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scaphilo
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Pesche wrote:

Wenn die Sache so weitergeht bin ich überzeugt, dass in ein paar Wochen die "Ja" Stimmer dies nicht mehr zu laut sagen dürfen. Ich hoffen, dass vorallem diese "Ja" Stimmer um den Job fürchten müssen.

Manchmal muss man, um die eigene Freiheit (Meinungsfreiheit) zu erhalten gewisse Risiken in Kauf nehmen.

scaphilo
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MarcusFabian wrote:

Ihrer Meinung nach hätte man die Minarett-Initiative überhaupt nicht zulassen müssen. Bzw. man hätte im Vorfeld abklären müssen, ob sie mit den internationalen Gesetzen verträglich ist.

Sehr richtig!! Und ausserdem hätte man dem Volk einen Alternativen Vorschlag bringen sollen. ALLGEMEINE GEMEINDE-VOLKSABSTIMMUNG beim Bau eines religiösen Gebäudes mit Symbolwirkung (Turm).

Fertig... Sagt mal wer hätte da jetzt nein gestimmt?

Dumme Diskussion hier, die einen wollen die Ängste der anderen nicht verstehen und die andern wollen die "assimiliert uns ruhig" - Mentalität nicht verstehen.

Beide Seiten sind ignorant und unsere Politiker sind obendrein noch zu dumm jetzt eine abgeänderte Abstimmung aufzusetzen.

fritz.
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The-Saint wrote:

Von der Schweiz wird Neutralität verlangt wir sollen die Gesetzte Respektieren usw. aber tun das auch die Länder die jetzt am meisten gegen die Schweiz Wettern?

Und schon sind wir wieder bei dem Kindergartengetue, "du mir, ich dir auch"...

Wir wissen doch alle, dass es einige Länder gibt, welche die Grundrechte mit den Füssen treten. Aber ist es wirklich unser Ziel, so schlecht wie die zu sein?

Ich habe immer wieder positive Beispiele gebracht, aber die hat keinen interessiert, die meisten lechzen nach schlechtem Benehmen von anderen um sein eigenes schlechtes Benehmen damit zu rechtfertigen.

Zur Abwechslung mal wieder ein positives Beispiel, auch wenn es keinen interessiert:

Im Land mit der grössten islamischen Bevölkerung (Indonesien, etwa 230 Mio Moslems) fahren grosse Passagierschiffe zwischen den Inseln, auf jedem dieser Schiffe fährt ein Laienprediger mit, um jeden Sonntag für die paar wenigen Christen auf dem Schiff den Gottesdienst abzuhalten.

Es gibt aber auf den gleichen Schiffen keinen Imam (bei den Moslems ist das weniger wichtig, weil sowieso jeder sein immer gleiches Gebet runterleiert). Ist das nicht ein toller Service für eine Minderheit?

Gruss

fritz

fritz.
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scaphilo wrote:

Manchmal muss man, um die eigene Freiheit (Meinungsfreiheit) zu erhalten gewisse Risiken in Kauf nehmen.

Ist deine Meinungsfreiheit jetzt grösser als vor zwei Wochen?

Gruss

fritz

Neu-SG
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wieder mal was zum Nachdenken, aus der Hamburger Morgenspost....

Moslems gegen Schwule

CHRISTOPHER PETER, VOLKER SCHIMKUS

Stadtteildialog von Moschee beendet / Homosexuelle fürchten Übergriffe

Von außen betrachtet scheint es hier in St. Georg zu funktionieren: das Nebeneinander von Moslems und Schwulen. Grüne Islamflaggen und Regenbogenfahnen hängen hier Tür an Tür.°Elf Moscheen auf einem Quadratkilometer und mehr als hundert Schwulenbars und Geschäfte für Schwule. Doch die Ruhe ist trügerisch. Denn diese Woche beendete die Centrum-Moschee einen von den Grünen initiierten Stadtteildialog. "Wir wollen uns nicht von Schwulenaktivisten auf der Nase herumtanzen lassen", sagte Ahmet Jazici, Vize-Chef der Centrum-Moschee.

Irgendwo zwischen der Langen Reihe und den Seitenstraßen des Steindamms verläuft die imaginäre Trennlinie zwischen den beiden Welten. Der Bankkaufmann André H. (33) und der Student Christopher N. (30) haben sie übertreten. Sie sind verheiratet und lieben sich. Allein das unschuldige Händchenhalten in Sichtweite der Centrum-Moschee führt zu einem Menschenauflauf. Ältere Ladeninhaber und muskelbepackte Türstehertypen in Bomberjacken bauen sich vor ihnen auf, bedrängen die beiden. "Vor einer Moschee haben Schwule nichts zu suchen", schreien sie. "Wenn die sich geküsst hätten, hätte jeder Einzelne in dieser Straße sie angegriffen", droht Ahmed Kajhy (18) unverhohlen. Ein anderer brüllt: "Ihr beleidigt den Islam."

Ist offenes Schwulsein eine Beleidigung für Muslime? Auch eine Umfrage des schwulen Hamburger Stadtmagazins "Hinnerk" bei muslimischen Kaufleuten zeigt die ausgeprägten Bruchlinien im Multikulti-Viertel. "Das sind keine Menschen", heißt es dort. Und auf die Frage, was er tun würde, wenn sein Sohn schwul wäre, antwortet ein anderer: "Erschießen!"

Die Grünen wollten den Kulturkampf verhindern. "Im vergangenen Sommer haben Migranten Schwule bedroht und verprügelt", sagt der GAL-Bürgerschaftsabgeordnete Farid Müller. Ein Stadtteildialog mit der Centrum-Moschee, dem größten Gebetshaus Norddeutschlands, sollte es richten. Im Herbst traf man sich im Deutschen Schauspielhaus. "Ein zweites Treffen diesen Freitag wurde jedoch brüsk abgesagt", so Müller.

Der Grund: "Es sollte erneut über Homosexualität diskutiert werden, doch das ist Sünde und verboten", sagt Ahmet Jazici. "Wir lassen uns nicht vorführen." Ein Dialog verändere nicht den Koran. Da gebe es nichts zu diskutieren oder zu verhandeln.

Zu den Übergriffen hat die Gemeinde jedoch eine Erklärung herausgegeben. Der Inhalt: Kein einzelner Muslim hat das Recht, Schwule zu verprügeln. Das Gewaltmonopol liegt beim Staat. Doch beim Gespräch in der Moschee schwingt ein "Aber" mit. Denn der islamistische Verein "Milli Görüs", der das Gebetshaus betreibt und vom Verfassungsschutz beobachtet wird, will seine Islam-Vorstellungen auch politisch umsetzen.

"Die meisten der rund 2000 nicht gewaltbereiten Islamisten in Hamburg gehören zu "Milli Görüs", erklärt Manfred Murck, Vize-Chef des Hamburger Verfassungsschutzes. "Auch wenn die Hamburger Fraktion als reformorientierter gilt, orientierten sich viele an der Scharia, dem islamischen Recht." Doch was heißt das für die Schwulen? "Öffentlich gelebte Homosexualität ist für uns ein Straftatbestand", gibt Jazici unumwunden zu.

Harte Worte des Vize-Chefs des Bündnisses der islamischen Gemeinden in Norddeutschland, mit dem Bürgermeister Ole von Beust sogar einen Staatsvertrag schließen will. Denn im Viertel wächst die Besorgnis. So nehmen unweit der Moschee Vorfälle bei "Hein & Fiete", dem Infozentrum der Gay-Community am Pulverteich zu. Dreck vor der Tür, Müll im Briefkasten und Schmierereien wie "Tod den Schwulen". "Seit diesem Jahr gibt es sogar regelrecht Hausbesuche von Migrantengruppen, zum Schutz wurde ein Alarmknopf eingebaut", berichtet Mitarbeiter Christian Heise (Name von der Redaktion geändert). "Wir fühlen uns körperlich bedroht. Ich bin im Viertel auch bepöbelt worden. Es gibt in St. Georg Zonen, in denen man besser nicht offen schwul ist", so Heise. "Aus Angst vor Rassismusvorwürfen werden viele Vorfälle unter den Teppich gekehrt."

Dass ein Dialog doch möglich ist, zeigt Murat Yilmaz (24), Chef des Teehauses "karatren" an der Langen Reihe. Er ist konservativ und dafür, dass Frauen Kopftücher tragen. Doch bei seiner eigenen Frau toleriert er, dass sie das nicht will.

"Als Moslem gehe ich zum Freitagsgebet in die Centrum-Moschee, doch ich bin für einen Dialog mit den Schwulen", so Yilmaz. Im Koran stehe schließlich: Lasst die Sünder zu mir kommen. Doch für Yilmaz gibt es auch Grenzen: "Auch im Teehaus sind alle willkommen, aber wer rumknutscht, fliegt raus, egal ob schwul oder hetero."

scaphilo
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fritz wrote:

Ist deine Meinungsfreiheit jetzt grösser als vor zwei Wochen?

Gruss

fritz

Meine Meinungsfreiheit blieb unverändert weil ich sie vorher schon kundgetan habe. Ich will damit nur sagen dass man sich nicht aus Angst um seine Freiheiten bringen lassen sollte. Nur weil man Angst um seine Arbeit hat sollte man sich nicht um die Freiheit bringen lassen JA oder NEIN zu sagen.

Pesche
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wildhund wrote:

Trotzdem bin ich nicht "käuflich".

Erzähl kein Scheiss, auch Du bist "käuflich" Wink

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

fritz.
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scaphilo wrote:

Nur weil man Angst um seine Arbeit hat sollte man sich nicht um die Freiheit bringen lassen JA oder NEIN zu sagen.

Da hast du Recht, aber jetzt haben viele aus Angst vor einer Islamisierung Ja gesagt. Das ist also auch eine Angst-getriebene Entscheidung.

Ich habe auch schon meinen Arbeitsplatz verloren, weil ich auf meiner Meinung bestanden habe und würde es in der gleichen Situation wieder so machen.

Aber ich finde es absolut sinnlos Arbeitsplätze zu gefährden für ein Verbot das vielen schadet und niemandem nützt.

Ich habe auch schon Arbeit und viel Geld verloren, nur wegen sinnlosen Racheaktionen auf genauso sinnlose Konflikte:

Ich hatte einen Job für ein Reisebüro in Indonesien als dort Unruhen gegen Chinesen und Christen ausgebrochen sind, die Gründe dafür waren ziemlich komplex, ich will da jetzt nicht genauer drauf eingehen, jedenfalls war sowohl die Aktion wie auch die Reaktion sinnlos. Darauf gab es dann eine Weile lang keine Touristen mehr und ich habe mein Einkommen von einem Tag zum anderen verloren.

Ein paar Jahre später hatte ich den Job wieder, dazu noch einiges Geld in ein Restaurant investiert, das zum grössten Teil von Touristen frequentiert wurde. Ich hatte gerade die Miete für drei Jahre bezahlt (das ist dort so üblich) da gab es die Bali-Bomben, eine sinnlose Reaktion von Terroristen auf den sinnlosen zweiten Irak-Krieg. Dabei habe ich eine Freundin verloren, dazu den Job und mein Restaurant war immer leer, so dass ich es bald schliessen musste.

Mit etwas mehr Toleranz und Verständnis hätte man das alles vermeiden können, genauso wie die jetzige Auseinandersetzung und ihre wirtschaftlichen Folgen.

Gruss

fritz

scaphilo
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fritz wrote:

Mit etwas mehr Toleranz und Verständnis hätte man das alles vermeiden können, genauso wie die jetzige Auseinandersetzung und ihre wirtschaftlichen Folgen.

Es hat aber nichts mit Toleranz zu tun wenn man ein religiöses Symbol in die Landschaft stellt. Weder bei Kirchentürmen noch bei Minareten. Es soll ein Zeichen setzen. Ich will keine neuen Religiösen Zeichen in der Schweiz, mir reichen schon die alten. Deshalb habe ich JA gestimmt und ich würde auch ja stimmen wenn es darum geht keine neuen Kirchtürme mehr zu bauen. Es ist aufdringlich und ich finde die Kirchtürme die im Moment in der Schweiz stehen sind nur deshalb akzeptabel weil sie oft historische Bedeutung haben. (will da drüber nicht mehr diskutieren)

@edit: Sorry wir drehen uns hier im Kreis, Ich will ja nur sagen, dass die Abstimmung anders formuliert hätte werden sollen.

fritz.
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scaphilo wrote:

Es soll ein Zeichen setzen. Ich will keine neuen Religiösen Zeichen in der Schweiz, mir reichen schon die alten. Deshalb habe ich JA gestimmt und ich würde auch ja stimmen wenn es darum geht keine neuen Kirchtürme mehr zu bauen. Es ist aufdringlich und ich finde die Kirchtürme die im Moment in der Schweiz stehen sind nur deshalb akzeptabel weil sie oft historische Bedeutung haben.

Das kann ich absolut verstehen. Auch ich brauche weder Kirchtürme noch Minarette. Aber für mich ist Toleranz, auch etwas zu akzeptieren, das andern Freude macht.

Und wenn schon verbieten, dann konsequent sein, entweder alle verbieten oder gar nicht.

Gruss

fritz

wildhund
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Pesche wrote:

wildhund wrote:

Trotzdem bin ich nicht "käuflich".

Erzähl kein Scheiss, auch Du bist "käuflich" Wink

Ab 100 Mio. würde ich es mir tatsächlich noch überlegen, ansonsten no way

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!



Mache was Du willst, aber mach es richtig!

cerberus
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MarcusFabian wrote:

... wie sie als Aussenministerin mit der Schmach umgeht, diesen Volksentscheid jetzt nach aussen hin verteidigen zu müssen.

Die Aussenministerin muss nach aussen hin gar nichts verteidigen. Es handelt sich um eine innere Angelegenheit, die zur Zufriedenheit (fast) aller gelöst wurde.

Nur ein paar "MultikultiGutMenschen-Der Menschistimmergut-oderhateswenigstensgutgemeint" sind noch nicht ganz glücklich. Wie aus den fast immer gleichen postings der Minarett-Befürworter zu schliessen ist. Macht aber nichts. Die wären es auch sonst nicht.

MarcusFabian wrote:

Es könnte nämlich durchaus sein, dass es intl. Recht zuwiderläuft. Das muss das Tribunal in Den Haag entscheiden.

Das Tribunal in Den Haag wird diesbezüglich gar nichts entscheiden. Die sind dafür nicht zuständig.

Jeder der glaubt, dass die Börse nur noch steigen kann, ist entweder verrückt oder ein Bulle.

Frischling
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Quote:

"MultikultiGutMenschen-Der Menschistimmergut-oderhateswenigstensgutgemeint"

blablablablablba... Das Recht das Du solchen scheiss schreiben darfts, hast Du geanu diesen Leuten zu verdanken.

fritz.
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cerberus wrote:

Wie aus den fast immer gleichen postings der Minarett-Befürworter zu schliessen ist.

Gibt es hier im Forum Minarett-Befürworter?

Gruss

fritz

Pesche
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wildhund wrote:

Pesche wrote:
wildhund wrote:

Trotzdem bin ich nicht "käuflich".

Erzähl kein Scheiss, auch Du bist "käuflich" Wink

Ab 100 Mio. würde ich es mir tatsächlich noch überlegen, ansonsten no way

Sorry wildhund

Jede Wette, für 100 Stutz hättest Du ein Nein in die Urne gelegt Wink

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

Elias
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cerberus wrote:

Es handelt sich um eine innere Angelegenheit, die zur Zufriedenheit (fast) aller gelöst wurde.

Hey SingleHirnzelleMensch-DerFremdeMenschIstNimmerGut-OderHatEsSicherSchlechtGemeint

Hat die Angelegenheit die da angeblich gelöst wurde auch einen Namen?

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

MarcusFabian
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cerberus wrote:

Nur ein paar "MultikultiGutMenschen-Der Menschistimmergut-oderhateswenigstensgutgemeint" sind noch nicht ganz glücklich. Wie aus den fast immer gleichen postings der Minarett-Befürworter zu schliessen ist. Macht aber nichts. Die wären es auch sonst nicht.

Das Problem sind doch nicht die Minarette sondern die Islamisierung. Oder genauer: Muslims bekommen in der Regel mehr Kinder als Christen. Die Geburtenrate in der Schweiz ist soweit ich weiss um 1.3 Kinder pro Frau. 2.11 wären nötig um die Zahl der Schweizer langfristig stabil zu halten.

Ergo können wir hochrechnen, wie das Verhältnis Christen:Muslims in 20 oder 50 Jahren hier aussehen wird.

Wir haben das Problem erkannt, es anvisiert und ... uns in den Fuss geschossen!

Ich bin kein Befürworter von Minaretten und würde bei einem Baugesuch in unserer Gemeinde auch dagegen votieren. Aber ich war dennoch gegen die Initiative, weil sie am Problem vorbei geht und es nicht im geringsten löst.

Wenn vielleicht dereinst in 50 Jahren die Mehrheit der Schweizer Muslime sein werden (was Allah verhindern möge), dann wird es ein Leichtes sein, eine Volksabstimmung durchzubringen, die das Minarettverbot wieder aufhebt.

Sollte es unser Ziel sein, den Anteil der Muslime in der Schweiz zu begrenzen, müssten wir ganz andere Initiativen ergreifen.

Denken wir doch logisch: Wenn wir erkannt haben, dass es ein Problem ist, dass Muslime mehr Kinder kriegen als Christen, dann gibt es dazu zwei Lösungsansätze:

1. Christen sollen wieder mehr Kinder kriegen

2. Muslims sollen weniger Kinder kriegen bzw. Einreise von Muslims limitiert werden.

Politisch also:

* Eine Familienpolitik, die dazu angetan ist, dass die Schweizer im Schnitt wieder 2-3 Kinder auf die Welt stellen.

* Evtl. eine Begrenzung der Einwanderung.

* Repatriierung von Ausländern, die hier keine Arbeit mehr haben.

Das Minarettverbot fördert weder die Fruchtbarkeit der Christen noch limitiert sie die Anzahl der Muslime in der Schweiz. Was also haben wir mit dem Minarettverbot erreicht?

T15
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MarcusFabian wrote:

Was also haben wir mit dem Minarettverbot erreicht?

ein neues thema das die schweingegrippe verdrängt...

oder sonstige "richtigen" Probleme verdrängt...

aus meiner sicht gar nichts... evtl. haben wir sogar verloren... aber deine Vorschläge find ich intressant MF... nur wie könnten wir sowas zb. machen, fördern oder unterstützen?

was mich im übrigen sehr stört die svp sagt jetzt sie haben das problem erkannt... und spielen sich super auf... aber eine wirkliche lösung vorgeschlagen haben sie ja nicht oder irre ich mich da?

die svp nervt mich eigentlich immer mehr... allgemein auch die anderen parteien... mir kommts so vor als wäre die ganze politik ein "kasperlitheater" :roll:

für mich wäre es zb. schon mal sympatisch wenn frau leuthard mal hinsteht und sagt "wir politiker haben fehler gemacht" den überall wo gearbeitet wird passieren fehler...

aber ja is ja wieder ein anderes thema... sorry

cerberus
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Ramschpapierhaendler wrote:

fritz wrote:
cerberus wrote:
Wie aus den fast immer gleichen postings der Minarett-Befürworter zu schliessen ist.

Gibt es hier im Forum Minarett-Befürworter?

Hab auch noch keinen gesehen... :shock:

Na sowas. Ich auch nicht. Aber gelesen. Die schreiben hier regelmässig. Lol

Jeder der glaubt, dass die Börse nur noch steigen kann, ist entweder verrückt oder ein Bulle.

cerberus
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MarcusFabian wrote:

Was also haben wir mit dem Minarettverbot erreicht?

Quote:

Zuerst einmal gilt es festzuhalten, dass es nicht um Minarette geht.

Es geht um kulturelle Werte, und ...

der Gefahr heranwachsender Parallelgesellschaften,

die tragende Werte wie etwa die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht respektieren.

Da ist aber auch die Angst unserer Politik und unserer Eliten in Medien und Wirtschaft, Probleme anzusprechen, die den Europa-Architekten und der muslimischen Gemeinschaft missfallen könnten.

Quote:

Einige der wichtigsten zu klärenden Fragen:

Wie wird die Gleichberechtigung von Mann und Frau in den islamischen Gemeinschaften in der Schweiz durchgesetzt?

Wie reagieren wir auf Zwangsheiraten?

Was sind die Auswahlkriterien für Imame?

Wie sollen sie in den Moscheen kontrolliert werden?

Wie gehen wir mit Hasspredigern um?

Wie sorgen wir dafür, dass Immigrantinnen und Immigranten unsere Gesetze kennen und respektieren?

Darüber hinaus ist es dringend nötig, dass der Bundesrat auch quantitative Zuwanderungsziele formuliert und diese gegenüber der EU und der eigenen Bevölkerung offenlegt.

Zitate aus:

http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/artikel/standpunkt_ein-heilsame...

@Elias und @fritz sollten das 2x lesen. Das hilft bei fortgeschrittenem Alter. Lol

Jeder der glaubt, dass die Börse nur noch steigen kann, ist entweder verrückt oder ein Bulle.

scaphilo
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MarcusFabian wrote:

Das Minarettverbot fördert weder die Fruchtbarkeit der Christen noch limitiert sie die Anzahl der Muslime in der Schweiz. Was also haben wir mit dem Minarettverbot erreicht?

Endlich mal jemand der es verstanden hat! Thx MF!

Wie immer wunderbar ausgedrückt.

MarcusFabian
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cerberus wrote:

Zitate aus:

http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/artikel/standpunkt_ein-heilsame...

Und ebenfalls aus dem Beobachter-Artikel:

Das Minarettverbot ist keine Lösung irgendeines dieser Probleme und keine Basis für eine vernünftige Politik.

Na Super! Jetzt haben wir also ein neues Gesetz, das kein Problem löst, das keinen Vorteil bringt und das unter dem Strich nur angenommen wurde, um der Politik einen "Schuss vor den Bug" zu verpassen.

Sinnvoll?

scaphilo
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T15 wrote:

aus meiner sicht gar nichts... evtl. haben wir sogar verloren... aber deine Vorschläge find ich intressant MF... nur wie könnten wir sowas zb. machen, fördern oder unterstützen?

Ja man könnte schon, aber das widerspricht natürlich dem Grundsatz der Religionsfreiheit. Der Staat muss die Religion nicht steuern. Ich glaube nicht dass die Religion ausschlaggebend ist wie sich eine Kultur entwickelt. Sprich, wenn wir in der Schweiz zu einem islamischen Staat mutiert heisst das noch lange nicht, dass wir dann auch einen Diktator einsetzen und die Religion einen so hohen Stellenwert hat wie im Iran. Die Religion steuert auch nicht die Geburtenrate einer Kultur, es ist die Altersvorsorge die das steuert. Wenn wir die Geburtenrate in der Schweiz erhöhen wollen dann ist das ganz einfach: AHV gibts nicht wenn man keine Kinder hat. (Man könnte sich jetzt fragen: Ist das asozial? Oder ist es asozial keine Kinder zu haben?)

Ich finde das zweite trifft eher zu. Wenn man Kinder hat dann lädt man sich enorm viel Arbeit und Verantwortung auf, irgendwie sollte das von der Gesellschaft auch belohnt werden.

Keine Einwanderung mehr und das mit der Altersvorsorge so regeln wie ich gesagt habe. Wir brauchen wirklich keine Arbeiter aus dem Ausland... ich wüsste nicht wieso. Man muss nicht glauben es gäbe in der Schweiz keinen der auf dem Bau arbeiten will. Wenn einer so was behauptet ist er sowieso ein arrogantes A.rschl.och. Zu schön um selber mal etwas von Hand zu arbeiten und diese dumme Einstellung projiziert er dann auch noch auf die ganze Gesellschaft. Wenn eine Arbeit auf dem Bau richtig entlohnt wird dann wird es immer Schweizer geben die diese Arbeit verrichten. Ich würde doch nicht freiwillig 8 Stunden am Tag in einem Büro arbeiten wenn das nicht mehr Lohn geben würde.

jamc
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scaphilo wrote:

T15 wrote:

aus meiner sicht gar nichts... evtl. haben wir sogar verloren... aber deine Vorschläge find ich intressant MF... nur wie könnten wir sowas zb. machen, fördern oder unterstützen?

Ja man könnte schon, aber das widerspricht natürlich dem Grundsatz der Religionsfreiheit. Der Staat muss die Religion nicht steuern. Ich glaube nicht dass die Religion ausschlaggebend ist wie sich eine Kultur entwickelt. Sprich, wenn wir in der Schweiz zu einem islamischen Staat mutiert heisst das noch lange nicht, dass wir dann auch einen Diktator einsetzen und die Religion einen so hohen Stellenwert hat wie im Iran. Die Religion steuert auch nicht die Geburtenrate einer Kultur, es ist die Altersvorsorge die das steuert. Wenn wir die Geburtenrate in der Schweiz erhöhen wollen dann ist das ganz einfach: AHV gibts nicht wenn man keine Kinder hat. (Man könnte sich jetzt fragen: Ist das asozial? Oder ist es asozial keine Kinder zu haben?)

Ich finde das zweite trifft eher zu. Wenn man Kinder hat dann lädt man sich enorm viel Arbeit und Verantwortung auf, irgendwie sollte das von der Gesellschaft auch belohnt werden.

Keine Einwanderung mehr und das mit der Altersvorsorge so regeln wie ich gesagt habe. Wir brauchen wirklich keine Arbeiter aus dem Ausland... ich wüsste nicht wieso. Man muss nicht glauben es gäbe in der Schweiz keinen der auf dem Bau arbeiten will. Wenn einer so was behauptet ist er sowieso ein arrogantes A.rschl.och. Zu schön um selber mal etwas von Hand zu arbeiten und diese dumme Einstellung projiziert er dann auch noch auf die ganze Gesellschaft. Wenn eine Arbeit auf dem Bau richtig entlohnt wird dann wird es immer Schweizer geben die diese Arbeit verrichten. Ich würde doch nicht freiwillig 8 Stunden am Tag in einem Büro arbeiten wenn das nicht mehr Lohn geben würde.

sorry, aber deinen vorschlag, dass nur noch diejenigen AHV bekommen sollen, die Kinder haben, ist bekloppt! Schliesslich zahlen auch diejenigen jetzt AHV Beiträge, die keine Kinder haben, also haben die auch ein Anrecht, irgendwann selbst AHV beziehen zu können! Zudem bin ich der meinung, dass man kinder nicht als "alterssicherheit" haben soll! es gibt menschen, die wollen keine kinder (und das ist bei manchen aus gut so) und ander die können keine kinder haben.

Frischling
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@cerberus

zu Deinem Beobachter-Artikel

Diese Probleme sind unbestritten! Nur gab es bis jetzt noch keinen einzigen Lösungvorschlag von Rechts und es wird auch keinen geben. Nun sucht sich die SVP ein neues Thema, d.h. vor allem die PFZ. So funktioniert das SVP-System, reinster Populismus, keine Lösung.

scaphilo
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jamc wrote:

sorry, aber deinen vorschlag, dass nur noch diejenigen AHV bekommen sollen, die Kinder haben, ist bekloppt! Schliesslich zahlen auch diejenigen jetzt AHV Beiträge, die keine Kinder haben, also haben die auch ein Anrecht, irgendwann selbst AHV beziehen zu können! Zudem bin ich der meinung, dass man kinder nicht als "alterssicherheit" haben soll! es gibt menschen, die wollen keine kinder (und das ist bei manchen aus gut so) und ander die können keine kinder haben.

Keine Kinder haben können heisst du hattest die Möglichkeit selber etwas auf die Seite zu tun als du jung warst.

und

Sag mal: du musst nicht nur schauen dass du jetzt für deine Eltern/Grosseltern AHV zahlst, du musst auch schauen dass in Zukunft noch jemand für dich AHV zahlt. Ist das so schwierig zu begreifen? Früher mussten die Erwachsenen auch für ihre Eltern und die Kinder schauen. Nur weil jetzt die AHV als Versicherung davor steht ändert das nichts an der Tatsache dass es gemacht werden muss.

jamc
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scaphilo wrote:

jamc wrote:

sorry, aber deinen vorschlag, dass nur noch diejenigen AHV bekommen sollen, die Kinder haben, ist bekloppt! Schliesslich zahlen auch diejenigen jetzt AHV Beiträge, die keine Kinder haben, also haben die auch ein Anrecht, irgendwann selbst AHV beziehen zu können! Zudem bin ich der meinung, dass man kinder nicht als "alterssicherheit" haben soll! es gibt menschen, die wollen keine kinder (und das ist bei manchen aus gut so) und ander die können keine kinder haben.

Keine Kinder haben können heisst du hattest die Möglichkeit selber etwas auf die Seite zu tun als du jung warst.

und

Sag mal: du musst nicht nur schauen dass du jetzt für deine Eltern/Grosseltern AHV zahlst, du musst auch schauen dass in Zukunft noch jemand für dich AHV zahlt. Ist das so schwierig zu begreifen? Früher mussten die Erwachsenen auch für ihre Eltern und die Kinder schauen. Nur weil jetzt die AHV als Versicherung davor steht ändert das nichts an der Tatsache dass es gemacht werden muss.

ja, wenn man keine kinder hat, dann kann man sparen, ABER dann soll man auch keine AHV zahlen müssen, wenn man keine bekommt; zudem zahlt man dann auch mehr steuern, weil man mehr vermögen hat und vermutlich ja auch mehr einkommenssteuern, weil beide 100% verdienen. sorry, da werden wieder diejenigen bestraft, die sparen. aber diejenigen, die nur geld ausgeben und auf pump leben, die profitieren wieder.

MarcusFabian
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Die AHV ist keine Pensionskasse, wo man für sich selbst spart sondern funktioniert nach dem Generationenprinzip.

Du zahlst nicht AHV für Dich selbst sondern für Deine Eltern. Entsprechend werden Deine Kinder für Deine Rente aufkommen müssen.

jamc
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MarcusFabian wrote:

Die AHV ist keine Pensionskasse, wo man für sich selbst spart sondern funktioniert nach dem Generationenprinzip.

Du zahlst nicht AHV für Dich selbst sondern für Deine Eltern. Entsprechend werden Deine Kinder für Deine Rente aufkommen müssen.

danke - ich weiss was die ahv ist; dennoch: ich bezahle jetzt für die generationen, die es beziehen, unabhängig davon, ob ich kinder habe oder nicht; also hab ich doch auch das anrecht, dass ich irgendwann ahv beziehen kann, unabhängig davon, ob ich kinder habe oder nicht.

scaphilo
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Minarett Initiative

Mist es ist doch nicht zu glauben: Ohne Kinder funktioniert die AHV nicht, das sehen wir jetzt schon, obwohl es noch nicht mal schlimm ist. Wer bitte zahlt dir denn die AHV im Alter? Meine Kinder oder was? Du geniesst das Leben, lästerst über die Kollegen welche Kinder bekommen und nicht mehr so oft an Partys erscheinen, lässt es dir gut gehen, kümmerst dich nur um deine Eltern (über AHV) weil es deine Pflicht ist. Und dann wirst du im Alter auch noch von meinen Kindern versorgt? Tönt das logisch für dich?

Für mich tönt das nicht logisch. Ich habe nichts gegen einen solchen Lebenststil solange du für dich selber sorgen kannst im Alter. Das ist doch nicht schwierig, du könntest ja in der Zeit wo Familien den Kindern schauen Überstunden machen.)

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