Minarett Initiative

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chuecheib
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Minarett Initiative

Quote:

die Ausgrenzung der nicht muslimischen Minderheiten wegen der nationalistischen Staatsideologie ist die Zahl der Christen in der Türkei im letzten Jahrhundert dramatisch geschrumpft: von mehreren Millionen auf kaum mehr als 100 000.

Jahrtausendealte Kirchen wurden vom türkischen Staat seit den Siebzigerjahren enteignet. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärte diese Enteignungen für widerrechtlich. Gesetzliche Verbesserungen zum Schutz des kirchlichen Eigentums und zur Rückgabe des enteigneten Besitzes werden von der kemalistischen Opposition blockiert.

da sind wir Heilige mit dem Minarettbauverbot ... und wenn das eine Lösung sein soll frag ich mich echt ?

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Elias
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chuecheib wrote:

Quote:
die Ausgrenzung der nicht muslimischen Minderheiten wegen der nationalistischen Staatsideologie ist die Zahl der Christen in der Türkei im letzten Jahrhundert dramatisch geschrumpft: von mehreren Millionen auf kaum mehr als 100 000.

Jahrtausendealte Kirchen wurden vom türkischen Staat seit den Siebzigerjahren enteignet. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärte diese Enteignungen für widerrechtlich. Gesetzliche Verbesserungen zum Schutz des kirchlichen Eigentums und zur Rückgabe des enteigneten Besitzes werden von der kemalistischen Opposition blockiert.

da sind wir Heilige mit dem Minarettbauverbot ... und wenn das eine Lösung sein soll frag ich mich echt ?

Nein, ein Lösung ist es nicht. Das hat niemand behauptet.

Es gibt Reformer und es gibt Bewahrer.

Die Sache ist nicht statisch.

Die einen machen kleine Schritte vorwärts, andere machen kleine Schritte rückwärts.

Von mir aus kann man alle Religionen abschaffen.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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weico
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Elias wrote:

Von mir aus kann man alle Religionen abschaffen.

Dito!

Jeglicher Aberglaube gehört ins Museum oder ins stille,private Kämmerlein.. Lol

weico

Elias
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Dialog statt Verbot

Quote:

Oskar Freysinger tritt bei Al-Jazeera auf

Der Walliser SVP-Nationalrat Oskar Freysinger ist am Dienstagabend auf dem arabischen Fernsehsender Al-Jazeera zu sehen. Er nimmt an einer Debatte über das Minarett-Verbot teil.

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Oskar-Freysinger-tritt-bei-Al-Jaz...

Da bin ich mal gespannt. Hoffentlich gibt es einen konstruktiven Dialog.

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chuecheib
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Elias wrote:

Von mir aus kann man alle Religionen abschaffen.

Das ist mal ein guter Vorschlag. Wenn man bedenkt wie viele Religions/Glaubenskriege es gab gibt und geben wird wäre das wohl die vernünftigste Lösung.

Gibt es eigentlich eine Statistik bzgl. getöter Menschen durch Glaubenskriege und anderer Faktoren wie z.b. Krankheiten etc ?

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Elias
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Aktion / Reaktion

Wieder eine win-win-Situation für die SVP

Man hat es ja kommen sehen und uns davor gewarnt.

Seht her, der Islam wird/ist politisch.

Dass es eine EVP und CVP gibt, interessiert keine Sau, hauptsache man kann damit die Angst weiter schüren und auf Stimmenfang gehen.

Quote:

Muslim fordert islamische Partei für die Schweiz

Laut dem Präsidenten der Liga der Muslime im Tessin braucht die Schweiz eine Islam-Partei. So gerieten Muslime noch weiter ins Abseits, warnen Politiker.

«Die Zeit ist gekommen, unsere Rechte, die mit Füssen ge­treten wurden, zu verteidigen», sagt Gasmi Slaheddine, Präsident der Liga der Muslime im Tessin, zur Zeitung «Il Caffè» – und ruft zur Gründung einer islamischen Partei auf. Ziel sei es, gegen «weitere anti-islamische Massnahmen wie ein Burkaverbot» zu kämpfen. Die Einführung der Scharia sei aber nicht in seinem Sinne, so Slaheddine. Damit sich mehr Muslime am politischen Leben in der Schweiz beteiligen könnten, plädiert er für eine vereinfachte Einbürgerung.

Nur 60 000 der knapp 400 000 in der Schweiz lebenden Muslime haben einen Schweizer Pass. Ein Drittel davon ist im Stimmalter.

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/13446139

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wildhund
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Wer gestern Abend NTV geschaut hat, der weiss, warum die Minarett-Initiative angenommen wurde.

Ich könnte mir kein besseres Beispiel vorstellen. Die deutschen Muslime führen es uns vor. Kein Wunder, dass unsere Abstimmung eine richtige Bewegung in Europa lanciert. Dank den Eidgenossen getrauen sich nun auch die anderen Völker zu Wort melden.

Es braucht halt immer einer, der vorprescht.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!



Mache was Du willst, aber mach es richtig!

Elias
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wildhund wrote:

Es braucht halt immer einer, der vorprescht.

Der Winkelried war so einer. Seine letzten Worte waren:

Quote:

Wellä Dubbel hätt mi gschüpft

Das Ganze ist schon lange ein Thema.

http://www.wib-potsdam.de/uploads/muslimIntegration.pdf

neu ist jetzt, dass europaweit der Druck von der Strasse kommt. Das war in den 30er Jahren nicht anders.

In Dänemark bestimmt das Pendent zur SVP die Ausländerpolitik massgeblich, obwohl sie nicht in der Regierung ist.

Quote:

Dänische Ausländerpolitik

Alles härter als in Deutschland

Einen regelrechten Spießrutenlauf müssen Ausländer in Dänemark zurücklegen, wenn sie im Lande leben wollen oder gar Staatsbürger werden möchten.

Die bürgerliche Regierung unter Premierminister Anders Fogh Rasmussen hat die Zuwanderungsbestimmungen des Königreichs seit der Machtübernahme 2001 zusammen mit der fremdenfeindlichen dänischen Volkspartei systematisch auf ein Niveau verschärft, gegen das die in Deutschland geltenden Regelungen trotz Kritik als liberal gedeutet werden könnten.

http://www.focus.de/politik/ausland/daenische-auslaenderpolitik_aid_1011...

Von wegen vorpreschen. Die SVP kopiert es.

Der Spiessrutenlauf kommt hier erst noch.

----

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wildhund
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nur die Dänen habe nie das Aufsehen erregen können wie die Schweizer.

In Deutschland wurden auch zuerst nur Minarette gebaut und heute? Heute wollen Sie von den Minaretten herunter ihre Psalme ausrufen! Schliesslich ist man ja nie zufrieden mit dem was man bekommen hat. Die Schweizer haben in dieser Richtung wenigstens etwas weiter gedacht als ihre Nasenspitze und dazu gratuliere ich!

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fritz.
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Re: Muslime in der Schweiz !

Pegasus wrote:

Wir sind hier Gastgeber in einem (noch) christlich geprägten Abendlande, wenn ein Gast freiwillig hierher zieht, hat er sich als solcher zu verhalten, nämlich die einheimische Kultur zu respektieren.

Das widerspricht aber der Religionsfreiheit in unserer Verfassung. Entweder werden alle Religionen gleich behandelt oder wir streichen den Begriff der Religionsfreiheit aus der Vefassung und nennen uns "Christliche Schweiz". Beides wäre konsequent, was die jetzige Situation nicht ist.

Pegasus wrote:

Der islamische Wahlhabismus trennt die Menschen aber in Gläubige und Ungläubige. Auch hier in der Schweiz wird in Moscheen das teils gepredigt.

- danach seid Ihr Wildhund & fritz "Ungläubige".

Richtig, nach dem Wahhabismus bin ich ein Ungläubiger, nach dem Christentum auch, schon öfters wurde mir von Christen ngedroht, dass ich nicht in den Himmel kommen werde, weil ich weder Kirchensteuer bezahle noch öffentlich bekanntgebe an die Geschichte von Gott, Jesus und Freunde zu glauben.

Das interssiert mich aber überhaupt nicht, ich lasse mir nicht drohen, von keiner Religion. Ich glaube, was ich will, und basta.

Pegasus wrote:

Verliebt sich ein Sohn von Euch in eine Muslimin, kann er sie nicht heiraten, es sei den er konvertiert als MUSLIM.

Ich habe zwar keinen Sohn, aber meine Freundin ist Moslem und vielleicht wird sie mich mal heiraten weil SIE will und dann ist ihr das egal, was irgendwelche andersdenkende Fanatiker sagen.

Gruss

fritz

fritz.
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Elias wrote:

Die einen machen kleine Schritte vorwärts, andere machen kleine Schritte rückwärts.

Und wir Schweizer haben einen grossen Schritt rückwärts gemacht.

Elias wrote:

Von mir aus kann man alle Religionen abschaffen.

Das wäre konsequent und ich würde das voll unterstützen.

Viele Leute sind religionsneutral, denen nützt die Religion nichts und sie schadet ihnen auch nichts.

Vielen Leuten schadet die Religion, sie werden nämlich wegen der Religion unterdrückt, gefoltert oder getötet. Anderen schadet sie, weil sie durch Einschüchterung auf einen gefährlichen Weg geleitet werden. Bei all diesen Negativ-Aspekten sind besonders die zwei grössten Religionen aktiv.

Einigen Leuten nützt die Religion, weil sie ihnen hilft, einige Dinge im Leben zu verstehen, die sie sonst nicht verstehen würden und diese ihnen aus einer misslichen Lage helfen können. Ob diese Argumente stimmen oder nicht, ist ja egal, solange es den Leuten nützt.

Ausserdem nützt die Religion den Leuten, die genau diese dritte Gruppe ausnützen.

Somit wäre wohl mehr Leuten ohne Religionen gedient als umgekehrt.

Gruss

fritz

Elias
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wildhund wrote:

nur die Dänen habe nie das Aufsehen erregen können wie die Schweizer.

Dream on ... oder ist das schon Alzheimer?

Das werden wir auch noch hinkriegen:

Demonstranten in Pakistan verbrennen dänische Flagge

http://www.welt.de/politik/article1678725/Wuetende_Studenten_verbrennen_...

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chuecheib
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Da gabs doch mal was mit mohammendkarrikaturen in Dänemark Wink

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Elias
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Ist der Ruf erst ruiniert, lebste nachher ungeniert

Quote:

Die SVP mit Ausländerpolitik auf dem Vormarsch

Die SVP reitet auf einer Welle des Erfolgs nach der Abstimmung über das Minarett-Verbot. Sie hat ihr altes Erfolgsthema Ausländer wieder gefunden. Und die übrigen Parteien sind orientierungslos.

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Die-SVP-mit-Auslaenderpolitik-auf...

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wildhund
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Das mit den Dänen war wegen den Karikaturen --) betrifft eigentlich die Meinungsfreiheit oder?

Soviel ich weiss, wurde diese Meinungsfreiheit von den Moslems auch nicht akzeptiert. Der Schaden für die Dänen war jedenfalls sehr bescheiden.

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fritz.
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wildhund wrote:

Soviel ich weiss, wurde diese Meinungsfreiheit von den Moslems auch nicht akzeptiert.

Von einigen schon, von anderen nicht.

Gruss

fritz

Elias
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wildhund wrote:

Soviel ich weiss, wurde diese Meinungsfreiheit von den Moslems auch nicht akzeptiert. Der Schaden für die Dänen war jedenfalls sehr bescheiden.

so viel ich weiss.... Bis heute wusstest du zum Thema Dänemark nicht gerade viel.

Quote:

Der Schaden für die dänische Volkswirtschaft wurde auf rund 7,5 Milliarden Kronen (rund 1,6 Milliarden Franken) geschätzt. 11 000 dänische Arbeitsplätze waren vom Boykott betroffen. Die dänische Wirtschaft behalf sich jedoch mit einem Trick, den Schweizer nicht kopieren können: Anstatt «Made in Denmark» druckten die Skandinavier für den Export «Made in the EU» auf ihre Produkte.

http://www.20min.ch/print/story/14963483

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weico
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fritz wrote:

Elias wrote:

Die einen machen kleine Schritte vorwärts, andere machen kleine Schritte rückwärts.

Und wir Schweizer haben einen grossen Schritt rückwärts gemacht.

Rückwärts ist manchmal auch von Vorteil. Lol

Würden Wir immer einen Schritt Vorwärts machen oder toleranzverliebt Allem nachgeben,würden wir doch nur eine noch grössere Distanz zwischen den verschiedenen (Toleranz)Kulturen bekommen..:oops:

Wenn Ich mir die grösste türkische Partei,die populistische islam-konservative Partei AKP (Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung) von Erdogan anschaue und Ihre Toleranz gegenüber der westlichen Kultur anschaue,dann ist es wohl besser mit gleichen populistischen SVP-Mitteln dagegenzuhalten .

weico

Pegasus
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Miniarettverbot in Deutschland, 80 % Zustimmung

Die Kritik der muslimischen Länder ist bigott

- interessanter Artikel, noch interessanter sind die Kommentare von deutschen Bürger/Innen. Erstaunlich, die guten Kenntnisse über die direkte Demokratie in der Schweiz die diese bezeugen;

http://www.welt.de/politik/article5405977/Die-Kritik-der-muslimischen-La...

- gute, sachliche Meinungsäusserungen, die sogar bewertet werden können.

- auffallend viele äussern sich sehr positiv über die Möglichkeit der

direkten Demokratie in der Schweiz,

welche sie verständlich in ihrem Lande vermissen. In Bayern gibt es aber schon aktive Bürgerinitiativen, obwohl formell das Gesetz diese gar nicht vorsieht.

Das Volk sammelt jetzt einfach Unterschriften, wenn ihm etwas zu arg "nicht passt".

- folglich; bevor die EU das System der direkten Demokratie der Schweiz nicht eingeführt hat, tritt die Schweiz der EU natürlich nicht bei., wäre ja ein grosser Rückschritt.

:roll: Wink :idea: :arrow:

.

So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.

Frei nach I Ging

Elias
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Minarett Initiative

weico wrote:

Würden Wir immer einen Schritt Vorwärts machen oder toleranzverliebt Allem nachgeben

So ein Schachsinn.

Wir waren die letzten mit dem Frauenstimmrecht und mussten notgedrungen die vom Volk abgelehnte Sommerzeit einführen. Toleranz und Fortschritt sieht anders aus.

Wir sind/waren in einigen Dingen liberal. aber keine Angst, das geht vorbei.

Für mehr Staat, mehr Gesetze und weniger Freiheit: SVP

Das Image der Schweiz ist seit längerem im Sinkflug, nicht erst seit dieser Abstimmung.

Man hat Angst die Probleme anzusprechen und anzugehen. Stattdessen verbieten man mangels Ideen prophylaktisch Minarette, in der Hoffnung, es ändert sich was an den Grundproblemen.

----

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fritz.
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Re: Dialog statt Verbot

Elias wrote:

Quote:
Oskar Freysinger tritt bei Al-Jazeera auf

Der Walliser SVP-Nationalrat Oskar Freysinger ist am Dienstagabend auf dem arabischen Fernsehsender Al-Jazeera zu sehen. Er nimmt an einer Debatte über das Minarett-Verbot teil.

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Oskar-Freysinger-tritt-bei-Al-Jaz...

Da bin ich mal gespannt. Hoffentlich gibt es einen konstruktiven Dialog.

Das Gestottere von Freysinger in diesem Beitrag kann man kaum als Dialog bezeichnen...

Gruss

fritz

MarcusFabian
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Minarett Initiative

Wir hatten gestern einen interessanten Abend in der Schule meiner Tochter (Campus Muristalden, Bern). Da war nämlich Micheline Calmy-Rey eingeladen und durfte den Schülerinnen und Schülern Red' und Antwort stehen.

Unter anderem wurde sie auch gefragt, wie sie als Aussenministerin mit der Schmach umgeht, diesen Volksentscheid jetzt nach aussen hin verteidigen zu müssen.

Kurz: Es ist klar, dass das Ansehen der Schweiz im Ausland stark gelitten hat. Die Schweiz wird im Ausland als das Land mit der direkten Demokratie, der Erfindung des IKRK, der Neutralität ... wahrgenommen.

Was ich auch nicht wusste: Die Schweiz wird oft als Vermittler zwischen Ländern eingesetzt (z.B. Türkei-Armenien), da sie keine "Hidden Agenda" also strategischen Interessen in einem Gebiet hat. Das z.B. im Gegensatz zu den USA, die ja immer irgendwelche Eigeninteressen hat. Z.B. Militärbasen in der Türkei etc.

Interessant ist auch: Es ist noch gar nicht klar, ob das Minarettverbot überhaupt in die Verfassung aufgenommen werden darf. Es könnte nämlich durchaus sein, dass es intl. Recht zuwiderläuft. Das muss das Tribunal in Den Haag entscheiden.

Ihrer Meinung nach hätte man die Minarett-Initiative überhaupt nicht zulassen müssen. Bzw. man hätte im Vorfeld abklären müssen, ob sie mit den internationalen Gesetzen verträglich ist.

The-Saint
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Minarett Initiative

Also auf ZDF dem Neo Kanal kamm gestern auch eine Reportage darüber, wer am meisten unter der Abstimmung gelitten hat bzw. immer noch Leidet.

Da haben sie in der Türkei Christliche Pfarrer Besucht, und auch mit einigen Anhängern gesprochen.

Erst einmal ist es den Christlichen Kirchen nicht erlaubt irgend welches Grundstück zu Erwerben das wird zugeteilt, die meisten Kirchen sind aber umgebaut worden zu Museen.

Dan wurde der Pfarrer Interviewet der konnte sich auf dem Gelände nur mit Bodyguards und der Anti Terror Einheit Bewegen weil er Angst haben musste einem Attentat zum Opfer zu Fallen.

Jetzt meine Frage. Von der Schweiz wird Neutralität verlangt wir sollen die Gesetzte Respektieren usw. aber tun das auch die Länder die jetzt am meisten gegen die Schweiz Wettern?

Ich wage mal zu behaupten NEIN, die Schweiz ist mit Abstand nun mit oder ohne Minarett Verbot das Sozialste Land das auch andere Kulturen und Ansichten Akzeptiert.

Was bringt mir ein Gesetzt in der Türkei was vor dem UNO Tribunal bestand hat, das aber nicht den Tatsachen Entspricht wie das Gesetzt bzw. die Glaubensfreiheit umgesetzt wird.

In der Schweiz wollte man lediglich die Minarette Verbieten und das auch festhalten, und es wird so ein Wind darum gemacht.

Ich warte ja nur darauf das es dann heist die Schweiz müsse ihr Gesetzt anpassen bzw. die Abstimmung ist wiederrechtlich.

Machen wir es wie die Türken usw. jegliches Baugesuch Betreffend Minaretten wird einfach Abgelehnt und gut ist.

Wir sind gegen Aussen immer noch total Neutral und haben die Glaubensfreiheit, das UNO Tribunal ist zufrieden und die restlichen Länder kommen schon nicht dahinter das alle Baugesuche abgelehnt werden.

Im übrigen Starben in der Türkei letztes Jahr alleine wegen dem Christlichen Glauben 7 Personen, solche Zustände gibts nicht in der Schweiz aber dennoch reitet man auf so einem Minarettturm herum.

PS: Das die Schweiz die Vermittler Rolle allgemein für viele Länder Spielt ist bekannt, wir sind ja immer die Dummen machen und tun, wenn die Schweiz dan mal Hilfe breuche wie im Falle Gadaffi erinnert sich keiner mehr an die Hilfestellung damals.

Mich würde es übrigens Brennend Interessieren was die Liebe Calmy-Rey denn getan hätte, Minarette erlauben uns noch weiter Verbiegen es kommt so langsam der Verdacht auf unser Lieber Bundesrat Vertritt einfach seinen eigenen Standpunkt und Verliert die Realität aus den Augen.

Ob es nun die Ausländer Kontingente sind, wo man ein Jahr zu Spät darauf reagiert oder die Peindlichkeit mit Gadaffi oder die Minarett Initiative.

Es kann nur noch besser kommen.....

@Pegasus Gäbe es in andern Ländern die Direkte Demokratie wäre die EU NIE zu Stande gekommen, meine Hoffnung besteht ja immer noch das diese Sich irgnedwann mal Intern Zerstreitet oder sich einige Staaten wieder Selbständig machen.

England wäre ein guter Kandidat, die haben ihre eigene Währung noch.

Ausser Kosten und Verwaltungsaufwand, und das Reglement wie Krumm eine Banane nun sein darf hat die EU den Mitgliedsstaaten bis auf die welche eh kein Geld hatten nichts gebracht.

LG Simon

Elias
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The-Saint wrote:

Ich wage mal zu behaupten NEIN, die Schweiz ist mit Abstand nun mit oder ohne Minarett Verbot das Sozialste Land das auch andere Kulturen und Ansichten Akzeptiert.

Schweden und Frankreich sind sicher sozialer.

In Sachen Familienpolitik stehen wir weit hinten.

Wir haben das beste Vorsorgesystem.

In Sachen Akzeptanz sind die USA eine Klasse für sich, weil sie Kirche und Staat getrennt haben.

Quäker und Amische gibt es bei uns nicht. Man muss sich mal das vorstellen, wenn die bei uns leben würden.

Andere Ansichten

Der Grundtenor ist der: Wem es nicht passt, soll unser Land verlassen. Man akzeptiert alle Meinungen, solange sie mit unserer übereinstimmt.

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Benjamin Franklin

Elias
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Re: Dialog statt Verbot

fritz wrote:

Elias wrote:
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Oskar Freysinger tritt bei Al-Jazeera auf

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Da bin ich mal gespannt. Hoffentlich gibt es einen konstruktiven Dialog.

Das Gestottere von Freysinger in diesem Beitrag kann man kaum als Dialog bezeichnen...

Die Gegenseite war sackschwach. Kaum Argumente. Nur die gewohnte Rhetorik.

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Frischling
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The-Saint Quote:

Ich wage mal zu behaupten NEIN, die Schweiz ist mit Abstand nun mit oder ohne Minarett Verbot das Sozialste Land das auch andere Kulturen und Ansichten Akzeptiert.

Die Scheiz ist eher eins der asozialsten Länder aller OECD-Länder. Ich sage da nur z.Bsp. Frankreich, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland,... von der Familienpolitik müssen wir gar nicht reden. Unser Sozialsystem ist dagegen "unterentwickelt". Das soll hier nicht wertend sein ob gut oder schlecht. Wieweit ein Land sein Sozialsystem ausbaut ist schliesslich eine rein innenpolitische Angelegenheit.

Wirklich Fremden aufgeschlossen sind die wenigsten Länder (USA, Neuseland, Australien). Die Schweiz zähle ich nicht dazu. Bezüglich Aufgeschlossenheit gegenüber Fremden sind wir ein gespaltenes Land mit ca. 55% weltoffen, und 45% xenophoben. Leider merken wir ja nicht einaml wie abstossend wir gegenüber Fremden sind, wir aktzeptieren ja uns nicht einmal untereinander. Beispiele, mit ZH-Kennzeichen in gewissen Orten der Schweiz....

Azrael
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Quote:

(USA, Neuseland, Australien).

.. achja? Neuseeland und Australien weiss ich aus eigener Erfahrung dass:

1. du sehr gut Englisch sprechen musst. Hilfe mit Fremdsprachen auf Formularen oder in Sitzungen ... nothing!

2. du einen gesuchten Job / Ausbildung haben musst - sonst kein Bürgerrecht

3. du dich über eine lange Zeit bewähren musst - sonst keine Einbürgerung

Dass die Länder historisch aus vielen Nationen zusammengewürfelt wurden darfst du auch nicht ausser Acht lassen.... achja, der Einfluss des Islams wird auch dort nicht vielerorts gern gesehen. Vor allem nicht in geschlossenen, kleinen Communities auf dem Land.

Ob sozial ist nicht ist doch eine reine Auffassungs- und Definitionfrage. Genau dasselbe gilt für "gut" oder "böse". Es gibt im Leben nur richtig oder falsch und selbst dies sehen alle Menschen unterschiedlich.

WOMEN & CATS WILL DO AS THEY PLEASE, AND MEN & DOGS SHOULD GET USED TO THE IDEA.

A DOG ALWAYS OFFERS UNCONDITIONAL LOVE. CATS HAVE TO THINK ABOUT IT!!

Frischling
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@Azrael

Die Aufnahmebedingungen in diesen Ländern sind strenger als bei uns. Das ist mir auch klar. Aber der wichtigste Unterschied ist: Du wirst von denen aktzeptiert! In der Schweiz kann sich jemand noch so gut integrieren, man ist und bleibt ein fremder Fötzel. Und für das Bürgerrecht haben diese Länder klare und eindeutige Regeln. Die Einbürgerung ist daher viel einfacher als bei uns. Regeln einhalten und fertig. Bei uns sind die Regeln schwammig, je nach Gemeinde mehr oder weniger willkürlich ausgelegt.

Pesche
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Habe vor ein paar Tagen geschrieben, dass unserer Firma ein zugesagter Auftrag entgangen ist. Ein weiterer Auftrag wurde einem deutschen Unternehmen gegeben. Beide Kunden, aus islamischen Ländern, sagten uns durch die Blumen, dass die Abstimmung schlecht war und die Geldgeber lieber der Frage "Warum ein schweizer Unternehmen?" aus dem Wege gehen. Bei uns werden nun diverse Bereiche auf Kurzarbeit vorbereitet und einige Stellen werden wohl gestrichen.

Unter der Hand hört man, dass es anderen Firmen in der Schweiz genau so geht.

Die Auftragsgeber haben Angst, Aufträge in die Schweiz zu vergeben.

Wenn die Sache so weitergeht bin ich überzeugt, dass in ein paar Wochen die "Ja" Stimmer dies nicht mehr zu laut sagen dürfen. Ich hoffen, dass vorallem diese "Ja" Stimmer um den Job fürchten müssen.

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

wildhund
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Ich bedaure jeden Arbeitsplatzverlus und sowie jedes dahinter stehende persönliche Schicksal.

Trotzdem bin ich nicht "käuflich".

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!



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