Ukraine

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Bullish
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Ganz interessanter Artikel (Lukin ist der Putin Gesandte, der am Tag vor der OSCE Beobachter Befreiung in Slavjansk bei Achmetow weilte (und den ganzen Tag als vermisst galt):

http://www.foreignaffairs.com/articles/141946/alexander-j-motyl/putins-trap

The Kremlin’s ideal outcome, according to Lukin, is that “everything should go back to as it was under Yanukovych, but without Yanukovych.”

When asked how long the violence would continue, Lukin explained, “We’re in no hurry. [Poroshenko] is the one who needs to hurry. Or else the girl with the braid” -- former Prime Minister Yulia Tymoshenko -- “will eat him up. Poroshenko’s chair is on fire beneath his butt, not ours.”

Lukin explained. Now, “everyone sees they cannot win” and so “the most militarily active stage has passed.”

Passt gut zu meiner Einschätzung oben, passt auch, dass Putin, Achmetow und Timoschenko ähnliche Interessen haben. 

Bullish
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... übrigens, als ich im Donbass einmal das CH-Politsystem erklärte, meinten die, das sei theoretisch "ja fast wie Kommunismus".

Bullish
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In Mariupol gehe es wieder los, eine Tankstelle sei unter anderem getroffen worden. Ich habe es aber von Twitter und nicht von direkt vor Ort.

 

DNR PR Twitter account verkündet tatsächlich, dass sie Mariupol stürmen wollen: https://twitter.com/press_dnr

Ein paar Stunden zuvor wurde noch ein Foto von Strelkow und Gubarev gepostet. Die beiden sind ja irgendwie verschollen, ab und zu was auf Facebook, aber sonst nicht mehr viel.

 

Edit:

Massiver Angriff auf Mariupol. Auf der Strasse vor dem Wohnhaus meiner Schwägerin fahren Dutzende Panzerfahrzeuge durch - sie erkennt nicht, von wem, wahrscheinlich Ukr, weil die Schlacht etwas weiter draussen stattfindet. Sie sieht aber auch Leute, die ihre Kinder tragen, von den Hochhäuser aus dem Quartier am Stadtrand laufen. 

Sie sieht und hört Raketeneinschläge etwas weiter draussen (sie wohnt in einem Plattenbauten). Angst wie verrückt - logisch. Deshalb kann ich aus der Subjektivität schlecht einschätzen, wie "massiv" der Angriff wirklich ist.

Sie sagte, es hätte bereits um ca 21 Uhr Ortszeit begonnen, also um 20 Uhr bei uns.

 

Edit 2:

Laut Journos vor Ort ist der Angriff wirklich so heftig, wie von Schwägerin geschildert. Bei der grossen Brücke vor Azovstal seien Fahrzeuge von Maschinengewehren beschossen worden, mit Toten, auch für Jounos unklar, was passiert sei: viele Meldungen - auch Falschmeldungen mit alten Bildern kommen momentan über Twitter rein: 

http://www.interpretermag.com/ukraine-liveblog-day-201/#4178

Bullish
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Nach der Horror Nacht in Mariupol ist der Schaden, der momentan gemeldet wird, relativ überschaubar, je nach Quelle ist von 1 toten Zivilisten und 1 toten Soldaten bis zu mehreren die Rede.

In meinen vorherigen Posts schrieb ich, dass ich den Eindruck habe, dass in Mariupol eine riesige Angst- und Drohkulisse erzeugt werden soll - von wem auch immer - aber ich muss gestehen, dass wenn ich höre, dass wieder Explosionen zu hören und sehen sind, dass ich dann selber glaube, jetzt wird gestürmt, so wie dies das DNR Press Office auch angekündigt hat.

Und wie gesagt, wer diese Kämpfe führt, können meine Kontakte vor Ort selber auch nicht sagen. Grundsätzlich glaubt man, dass Nationalgarde und Asow gegen DNR und Russen kämpfen. Es ist also genauso, wie auch dieser tote Ukr/Ami, der für das Freiwilligenbatallion Donbass kämpfte, sagte: "auch wir im Batallion haben keine Ahnung, was da läuft".

Wenn wer auch immer dafür verantwortlich ist, das Ziel hat, mit Angst und Schrecken eine Demoralisierung zu verbreiten, schafft dies meiner Meinung nach. Es heisst zwar immer von Experten in den Medien, dass durch die Krise National- und Zusammengehörigkeitsgefühl wachse, ich kann dies aber, natürlich nur aus einer unrepräsentativ kleine Gruppe von Leuten aus Mariupol und Umgebung, nicht wirklich feststellen, im Gegenteil, die Leute werden eher schwankhafter: jene, die klar pro-RU sind, haben eine weichere Position ebenso wie jene, die pro-Ukr oder pro-Kiew sind, die je nach Lage zwischen "wieso hilft NATO nicht" und "besser zu Russland, damit alles aufhört" schwanken.

Bullish
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Guter Artikel schildert die Probleme zwischen Kiew vs Freiwilligenbatallione, von Alec Luhn, der auf Twitter immer wieder von den Hardlinern beider Seiten angefeindet wird und dem man den Versuch, objektiv zu berichten, abnehmen kann. Persönlich finde ich zwar, er legt ein bisschen zuviel Naivität an den Tag, doch das scheint vielleicht nur so, weil er bemüht ist, zu berichten, wie es im erscheint:

http://www.foreignpolicy.com/articles/2014/09/06/anatomy_of_a_bloodbath_...

The late August massacre of volunteer troops leaving the strategic town of Ilovainsk through what they'd been promised was a "humanitarian corridor" was one of the bloodiest single episodes so far in the fighting in eastern Ukraine, leaving at least 100 dead.

He joined the battalion after taking part in the protests on Kiev's Independence Square this winter. Frannik bandaged his own neck after shrapnel from a mortar shell hit him outside Ilovaisk, temporarily paralyzing the left side of his body.
"All the battalions brought to Ilovaisk think the government betrayed us to destroy the volunteer battalions. The government fears us and wants to control us."

 

"They didn't come and we were surrounded."

By then, the battle was already lost. Volunteer units asked permission to withdraw, but the Ukrainian army command wouldn't give the order, said a Donbass commander who goes by the nickname Bulrush. 


Fighters in battalions like Donbass and the far-right unit Azov have promised that when the war is over they will hold another round of protests like the ones that forced President Viktor Yanukovych from power last winter. Ukraine's new government, they say, is full of officials who are either incompetent or on Moscow's payroll.


"We will close the border and then go to Kiev to change the regime," said Frannik, of the Donbass Battalion. "People died on Maidan, and no one answered for it. Now people are dying [in Ilovaisk] and nobody is answering for this. And we want to change this."

Viele "Maidaner" sind in diesen Freiwilligenbatallionen.

Klitschko sagte in Interviews, er wollte damals nicht in die Regierung, weil er einen weiteren Maidan erwarte, da er nicht glaube, dass sich ändern würde, was sich die Maidaner erhofft hätten. 

Ich selber kenne keine Aktivisten und weiss so nicht, was dort wirklich vor sich geht, aber von aussen betrachtet sieht vieles bisher einfach nach einem "Machtwechsel" und nicht nach "Reform" aus. Auch diese massive Front gegen Putin, verzögert und -hinder die erhofften Reformen. 

 

Das Hauptproblem wird aber sein, dass Poroschenko sich nicht zutraut, die Freiwilligenbatallione, wie gefordert, entwaffnen zu können. Lässt man sie deshalb an der Front im Stich, damit sie quasi von den Gegnern "entwaffnet" werden? Die Ironie ist, dass sich nun wegen - und nicht trotz - Ilovaisk wieder neue für diese Batallione rekrutieren lassen.

 

Schwierig ist auch, Poroschenkos Position einzuschätzen. Die Lage ist so, dass er sich klar gegen Timoschenko durchsetzten konnte, aber dass die nach dem Maidan gebildete Regierung vor allem aus alten Timoschenko Leuten besteht (auch, weil viele wie z.B. Klitschko nicht in diese Regierung rein wollten). Sind diese Leute nach dem Maidan tatsächlich auf Distanz zu Timoschenko gegangen?

Zwischen Poroschenko und Timoschenko gibt es einen Konflikt, weil sich Poroschenko zu Juschtschenko bekannte, als das Orange Bündnis zerfiel. Kolomoiski, wie Timoschenko aus Dnepropetrovsk, soll auch Juschtschenko unterstützt haben. Timoschenko war es, die mit Putin diesen schlechten Gasdeal, zu dem sie laut Janukowitsch von Merkel/EU gedrängt worden sei, ausgehandelt hat. Viele rechneten damals damit, das ihr Juschtschenko dies nicht durchgehen lassen würde, aber er war bereits zu machtlos und hatte auch in den Wahlen keine Chancen, wo die 3 Janukowitsch (Donezk), Timoschenko (Dnepropetrovsk) und Tigipko (Dnepropetrovsk) gleichauf waren. Einige gaben Tigipko gute Chancen, da er wie jetzt Poroschenko, als "neue Kraft" gesehen wurde (wie Poroschenko ist er aber schon seit immer im "Teig" dabei). Tigipko verbündete sich mit Janukowitsch und trat der Partei der Regionen bei - nach dem Maidan verliess Tigipo diese Partei wieder, gilt aber bei seiner Basis als Verräter und Flip-Flopper. Anders als Poroschenko hatte Tigipko wirklich Anhänger, die nun enttäuscht sind. Eine solche Basis hat Poroschenko nicht, er ist ohne wirkliche Vision und nicht sehr sympatisch oder mitreissend. Viele denken, er sei kompetent und wegen eigenem Vermögen relativ unabhängig (anders als Jazeniuk, bei dem man glaubt, dass er ohne Sponsoren politisch schwach wäre).

Wo sind diese Leute nun positioniert, wie verfeindet sind sie und sabotieren sie sich gegenseitig?

Bullish
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Das seien Dutzende russische Panzer in der Ukraine, Koordinaten zeigen tatsächlich Separatisten kontrolliertes Gebiet und Tenue ist so einheitlich, dass es sich um Militär handelt. Kommt aber darauf an, ob Koordinaten wirklich stimmen. Falls sie überprüfbar sind, wird man das im Netz bald finden, ansonsten sind das halt einfach Panzer "irgendwo":



Video: https://www.youtube.com/watch?v=JiOZHfxVGkw

GoogleMaps Link

Bullish
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100% Russen mit "Airborne" Flagge auf dem Fahrzeug. Sagen: "wir sind Freiwillige, nicht Soldaten", aber verraten sich, als sie Emblem von ukrainischem Paratrooper zeigen: "wir waren auch Paratrooper" sagen sie. Graham ist eingebetteter pro-RU Journalist, als nix wird mehr versteckt und in den Kommentaren von Youtube freuen sich viele Russen, dass ihre Jungs in der Ukraine sind, um gegen Faschisten und Banderisten zu kämpfen:

https://www.youtube.com/watch?v=S4TfQmPT8-k

weico
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Bundesregierung zu Flug MH17: Keine "gesicherten Erkenntnisse" über Abschuss

 

Die letzten Minuten des Fluges MH17 hatten Nato-Aufklärflugzeuge nicht mehr auf dem Radar, teilte die Bundesregierung mit. Über einen Beschuss mit Boden-Luft-Raketen gebe es "keine gesicherten Erkenntnisse", heißt es weiter.

"Geheimdienstliche Gründe"

Erfasst hätten die beiden Aufklärungsmaschinen allerdings Signale von einem Flugabwehrraketensystem sowie ein weiteres Radarsignal, das nicht zuzuordnen gewesen sei. Awacs habe das Flugabwehrsystem "automatisiert" als Boden-Luft-Raketenstellung vom Typ SA-3 klassifiziert. Dabei handele es sich um "ein in der gesamten Region routinemäßig erfasstes Signal."

Auf die Frage, welche Informationen US-Aufklärungssatelliten zum Absturz von MH17 geliefert hätten, schreibt die Bundesregierung, eine offene Beantwortung sei aus geheimdienstlichen Gründen nicht möglich. Stattdessen werde die Stellungnahme in diesem Punkt als "geheim" eingestuft und bei der Geheimschutzstelle des Bundestages hinterlegt.

Verschwiegen gibt sich Berlin auch auf die Frage, welche Funksprüche im Zusammenhang mit der Flugkatastrophe abgehört worden seien. "Etwaige Auskünfte zum Inhalt möglicher Aufzeichnungen können nur von der niederländischen Flugunfalluntersuchungsbehörde erteilt werden", heißt es in dem Dokument unter Berufung auf entsprechende Vorschriften der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO

 

http://www.spiegel.de/panorama/flug-mh17-regierung-hat-keine-sicheren-er...

 

weico

sime
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weico hat am 07.09.2014 - 20:41 folgendes geschrieben:

Bundesregierung zu Flug MH17: Keine "gesicherten Erkenntnisse" über Abschuss

 

Die letzten Minuten des Fluges MH17 hatten Nato-Aufklärflugzeuge nicht mehr auf dem Radar, teilte die Bundesregierung mit. Über einen Beschuss mit Boden-Luft-Raketen gebe es "keine gesicherten Erkenntnisse", heißt es weiter.

"Geheimdienstliche Gründe"

Erfasst hätten die beiden Aufklärungsmaschinen allerdings Signale von einem Flugabwehrraketensystem sowie ein weiteres Radarsignal, das nicht zuzuordnen gewesen sei. Awacs habe das Flugabwehrsystem "automatisiert" als Boden-Luft-Raketenstellung vom Typ SA-3 klassifiziert. Dabei handele es sich um "ein in der gesamten Region routinemäßig erfasstes Signal."

Auf die Frage, welche Informationen US-Aufklärungssatelliten zum Absturz von MH17 geliefert hätten, schreibt die Bundesregierung, eine offene Beantwortung sei aus geheimdienstlichen Gründen nicht möglich. Stattdessen werde die Stellungnahme in diesem Punkt als "geheim" eingestuft und bei der Geheimschutzstelle des Bundestages hinterlegt.

Verschwiegen gibt sich Berlin auch auf die Frage, welche Funksprüche im Zusammenhang mit der Flugkatastrophe abgehört worden seien. "Etwaige Auskünfte zum Inhalt möglicher Aufzeichnungen können nur von der niederländischen Flugunfalluntersuchungsbehörde erteilt werden", heißt es in dem Dokument unter Berufung auf entsprechende Vorschriften der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO

 

http://www.spiegel.de/panorama/flug-mh17-regierung-hat-keine-sicheren-er...

 

weico

 

Einfach nur zum K..... mehr gibts da nicht zu sagen. So langsam wäre es eine Pflicht für uns alle, dieses nordatlantische, mos(es)sadistische Bündnispack für Ein und Allemal zum Teufel zu jagen, koste es, was es wolle. 

Bullish
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MarcusFabian hat am 06.09.2014 - 19:00 folgendes geschrieben:

Bullish hat am 06.09.2014 - 18:43 folgendes geschrieben:

 

 

Zu MH-17. Sieht aus, als soll Schuldfrage nicht geklärt werden:

http://www.welt.de/politik/ausland/article131972765/Die-MH17-Schuldfrage...

Eigentlich sehr schade, dass MH-17 nicht aufgeklärt wird. Dass wichtige Dokumente, Bänder und Untersuchungsergebnisse der Öffentlichkeit verschwiegen werden, dürfte die verschiedenen (Verschwörungs-)Theorien anheizen.

Zu Recht, wie ich meine, denn wenn Informationen unter Verschluss gehalten werden, stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem "Warum?", dem "Cui bono?"

 

Wie oben gesagt, das würde ganz sicher die Friedensgespräche stören. "Schuldfragen" werden doch vor Gericht geklärt und nicht einer Untersuchungskommission, oder? Bevor die Experten vor Ort waren, macht es sowieso keinen Sinn, Ergebnisse zu präsentieren.

Hier dauerte es 23 Jahre: http://en.wikipedia.org/wiki/Pan_Am_Flight_103

 

Bullish
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MarcusFabian hat am 06.09.2014 - 17:53 folgendes geschrieben:

Bullish hat am 05.09.2014 - 15:31 folgendes geschrieben:

 Bombardement [Anm: MF - in Mariupol] war gut zu hören, obwohl in ca 1 Stunde Waffenruhe herrschen soll. Bombardierung findet etwas ausserhalb der Stadt statt

Frage: Wer schmeisst die Bomben?

Hier, den Typen kennen wir aus Motorola's Gruppe:

https://www.youtube.com/watch?v=-yf5BJBe63M

Solche GRADs oder sogar Uragans hat es in Mariupol nun jeden Tag (und Nacht) runtergehagelt.

MarcusFabian
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Bullish hat am 08.09.2014 - 00:30 folgendes geschrieben:

Bevor die Experten vor Ort waren, macht es sowieso keinen Sinn, Ergebnisse zu präsentieren.

 

 

Das ist genau das, was ich schon seit dem Abschuss immer moniert habe: Man schiebt Schuldzuweisungen hin- und her und verhängt sogar Sanktionen, bevor die Experten ihre Ergebnisse präsentiert haben.

Dabei wäre doch jedem, der ab und zu im TV einen Krimi schaut der Ablauf klar gewesen: Tatortermittlung - Forensik - Theorien - Beweisführung - Anklage - Verurteilung.

 

Bullish
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MarcusFabian hat am 08.09.2014 - 19:29 folgendes geschrieben:

Bullish hat am 08.09.2014 - 00:30 folgendes geschrieben:

Bevor die Experten vor Ort waren, macht es sowieso keinen Sinn, Ergebnisse zu präsentieren.

 

 

Das ist genau das, was ich schon seit dem Abschuss immer moniert habe: Man schiebt Schuldzuweisungen hin- und her und verhängt sogar Sanktionen, bevor die Experten ihre Ergebnisse präsentiert haben.

Dabei wäre doch jedem, der ab und zu im TV einen Krimi schaut der Ablauf klar gewesen: Tatortermittlung - Forensik - Theorien - Beweisführung - Anklage - Verurteilung.

 

Aber soviel weiss man nun - Konversation zwischen Dnepropetrovsk und Rostov:

http://www.bbc.com/news/world-europe-29119024


DNP makes two more requests for contact from MH17 before Russia's Rostov airport (RST) calls in at 13:22:05.


RST to DNP: Listening [to] you, its Rostov


DNP to RST: Rostov, do you observe the Malaysian by... by the response?


RST to DNP: No, it seems that its target started falling apart.

 

Rostov sieht sofort, dass die "begleitenden Flugobjekte" keine ukr. Kampfjets sind, sondern schliesst auf Wrackteile von MH-17.

 

Und weiter, wie bereits oben von mir geschrieben, Expertenuntersuchungen suchen nie nach "Schuldigen" sondern sammeln die Fakten:

The report does not attribute blame or liability for the crash but a separate criminal investigation is being conducted by prosecutors in The Hague, she adds.

 

Bullish
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sime hat am 12.07.2014 - 21:28 folgendes geschrieben:

Bullish hat am 10.07.2014 -

Das blau stellt nicht den Himmel der ukrainischen Flagge dar, sondern das Blau des Asowschen Meeres. Deshalb ist die Flagge auf dem Kopf und bedeutet nicht Einheit, sondern ebenfalls Separatismus - jedenfalls wenn man die Flagge zu interpretieren versucht.

 

 

Da ist nicht nur der Wolfsangel zu sehen, sondern auch das von der SS auf der Wewelsburg in den Boden eingelegte, eskomptierte keltische Symbol der Schwarzen Sonne. smiley

 

 

Ich glaube nicht, dass hier das Asowsche Meer symbolisiert wird, wenn dann nur vordergründig. Vielmehr sehe ich hier den Dreizack Shivas, der auch mit Poseidon, dem Gott der Meere und der Fischer gleichzusetzen ist. Die Welle soll wohl symbolisch als Anbrechen des Wassermann oder Wasserkrugzeitalters herdienen, das nun durch den Zerstörer Shiva mit seinem Dreizack eingeläutet werden soll. Diese Kräfte haben anscheinend weitreichendere Unterstützung als die ukrainische Regierung, welche auf diese angewiesen zu sein scheint. Es gab nicht nur die Operation Paperclip oder die von US-Seite bezeichneten Rattenlinien, sondern eine hochtechnologische, gut vorbereitete und unter Kammler geführte deutsche Absetzbewegung, die sogar noch vor der Konferenz von Jalta anlief. Hier hatte Hitler nichts zu melden, soviel steht fest. Wenn er zu so einem Ort geflüchtet ist, von denen es auf der ganzen Welt verstreut und viele gibt, so musste er wohl dort um Asyl bitten, denn im 2. WK war keine Seite so von Verrätern und Ratten aus den eigenen Reihen umgeben wie die Deutsche. Ich denke, dass sich diese Kräfte allmählich sichtbar bemerkbar machen, sie wurden von der alliierten Presse über Jahrzehnte totgeschwiegen, was anscheinend sogar im Interesse deren Feindes war, doch jetzt ist wohl langsam Schluss mit dem Versteckspiel.

 

 

@sime es gibt eine merkwürdige Beziehung, zwischen Bat.Asov-Korchinsky-Dugin-Strelkow:

 

Bat.Asov-Korchinsky, bei 1:23:

https://www.youtube.com/watch?v=xugyiBkreGE

Korchinsky hat Bat.Asov mitgegründet: http://en.wikipedia.org/wiki/Azov_Battalion

 

Korchinsky-Dugin:

http://evrazia.org/modules.php?name=News&file=article&sid=2242

Im Text wie auf den Bildern unten (die beiden ganz rechts)

 

Dugin-Strelkow, vor ein paar Tagen im Kloster Walaan:

https://www.youtube.com/watch?v=yRhUMIPtVmA

Bei Dugin und Strelkow zu sehen ist übrigens der Miliardär und ultra-orthodoxe Konstantin Malofeev, gegen den wegen Unterstützung der Separatisten ein Verfahren eröffnet worden sei: http://en.wikipedia.org/wiki/Konstantin_Malofeev#Legal_matters

Dugin & Malofeev vor einigen Wochen bei einem Treffen der "Neuen Rechten" in Wien: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Gipfeltreffen-mit-Putins-fuen...

Das Kloster Walaan ist übrigens Putin's liebstes: http://www.bbc.com/news/magazine-20041504

Anfangs Oktober ist Dugin Stargast an einer Veranstaltung von "Jobbik", einer ultra-rechten Partei Ungarns, die Orban von rechts her sehr bedrohlich zu werden scheint: http://www.npiamerica.org/identitarian-congress

 

 

Übrigens wurde im Dec 2013 in der Ukraine berichtet (ich erwähnte in früheren Posts bereits), das Korchinsky mit seinen Leuten die Bagger Attacke verübt hätten: http://www.pravda.com.ua/articles/2013/12/1/7003664/

Die Bagger Attacke anfangs Dezember folgte auf die nächtliche Attacke der Berkuts Ende November. Die beiden Ereignisse waren Start der Gewaltspirale auf dem Maidan, wo plötzlich eine relativ kleine ultra-rechte Gruppe das Geschehen zu beeinflussen begann.

 

Was eine aufregende Verbindung wäre, relativierte sich, als ich einen Rechtsextremismusforscher kontaktierte, der sagte, Dugin und Korchinsky seien vor ein paar Jahren in Verbindung gestanden - jetzt aber möglicherweise nicht mehr.

Es ist ziemlich schwer, diesen Korchinsky und die Gruppen, mit denen er zu tun hat(te), einzuordnen, mal kämpften sie mit den Russen (z.B. in Transnistirien gegen Moldavien), mal gegen die Russen. z.B. hier: http://www.jamestown.org/single/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=3198

Der Rechtsextremismusexperte sagte mir, "wahrscheinlich" kämpfe die "Wotan Jugend" über "Misanthropic Division" bei Asov mit:

http://vk.com/wotanjugend

http://vk.com/mdivision

Die Wotan Jugend leute sind aber in Moskau auch präsent, teils neben anderen Ultra-Rechten, die in der Ukraine auf der Gegenseite kämpfen(?!?): https://vk.com/ns1may2014?z=photo-70071001_329221019%2Falbum-70071001_19...

 

 

 

 

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@weico hat's ja auch mal angesprochen: "Nazis kämpfen gegen Nazis" - dieser Artikel passt:

http://cgrozev.wordpress.com/2014/06/10/the-fascist-uprising/
 

THE FASCIST “UPRISING”, OR “OUR FASCISTS ARE BETTER THAN YOUR FASCISTS”

Btw, interessanter Blog eines Journos.

weico
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weico hat am 29.08.2014 - 22:39 folgendes geschrieben:


Bei Leuten wie Kolomojskyj ,die sich wohl ein wenig zusehr aus dem Fenster lehnte,dürfte wohl schon jetzt klar sein,dass er wohl nicht bei den Russen mitspielen wird.....

 

weico

 

...und schon kommt die erste Massnahme.....

   Niemand nennt Putin ungestraft einen «kleinen Schizophrenen»

 

Enteignungen, Haftbefehle, Todesdrohungen: Zwischen dem russischen Präsidenten und dem aktuell mächtigsten Oligarchen der Ukraine läuft eine Privatfehde. Beide profitieren massiv davon.

 

http://bazonline.ch/ausland/europa/Niemand-nennt-Putin-ungestraft-einen-...

 

 

weico

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weico hat am 11.09.2014 - 16:48 folgendes geschrieben:

weico hat am 29.08.2014 - 22:39 folgendes geschrieben:

 

Bei Leuten wie Kolomojskyj ,die sich wohl ein wenig zusehr aus dem Fenster lehnte,dürfte wohl schon jetzt klar sein,dass er wohl nicht bei den Russen mitspielen wird.....

 

weico

 

...und schon kommt die erste Massnahme.....

   Niemand nennt Putin ungestraft einen «kleinen Schizophrenen»

 

Enteignungen, Haftbefehle, Todesdrohungen: Zwischen dem russischen Präsidenten und dem aktuell mächtigsten Oligarchen der Ukraine läuft eine Privatfehde. Beide profitieren massiv davon.

 

http://bazonline.ch/ausland/europa/Niemand-nennt-Putin-ungestraft-einen-...

 

 

weico

Also langsam könnt Ihr mir glauben, dass dort ein Mafia- und Oligarchenkrieg herrscht und keine Undercover Aktion der EU-Streitkräfte.

Kolomoiskis Leute kämpfen aber nicht autonom, sondern offiziell.

Das Problem für Kolomoiski, der neuen Nummer 1, ist, dass er 2Mrd hat während Achmetow 20Mrd (seine Börsenkotierten schwanken aber täglich locker 30%) schwer ist. Kolomoiski hat ca einige 100 bis 2000 neu angeheuerte Kämpfer, währen Achmetow schon vor den Unruhen ca. 3000 Sicherheitsleute, aus Eliteeinheiten rekrutiert, hatte.

Der Unterschied ist, dass Kolomoiski offen über seine Söldner spricht, während Achmetow alles von sich weist, dabei kontrolliert er die DNR Gruppen "Vostok" und "Oplot" und *wahrscheinlich* das proUkr "Asow" Batallion.

Alleine Achmetows DNR Gruppen "Vostok" und "Oplot" werden auf je ca 2'500 Mann geschätzt: http://image.zn.ua/media/images/original/Jun2014/92298.png


 

 

Die Graphik oben ist nicht wirklich aktuell, denn Strelkow ist in Russland zurück. Seine Gruppe war aber Achmetows 2 Gruppen unterlegen, doch nun sollen ja inzwischen "reguläre russische Truppen" drin sein, ob Achmetow mit oder gegen diese agiert, kann ich nicht sagen. Die Gruppe von "Bezler" gilt als autonom.

Was in Lugansk, also LNR läuft, weiss ich nicht. 

Die RU-wiki Version gibt eine recht gute Übersicht, auch mit "translate" verständlich: hier

weico
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Bullish hat am 12.09.2014 - 00:59 folgendes geschrieben:

Das Problem für Kolomoiski, der neuen Nummer 1, ist, dass er 2Mrd hat während Achmetow 20Mrd (seine Börsenkotierten schwanken aber täglich locker 30%) schwer ist.

...zurzeit macht sich die ukr. Regierung  bzw.  Kolomoisky absolut lächerlich mit ihre Mauerbau-Idee.

Hilfgelder von der EU kassieren und dann solchen Schwachsinn verkünden,ist nicht gerade förderlich um westliche Sympathien zu behalten bzw. zu gewinnen. Sie sollten das Geld lieber für die kommenden Gasrechnungen beiseite legen...! Der "russische Verbündete" aka Winter ...kommt schon bald... :oops:

 

Aus dem Spiegel Link::

 

"Hinzu kommen praktische Probleme: Der Bau der Anlagen wird im Minimum Monate, vermutlich aber Jahre dauern, während die Auseinandersetzung mit Russland schon lange in Gange ist. Separatisten dürften die Bauarbeiten in den von ihnen beherrschten Gebieten zudem kaum dulden.

Unklar ist auch, ob der Mauerbau überhaupt finanzierbar ist. Igor Kolomoisky, Oligarch und Gouverneur von Dnipropetrowsk, sprach laut «Voice of Russia» von Kosten von 100 Millionen Euro. Dies entspräche 50 Euro pro Meter, was für den Bau einer solchen Anlage eine lächerliche Summe ist. Sungurowsky sprach gegenüber «Spiegel online» hingegen von mehreren Milliarden Euro."

 

http://bazonline.ch/ausland/europa/Kiews-seltsame-Mauerbauplaene/story/2...

 

 

weico

 

 

 

 

MarcusFabian
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Immerhin hat vor einem Dreiviertel Jahrhundert ja die Maginot-Linie ja Frankreich vor dem Einmarsch Hitlers beschützt. Oder verwexxele ich da was? :oops:  Biggrin

Spass beiseite. Stimme Dir voll zu, dass die Ukrainier eigentlich die spärliche Kohle für besseres ausgeben bzw. sparen müsste.

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Moskau reagiert auf neue Sanktionen: »EU nicht bereit, die russischen Friedensbemühungen in der Ukraine zur Kenntnis zu nehmen«Redaktion

 

Die Europäische Union erkenne offenbar die russischen  Bemühungen, einen Frieden in der Ukraine herbeizuführen, nicht, oder wolle sie nicht erkennen, hieß es aus Moskau als Reaktion auf die neuen Sanktionen, die heute in Kraft treten. Aber trotz dieser »wenig konstruktiven« Politik Brüssels sei Moskau weiterhin entschlossen, dazu beizutragen, den Friedensplan umzusetzen. »Wir bedauern, dass die Europäische Union eine neue Runde von Sanktionen verhängt hat. Wir haben verschiedentlich unsere Unzufriedenheit und unsere Ablehnung gegenüber den zuvor verhängten Sanktionen erklärt. Darüber hinaus halten wir sie für rechtswidrig«, erklärte Putins Sprecher Dmitri Peskow.

 

 

Die Entscheidung der EU »ist unbegreiflich und unerklärlich«, fügte er hinzu, dies gelte insbesondere »vor dem Hintergrund der Anstrengungen, die Russland ausgehend von Friedensinitiativen des Präsidenten Putin in den letzten Tagen ergreift, um das Blutvergießen einzustellen und den Konflikt im Südosten der Ukraine mit friedlichen Mitteln beizulegen«.

 

 

Der Präsidentensprecher betonte: »Für uns liegt es klar auf der Hand, dass Brüssel die reale Sachlage in der Donbass-Region nicht sieht oder beharrlich nicht sehen und sich nicht über Schritte informieren will, die die beteiligten Seiten zur Beilegung (des Konflikts) unternehmen.«

 

Moskau bedauert, dass die EU immer noch »vorzieht, die Sprache von Sanktionen zu benutzen«, anstatt »zu einer friedlichen Beilegung« des Konflikts beizutragen – »und zwar nicht nur mit Worten, sondern mit Taten«, erklärte Peskow. »Andererseits kann man in diesem Zusammenhang unmöglich übersehen, dass letzten Endes europäische Unternehmen und die Steuerzahler den Preis für diese Sanktionen zahlen müssen. Und dies ist bereits jetzt schon der Fall.«

 

Peskow ging auch auf den Sieben-Punkte-Friedensplan Präsident Putins ein, den dieser den Konfliktparteien zwei Tage vor der Einigung Kiews und der Donbass-Regionen auf einen Waffenstillstand am 5. September vorgelegt hatte. »Trotz fehlender konstruktiver Elemente in der Position Brüssels wird Russland weiterhin alles in seiner Macht Stehende unternehmen, um die Umsetzung des ausgehandelten Friedensplanes und die Stabilisierung der Situation im Südosten der Ukraine als ganzer zu unterstützen«, sagte Peskow weiter.

 

Bereits am Donnerstag erklärte das russische Außenministerium, Moskau werde »angemessene Maßnahmen« ergreifen, sollten neue Sanktionen gegen Russland ausgesprochen werden. Wenig später kündigte der Präsident des Europarates Herman Van Rompuy an, am Freitag würden weitere Sanktionen gegen Russland in Kraft treten.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/redaktion/moskau-reagier...

 

Nebukadnezar
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Ukrainischer Regierungschef: «Putin will die ganze Ukraine» :fool:

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hat schwere Vorwürfe gegen Wladimir Putin erhoben. Dem Kremlchef gehe es nicht nur um die Separatistenhochburgen Donezk und Lugansk. Sein Ziel sei es, die gesamte Ukraine zu eleminieren.

Der Vorwurf gegen Wladimir Putin wiegt schwer: Der russische Präsident wolle die Zerstörung der Ukraine, sagte der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk in Kiew. Trotz der geltenden Waffenruhe wolle Putin «die Ukraine als unabhängigen Staat eliminieren».

Putin habe zum Ziel, die Sowjetrepublik wieder herzustellen, so Jazenjuk weiter. Dem Kremlchef gehe es nicht nur um die Separatistenhochburgen Donezk und Lugansk im Osten des Landes. Putin wolle «die ganze Ukraine einnehmen»

Nato als Garant für die Sicherheit

Jazenjuk bat die EU und die USA um Unterstützung bei der Umsetzung des Friedensplans. Die Ukraine sei nicht stark genug, um bilaterale Verhandlungen mit Russland zu führen, sagte der ukrainische Regierungschef. Die EU und die USA sollten bei den Friedensgesprächen eine direkte Rolle spielen und die Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine garantieren, forderte er. Russland sei eine «Bedrohung für die globale Ordnung und der Sicherheit von ganz Europa».

Zudem forderte Jazenjuk erneut einen Beitritt seines Landes zur Nato. Die Allianz sei die einzige Möglichkeit, die Ukraine zu schützen, sagte er. Die Nato schliesst eine Aufnahme der Ukraine vorerst aus.

Waffenruhe hält weitgehend

Kiew hatte sich in der vergangenen Woche mit den pro-russischen Separatisten in der Ostukraine unter Beteiligung Russlands und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auf eine Waffenruhe verständigt. Diese wird weitgehend eingehalten.

Doch Jazenjuk mahnt: Das Land befinde sich noch immer im Krieg. Laut der ukrainischen Armee haben pro-russische Separatisten in der Nacht auf Samstag den Flughafen von Donezk angegriffen. Man habe den Anschlag aber erfolgreich abwehren können.

http://www.srf.ch/news/international/ukrainischer-regierungschef-putin-w...

Ja der liebe Jazenjuk, immer schön das machen was seine Sponsoren verlangen!

 

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Bullish
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weico hat am 12.09.2014 - 17:31 folgendes geschrieben:

Bullish hat am 12.09.2014 - 00:59 folgendes geschrieben:

Das Problem für Kolomoiski, der neuen Nummer 1, ist, dass er 2Mrd hat während Achmetow 20Mrd (seine Börsenkotierten schwanken aber täglich locker 30%) schwer ist.

...zurzeit macht sich die ukr. Regierung  bzw.  Kolomoisky absolut lächerlich mit ihre Mauerbau-Idee.

Hilfgelder von der EU kassieren und dann solchen Schwachsinn verkünden,ist nicht gerade förderlich um westliche Sympathien zu behalten bzw. zu gewinnen. Sie sollten das Geld lieber für die kommenden 

 

Kolomoiski und Poroschenko sind politische Gegner. Die Mauer ist natürlich Innenpolitik weger der Parlamentswahlen.

 

 

Interessantes Gespräch mit Schischkin, wieso sieht man keine Kreml-kritischen Russen wie ihn in deutschen Talkshows?

http://www.srf.ch/player/tv/sternstunde-philosophie/video/poet-gegen-zar...

 

Meist sieht man Leute der deutschen Russland-Lobby: http://www.deutsch-russisches-forum.de/index.php?id=14

Das ist so ziemlich das who-is-who der deutschen Wirtschaft, was auch die Einseitigkeit der Debatte in Deutschland erklärt. Solche Beziehungen aufzubauen ist zäh, die möchte man sicher nicht wegen dem Donbass opfern.

Oben genannter Schischkin argumentiert ähnlich:

 

http://www.theguardian.com/world/2014/sep/18/russia-ukraine-europe-putin...

Europeans are not ready for the new reality that has set in. Leave us alone! Return everything to the way it was: jobs, gas, peace! No supplying weapons to Ukraine! One cannot start an armed conflict in the age of nuclear weapons because of some Mariupol! Should the world perish in a catastrophe because Ukraine wants to be part of Europe?

 

weico
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 Ukraine will 2020 Mitgliedschaft beantragen

 

Mit weitreichenden Wirtschaftsreformen soll die Ukraine fit für die EU gemacht werden. Dies kündigte Präsident Petro Poroschenko an.

 

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Reformen angekündigt, die seinem Land den Weg in die Europäische Union ebnen sollen. Zu seiner «Strategie 2020» zählen laut Poroschenko die Bekämpfung der Korruption und die Dezentralisierung der politischen Macht.

Ausserdem sollen das Steuersystem, Justiz und Polizei reformiert sowie die Energieabhängigkeit des Landes verringert werden. «Ziel unserer ehrgeizigen Reformen ist es, europäische Lebensstandards zu erreichen und 2020 den Aufnahmeantrag für die Europäische Union zu stellen», sagte er am Donnerstag in Kiew.

Er hoffe, dass aus den Wahlen im Oktober ein reformorientiertes Parlament hervorgehe, das sein Programm umsetze und die Ukraine zu einem attraktiveren Partner für Europa mache, sagte Poroschenko. Die Alternative wäre, mit Russland allein zu bleiben.

Die Ukraine hat mit der EU bereits ein Assoziierungsabkommen geschlossen. Die Umsetzung des wirtschaftlichen Teils ist allerdings auf Januar 2016 verschoben worden. Damit kommen beide Seiten Russland entgegen, das bei einer engeren Verflechtung der EU und der Ukraine wirtschaftliche Nachteile befürchtet.

Waffenruhe hält

Der Streit über das Abkommen ist Ursprung des derzeitigen Konfliktes in der Ostukraine, bei dem prorussische Rebellen gegen Regierungstruppen kämpfen. Poroschenko sagte, die Waffenruhe halte endlich. In den vergangenen 24 Stunden habe es zum ersten Mal seit Monaten keine Toten oder Verletzten gegeben.

Poroschenko sagte, er sei überzeugt, dass «der wichtigste und gefährlichste Teil des Krieges vorbei ist». Grund dafür sei der «Heldenmut» der ukrainischen Soldaten. Er habe ausserdem «keinen Zweifel» daran, dass sein Friedensplan mit den Separatisten funktionieren werde.

Schliessung der Grenze zu Russland

Per Dekret ordnete Poroschenko die Schliessung der Grenzen zu Russland an. Damit soll verhindert werden, dass «staatsgefährdende» russische «Agenten» auf ukrainisches Territorium gelangen und so Waffen und Kämpfer einschleusen könnten, wie ein Vertreter der ukrainischen Sicherheitsdienste sagte.

Demnach sollen die Sicherheitsmassnahmen «bald» in Kraft treten. Die Grenze ist rund 2000 Kilometer lang, allerdings stehen mehrere hundert Kilometer unter der Kontrolle der prorussischen Separatisten.

Seit April kämpfen diese Separatisten, die eine Annäherung ihres Landes an den Westen ablehnen, im Osten der Ukraine gegen Kiews Regierungstruppen. Über 3200 Menschen starben bereits dabei. Russland wird vorgeworfen, die Separatisten militärisch zu unterstützen.

Kiew gegen Regionalwahlen im November

Ablehnend äusserte sich Poroschenko zu den Plänen der prorussischen Separatisten, im November Regionalwahlen in den von ihnen kontrollierten Gebieten im Osten des Landes abzuhalten: Weder die Ukraine noch der Rest der Welt werde diese Wahlen anerkennen, sagte Poroschenko. Und er hoffe, Russland auch nicht.

Die Regierung in Kiew hat dagegen Regionalwahlen in der Ostukraine unter ihrer Schirmherrschaft für Dezember vorgeschlagen. Die Separatisten wollen sie bereits im November abhalten und zwar ohne Einfluss der Zentralregierung.

Die Ukraine-Krise ist auch Thema beim Treffen der Aussenminister der sieben führenden Industriestaaten am Rande der UNO-Vollversammlung in New York. Diese G7-Staaten zeigen sich dem Entwurf ihrer Abschlusserklärung vom Donnerstag zufolge zu einer Verschärfung der Sanktionen bereit, sollte Moskau seinen Kurs nicht ändern. Der Ukraine sagen sie Unterstützung beim Wiederaufbau der Wirtschaft zu.

 

http://www.20min.ch/ausland/dossier/ukraine/story/Ukraine-will-2020-Mitg...

 

 

weico

 

 

 

weico
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Nachdem der "Kleinkonflikt" ja nun praktisch vorüber ist und der wichtigste Verbündete von Putin  (der Winter) nun bald vor der Türe steht...gibt's eine mediale Bestandsaufnahme in "Neu-Russland"...

 

WELTSPIEGEL auf ARD 19.20 Uhr

 

 

Ukraine: "Neues Russland" - Traum und Schrecken

 

"Wir haben uns den Menschen gestellt," sagt Birgit Virnich über ihre Reise in die Ostukraine, nach Donezk, in die selbsternannte Volksrepublik. Die Moskau-Korrespondentin der ARD wollte selbst hören, wie es den Menschen dort geht, was sie mit Moskau verbindet, was sie sich erhoffen, aber auch wovor sie sich fürchten. Alek zum Beispiel. 37 Jahre ist er alt, arbeitet im Bergbau. Er ist überzeugt, dass der Europakurs der ukrainischen Regierung ihm seine Existenz raubt. Deshalb glaubt er an eine bessere Zukunft in "Neurussland". "Wenn wir unsere Steuern nicht mehr nach Kiew abführen, wird es uns Kumpels hier in den Gruben rund um Donezk besser gehen," glaubt er. Alek träumt davon, dass Donezk zu einer zweiten Krim wird, und von einer eigenen Wohnung, so wie früher zu Sowjetzeiten. "In Russland ist alles besser," erklärt. Das weiß er aus dem russischen Fernsehkanal "Russia24".

"Und wann waren Sie das letzte Mal in Russland," fragt ihn die Korrespondentin. Er grübelt und räumt ein, dass es Ende der 80er Jahre war. Wie viele hier in Donezk hat auch Alek ein glorifiziertes Russlandbild.

Das ARD-Team hat viele Menschen getroffen, vor allem Anhänger der Idee eines "Neu-Russlands", aber auch ein paar Gegner. Die Bilanz der Drehreise ist ernüchternd: die Gräben zwischen den Menschen erscheinen unüberwindbar.

 

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sen...

 

 

Mariupol wird zur Festung

 

http://www.tagesspiegel.de/politik/buergerkrieg-in-der-ukraine-mariupol-...

 

 

weico

 

 

Nebukadnezar
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„Wir sollten aus der Kriegs-Propaganda und der Gewalt-Spirale aussteigen“ 

Der Ukraine-Konflikt sei unverständlich und auch, was er Europa und Deutschland bringen soll. Die treibenden Kräfte, die den Konflikt anheizen, sind die Amerikaner, so Daniele Ganser. Das Land wurde gezielt durch Scharfschützen destabilisiert. Der Sturz der Regierung von Janukowitsch im Februar 2014 werde die Geschichtsschreibung noch lange beschäftigen.

Interessantes Interview von DWN

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Ben
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Eilmeldung

Putin ordnet Abzug der Truppen von der ukrainischen Grenze an. Er kommt einer Forderung des Westens und der Ukraine nach um die Situation zu entschärfen.

Quelle: N24 10:31 

Nebukadnezar
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Doku über den Absturz oder Abschuss der MH-17. Besonders Interessant die Aussagen über die Manipulation der Flughöhenangaben der SU-25, ab Min. 12.

http://rt.com/shows/documentary/197540-mh-17-crash-ukraine/

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MarcusFabian
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Nebukadnezar hat am 25.10.2014 - 15:41 folgendes geschrieben:

Doku über den Absturz oder Abschuss der MH-17.

Ich habe immer moniert, dass solche Ereignisse all zu schnell aus dem Fokus der Menschen verschwinden und jeder irgend wann aufgibt, nach den Antworten auf unbeantwortete Fragen zu suchen.

Die "Antworten", die wir bisher darauf erhalten haben, vermögen uns nämlich keinesfalls zu befriedigen. Antworten wie:

* Die Tondokumente sind nicht mehr verfügbar weil vom ukrainischen Geheimdienst beschlagnahmt.
* Die Black-Boxes werden von GB und NL untersucht. Seither hört man nichts mehr davon.
* "Die Russen waren es." Alles andere ist unwichtig. Ob das stimmt oder nicht ist irrelevant. Wir (im Westen) haben deshalb schon sehr zeitnah und bar jeglicher Beweise Sanktionen gegen Russland verhängt.

 

Danke deshalb, dass Du das Thema "am Leben" hältst. Good

Zyndicate
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Wirtschaft der Ukraine bricht im dritten Quartal ein

30.10.2014 16:09



Kiew (awp/sda/reu) - Der Ukraine kommt der Konflikt mit prorussischen Separatisten teuer zu stehen. Das Bruttoinlandsprodukt brach im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 5,1 Prozent ein, wie das Statistikamt am Donnerstag in Kiew mitteilte.

Im Frühjahr hatte es bereits einen Rückgang um 4,6 Prozent gegeben. Die Weltbank rechnet für 2014 sogar mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um acht Prozent. Sie erwartet erst für 2016 eine Rückkehr zu Wachstum.

Dem Land macht die Auseinandersetzung mit den prorussischen Separatisten im Osten zu schaffen. Dort sind nach Angaben von Präsident Petro Poroschenko etwa 50 Prozent der industriellen Infrastruktur zerstört worden.

(AWP)

 

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Ukraine und Russland haben Gas-Abkommen
 

Nach monatelangen Verhandlungen haben die Ukraine und Russland am Donnerstagabend eine Einigung im Gasstreit erzielt.

Die Energieminister beider Länder sowie die Chefs der Versorger Gazprom und Naftogaz unterzeichneten gemeinsam mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger in Brüssel zwei entsprechende Abkommen. "Wir können den Bürgern Europas heute sagen: die Versorgungssicherheit ist gewahrt", sagte Oettinger. Die Verhandlungen seien hart, aber sachorientiert gewesen.

"Wir haben in kriegsähnlichen Zuständen klug gehandelt", erklärte der deutsche CDU-Politiker, der die Verhandlungen im Auftrag der EU geleitet hatte und als Energiekommissar nur noch bis Freitagabend amtiert. Oettinger unterstrich, dass die EU weder für die Altschulden noch für künftige Gasbestellungen der Ukraine Garantien übernehme.

Nach seinen Angaben zahlt die ukrainische Naftogaz in den kommenden Tagen 1,45 Milliarden Dollar, um die offenen Rechnungen bei Gazprom zu begleichen. Bis Jahresende zahle die Ukraine Altschulden von insgesamt 3,1 Milliarden Dollar.

Im Gegenzug werde Russland die Zölle auf Gasimporte in die Ukraine um 100 Dollar je 1000 Kubikmeter senken. Nach Angaben des ukrainischen Ministers Juri Prodan zahlt sein Land bis Jahresende 378 Dollar pro 1000 Kubikmeter, im ersten Quartal 2015 dann 365 Dollar.

Oettinger erklärte weiter, dass die Ukraine die Option habe, Gasmengen nach ihrem Bedarf zu bestellen. Diese müsse sie gegen Vorkasse zahlen. Die Ukraine sei auch dank der Hilfsprogramme von IWF und EU in der Lage, Bestellungen von mindestens vier Milliarden Kubikmeter zu bezahlen.

(SDA)

 

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