größten Versicherungsgruppe gab es ebenfalls keine erkennbaren Nachrichten. Anscheinend lud das sich allmählich aufhellende Gesamtbild bei den Finanzwerten zu Rückkäufen ein. Dazu zählte vermutlich auch die Eindeckung von Leerverkäufen. Deutliche Gewinne gab es daher auch bei der Bank of America (plus 1,31% auf 33,33 Dollar) und der Citigroup (plus 0,96% auf 18,87 Dollar)

Boeing schmuckelte sich mit einem Tagesgewinn von 1,47% auf 62,01 Dollar auch aufs Siegertreppchen. Gestern fiel das Papier wegen Streikgefahr noch 4,3% und damit auf ein 3-Jahres-Tief. Vielleicht wird das Risiko eines Arbeitskampfes heute gelassener gesehen.

Es gibt schon eine gewisse wenn auch traurige Tradition: General Motors war der Flop des Dows und tauchte heute 7,59% auf 10,23 Dollar. Die Detroiter schafften es noch schlechter abzuschneiden als befürchtet. Der Dinosaurier des Industriezeitalters erlitt im 2. Quartal einen Verlust in Höhe von 15,5 Milliarden Dollar. Außerdem war der US-Absatz des schrumpfende Autoriesen im Juli um 32,4% eingebrochen, noch schlimmer als erwartet (minus 24%).

Alcoa fiel 4,77% auf 32,14 Dollar. Der Aluminiumriese geriet in den Sog der fallenden Metallpreise. Die Meldung, dass sich die Industrieaktivität im bisherigen Boomland China verlangsamt, weckte die Furcht vor einer fallenden Nachfrage.

S&P 500: Verlust in Gewinn umgewandelt

Wie gewohnt gab es im breit aufgestellten S&P mehr Lichtblicke. Dazu zählte Ambac, die 50,40% auf 3,79 Dollar explodierte. Der Anleiheversicherer beendete einen Kontrakt, der sich auf hochspekulative Derivate bezieht. Dabei wurden dem Partner als Ausgleich 850 Millionen Dollar ausgezahlt. Da Ambac aber bereits eine ganze Milliarde Dollar auf dieses Geschäft abgeschrieben hatte, bleibt jetzt ein unerwarteter Gewinn von 150 Millionen Dollar. Die wundersame Verlustumwandlung lupfte auch die Kurse der Rivalen: MBIA sprang 29,34% auf 7,67 Dollar und MGIC Investment kletterte 10,16% auf 7,05 Dollar. Dort weckte der unverhoffte Ambac-Gewinn anscheinend ebenfalls Hoffnungen, dass zu viel Geld abgeschrieben wurde und daher versteckte Gewinne (stille Reserven) in den Büchern schlummern. In deren Sog sprintete Lehman Brothers 7,55% auf 18,65 Dollar und Morgan Stanley 4,13% auf 41,11 Dollar. Die mehr oder weniger angeschlagene Investmentbanken sind ebenfalls in den Dschungel der hochspekulativen Derivate verwickelt.

Wachovia Corp. gewann 9,90% auf 18,98 Dollar. Die Bankholding verkündete den Rücktritt ihres CFOs. Der Broker Sandler O'Neill & Partners bezeichnete den Weggang des für die Bilanzen des angeschlagenen Geldhauses verantwortlichen Managers als gute Nachricht.

Ingersoll-Rand avancierte 2,56% auf 36,92 Dollar. Der Maschinen- und Anlagenbauer (darunter auch Klimaanlagen) übertraf heute die Gewinnerwartungen und bestätigte seinen Ausblick. „Viele Investoren hatten mit einen gesenkten Ausblick gerechnet“, erklärte ein Analyst der Citigroup. International Paper verteuerte sich 2,89% auf 28,52 Dollar. Der Papierhersteller war bereis gestern um 14% gesprungen. Der Holzverarbeiter hatte - wie bereits gestern gemeldet - seinen Gewinn um 20% ausgeweitet. Dazu trugen höhere Preise für bedruckte Papiere und glänzende Geschäfte der Verpackungseinheit bei. Das schien auch den Rivalen Weyerhaeuser zu beflügeln, der 4,34% auf 55,78 Dollar gewann.

Allergische Reaktionen

Nyse Euronext rutschte dagegen 12,89% auf 41,15 Dollar. Der Börsenbetreiber steigerte zwar seinen Gewinn um 21%, verpasste aber die Erwartungen. Die CME Group tauchte 7,55% auf 332,94 Punkte. Die Futures-Börse meldete für den Juli einen Umsatzrückgang um 1%. Der Handel mit verzinslichen Anlagen sei scharf eingebrochen, hieß es.

Schering-Plough verlor 3,18% auf 20,41 Dollar. Der Pharmakonzern gehörte gestern noch zu den Topgewinnern. Tierversuche hatten gezeigt, dass eines seiner Präparate dabei hilft, Fett abzubauen. Heute gab es aber eine kalte Dusche. Die zuständige US-Behörde (Food and Drug Administration) verweigert jetzt einem Präparat des Pillenkonzerns überraschend die Genehmigung. Das Medikament, das die Erholung von der Narkose fördern soll, verursachte angeblich bei einigen Patienten allergische Reaktionen.

Cigna gab 3,81% auf 35,61 Dollar ab. Die Krankenkasse schlug zwar die Gewinn- und Umsatzerwartungen der Analysten, wie bei vielen Unternehmen enttäuschte aber der Ausblick. Continental Airlines litt unter dem teureren Öl und trudelte 5,03% auf 13,04 Dollar

Nasdaq: Risiken und Nebenwirkungen

Die Nasdaq, die sich gestern deutlich besser als Dow und S&P geschlagen hatten, wurde mit der heutigen Underperformance anscheinend etwas dem negativen Trend angepasst. Dazu trugen auch Enttäuschungen bei einigen Schwergewichten bei.

Biogen Idec plumpste 28,31% auf 50,01 Dollar. Der Biotechkonzern erinnerte ebenfalls an die Risiken und Nebenwirkungen mit denen die gesamte Pharmabranche kämpfen muss. Biogen beichtete Probleme mit seinem Medikament Tysabri, das gegen Multiple Sklerose eingesetzt wird. In zwei Anwendungsfällen sei eine selten Gehirnerkrankung festgestellt worden, hieß es.

Die Stimmung im Sektor Technologie litt vor allem unter den an der New York Exchange (also gar nicht an der Nasdaq) notierten Nortel Networks. Die Kanadier brachen 14,66% auf 6,52 Dollar ein. Der Netzwerkausrüster weitete seinen Verlust aus (von 7 Cents je Aktie im Vorjahr auf 23 Cents) und warnte, dass es noch schlimmer kommen könne. Das Unternehmensumfeld sei herausfordernd, hieß es. Auch ein weiteres Schwergewicht der Technologieszene geriet unter die Räder, nämlich Sun Microsystems, die 12,32% auf 9,32 Dollar einbrach. Der Server- und Softwarespezialist meldete schwache Quartalszahlen und verdrießte die Aktionäre obendrein noch mit einem enttäuschenden Ausblick. Goldman Sachs riet vom Kauf der Aktie ab.

CA Inc. taumelte 7,20% auf 22,29 Dollar. Der Softwarekonzern schlug zwar die Gewinnerwartungen um 5 Cents je Aktie , verpasste aber das Umsatzziel.

KLA-Tencor Corporation wurde 3,96% billiger und schloss auf 36,10 Dollar. Der Dienstleister für die Halbleiterindustrie zählt zur Riege der Unternehmen, die solide Quartalszahlen präsentierten, das Ganze aber durch einen schwachen Ausblick wieder verdarben. Der Broker RBC Capital Markets kürzte sein Kursziel von 39 Dollar auf 34 Dollar, blieb aber bei dem Urteil „Sector Perform“ (etwa: „Neutral“).

Apple sanken 1,44% auf 156,66 Dollar. Die Kalifornier litten darunter, dass heute die Schwergewichte der Technologie unisono abgegeben wurden. Das traf auch den Smartphone-Rivale Research in Motion. Der Hersteller des BlackBerry verlor 2,17% auf 120,15 Dollar.

Sicherheit zahlt sich aus

Dennoch gab es einige Lichtblicke. Dazu zählt Motorola. Der angeschlagene Handybauer ist - wie bereits gestern gemeldet - überraschend in die Gewinnzahlen zurück gekehrt. Heute reagieren die Analysten darauf. Der Broker Piper Jaffray befördert den Elektronikkonzern von „Verkaufen“ auf „ Neutral“ und der Broker Charter Equity wertet die Aktie von „Underperform“ auf „Market Perform“ auf. Ein weiterer Rückgang beim Handyabsatz sei zwar möglich, aber in nächster Zeit unwahrscheinlich, hieß es dort.

McAfee sprang sogar 13,37% auf 37,13 Dollar. Der Spezialist für Sicherheits-Software meldet gestern nach Börsenschluss je Aktie einen Gewinn von 0,52 Dollar. Das sind 7 Cents mehr als der von First Call ermittelte Konsens in Aussicht gestellt hatte. Die Umsätze stiegen gegenüber Vorjahr 26,0% auf 396,8 Millionen Dollar (Konsens: 369,1 Millionen Dollar).Der Ausblick wurde angehoben - Sicherheit zahlt sich eben aus.

RF Micro Devices avancierte 5,20% auf 3,44 Dollar. Der Spezialist für Funkchips wurde heute bei der UBS von „Neutral“ auf „Kaufen“ aufgewertet. Das Kursziel bleibt aber bei 4 Dollar. Der Konzern profitiere von einer Nachfrageverschiebung zu Produkten mit besseren Gewinnmargen, hieß es. RF Micro Devices gewinne als Lieferant Marktanteile bei den wachsenden Konzernen Samsun, LG und Sony Ericcson und verringere seine Abhängigkeit von der angeschlagenem Handybauer Motorola.

Internet: Tribut an den Pessimismus

Auch die an der Nasdaq gehandelten Flaggschiffe des Internets leisteten dem allgemeinen Pessimismus ihren Tribut. Yahoo bröckelte 0,45% auf 19,80 Dollar. Die heutige Hauptversammlung des Portalbetreibers, bei der Aufsichtsratsmitglieder unisono wiedergewählt wurden, ging anscheinend spurlos vorbei. Google verlor 1,24% auf 467,86 Dollar. Dort tragen die Anleger wohl immer noch das verpasste Gewinnziel vom 2. Quartal nach. Baidu.com, Chinas Marktführer bei den Suchmaschinen, zeigte sich solidarisch und verbilligte sich 0,82% auf 344,82 Dollar.

RealNetworks plumpste 8,15% auf 6,31 Dollar. Der Onlinedienstleister der Software zum Download von Musik und Videos anbietet und mit seinem Dienst Rhapsody gegen Apple iTunes konkurriert gab gestern einen schwachen Ausblick ab. Dafür wurde der Internet-Titel heute von Investoren und Analysten abgestraft. Der Broker Kaufman Brothers wertete RealNetworks von „Kaufen“ auf „Halten“ und kürzte das Kursziel von 9 Dollar auf 8 Dollar. Der Broker Pacific Growth Equities kappte von „Kaufen“ auf "Neutral". Die wirtschaftliche Abkühlung beeinträchtige die Werbe und Technologie-Einnahmen des Konzerns.

Akamai avancierte dagegen 0,69% auf 23,50 Dollar. Der Spezialist für die Übermittlung von Videos und anderen Inhalten im Internet war bereits gestern an der Wall Street wegen enttäuschende Umsatzzahlen und schwachem Ausblick abgestraft worden. Heute bekam der in Ungnade gefallene Internet-Dienstleister wieder Rückendeckung. Goldman Sachs wertete den nasdaq-Titel von „Verkaufen“ auf „Neutral“ auf. Das Kursziel bleibt bei 25 Dollar. Nach dem Kurssturz sei das Papier angemessen bewertet. Die Erwartungen seien jetzt nicht mehr überhöht. die Gewinnmargen könnten durch ein langsameres Umsatzwachstum verteidigt werden.

Der E-Commerce litt anscheinend unter dem teureren Öl. Amazon.com verlor 0,77% auf 75,75 Dollar und der Rivale Ebay gab 2,34% auf 24,58 Dollar ab.

Öl: Geopolitik verteuert Energie

Das Öl profitierte heute wieder von den Spannungen zwischen Israel und dem Iran, berichten MarketWatch und AP. Nach einem volatilen Tagesverlauf gewann der Crude-Kontrakt für September heute 1,02 Dollar auf 125,10 Dollar, das sind laut MarketWatch 1,5% mehr als in der Vorwoche. Das Tageshoch lag laut AP und Bloomberg bei 128,60.

Gold: Starker Dollar drückt Preis

Das Gold leistete heute dem starken Dollar Tribut, berichtet MarketWatch. Der Gold-Kontrakt für Dezember fiel heute 5,20 Dollar auf 917,50 Dollar, das sind 2,1% weniger als in der Vorwoche.

Ausblick:

Montag:

14:00 Uhr Einkommen und Ausgaben der privaten Haushalte (Verbraucher) vom Juni, 16:00 Uhr Auftragseingänge der Industrie ebenfalls vom Juni

Dienstag:

16:00 Uhr Einkaufsmanagerindex Diensleistungen vom Juli, 20:15 Zinsentscheid der Fed

Quartalszahlen: Blue Nile (Online-Juwelier), Cisco Systems (Netzwerkausrüster), MGM Mirage (Casinos), News Corporation (MySpace, Wall Street Journal), Priceline (Online-Reisebüro), Procter & Gamble (Haushaltswaren)

Mittwoch:

16:35 Uhr Ölvorräte der Vorwoche

Quartalszahlen: American International Group (Versicherungen), Aqua American (Wasserversorger), Freddie Mac (Hypotheken), Polo Ralph Lauren Corporation (Fashion), Time Warner

Donnerstag:

14:30 Uhr Arbeitslosenmeldungen der Vorwoche, 16:00 Uhr noch nicht abgeschlossene Eigenheimverkäufe

Quartalszahlen: Blockbuster (Videotheken)

Freitag:

14:30 Uhr Produktivität 2. Quartal, 16:00 Uhr Lagerbestände Grosshandel von Juni

Quartalszahlen: Beazer Homes (Eigenheimbauer)

Quelle; BörseGo AG 2008

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Pegasus
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Montag: Termine, Wirtschaftsdaten, Quartalszahlen

02.08.2008 - 06:00

Wirtschaftsdaten

10:30

EWU: sentix Konjunkturerwartungen August

11:00

EWU: Erzeugerpreise Juni (Konsens Bloomberg: +0,8% mom, +7,9% yoy - zuletzt: +1,2% mom, +7,1% yoy)

14:30

US: Konsumausgaben Juni (Konsens Bloomberg: +0,5% mom - zuletzt: +0,8% mom)

14:30

US: Persönliche Einkommen Juni (Konsens Bloomberg: -0,2% mom - zuletzt: +1,9% mom)

16:00

US: Auftragseingang Industrie (Konsens Bloomberg: +0,7% mom - zuletzt: +0,6% mom)

17:00

US Ankündigung 4-wöchiger Bills

19:00

US Auktion 3- und 6-monatiger Bills

Rohstoffe

/

Sonstige Veranstaltungen / Reden

/

Quartalszahlen USA

Actuate Corporation 0.07

Immucell

IntercontinentalExchange, Inc. 1.19

Midway Games -0.38

Quartalszahlen Europa

Lycos Europe N.V.

Qiagen N.V.

A.S. Création Tapeten AG

Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG

Tipp24 AG

Hauptversammlungen

Quelle; BörseGo AG 2008

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strom5514
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Re: Montag: Termine, Wirtschaftsdaten, Quartalszahlen

Pegasus wrote:

02.08.2008 - 06:00

Wirtschaftsdaten

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EWU: sentix Konjunkturerwartungen August

11:00

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14:30

US: Konsumausgaben Juni (Konsens Bloomberg: +0,5% mom - zuletzt: +0,8% mom)

14:30

US: Persönliche Einkommen Juni (Konsens Bloomberg: -0,2% mom - zuletzt: +1,9% mom)

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US: Auftragseingang Industrie (Konsens Bloomberg: +0,7% mom - zuletzt: +0,6% mom)

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ist ja alles gut und recht dieses zahlengewirrwar.

ich finde es einfach jelänger denn mehr pervers sich nach solchen zahlen zu richten die ja ehe nur manipuliert sind. wie sind die fachläute doch jedesmal überrascht weil die zahlen plötzlich anders da stehen als von ihnen vorausprognostiziert wurde. nur das zeigt doch schon das hinter diesem zahlenmeer nichts anders steckt als eine saubande von interessensgemeinschaften die die absicht erwägen zu ihren gunsten etwas zu bewegen...

nene sowas tendenziell kriminell...

ich überlege mir immer wieder, würden die märkte nicht natürlicher sein wenn man diese zahlen einfach nur zwei bis drei mal jährlich der öffentlichkeit vorenthalten würde? und nicht jede woche immer der selbe zirkus wieder von vorne mit oellagerbestände, arbeitslosenzahlen usw. ich wiederhole es nochmal, die ja ehe nur verlogen dargestellt werden. es ist doch einfach nur krank sowas....

aber ich will damit niemanden angreifen... das ist nur meine meinung und bin auch nur einer von denen der vor der wahl steht, entweder mach da mit oder kehre der börse den rücken und komm nie wieder zurück...

das wird wohl auch der grund sein weshalb man dieser spirale ins verderben immer schneller zusehen kann. jeder stört sich daran, aber keiner kann davon weg sehen weil er sonst vom marktgeschehen ausgeschlossen ist.

Ich bin immer wieder überrascht wie sehr sich Profis in den Makrodatenvorsagen verrechen. Eben doch nicht Profi genug? Oder alles nur taktisch, ausgeklügelte Manipulation??

Pegasus
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In USA könnten lt. Experten noch hunderte Banken crashen

04.08.2008 - 08:45

New York - In den USA werden dem Ökonomen Nouriel Roubini zufolge noch viele Banken pleite gehen. Wie der renommierte Experte gegenüber dem Anlegermagazin “Barron`s” ausführte, dürften infolge der Kreditkrise und einer damit einhergehenden Rezession noch hunderte Institute zur Zahlungsunfähigkeit gelangen. Das Land befinde sich in der zweiten Phase der Rezession. Die wirtschaftliche Schrumpfungsphase werde noch mindestens 18 Monate anhalten. Eine Rettung der Bankenbrache sei nur mit Hilfe der Steuerzahler möglich. Diese dürften mit mindestens einer Billion Dollar zur Kasse gebeten werden. Es sei jedoch eher wahrscheinlich, dass sich deren Belastungen auf zwei Billionen Dollar erstrecken. Die Banken hätten bislang nur die Ausfälle infolge der Subprime-Hypothekenkrise abgeschrieben. Es müssten jedoch noch enorme Verluste aus dem Privatkundengeschäft wertberichtigt werden. Hiefür hätten die Banken keine Rücklagen. Die US-Notenbank habe auf die Krise bislang nur verhalten reagiert.

Quelle; BörseGo AG 2008

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Pegasus
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Wall Street: Zurückhaltung vor Fed-Sitzung

05.08.2008 - 01:07

New York – Im Vorfeld der am Dienstag stattfindenden Fed-Sitzung rutschten die US-Indexes trotz einer Korrektur des Ölpreises auf ein 3-Monatstief in negatives Terrain ab. Erneute Inflationssorgen und schlechte Nachrichten aus dem Finanzsektor hemmte die Kauflaune der Börsianer. Ein starker Anstieg des Konsumausgaben-Preisindex im Juni lässt das Inflationsgespenst wieder aufkeimen. In den USA ist laut dem Handelsministerium die Kernrate zum Konsumpreisindex im Juni um 0,3 Prozent gestiegen, Volkswirte sind von einem Plus von nur 0,2 Prozent ausgegangen. Auf Jahressicht klettern die Kern-Konsumpreise um 2,3 Prozent, was wiederum über der Schätzung von 2,2 Prozent liegt. Der Konsumausgaben-Preisindex stieg im Vergleich zum Vormonat Mai um 0,8 Prozent. Hier stellte sich auf Jahressicht ein Plus von 4,1 Prozent ein, was die größte Steigerung seit 17 Jahren bedeutet. Die persönlichen Ausgaben sind im Juni um 0,6 Prozent gestiegen. Inflationsbereinigt sind die persönlichen Ausgaben jedoch um 0,2 Prozent gesunken, was dem ersten Rückgang seit Februar entspricht. Die persönlichen Einkommen legten um 0,1 Prozent zu, die real verfügbaren Einkommen sind jedoch nach einem Plus von 5,2 Prozent im Mai um 2,6 Prozent gesunken. Der von Bloomberg erhobene Konsens sieht zu den persönlichen Ausgaben einen Zuwachs von 0,4 Prozent vor. Die Prognose zu den Einkommen liegt bei einem Minus von 0,2 Prozent.

Positives gibt es dagegen von der US-Industrie zu vermelden. Die Auftragseingänge der US-Industrie verzeichnen im Juni vor allem aufgrund des deutlichen Anstiegs des Ölpreises und einer starken Nachfrage nach militärischen Gütern den größten Anstieg seit sechs Monaten. Die Industrieauftragseingänge berücksichtigen sowohl den Umsatz langlebiger Wirtschaftsgüter wie auch den Absatz von Verbrauchsgütern. Verbrauchsgüter machen etwa 47 Prozent aller Industrieumsätze aus, langlebige Wirtschaftsgüter den Rest. Die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter kletterten gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent, die Auftragseingänge für Verbrauchsgüter sind um 2,5 Prozent gestiegen.

Die größte europäische Bank HSBC Holdings sorgt für weitere Negativ-Schlagzeilen aus dem Finanzsektor. Das Unternehmen berichtet für die erste Jahreshälfte einen Gewinneinbruch von 29 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Laut Aussagen des Finanzhauses sind die Belastungen aus Rückstellungen zum Ausgleich von Kreditverlusten gegenüber der Vergleichsperiode 2007 um 58% auf 10,06 Milliarden Dollar gestiegen. Zusätzlich vertritt die viel beachtete Analystin Meredith Whitney vom Investmenthaus Oppenheimer die Ansicht, dass die Kreditkrise noch lange nicht vorbei ist. Die Finanzexpertin geht davon aus, dass die Kreditverluste und Abschreibungen der US-Banken ihren Zenit noch nicht erreicht haben. Laut der Analystin wird das enge Zusammenspiel der Ratingagenturen und der Banken während der Immobilienblase die Erholung der US-Finanzinstitute auf lange Sicht erschweren. Anbieter wie Standard & Poor's und Moody's stehen unter Beschuss, weil sie Top-Noten für Finanzanlagen vergaben, die wenig später fast wertlos waren und so die Kreditkrise mit auslösten. Jetzt erfolgt unter dem Druck der Krise die Anpassung und Korrektur der Ratings, was zu erheblichen Löchern in den Bilanzen der US-Banken führt.

Die Aktie des Mobiltelefonherstellers Motorola gehört mit einem Plus von 11,46 Prozent auf 9,82 Dollar zu den Gewinnern des Tages, nachdem das Unternehmen die Verpflichtung des ehemaligen Qualcomm Managers Sanjay Jha bekannt gibt. Sanjay Jha soll die Verantwortung für die verlustreiche Handy-Sparte übernehmen. Analystin Simona Jankowski von Goldman Sachs bezeichnet den Neuzugang als großen Gewinn für Motorola. Der Handy-Hersteller und Telekommunikationsausrüster plant die Aufspaltung des Konzerns in einen selbstständigen Handy- und einen separaten Geschäftskundenbereich. Der Krankenversicherer Humana übertrifft im zweiten Quartal die Gewinn- und Umsatzprognosen der Analysten und erhöht für das dritte Quartal seine Gewinnprognose. Die Aktie gewinnt 4,86 Prozent auf 46,81 Dollar.

Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sinkt an der New Yorker Terminbörse Nymex um 3,65 Dollar auf einen Schlusstand von 121,45 Dollar. Der Preis für das schwarze Gold fällt intraday das erste Mal seit Mai unter die Marke von 120 Dollar, nachdem Experten zufolge der Tropensturm "Edouardo" keine Gefahr für die Ölförderanlagen in der Golf-Region darstellt. Der Preis für die Feinunze Gold fällt um 9,80 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 903,10 Dollar. Händler führen den Preisrückgang des Edelmetalls auf die Korrektur des Ölpreises zurück. Die Rohstoffexperten der Deutschen Bank prognostizieren für das Jahr 2008 einen durchschnittlichen Goldpreis von 981 Dollar, 2007 lag der Durchschnittspreis bei 698 Dollar.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendet den Handel mit einem Minus von 0,37 Prozent auf 11284 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verliert 0,90 Prozent auf 1249 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt 1,10 Prozent auf 2285 Punkte ab. Sieger im Dow ist die Aktie von Pfizer mit einem Plus von 2,04 Prozent auf 18,98 Dollar. Bei den Techs überzeugt DELL mit einem Plus von 4,01 Prozent auf 25,39 Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten 1,23 Milliarden Aktien den Besitzer. 1049 Werte legten zu, 2065 gaben nach. An der Nasdaq gab es bei Umsätzen von 1,99 Milliarden Aktien 928 Gewinner und 1878 Verlierer.

Quellel; BoerseGo.de

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Dienstag: Termine, Wirtschaftsdaten, Quartalszahlen

04.08.2008 - 23:40

Dienstag: Termine, Wirtschaftsdaten, Quartalszahlen

Wirtschaftsdaten

09:55

DE: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juli (endgültig) (Konsens Bloomberg: 53,3 - zuletzt: 53,3)

10:00

EWU: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juli (endgültig) (Konsens Bloomberg: 48,3 - zuletzt: 48,3)

11:00

EWU: Einzelhandelsumsätze Juni (Konsens Bloomberg: -0,6% mom, -1,2% yoy - zuletzt: +1,1% mom, +0,3% yoy)

13:45

US ICSC Einzelhandelsstatistik

14:55

US Instinet Redbook Einzelhandelsstatistik

15:00

EZB Wochenausweis Fremwährungsreserven

16:00

ISM Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe Juli (Konsens Bloomberg: 48,0 - zuletzt: 48,2)

19:00

US Auktion 4-wöchiger Bills

20:15

Fed-Zinsentscheidung (Konsens Bloomberg: 2,00% - zuletzt: 2,00%)

Rohstoffe

/

Sonstige Veranstaltungen / Reden

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Quartalszahlen USA

Allos Therapeutics, Inc. -0.17

Archer Daniels Midland Company 0.67

Arena Pharmaceuticals -0.74

BioMarin Pharmaceutical Inc. 0.03

Checkpoint Systems 0.44

Cisco Systems 0.39

CMS Energy Corp. 0.13

D.R. Horton -0.7

Genomic Health, Inc. -0.18

Henry Schein 0.68

Infospace -0.01

j2 Global Communications 0.4

Marvel Entertainment Inc. 0.44

Microvision, Inc. -0.14

Priceline.com 1.41

Reliant Energy 0.17

Smith Micro Software 0.11

Quartalszahlen Europa

adidas AG

Singulus Technologies AG

Beiersdorf AG

paragon AG

Heidelberger Druckmaschinen AG

Technotrans AG

Epigenomics AG

HeidelbergCement AG

Baader Bank AG

BÖWE SYSTEC AG

Hauptversammlungen

Quelle; © BörseGo AG 2008

So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.

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