SMI im September 2009

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rebound
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EINE PLAUSIBLE ERKLÄRUNG

Interessante Ueberlegung - von Heibel

==============================================================

02. SO TICKT DIE BÖRSE: SEPTEMBER-AUSVERKAUF W/STEUERN

==============================================================

Fonds haben meistens ein Geschäftsjahr, das Ende September oder

Ende Oktober endet. Man will sich in den Weihnachtstagen nicht

noch mit Jahresabschlüssen herumplagen. Für die meisten Fonds

also gilt, was Ende September in den Büchern steht, das wird

auch in die Prospekte gedruckt, in den Jahresabschluss

geschrieben und ist auch zu versteuern.

Einmal abgesehen davon, dass Sie als Fondsmanager nicht gerne

ihre Verlustpositionen schwarz auf weiß sehen, gibt es noch

andere Gründe, warum Fondsmanager in diesen Tagen kräftig

verkaufen: Die Steuer. Insbesondere in einem Jahr wie diesem,

wo sie viele Positionen mit dicken Gewinnen haben, werden sie

versuchen, die Steuer zu optimieren. Und optimieren heißt in

diesem Fall: Verkaufen von Verlustpositionen, um die Gewinne

steuerlich zu schmälern.

Nicht umsonst ist der September der gefürchtetste Börsenmonat

des Jahres. In diesen Tagen kursieren Statistiken, dass der

September in den vergangenen 50 Jahren der mit Abstand

schlechteste Monat ist. Doch die Gründe, die dafür herangezogen

werden, reichen von der Charttechnik über Urlaubs- und

Wettererklärungen bis hin zu astrologischen Phänomenen, die

aufgelistet werden. Alles Quatsch! Die meisten dieser Argumente

widersprechen sich selbst, wie beispielsweise das

Urlaubsargument: Jeder vernünftige Mensch würde vor dem Urlaub

verkaufen, um den Urlaub genießen zu können – und nicht

hinterher.

Metropolit
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SMI im September 2009

andererseits haben viele Fonds wohl den grössten Teil der Rally verpasst... grosse Fondsverkäufe und steigende Märkte gibt es selten. Bis jetzt hab ich noch wenig Rot gesehen. :?

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

Elias
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SMI im September 2009

♫ Alle Jahre wieder ♪

Ob es dieses Mal eine gibt?

Quote:

Börsen-Talk: «Jahresendrally ist wahrscheinlich»

Beat Grunder, Chartanalyst der Credit Suisse, rechnet nach einer Konsolidierung mit einem Jahresendrally. Die Chancen, dass der SMI auf 6600 Punkte steigt, seien gut. ABB, UBS, G. Fischer und Sulzer sind seine Favoriten.

http://www.cash.ch/news/boersenkommentar/boersentalk_jahresendrally_ist_...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

wildhund
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SMI im September 2009

Es wäre langsam Zeit auf den Boden zu schauen und nicht immer nach Vorne in die Weite.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!



Mache was Du willst, aber mach es richtig!

Ramschpapierhaendler
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SMI im September 2009

wildhund wrote:

Es wäre langsam Zeit auf den Boden zu schauen und nicht immer nach Vorne in die Weite.

Gut gesagt. Aber man kann nur auf den Boden schauen, solange man ihn noch unter den Füssen hat.

wildhund
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SMI im September 2009

Ramschpapierhaendler wrote:

wildhund wrote:
Es wäre langsam Zeit auf den Boden zu schauen und nicht immer nach Vorne in die Weite.

Gut gesagt. Aber man kann nur auf den Boden schauen, solange man ihn noch unter den Füssen hat.

wie wahr, aber spätestens dann spürt man den Boden schmerzlich.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!



Mache was Du willst, aber mach es richtig!

Lupi
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SMI im September 2009

wildhund wrote:

Ramschpapierhaendler wrote:
wildhund wrote:
Es wäre langsam Zeit auf den Boden zu schauen und nicht immer nach Vorne in die Weite.

Gut gesagt. Aber man kann nur auf den Boden schauen, solange man ihn noch unter den Füssen hat.

wie wahr, aber spätestens dann spürt man den Boden schmerzlich.

Leute, ist schon gut, bitte nicht panisch werden (ist ansteckend :? ), es ist nur ein müder September. Per Jahresende wird es stark funzen, oder meint ihr nicht?

"Die Hausse wird in der Baisse geboren, sie wächst in der Skepsis, altert im Optimismus und stirbt in der Euphorie."

wildhund
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SMI im September 2009

Von Panik - keine Spur.

Es nur schade um jene, die den Hals nicht voll kriegen können.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!



Mache was Du willst, aber mach es richtig!

Ramschpapierhaendler
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SMI im September 2009

Lupi wrote:

Leute, ist schon gut, bitte nicht panisch werden (ist ansteckend :? ), es ist nur ein müder September. Per Jahresende wird es stark funzen, oder meint ihr nicht?

Bin überhaupt nicht in Panik - nur richtig investiert! Lol

Im Ernst: Solang es nur um Geld geht werd ich nie panisch. Höchstens mal so für ein par Sekunden. Dann beruhige ich mich wieder. Es gibt wirklich wichtigeres.

Mali-P
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SMI im September 2009

jop,RPH hats auf dem Punkt gebracht!

equity holder :"Meine Empfehlung fürs daytraden":

http://www.youtube.com/watch?v=G1RYH9bJkps&feature=related

PowerDau:"Ouw shit, das giit Ohrächräbs!Mach das niemeh"

pacha
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Re: EINE PLAUSIBLE ERKLÄRUNG

rebound wrote:

Interessante Ueberlegung - von Heibel

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02. SO TICKT DIE BÖRSE: SEPTEMBER-AUSVERKAUF W/STEUERN

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Fonds haben meistens ein Geschäftsjahr, das Ende September oder

Ende Oktober endet. Man will sich in den Weihnachtstagen nicht

noch mit Jahresabschlüssen herumplagen. Für die meisten Fonds

also gilt, was Ende September in den Büchern steht, das wird

auch in die Prospekte gedruckt, in den Jahresabschluss

geschrieben und ist auch zu versteuern.

Einmal abgesehen davon, dass Sie als Fondsmanager nicht gerne

ihre Verlustpositionen schwarz auf weiß sehen, gibt es noch

andere Gründe, warum Fondsmanager in diesen Tagen kräftig

verkaufen: Die Steuer. Insbesondere in einem Jahr wie diesem,

wo sie viele Positionen mit dicken Gewinnen haben, werden sie

versuchen, die Steuer zu optimieren. Und optimieren heißt in

diesem Fall: Verkaufen von Verlustpositionen, um die Gewinne

steuerlich zu schmälern.

Nicht umsonst ist der September der gefürchtetste Börsenmonat

des Jahres. In diesen Tagen kursieren Statistiken, dass der

September in den vergangenen 50 Jahren der mit Abstand

schlechteste Monat ist. Doch die Gründe, die dafür herangezogen

werden, reichen von der Charttechnik über Urlaubs- und

Wettererklärungen bis hin zu astrologischen Phänomenen, die

aufgelistet werden. Alles Quatsch! Die meisten dieser Argumente

widersprechen sich selbst, wie beispielsweise das

Urlaubsargument: Jeder vernünftige Mensch würde vor dem Urlaub

verkaufen, um den Urlaub genießen zu können – und nicht

hinterher.

Völliger Quatsch. Beim Window Dressing wird ja nicht nur verkauft. Der Erlös der veräusserten Positionen muss auch wieder angelegt werden. Die Anteilsinhaber hätten sonst keine Freude, wenn sie Managementgebühren bezahlen müssten, während der Fonds nur Cash hält.

Investiere nur gerade so viel, dass Du auch noch gut schlafen kannst, wenn die Märkte gegen Dich laufen.

Denne
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SMI im September 2009

Ramschpapierhaendler wrote:

Es gibt wirklich wichtigeres.

Nach dem Motto: Geld allein macht auch nicht unglücklich.

pacha
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SMI im September 2009

Denne wrote:

Ramschpapierhaendler wrote:
Es gibt wirklich wichtigeres.

Nach dem Motto: Geld allein macht auch nicht unglücklich.

Solange man Geld hat, gibt es wichtigeres. Wink

Investiere nur gerade so viel, dass Du auch noch gut schlafen kannst, wenn die Märkte gegen Dich laufen.

Ramschpapierhaendler
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SMI im September 2009

pacha wrote:

Denne wrote:
Ramschpapierhaendler wrote:
Es gibt wirklich wichtigeres.

Nach dem Motto: Geld allein macht auch nicht unglücklich.

Solange man Geld hat, gibt es wichtigeres. Wink

Falsch: Ich hatte auch schon keines und es gab trotzdem wichtigeres. Aber ich weiss, was du meinst. Wink

pacha
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SMI im September 2009

Ramschpapierhaendler wrote:

pacha wrote:
Denne wrote:
Ramschpapierhaendler wrote:
Es gibt wirklich wichtigeres.

Nach dem Motto: Geld allein macht auch nicht unglücklich.

Solange man Geld hat, gibt es wichtigeres. Wink

Falsch: Ich hatte auch schon keines und es gab trotzdem wichtigeres. Aber ich weiss, was du meinst. Wink

Keine Regel ohne Ausnahme. Vergesse ich leider immer wieder. Wink

Investiere nur gerade so viel, dass Du auch noch gut schlafen kannst, wenn die Märkte gegen Dich laufen.

Karat1
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SMI im September 2009

Ramschpapierhaendler wrote:

Bin überhaupt nicht in Panik - nur richtig investiert! Lol

Im Ernst: Solang es nur um Geld geht werd ich nie panisch. Höchstens mal so für ein par Sekunden. Dann beruhige ich mich wieder. Es gibt wirklich wichtigeres.

Ja RPH, da geb ich Dir recht. Es gibt wichtigeres als Geld. Nämlich VIEL Geld.

Karat

Ramschpapierhaendler
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SMI im September 2009

Karat1 wrote:

Ramschpapierhaendler wrote:

Bin überhaupt nicht in Panik - nur richtig investiert! Lol

Im Ernst: Solang es nur um Geld geht werd ich nie panisch. Höchstens mal so für ein par Sekunden. Dann beruhige ich mich wieder. Es gibt wirklich wichtigeres.

Ja RPH, da geb ich Dir recht. Es gibt wichtigeres als Geld. Nämlich VIEL Geld.

Karat

Dann strampel dich mal schön ab, damit du bald dazu kommst.

Wichtiger als das Geld ist auf jeden Fall, was man damit anstellt.

Elias
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Meine Meinung: Nur wer zu wenig Geld hat, will mehr.

Ab einem bestimmten Punkt spielt es nicht mehr eine so grosse Rolle. Ganz schön zu sehen bei den Superreichen: Sie haben ihre Yachten weltweit verstreut, wissen schon bald nicht mehr, wo alle ihre Fincas stehen und gründen aus lange Weile Stiftungen, weil man keine Ahnung mehr hat, was man mit dem Geld anstellen soll.

In meinem Umfeld, und die sind nicht schwerreich: Mann MUSS ins Bündnerland, weil man schon lange nicht mehr im Chalet war. Nach dem Boot in Saint Tropez schauen - das hat man seit letzten Sommer nicht mehr gefahren. Oder sich um den Reitstall kümmern. Das Boot auf dem Zürichsee.

Man hat viel Geld, und dann fehlt plötzlich die Zeit und bei den Superreichen, wo die Zeit nicht fehlt, weiss man selbst mit der Zeit nichts gescheites anzufangen.

Quote:

Spare in der Not, da hat man genügend Zeit

Smile

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

fritz.
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SMI im September 2009

Elias wrote:

Meine Meinung: Nur wer zu wenig Geld hat, will mehr.

Smile

Auch die meisten der Reichen wollen immer mehr. Und sind geizig dazu. Darum sind sie wohl so reich.

Einige der Reichen zeigen auch gerne, dass sie Kohle haben, vor allem dort, wo sie sich mit anderen Reichen messen können. Ihren Hausangestellten zahlen sie Hungerlöhne oder sogar keinen Lohn, das gibt es auch in der Schweiz.

Gruss

fritz

Elias
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SMI im September 2009

fritz wrote:

Elias wrote:
Meine Meinung: Nur wer zu wenig Geld hat, will mehr.

Auch die meisten der Reichen wollen immer mehr. Und sind geizig dazu. Darum sind sie wohl so reich.

Das sind die Reichen aus der Klatschpresse. Das sind die wenigsten. Wer mal auf einer Bank gearbeitet hat und Einblick auf andere Konten gehabt, weiss es. Man kennt sie nicht.

Ich musste früher mal Auswertungen für die Kundeberater erstellen, nach Vermögen und Regionen sortiert, damit die ihre Besuche planen konnten. Eine lange Liste von unbekannten. Sie leben unauffällig unter uns und protzen nicht.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

MarcusFabian
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SMI im September 2009

Elias wrote:

Man hat viel Geld, und dann fehlt plötzlich die Zeit und bei den Superreichen, wo die Zeit nicht fehlt, weiss man selbst mit der Zeit nichts gescheites anzufangen.

Deshalb hat man ja Aktiengesellschaften erfunden:

Es gibt einerseits Leute mit guten Ideen aber ohne Geld und andererseits Leute mit Geld aber ohne Ideen.

Dann treffen sich beide und gründen eine Firma Wink

MarcusFabian
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Das Wort zum Sonntag!

Es gibt mittlerweile wieder eine erschreckend hohe Zahl bullischer Analysten, die die Rezession für beendet erklären und sich und ihre Schäfchen in den nächsten 20 jährigen Bullenmarkt führen wollen. Aber ist die Rezession bereits vorbei? Welche Probleme wurden gelöst, welche nicht?

Zeit also, sich am Wochenende etwas zurückzulehnen, den Kopf frei zu bekommen und sich nochmals vor Augen zu führen, was eigentlich passiert ist:

Hypothekenbanken wissen aus jahrzehntelanger Erfahrung, dass die Ausfallquote bei Hypotheken um 1-3% liegt. Kalkuliert man also mit einer Ausfallquote von 5%, dann ist man auf der sicheren Seite und sollte man doch mal ein Hypothekenpaket mit einer Ausfallquote von 6% erwischen, dann kann die Bank über Eigenkapital dieses 1% notfalls decken. Das Geheimnis besteht in der Mischung: Je mehr gute und schlechte Hypotheken man besitzt umso besser kann man das Risiko streuen.

Eine Ausfallquote von 10 oder 20% allerdings ist ein "Black Swan", der in keiner Risikokalkulation in Erwägung gezogen wurde.

Wie kam es zu diesen hohen Ausfallquoten?

Ganz einfach deshalb, weil die Hypotheken dank des billigen Geldes der FED zu lasch vergeben wurden. Also nicht nur an "Prime"-Kunden, bei denen seriöse Abklärungen über Vermögens- und Einkommensverhältnisse im Vorfeld stattgefunden haben, sondern vermehrt auch an "Sub-Prime"-Kunden, die nicht einmal einen Einkommensnachweis erbringen mussten, um eine Hypothek zu erhalten. Teilweise übersteigen die Zinszahlungen das Monatseinkommens eines Schuldners. Kein Wunder also, dass hier die Ausfallquote bei 100% liegt.

Bei einer Ausfallquote von 3% zum Beispiel beträgt der Wert eines $100 Hypothekenpapieres (Auch ABX oder ABS = Asset Backed Security) um $97. Bei einer Ausfallquote von 5% wäre der Preis entsprechend bei $95 anzusiedeln.

Die Crux dabei: Die ABX wurden von den Banken gemischt. Sie enthielten sowohl gute als auch schlechte Hypotheken. Das Problem: Kein Mensch wusste, wieviele gute bzw. schlechte Hypotheken sich in einem Paket befanden. Entsprechend sanken die Preise der ABX auf Werte von $5 bis $40 für ein $100-Paket.

Da viele Banken ABX in ihren PF hatten, die ein mehrfaches ihres Eigenkapitals betrugen, hätte es diese Banken (Citi, UBS) unweigerlich in den Konkurs getrieben, wenn sie diese Papiere auf den Marktwert hätten abschreiben müssen.

Beispiel: Bank hat ABX mit $100 Nominalwert im PF, ABX ist derzeit noch $20 wert --> $80 müssen abgeschrieben werden und nur $20 dürfen in der Bilanz stehen.

In dieser Situation sind die Staaten und Zentralbanken den Banken zu Hilfe geeilt indem sie zwei Notmassnahmen beschlossen haben:

1. Die Banken dürfen einen Teil ihrer ABX bei der Zentralbank gegen wertvolle Staatsobligationen eintauschen. Allerdings nur befristet. Irgend wann müssen sie dann die Papiere wieder zurücktauschen. Aber es gibt den Banken etwas liquidität und Luft, um die Krise zu überstehen.

2. Die Banken dürfen ab seit Februar 2009 selbst bestimmen, mit welchem Wert sie die ABX in der Bilanz bewerten und wieviel sie abschreiben. Auf das obige Beispiel bezogen kann die Bank die ABX also zu jedem beliebigen Preis zwischen $20 und $100 in die Bilanz nehmen. Da wir als Aktionäre diesen Preis natürlich nicht kennen, wissen wir auch nicht, wie realistisch die Bankenbilanz ist. Wir wissen lediglich, dass die Banken von dieser Regelung regen Gebraucht gemacht und entsprechend ab März wieder positive Bilanzen präsentiert haben.

Punkt 1, der befristete Tausch von toxischen Hypothekenpapieren gegen gute Oblis war als Notlösung sicher der richtige Weg, um die Banken zu retten.

Die Idee dahinter: Ein Preis von 20 bei einer ABX von 100 impliziert eine Ausfallquote von 80%. So hoch dürfte die effektive Ausfallrate aber keinesfalls sein. Ergo wäre es ungerecht, die Banken nun zu zwingen, 80% abzuschreiben.

Statt dessen übernimmt der Staat die Papiere und die Zukunft wird zeigen, wie hoch die Ausfallrate effektiv sein wird. Sicher höher als die 5% mit denen die Banken kalkuliert haben. Aber auch keine 80%!

Das ursprüngliche Problem ist also nicht, dass die Banken nicht die Abschreibung bestimmen konnten oder der Staat künstlich einen Markt für ABX erschafft.

Das Problem ist schlicht, dass Kredite an Leute vergeben wurden, die diese nicht zurückzahlen können!

Wir können nun darüber würfeln, wie hoch die Ausfallrate tatsächlich sein wird und wieviel des Schadens von den Banken und wieviel vom Steuerzahler übernommen wird. Aber gelöst ist das Problem deshalb noch lange nicht.

Eine Bank, die also ein ABX zum Nominalwert von $100 im PF hat und deshalb Gewinne ausweist, wird spätestens dann Abschreibungen vornehmen müssen, wenn die Hypothekarzahlungen ausbleiben und sich genau ermitteln lässt, wie hoch die effektive Ausfallquote ist.

Desweiteren haben wir bisher nur über die privaten Immobilien gesprochen. Die sind immer der Vorläufer und dort beginnen sich nach Preisverfall von 40-50% die Preise allmählich zu stabilisieren.

Was aber noch ansteht ist der Preisverfall bei den gewerblichen Immobilien, der gerade erst begonnen hat und der ähnliche Dimensionen annehmen kann. Es ist also zu früh, Entwarnung zu geben.

Ein Ende der Rezession ist dann in Sicht, wenn alle Probleme bereinigt sind. Wenn die Hypotheken auf den realen Wert abgeschrieben wurden, sich die Arbeitsmarktlage stabilisiert, die Konsumenten ihre Schulden abgebaut haben und wieder vermehrt Geld ausgeben. Das kann aber noch ein paar Jahre dauern. Je nachdem, wie intensiv der Staat eingreift. Mit staatlichen Eingriffen wird der Abschwung abgemildert aber gleichzeitig auch verlängert.

Alpha Centauri
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SMI im September 2009

Rezession bezeichnet die kontraktive Konjunkturphase, in welcher ein Abschwung der Wirtschaft verzeichnet wird. Nach der am meisten verbreiteten Definition liegt eine Rezession vor, wenn die Wirtschaft in zwei aufeinander folgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorquartalen nicht wächst oder ein Rückgang zu verzeichnen ist (sinkendes Bruttoinlandsprodukt).

Ich denke, dass wir wegen all den Rettungsmassnahmen tatsächlich bald aus der Rezession draussen sein werden, weil wir zwei Quartale haben werden wo die Wirtschaft wachsen könnte. Ich denke das könnte das 3. und 4. Quartal sein und die Analysten werden noch mehr Honig um den Mund streichen.

Nur: Ich denke, dass sobald dies alles verpufft ist, die Rezession mit einem riesen Hammer zurück kommt und danach.... Habe ich das Gefühl könnte es noch viel schlimmer kommen als wir es hatten.

T15
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SMI im September 2009

Alpha Centauri wrote:

Nur: Ich denke, dass sobald dies alles verpufft ist, die Rezession mit einem riesen Hammer zurück kommt und danach.... Habe ich das Gefühl könnte es noch viel schlimmer kommen als wir es hatten.

ja ich seh das auch ein bisschen so... darum jetzt schön gewinne machen geld auf die seite legen... und EM kaufen...

hab mir jetzt überlegt 1kg gold zukaufen oder ein Audi... ich hab mich für das auto entschieden Lol

aber bin doch auch der meinung das da ein grosser hammer auf uns zurollt... und dann die meisten noch schlimmer trifft als die "finanzkrise" Sad

Brunngass
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@Ramschi

wer heute ein Auto kauft, das Haus umbauen lässt - rechnet scheinbar mit teurerem Umbauen und teureren Autos. Also Wachstum.Nix mit Weltuntergang und so.

Meiner bescheidenen Meinung nach sind heute solide Industrietitel konsevativ bewertet und werden sich nicht gross drücken lassen.

Darum wird auch nicht mehr geshohrtet wie einst im Mai.

Mit einem gewissen Erstaunen stelle ich fest, das aktuell an der Börse vorallem Schenkkreismodelle grassieren.Wenn ich sehe wie erfolgreich GNR,AIRE,Arpi und neu Perfect hinaufgejagt werden - verschlägt mir das die Sprache.

Bei einzelnen Titel hat es sicher auch eine reale Wertschöpfung dahinter.

Trotzdem schöpfen aber die Ersten, wie bei einem Schneeballsystem, das Geld der letzten ab.

Johnny P
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Re: @Ramschi

Brunngass wrote:

Trotzdem schöpfen aber die Ersten, wie bei einem Schneeballsystem, das Geld der letzten ab.

Genau so ist es...klasse beschrieben Brunngass!!! ....und es gibt immer genug gierige die noch partizipieren wollen :mrgreen:

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

Brunngass
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Weltuntergang

kennst Du den Unterschied zwischen den Baukosten und den Gesundheitskosten.Ganz einfach,die Baukosten kennen keine Versicherungsmodelle.Aber bei Beidem,sind Trittbrettfahrer,Schmarotzer und Pfuscher die grossen Preistreiber.Der gute Physiotherapeut und der gute Handwerker kriegen einen Bruchteil des Geldumsatzes.

Und was hat das mit unsen Börsendiskussionen zu tun - gar nichts - natürlich

Ramschpapierhaendler
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Re: Weltuntergang

Brunngass wrote:

kennst Du den Unterschied zwischen den Baukosten und den Gesundheitskosten.Ganz einfach,die Baukosten kennen keine Versicherungsmodelle.Aber bei Beidem,sind Trittbrettfahrer,Schmarotzer und Pfuscher die grossen Preistreiber.Der gute Physiotherapeut und der gute Handwerker kriegen einen Bruchteil des Geldumsatzes.

Und was hat das mit unsen Börsendiskussionen zu tun - gar nichts - natürlich

hat was Wink

Green Shoot
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Papagei schlägt Börsenmakler

Beim Spiel stand jedem Teilnehmer die virtuelle Summe von 60 Mio. Won (umgerechnet 52‘000 Fr.) zur Verfügung. Während sich die Börsenmakler eine Strategie zurechtlegen konnten, entschied bei Papagei Ddalgi, zu Deutsch «Erdbeere», der Zufall. Der Papagei pickte sich von 30 erstklassigen Wertpapieren einfach ein paar heraus.

Das Tier erzielte nach dem sechswöchigen Spiel einen Gewinn von 13,7 Prozent. Nur zwei von insgesamt 10 Börsenprofis erzielten mit 64,4 und 21,4 Prozent eine bessere Rendite als das fünfjährige Papageienweibchen Ddalgi.

Im Schnitt fuhren die anderen menschlichen Wettbewerbsteilnehmer einen Verlust von 4,6 Prozent ein.

Die Börsenhändler tätigten während des sechswöchigen Spiels im Durchschnitt 190 Aktiengeschäfte. Der Papagei musste nur 7 Mal per Schnabelentscheid Aktien auswählen.

Gebt dem Papageien Anzug und Kravatte und lasst ihn auf Bloomberg laufen! = )

MFG

Sprössling

Die Gerüchteküche brodelt. Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortverbieger richtig gewürfelt haben.

Dr.Zock
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SMI im September 2009

@ Green Shoot

So ein "Wettbewerb" wurde auch schon mal mit einem Schimpansen gemacht, sowie SFDRS hat vor rund 5 Jahren einmal eine Schulsklasse mit Dartpfeilen auf Aktien schiessen lassen.

Es braucht wohl keine weitere Phantasie um zu erraten wer da gewonnen hat....

.....Gebt dem Papagei einen Anzug und Kravatte und lasst ihn auf Bloomberg laufen!..... Lol

Der ist Genial !!!!!!!!!!!!!!!!

Gruss

Zocki

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

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