Gold

Gold 1 Uz 

Valor: 274702 / Symbol: XAU
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MarcusFabian
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Re: kauf für 35000 pro KG zu teuer?

T15 wrote:

Re: kauf für 35000 pro KG zu teuer?

Gold ist also für Fr. 35'000 zu teuer?

Wann darf ich dieses Posting wieder zitieren? Wenn Gold über Fr. 50'000 oder über Fr. 60'000 notiert?

Lol

T15
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Re: kauf für 35000 pro KG zu teuer?

MarcusFabian wrote:

T15 wrote:
Re: kauf für 35000 pro KG zu teuer?

Gold ist also für Fr. 35'000 zu teuer?

Wann darf ich dieses Posting wieder zitieren? Wenn Gold über Fr. 50'000 oder über Fr. 60'000 notiert?

Lol

ne sorry hab mich falsch ausgedrückt Lol

bin ja auch der meinung gold geht weiter nach oben. hab ja bereits physisch! aber ich frag mich wenn ich jetzt nochmals kaufen will/kann... ob ich evtl. ein bisschen warten soll bis es wieder tiefer ist. oder denkt ihr es wird nicht günstiger die nächsten 2-3wochen :roll: :?:

MarcusFabian
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Gold

Die Chancen stehen gut, dass Du nochmals 34'000-34'200 sehen wirst. Aber spielt das langfristig eine Rolle?

Revinco ist derzeit kurzfristig bärisch für Gold. Also wird es wohl bald steigen Wink

Bullish
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Gold

Niemand weiss, wie sich der Preis entwickelt. Kann sein, dass die Börsen etwas nachgeben, es würde schön in Chartbild passen. Aus Angst könnte in der Folge alles, auch Gold verkauft werden, oder gerade eben auch nicht.

Mach es doch so: Wenn Du zuwenig Geld hast um gestaffelt Barren zu kaufen, kauf Dir regelmässig ein ETF-Gold-Anteil und wenn Du genug ETF hast, bestell einen Barren und verkauf die ETF-Anteile.

http://www.cash.ch/news/top_stories/gold_ist_derzeit_der_renner_als_sich...

Gold ist erst teuer, wenn Explorer durch das Dach gehen, die im Rhein nach Gold suchen. Wink Wie bei den Dot-Coms oder den Subprimes.

Übrigens. Deflation hin oder her, wie sollten die Staatsverschuldungen abgebaut werden wenn nicht durch Inflation? Das offizielle Ziel ist ja Reflation, dh mehr Geld zu drucken. Bei gleichzeitiger Rezession und Unsicherheiten bei Obligationen ist fast klar, wohin die Flucht geht.

weico
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Gold

Bullish wrote:

Übrigens. Deflation hin oder her, wie sollten die Staatsverschuldungen abgebaut werden wenn nicht durch Inflation? Das offizielle Ziel ist ja Reflation, dh mehr Geld zu drucken. Bei gleichzeitiger Rezession und Unsicherheiten bei Obligationen ist fast klar, wohin die Flucht geht.

Sicherlich.Nur wird es sicherlich noch ein paar günstige Momente geben,bevor das Gold dann Inflationsbedingt wirklich "abhebt".

Zumlauf hat dies schön beschrieben..

http://www.faz.net/s/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D/Doc~EE402F307FF...

weico

Hans
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Gold

...bei Marke 1000 wird Gold auf den Markt geschmissen Wink

Meine Goldvreneli behalte ich!!

Gruss Hans

Sallatunturi
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Gold

@ T15

Peak im Gold wird erreicht sein wenn diese URL auf jeder Tageszeitung auf der Frontseite auftaucht.

http://www.goldwaschen.ch/napfgold-d.htm

Zusätzlich wirst Du kein Quecksilber (für das Auswaschen) mehr erhalten, da es verboten wird.

MarcusFabian
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weico wrote:

Sicherlich.Nur wird es sicherlich noch ein paar günstige Momente geben,bevor das Gold dann Inflationsbedingt wirklich "abhebt".

Nicht nur inflationsbedingt. Ich sehe folgende Szenarien:

Szenario 1

Wenn die Teuerung moderat bleibt (-2% bis +3%), wird Gold in den nächsten 5 Jahren auf etwa $2100 steigen. Der Wert $2100 entspricht inflationsbereinigt dem Hoch von 1981.

Szenario 2

Wenn die Inflation durchschlägt und der Dollar entsprechend an Wert verliert, wird Gold diese Inflation mindestens ausgleichen.

Rechenbeispiel: $ verliert 20% (von 100 auf 80), dann gewinnt Gold in Dollar 25% (80 +25% = 100)

Diese 25% müsste man dann als Mindestziel auf die oben erwähnten $2100 aufschlagen.

Wahrscheinlich würde der Goldpreis aber noch weiter steigen, denn mit Flucht aus dem Dollar würden auch Trreasuries verkauft und dieses Fluchtkapital würde vermehrt in Gold fliessen.

Szenario 3

Zur Hyperinflation von 20-25% pro Jahr und stark steigend, kann es kommen, wenn die Billionen neugedruckten Geldes ihren Weg in den Geldkreislauf finden. In der Regel wird Gelddruckerei nach 6-12 Monaten wirksam (das wäre entsprechend etwa ab Mai 2009). Aber Regeln sind in der aktuellen Krise nicht mehr so ohne weiteres gültig.

Wie dem auch sei, wenn die Schleusen mal geöffnet werden, werden diese Gelder sehr schnell aus M0 in M3 fliessen. Kein Gebirgsbach sondern der Bruch eines Staudammes.

Der darauf folgende Absturz des Dollars würde die Menschheit von einem Tag auf den anderen völlig unvorbereitet treffen und eine panikartige Flucht in Sachwerte auslösen.

Unmöglich vorauszusagen, wie hoch Gold dann steigen würde.

Szenario 4

Um das Vertrauen in Papierwährungen wieder herzustellen, wird beschlossen, die Geldmengenausweitung zu begrenzen, indem Geld wieder zum Teil an Gold, Silber oder allgemein an Rohstoffe gebunden wird. Evtl. auch eine Kombination verschiedener Rohstoffe.

Auch hier lässt sich nicht sagen, wie hoch Gold steigen würde aber eines weiss ich ganz sicher: Es würde einen letzten Schub auf den neuen fairen Wert des Geldes auslösen. Danach würde der Goldpreis über Jahrzehnte konstant bleiben. Ergo: Gold verkaufen und Aktien kaufen.

Der Faire Wert errechnet sich aus Geldmenge, Goldmenge und %-Anteil der Bindung.

Rechenbeispiel: Ein Land hat eine Geldmenge von 1000 Talern und 10 Unzen Gold.

Bei 100% Goldstandard beträgt der Wert des Geldes also 100 Taler pro Unze.

Bei 5% Goldpreisbindung entsprechend nur 5 Taler pro Unze.

@weico,

Zumlauf spricht von einer "Dollar Shortposition". Hast Du verstanden, was er damit meint?

weico
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Gold

MarcusFabian wrote:

@weico,

Zumlauf spricht von einer "Dollar Shortposition". Hast Du verstanden, was er damit meint?

Habe es so verstanden,wie Zumstein schreibt:

"Die kann dazu führen, dass der Euro in nächster Zeit bis auf eine Einheit der amerikanischen Währung fallen wird."

Dieses Szenario (Euro-Schwäche) hab Ich ja schon mehrmals erwähnt.. 8)

Hoffe ,dass der SFR.dann,ob mit oder ohne die Scheich' ,dann zur Fluchtwährung wird. 8)

P.S:..

Hast Du/Ihr eigentlich das Gold in US-Dollar gekauft,dass immer der US-Dollar erwähnt wird.. :?:

weico

MarcusFabian
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Gold

@weico,

Ich habe Gold in Franken gekauft. Der $/oz ist halt international so üblich, am besten dokumentiert und am meisten kommentiert.

Das wird wohl noch so bleiben bis der Franken die neue Weltleitwährung wird Wink

MarcusFabian
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Dollar shortposition

Also noch zur virtuellen Dollar Short-Position:

Richard Russell

Russell has written that the massive amounts of dollar denominated debt in the global financial system amount to a massive "synthetic short position" against the dollar. From an April 2004 article at Gold Eagle:

What does [the synthetic short position] really mean? It means that to pay off debt you need dollars. Much of the US debt (thanks to the Fed's 1% short rates) has been built on a structure of low rates. But now, with rates rising, we're beginning to see a squeeze on debt, particularly on variable-rate mortgages. This is setting off a rush to raise dollars.

You can't print dollars the way the Fed does. So to raise dollars what do you do? To raise dollars you've got to borrow more or you've got to sell something, and by something I mean "anything" of value. So I believe what we're seeing now is the very beginning of a LIQUIDATION of assets. If it's got a market, it's being sold. We're seeing the early beginning of a move to raise dollars - to raise dollars to carry, to finance, and to pay off debt. Debt's "short position" against dollars is beginning to operate. Commodities, stocks, bonds, anything that is liquid is being sold to raise dollars.

Quelle: http://www.bullnotbull.com/archive/dollar-2.html

Irgendwie hab ich's immer noch nicht so ganz begriffen. Also nochmals:

Massive Schulden lauten in Dollar.

Um die Schulden zu bezahlen muss etwas gegen Dollar verkauft werden. Ich verkaufe also beispielsweise meine Aktien und kaufe dafür Dollars.

Also Kaufdruck auf den Dollar?!

Na gut soweit ist mir das klar.

Nur: Was mache ich mit diesen Dollars? Richtig, Schulden bezahlen. Ich verkaufe also postum Dollars, um meine Schulden zu begleichen und im Sinne der klassischen Deflation verschwindet diese Kohle vom Geldmarkt.

Heisst das jetzt, dass der Kauf der Dollars den Dollar stützt aber der Verkauf den Dollar nicht drückt, weil der Dollar ja verschwindet? Muss eigentlich so sein :idea: :?: :!:

T15
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MarcusFabian wrote:

Das wird wohl noch so bleiben bis der Franken die neue Weltleitwährung wird Wink

das wär toll und ich könnt mir die welt kaufen Biggrin

CrashGuru
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Gold

@MF

Ich nehme mal an, dass einige hier im Forum ganz grosse Augen bekommen haben als sie lasen, dass MF "irgendwie etwas noch nicht ganz geschnallt" hat :oops:

Zwei Dinge fallen auf und sind wichtig, weil wahrscheinlich dies für weitere Disaster verantwortlich sein könnten:

1. Russel schreibt "If it's got a market" , das IF ist dabei recht wichtig.....

2. Das "Geld" ist virtuell, keine Realwirtschaft, alles nur Luft die heftig bewegt wird. Keine Kartoffeln sondern Buchgewinne, oder zur Zeit wohl Buchverluste.

Ich bin auch der Meinung: Die Dollars im Beispiel verschwinden tatsächlich ohne den Kurs nach unten zu bewegen.

Aber da gibt es ja noch Professoren, welche das genau erklären können. Sonst fragen wir einfach die Bank CEO's, die verstehen das alles ja blendend..... :twisted:

Bullish
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Re: Dollar shortposition

MarcusFabian wrote:

Nur: Was mache ich mit diesen Dollars? Richtig, Schulden bezahlen. Ich verkaufe also postum Dollars, um meine Schulden zu begleichen und im Sinne der klassischen Deflation verschwindet diese Kohle vom Geldmarkt.

Heisst das jetzt, dass der Kauf der Dollars den Dollar stützt aber der Verkauf den Dollar nicht drückt, weil der Dollar ja verschwindet? Muss eigentlich so sein :idea: :?: :!:

Genau. Oder dass das in CHF verschuldete Osteuropa den CHF stützt, gleichzeit haben wir aber eine USD Schuld via SNB wegen der UBS. Aber USD ist auch nicht so sicher, da es noch die Staatsanleihen Halter gibt, die ja plötzlich den USD-Sturz auslösen können - Huch, mir wird ganz schwindelig, den das, was nach einem Marktgleichgewicht aussieht, ist ein Balanceakt auf einem sehr hohen und dünnen Seil...

Trotzdem, die Währungsunsicherheit hat das WSJ zu einem FRECHEN Angriff auf das FED veranlasst:

Quote:

Capitalism Needs a Sound-Money Foundation

Let's give the Fed some competition. Abolish legal tender laws and see whose money people trust.

http://online.wsj.com/article/SB123440593696275773.html

Iselin
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Aber wieso soll das Geld verschwunden sein, wenn die die Schulden begleichen :?:

Wenn sie z.B. Schulden bei einer Bank haben und sie zahlen diese, dann kann die Bank ( vorausgesetzt es ist eine liquide Bank, und von denen gibts ja noch ein paar Wink ) das Geld irgendwo investieren oder ausleihen. Dann bleibt es doch im Markt, oder?

Bullish
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Iselin wrote:

Aber wieso soll das Geld verschwunden sein, wenn die die Schulden begleichen :?:

Wenn sie z.B. Schulden bei einer Bank haben und sie zahlen diese, dann kann die Bank ( vorausgesetzt es ist eine liquide Bank, und von denen gibts ja noch ein paar Wink ) das Geld irgendwo investieren oder ausleihen. Dann bleibt es doch im Markt, oder?

Am Anfang der Wirtschaft wird ein Haus gebaut für 10.

Ich leihe mir die 10 von der Bank und gebe diese dem Hausbauer. Er hat auf der Bank jetzt 10 das ist jetzt das Vorhandene Geld (alle Vermehrungen daraus lassen wir beiseite). Ich kann logischerweise nicht zurückzahlen.

Jetzt verkaufe ich mein Haus just dem Hausbauer - der einzige mit Geld, meine Schuld kann aus der Bankbilanz raus, der Hausbauer hat aber auch keine Guthaben mehr.

Es gibt jetzt gar kein Geld mehr. Es ist weg.

Wir hatten eine Inflation von 10 und dann eine Deflation von 10.

Bullish
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Re: Dollar shortposition

MarcusFabian wrote:

Irgendwie hab ich's immer noch nicht so ganz begriffen.

Du hast das schon begriffen, das ist ja das, wovon "weico" immer schreibt. Der Artikel stammt aus der Zeit vor dem "Quantitave Easing", er beschreibt genau, dass Private eben nicht einfach Geld wie das FED drucken können, sonder Häuser und Aktien verkaufen müssen.

Solange das FED die USD Kontraktion nicht aufwiegen kann, gibt es Deflation.

Übrigens, der Artikel besteht aus 3 Teilen, alle sehr lesenswert, gerade weil sie ein paar Jahre alt sind, am Schluss des letzten Teils:

Quote:

And just because the dollar rallies does not mean that gold must decline. If they begin to moving up together in unison for an extended period of time, it means that gold is challenging the dollar for the title of global reserve currency. If this begins to happen, we will have another clue that something fundamental about the world we know is changing.
dobry
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Wie investiert man am besten in Gold? Physisches Gold (Kilo-Barren) kaufen und dann in den Bank-Tresorfach legen oder kann man Gold z.B. bei Swissquote kaufen und ins Depot einbuchen lassen?

_________________

Ich hole sie mir zurück, dieses verdammte Biest!

MarcusFabian
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Gold

Also der Witz ist mal sicher: Zentralbank-Geld ist nicht im Geldkreislauf. Das war mir soweit schon klar: Die ZB gibt Kredit an die Bank, diese an einen Kunden, der zahlt das Geld an die Bank zurück und wenn die das Geld nicht wieder an Kredit vergeben kann, schiebt sie es zurück an die ZB. Der Geldkreislauf ist geschlossen und es wurde kein neues Geld generiert.

Wurde nicht?

Falsch. Was fehlt ist der Zins! Wenn die Bank nämlich 5% Zins kassiert hat, musste der Kunde diese 5% irgendwie auftreiben. Das heisst also, dass entweder er oder ein Kunde von ihm dieses Geld als Kredit hat und noch nicht zurückbezahlt hat.

Anders ausgedrückt: Wenn wir von 5% Zins ausgeben und die Summe aller Kredite 1 Mio beträgt, dann steigen Geldmenge=Schulden um mindestens 50'000 pro Jahr.

Später entsprechend plus Zins und Zinseszins.

Da Die Zinseszinskurve aber exponentiell steigt, unsere Wirtschaft aber bestenfalls linear, muss das System irgendwann kollabieren. Oder aber, Geld und Schulden werden ganz einfach vernichtet. ===> Deflation.

Früher war es so, dass Kredite aus Sparkapital erwuchsen: 100 Leute sparen jeweils Fr. 5000 und diese halbe Million (bzw. nach Abzug von 10% Reserve) 450k kann die Bank z.B. als Hypothek vergeben. Das war insofern überschaubar als die Geldmenge kaum wuchs. Höchstens in etwa im Verhältnis zum BSP. Geld war entsprechend recht stabil und taugte auch als Werterhaltungsmittel.

Heutzutage sind Kredite nur selten mit Sparkapital gedeckt. Wenn eine Bank Kredite vergeben muss, und dazu die Spareinlagen nicht ausreichen, geht sie einfach zur ZB und die druckt dann die Kohle. Somit haben wir eine Geldmengenausweitung von etwa 15-20% in der Schweiz in den letzten Jahren.

Zurück auf Start:

Die rund 8.43 Billionen, die derzeit gedruckt werden, sind kein Zentralbankgeld bzw. nur zu <10%.

$800 Mrd. dienen dem bailout von Banken. Diese werden die Kohle allerdings nicht weitergeben sondern bei der ZB horten. Somit kommt das Geld nicht in den Umlauf, ist also nicht inflationär.

Der Löwenanteil fliesst in Staatsanleihen. Wir wissen wie Staaten mit Geld umgehen: Richtig, sie werfen es mit vollen Händen zum Fenster hinaus. Über die diversen Hilfsprogramme fliesst das Geld auf den Markt und wird dort irgendwann die Teuerung anheizen.

Zumindest in bezug auf die Geldmenge haben wir demnach eine Inflation. Und zwar eine ausserordentlich massive!

Die Frage ist nur, wie schnell sich diese Lawine auf den Markt ergiesst und wie schnell das Geld dort umläuft.

Was wir garantiert nicht haben, ist eine Verknappung des Dollars, die einen höheren Preis des Dollars rechtfertigen würde.

MarcusFabian
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dobry wrote:

Wie investiert man am besten in Gold? Physisches Gold (Kilo-Barren) kaufen und dann in den Bank-Tresorfach legen oder kann man Gold z.B. bei Swissquote kaufen und ins Depot einbuchen lassen?

Physisches. Was hast Du in der Krise von einer Einbuchung bei wem-auch-immer?

Gold ist das einzige schuldenfreie Geld! Ein Buchungsbeleg, ein ETF, ein Metallkonto ... sind alles nur "Versprechen" von Banken.

weico
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MarcusFabian wrote:

Was wir garantiert nicht haben, ist eine Verknappung des Dollars, die einen höheren Preis des Dollars rechtfertigen würde.

Solch eine ,auch wenn vielleicht nur "temporäre Knappheit", kann sehr schnell eintreten,wenn aus noch maroderen Währungen, in den US-Dollar geflüchtet wird.

Da zudem viele US-Staatsanleihen von andere Staaten gekauft werden,die Sie dann fleissig "horten",fliesst nur ein Bruchteil in den Kreislauf.

P.S...für Leute die sich für Zusammenhänge von Zinsen,Kapital,Eigentum usw. interessieren,sind die Auszüge von Paul C Martin's Buch:"Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert", sicherlich lesenswert:

http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/Der-Kapitalismus.pdf

weico

CrashGuru
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Iselin wrote:

Am Anfang der Wirtschaft wird ein Haus gebaut für 10.

Ich leihe mir die 10 von der Bank und gebe diese dem Hausbauer. Er hat auf der Bank jetzt 10 das ist jetzt das Vorhandene Geld (alle Vermehrungen daraus lassen wir beiseite). Ich kann logischerweise nicht zurückzahlen.

Jetzt verkaufe ich mein Haus just dem Hausbauer - der einzige mit Geld, meine Schuld kann aus der Bankbilanz raus, der Hausbauer hat aber auch keine Guthaben mehr.

Es gibt jetzt gar kein Geld mehr. Es ist weg.

Wir hatten eine Inflation von 10 und dann eine Deflation von 10.

Zwar kein Geld mehr vorhanden, aber ein Haus mit Wert 10 (+Zins).

Das ist Realwirtschaft und die wird wichtig werden wenn wir nur noch Tauschgeschäfte machen können. Aktien werden dann sicher nicht gegen Kartoffeln getauscht. Häuser (und evtl. Gold sofern man hat) schon

MarcusFabian
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weico wrote:

Da zudem viele US-Staatsanleihen von andere Staaten gekauft werden,die Sie dann fleissig "horten",fliesst nur ein Bruchteil in den Kreislauf.

Werden die Staatsanleihen weiter gehortet?

http://www.hall-of-finance.de/forum/showpost.php?p=492995&postcount=2258

Bullish
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CrashGuru wrote:

Zwar kein Geld mehr vorhanden, aber ein Haus mit Wert 10 (+Zins).

Das ist Realwirtschaft und die wird wichtig werden wenn wir nur noch Tauschgeschäfte machen können. Aktien werden dann sicher nicht gegen Kartoffeln getauscht. Häuser (und evtl. Gold sofern man hat) schon

Zins ist egal, wenn man nicht zahlen kann, zahlt man nicht, fertig. Vielleicht war das der Grund, dass das Haus im Beispiel wieder für 10 verkauft wurde. Kann auch sein, dass es für 9 gekauft wurde und 1 Zins an die Bank ging, dann existiert noch 1 im Geldsystem, aber was steht es gegenüber? Der Hauskäufer verbleibt mit 1 in der Schuld (wenn das Haus für 10 verkauft wurde), die er nie wieder bezahlen kann und in der Folge von der Bank abgeschrieben würde (= Geldsystem wieder bei NULL), oder der Hausbauer kaufte das Haus für 11 (Alles=10 von seinem Guthaben weg, plus Schulden von 1 gemacht). Die 1 würden weiter in der Bankbilanz verbleiben, mit den 1, die die Bank an Zinsen eingenommen hätte (und wahrscheinlich sofort als Boni ausgeschüttet hätte - im Ernst!!). Der Hausbauer wird die 1 auch nie mehr zurückzahlen können, die Bank müsste abschreiben und falls Boni ausgeschüttet worden wäre, wäre sie auch pleite.

Zur Realwirtschaft: Das Haus hat keinen eigentlichen Wert, der Wert ergibt sich nur aus dem Nutzen. zB würde die Region nuklear verseucht, ist das Haus ohne Wert. (Das ist der Vorteil von Gold, dessen eigentlicher Nutzen auch relativ gering ist, aber sich als Werterhaltungs- und Zahlungsinstrument seit Jahrhunderten bewiesen hat).

Aber ich verstehe, auf was Du hinaus willst. Doch Du irrst, wenn Du denkst, Aktien hätten keinen Wert, im Gegenteil, Aktien sind Realwirtschaft, jedenfalls solange, wie die Rechtsordnung aufrecht erhalten bleibt. Eine Aktie repräsentiert eine Unternehmung, die wiederum einen Betrieb, der etwas herstellt, vertreibt oder was auch immer. Sind die Produkte von Nutzen, ist die Aktie wertvoll. Denn all das Gold, das man hortet, hortet man nicht zum Selbstzweck, ansonsten würden die Minenbesitzer es sicher im Boden lassen, und niemanden wissen lassen, dass es dort überhaupt Gold gibt. Der Nutzen ergibt sich daraus, dass man es in Güter tauschen kann und Unternehmen stellen diese Güter her. Deshalb ist es auch schlau, Unternehmen zu besitzen, die Frage ist nur WELCHE.

Zur Krise allgemein: Kürlich war im Tagi von St.Moritz und den Reichen zu lesen. Herr Marquard äusserte sich wie folgt: "Um die Reichen steht es noch nicht so schlimm, dass die Pelzmäntel verkauft werden müssten." Es wird auch nie so kommen. DENN: die Krise jetzt ist eine gewaltige Umverteilung von Realgütern. Darum geht es. Realgüter gehen keine verloren, es geht lediglich um die "Bemessung" und die "Bemessungswährung". Wenn die Krise mit Hilfe von Staatsinterventionen abgewendet werden kann, bedeutet es nichts anderes, als dass einige viele um ihren Anteil, der ihnen nach den bisher geltenden Marktregeln zugestanden hätte, geprellt werden. Wer sind eigentlich die Beschissenen? Es ist so, wie Jim Roger gesagt hat: "Einige haben ihr halbes Leben auf diesen Moment gewartet, haben auf vieles verzichtet, um in diesem Moment ihren Anteil zu kriegen und werden jetzt von den Regierungen und Nationalbanken beschissen." Genau so ist es. Die "Elite" würde wahrscheinlich durch eine neue Elite abgelöst werden, aber weil sie noch an der Macht ist, hat sie die Möglichkeit, sich zu schützen. Ob sie sich gegen die Macht des "Marktes" durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. (Anmerkung: Elite sollte nicht als homogene Einheit verstanden werden, sondern als eine heterogene Gruppe, die sich auch untereinander bekämpft. Deshalb gibt es auch keine Gesamtverschwörung, sondern tausende kleine Verschwörungen, die eher "gemeinsame Interessen einiger weniger" sind - Verschwörung tönt zu abenteuerlich)

Bullish
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MarcusFabian wrote:

weico wrote:

Da zudem viele US-Staatsanleihen von andere Staaten gekauft werden,die Sie dann fleissig "horten",fliesst nur ein Bruchteil in den Kreislauf.

Werden die Staatsanleihen weiter gehortet?

http://www.hall-of-finance.de/forum/showpost.php?p=492995&postcount=2258

Staatsanleihen sind wie Cash, nur dass Cash mit der kontenführenden Bank verschwinden würde. Es ist immer noch wahrscheinlicher, dass die Bank of America vor den USA verschwinden würde, wenn vielleicht auch nur eine Sekunde früher.

Dafür bezahlt man auch einen Preis. Das ist wie beim Gold, das physisch etwas teurer wird, es ist aber sicherer.

Wie sollte es ausschauen, wenn Milliarden in physisches Gold fliessen würden? Vermögensverwalter werden das nicht tun, das wird von Einzelpersonen kommen. Deshalb ist die Lage doch die - Einzelpersonen mit überschaubaren Vermögen kaufen physisch Gold, grosse Vermögen wie zB PK XY kann nicht direkt Goldbarren kaufen - ich meine momentan scheint das in der Praxis Unsinn zu sein - deshalb gehen die in Staatsanleihen und bezahlen dafür auch. Gold ETFs wie von der ZKB sind auch eine Option, weil die physische Lagerung gelöst scheint, aber wie viele solcher ETFs gibt es überhaupt auf der Welt? Ich glaube nicht viele.

Wir müssen anfangen, die Dinge wieder auf ihre praktische Durchführbarkeit zu überprüfen. Was ist überhaupt "realistisch" möglich?

CrashGuru
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Bullish wrote:

Zur Realwirtschaft: Das Haus hat keinen eigentlichen Wert, der Wert ergibt sich nur aus dem Nutzen. zB würde die Region nuklear verseucht, ist das Haus ohne Wert. (Das ist der Vorteil von Gold, dessen eigentlicher Nutzen auch relativ gering ist, aber sich als Werterhaltungs- und Zahlungsinstrument seit Jahrhunderten bewiesen hat).

Aber ich verstehe, auf was Du hinaus willst. Doch Du irrst, wenn Du denkst, Aktien hätten keinen Wert, im Gegenteil, Aktien sind Realwirtschaft, jedenfalls solange, wie die Rechtsordnung aufrecht erhalten bleibt.

Mit allem Einverstanden nur nicht mit der Betrachtung oben. Das Haus hat selbstversändlich einen Wert, solange es "Bewertungen" gibt. Dies wiederum ist abhängig von der momentanen Gesellschaftsform. Solange jemand interessiert ist daran, in dem Haus als Mieter zu wohnen, stellt das Haus einen Wert dar. Der kann z.B. durch Miete (z.B. 10 Sack Kartoffeln im Jahr) abgegolten werden. Oder ein Goldvreneli (ich bin kein Kleinbauer mit Schrebergarten) Wink

Bei den Aktien gebe ich den Ball mit der atomaren Verstrahlung zurück. Die hat dann ebenfalls keinen Wert mehr, da das Unternehmen keinen Wert mehr darstellt..... im Überigen stellt die Aktie sowieso nur eine Schuldverschreibung in Höhe des Nennwerts dar. Es gibt keine Verpflichtung des ausgebenden Unternehmens, eine Aktie zum Handelswert zurück zu nehmen. So viel ich weiss noch nicht einmal zum Nominalwert. So behaupte ich, ist die Aktie nur auf Basis des Nominalwerts Realwirschaft, der Rest dieses "Werts" ist virtuell. Eigentlich warmen Luft in einem Ballon, wie in den letzten Monaten zu erleben war, leider Sad

revinco
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MarcusFabian wrote:

Revinco ist derzeit kurzfristig bärisch für Gold. Also wird es wohl bald steigen Wink

Werden wir bald sehen, nächster Woche gehts los...

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

Bullish
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Gold

CrashGuru wrote:

Bei den Aktien gebe ich den Ball mit der atomaren Verstrahlung zurück. Die hat dann ebenfalls keinen Wert mehr, da das Unternehmen keinen Wert mehr darstellt..... im Überigen stellt die Aktie sowieso nur eine Schuldverschreibung in Höhe des Nennwerts dar. Es gibt keine Verpflichtung des ausgebenden Unternehmens, eine Aktie zum Handelswert zurück zu nehmen. So viel ich weiss noch nicht einmal zum Nominalwert. So behaupte ich, ist die Aktie nur auf Basis des Nominalwerts Realwirschaft, der Rest dieses "Werts" ist virtuell. Eigentlich warmen Luft in einem Ballon, wie in den letzten Monaten zu erleben war, leider Sad

Klar, das Haus ist meistens sicherer als die Aktie, nur die aktuelle Krise hat den Ursprung gerade im Immobiliensektor (ok, *eigentlich* ist das nicht das Hauptproblem, mehr das Hauptsympton, aber die gängige Erklärung).

Der Wert am Unternehmen ist natürlich, was es verkaufen kann. Das heisst nicht, dass die Aktie steigt, wie Du ja schön sagst. Aktien können sogar fallen, wenn ihr Geschäftsmodel "unimpaired" ist, wie dies Jim Rogers immer sagt. Das kann man durchaus als virtuellen Wert bezeichnen, schlussendlich ist der Begriff "Wert" ein virtueller Begriff. Das Problem des Wertes ist zentral, weswegen man sich auf kein "korrektes" Wirtschaftmodell einigen kann. Gerade weil der Wert nicht richtig gemessen werden kann, ist die Marktwirtschaft das beste Modell, jedem steht es frei, alles nach seinem Gusto zu beWERTEN. Hier noch einmal weico's link http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/Der-Kapitalismus.pdf , das scheint diese Problematik zu behandeln. Ich habe es ausgedruckt und werden es morgen im Fitness lesen; es scheint es *wert* zu sein Wink

Bullish
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Gold

Gold wird im CashDaily von heute, 2009-02-19 massiv gepusht.

Viele Leute werden sich anfangen zu fragen, wie man überhaupt Gold kauft (die Frage taucht auch hier immer wieder auf).

Die meisten Leute unter 45 Jahren haben doch gar keine Erfahrung mehr mit physikalischen Werten, ausser vielleicht wenn es um Immos geht. Jeder hat sich doch an virtuelle Konten, Depots, Werte gewöhnt oder hat nie etwas anderes gekannt.

MarcusFabian
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Gold

Ja. Traurig aber wahr. Das Vertrauen in Papier ist offenbar noch immer ungebrochen. Viele Leute sehen nicht ein, weshalb sie 3% mehr für physisches Gold zahlen sollen als für ein Stück Papier mit einem Goldversprechen.

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