SMI im Mai 2010

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Green Shoot
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SMI im Mai 2010

Die Gerüchteküche brodelt. Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortverbieger richtig gewürfelt haben.

7
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SMI im Mai 2010

Elias wrote:

Das Sparkapital reicht hinten und vorne nicht, um das zu finanzieren, was bisher finanziert wurde.

Wir hätten keine Eisenbahnen, keine Autobahnen, keine Staudämme, etc. Es bekämen niemals so viele Firmen ein Startkapital. Grosse Projekte wären nicht finanzierbar.

Sehr richtig.

Unsere Wirtschaft , der grösste Teil unserer Produktion und Dienstleistungen und dadurch die meisten Arbeitsstellen , d.h. das Einkommen der meisten hier, ist auf Kredite oder auf Pump gebaut.

Nur mit Sparkapital ohne Kredite könnte man vielleicht den Wohlstand des 18Jh. finanzieren, wenn sich in einem solchen System überhaupt Sparkapital bilden könnte..

Ramschpapierhaendler
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SMI im Mai 2010

@ Orangebox:

Gerade WENN man gegen den Strom schwimmen möchte, wäre jetzt noch lange Gold angesagt. Es stimmt einfach nicht, dass der Mainstream Gold kauft. Er kauft immer noch Aktien und Staatsanleihen. In der CH und in D gibt es ab dieser Woche sicher ein par Goldies mehr. Aber der Anteil ist immer noch sehr, sehr klein.

Green Shoot
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SMI im Mai 2010

Die Gerüchteküche brodelt. Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortverbieger richtig gewürfelt haben.

Denne
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SMI im Mai 2010

dobry wrote:

Geht jetzt noch in die USA oder nicht EU-Länder in die Ferien, in 1-2 Jahren ist es dort wegen dem schwachen CHF einiges teurer.

Woher wollen wir wissen, was in 1-2 Jahren ist, wenn wir nicht mal wissen, ob morgen in Deutschland eine Währungreform durchgeführt wird? Wink

Ramschpapierhaendler wrote:

Gerade WENN man gegen den Strom schwimmen möchte, wäre jetzt noch lange Gold angesagt. Es stimmt einfach nicht, dass der Mainstream Gold kauft.

Die Masse macht sich keine Vorstellung davon, was abgeht. Die meisten interessiert's nicht, weil sie sich zuerst einmal Gedanken darüber machen müssten, was Geld eigentlich ist und woher es kommt.

Zumindest in meinem Bekanntenkreis, wo es m.E. ein zwei helle Köpfe darunter hat, ist Krise kein wirkliches Thema. Ok, wir werden vielleicht etwas mehr Steuern bezahlen müssen, aber damit hat es sich mit den Zukunftsängsten der meisten.

@orangebox

Cooles avatar.

Der plötzliche Wechsel von Bubble Ben zu Auric Goldfinger ist bemerkenswert. Willst Du uns etwas sagen? Wink

alpenland
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SMI im Mai 2010

orangebox wrote:

Die UBS hat ihre Einschätzung gegenüber dem Euro gesenkt und rechnet nun für die Gemeinschaftswährung bis Jahresende mit einem weiteren Rückgang auf 1,15 Dollar. Für 2011 erwarten die Experten ein Niveau von 1,0 Dollar. Ursprünglich hat die UBS zum Euro für 2010 und 2011 Jahresendkursziele von 1,3 Dollar sowie 1,25 Dollar als wahrscheinlich erachtet.

Das wäre dann der Moment, wo die "Weltwährung" eingeführt werden könnte.

(es könnte sein, dass Bilderberger und Co solche Strategien erwägen)

Die Macht gegenüber China wäre dann wieder grösser !

orangebox
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SMI im Mai 2010

Ramschpapierhaendler wrote:

@ Orangebox:

Gerade WENN man gegen den Strom schwimmen möchte, wäre jetzt noch lange Gold angesagt. Es stimmt einfach nicht, dass der Mainstream Gold kauft. Er kauft immer noch Aktien und Staatsanleihen. In der CH und in D gibt es ab dieser Woche sicher ein par Goldies mehr. Aber der Anteil ist immer noch sehr, sehr klein.

Klar

ich denke es ist auch schwierig rein statistisch anzugeben wieviele sich mit Gold eindecken, damit meine ich vorallem die Normalbürger da hast du sicherlich recht , es wird ein minimalster Anteil vom Ganzen sein.

Trotzdem ich finde die Zeitepoche die wir gerade erleben höchst spannend!Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit viel passieren,Veränderungen positive wie auch negative werden unseren Alltag beinflussen.

Man kann fast sagen wir sind bald Teil einer Geschichte und werden diese auch intensiv miterleben.

querschuesse.de

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

step wrote:

...also wenn ich dass jetzt richtig verstanden habe sollte man dann anstelle Gold zu horten nicht eher auf die Bank gehen, Erspartes vom Sparheft abheben und das Papiergeld unters Kopfkissen legen weil dann nur Bares Wahres ist oder habe ich da etwas falsch verstanden was im Link steht???

Ja, da hast Du so ziemlich alles falsch verstanden.

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

orangebox wrote:

Eilmeldung:

Merkel bereitet Deutsche auf harte Zeiten vor

Link?

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

dobry wrote:

Geht jetzt noch in die USA oder nicht EU-Länder in die Ferien, in 1-2 Jahren ist es dort wegen dem schwachen CHF einiges teurer.

Dan geh doch nach Griechenland in die Ferien Lol

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

Elias wrote:

Wir hätten keine Eisenbahnen, keine Autobahnen, keine Staudämme, etc. Es bekämen niemals so viele Firmen ein Startkapital. Grosse Projekte wären nicht finanzierbar.

Wir haben aber Eisenbahnen und die wurden 1835-1875 zwar auch mit Krediten finanziert aber die Kredite stammten aus Spartöpfen. Geldschöpfung wie wir sie heute kennen, gab's damals noch nicht.

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

orangebox wrote:

ich denke es ist auch schwierig rein statistisch anzugeben wieviele sich mit Gold eindecken, damit meine ich vorallem die Normalbürger

Die BIZ spricht von 2%. Andere Quellen von 3%.

Irgendwo um den Dreh rum dürfte die Wahrheit liegen.

fritz.
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SMI im Mai 2010

orangebox wrote:

Nein im Ernst,dieses hin und her der "Anaylsten" :roll:

Mir sind Analysten, die ihre Prognosen der aktuellen Situation anpassen, lieber als solche die in jeder Situation die gleiche Meinung vertreten.

In der Marktanalyse, die ich seit Jahren von der CS bekomme, stand bisher in jeder Ausgabe auf der Titelseite (mehr habe ich meistens nicht gelesen), dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt zum Kauf von Aktien sei, egal ob der SMI bei 4000 oder bei 9000 stand. :oops:

Gruss

fritz

Elias
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:

Wir hätten keine Eisenbahnen, keine Autobahnen, keine Staudämme, etc. Es bekämen niemals so viele Firmen ein Startkapital. Grosse Projekte wären nicht finanzierbar.

Wir haben aber Eisenbahnen und die wurden 1835-1875 zwar auch mit Krediten finanziert aber die Kredite stammten aus Spartöpfen. Geldschöpfung wie wir sie heute kennen, gab's damals noch nicht.

Quote:

Industriefinanzierung und Bankwesen

Nicht selten beruhte die Finanzierung der ersten industriellen Unternehmen auf Eigenkapital oder dem Geld der Familien. Auf längere Sicht war die Gründung und Weiterentwicklung von Unternehmen auf die Bereitstellung des benötigten Kapitals durch Banken notwendig. In den ersten Jahrzehnten waren dies überwiegend Privatbankiers. Daneben begann bereits vor 1870 die Entwicklung von Aktienbanken und des für die spätere Entwicklung in Deutschland typischen System der Universalbanken. Insbesondere bei der Finanzierung des gewinnträchtigen Eisenbahnbaus spielten die Privatbanken zunächst eine zentrale Rolle. Diese waren Ausgabestellen für die entsprechenden Aktien und die Leiter der Banken saßen vielfach in den Leitungsgremien oder Aufsichtsräten der Eisenbahngesellschaften. Besonders gut dokumentiert ist die Rolle der Privatbanken bei der Rheinischen Eisenbahngesellschaft. Die anfangs führende Kraft war zunächst Ludolf Camphausen. Hinzu kamen A. Schaaffhausen, Abraham Oppenheim sowie eine Gruppe aus Aachen um David Hansemann. Später wurde Oppenheimer der Hauptanteilseigner. Von Bedeutung war das Eisenbahngeschäft auch als Brücke zur Investition in Bergbau und Schwerindustrie. Allerdings war die Finanzierung der Eisenbahnen auch sehr risikobehaftet. Daher entstanden in den Kreisen der westdeutschen Privatbankiers schon in den 1840er Jahre Pläne für die Gründung von Aktienbanken, die allerdings an der preußischen Staatsbürokratie scheiterten. Als Reaktion auf die akute Krise der Schaafhausenschen Bank wurde 1848 als Gläubigerunternehmen der A. Schaaffhausen'sche Bankverein als erste Aktienbank gegründet. Es folgte 1853 die Darmstädter Bank an der sich unter anderem Gustav Mevissen beteiligte und 1856 die zur Aktiengesellschaft umgewandelte Disconto-Gesellschaft von David Hansemann und im gleichen Jahr die Berliner Handels-Gesellschaft. Diese Aktiengesellschaften konzentrierten sich auf die Finanzierung industrieller und anderer Unternehmungen mit einem hohen Kapitalbedarf. In der Folge kam es, anderes als etwa in Großbritannien, zu einer Arbeitsteilung. Die Ausgabe von Banknoten blieb in den Händen (halb-)staatlicher Einrichtungen. Dabei spielte bald die Preußische Bank eine zentrale Rolle. Dagegen konzentrierten sich Privat- und Aktienbanken auf die Gründungs- und Emissionsaktivitäten industrieller Aktiengesellschaften.[21]

Quote:

Papiergeld

In Europa wurde Papiergeld erst viel später eingeführt; so fand die erste Ausgabe von Papiergeld 1483 in Spanien statt, damals jedoch noch als (vorübergehender) Ersatz für fehlendes Münzgeld. Die Bank von Amsterdam begann ab 1609 mit der Schaffung von Buchgeld, ging hierbei aber sehr umsichtig vor, indem das Geldinstitut jahrzehntelang auf jederzeit ausreichende Deckung durch Münzen achtete. Am 16. Juli 1661 waren durch die Bank von Stockholm, einer privaten Notenbank, die ersten offiziellen Banknoten in Europa emittiert worden[3] – jedoch mangels Vertrauens mit mäßigem Erfolg. In großem Stil wurde Papiergeld erstmals in Frankreich unter Finanzminister John Law in der kurzen Zeitspanne von 1718 bis 1720 verwendet; diese Episode endete jedoch in einem Fiasko. Weitere Etappen in Europa waren zum Beispiel die sächsischen und preußischen Staatspapier- und Tresorscheine des 18. Jahrhunderts, die Banknoten der Wiener Währung um 1800 sowie die Assignaten der französischen Revolutionszeit um 1791. Ab dem 19. Jahrhundert wurde die Banknote allgemein in Deutschland als Zahlungsmittel neben der Münze akzeptiert.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

weico
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

Exponentiell wachsen Schulden nur dann, wenn sie nicht getilgt werden und wenn die fälligen Zinsen als neue Schuld aufgenommen wird. Dann kriegen wir den Zinseszins-Effekt.

Allein eine Kreditnahme/Zins ergibt einen Wachstumszwang der die Goldmenge anwachsen lässt.

http://www.cash.ch/forum/viewtopic.php?p=303154&highlight=goldmenge#303154

weico

Elias
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SMI im Mai 2010

weico wrote:

MarcusFabian wrote:

Exponentiell wachsen Schulden nur dann, wenn sie nicht getilgt werden und wenn die fälligen Zinsen als neue Schuld aufgenommen wird. Dann kriegen wir den Zinseszins-Effekt.

Allein eine Kreditnahme/Zins ergibt einen Wachstumszwang der die Goldmenge anwachsen lässt.

http://www.cash.ch/forum/viewtopic.php?p=303154&highlight=goldmenge#303154

Beides ist korrekt

Die Schulden wachsen nur exponentiell, wenn sie nicht getilgt werden und erst recht, wenn die Zinsen nicht bezahlt und verzinst werden.

Die Bank bekommt aber auf jeden Fall mehr Geld als sie geliehen hat. Somit weitet sich die Geldmenge aus. Erst recht, wenn sie die Zinseinnahmen wieder verleiht und darauf Zinsen erhoben werden.

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Fine-Tuner
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SMI im Mai 2010

Wären in diesem Fall Briefmarken nicht die bessere Alternative?

Gold wird laufend mehr, während Briefmarken laufend weniger werden. ....vielleicht sollte man Briefmarken als Zahlungsmittel einführen? ....auf jeden Fall sollte man bei Hyperinflation ein Basler Tübli im Depot haben Wink

Fine-Tuner

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

alpenland wrote:

Das wäre dann der Moment, wo die "Weltwährung" eingeführt werden könnte.

(es könnte sein, dass Bilderberger und Co solche Strategien erwägen)

Quote:

All we need is the right major crisis and the nations will accept the New World Order

(David Rockefeller, 23. Sept. 1994)

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

Bugatti wrote:

Wenn man bedenkt wie viele einen Bugatti besitzen (ca 0,0001%), scheint mir die Zahl der Goldbesitzer geradezu monstruös. :mrgreen:

Wenn man bedenkt, wieviele in der dotcom-Blase mitgemischt haben (80%) und wieviele in der Goldblase 1981 (34%) ist sie doch noch eher bescheiden.

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

Fine-Tuner wrote:

Wären in diesem Fall Briefmarken nicht die bessere Alternative?

Auch eine Briefmarke ist ein Wertpapier.

Das Wort besteht aus zwei Worten: "Wert" und "Papier". Und manchmal gehen beide unterschiedliche Wege Wink

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

Elias wrote:

Beides ist korrekt

Die Schulden wachsen nur exponentiell, wenn sie nicht getilgt werden und erst recht, wenn die Zinsen nicht bezahlt und verzinst werden.

Exponentiell müsste die Geldmenge zwar nicht ansteigen aber ansonsten - wenn man genau überlegt - geht der Punkt an weico.

Kleines Gedankenbeispiel:

Ich (ZB) erfinde für meine 5 Einwohner Geld und leihe jedem von ihnen 100 Taler zu 5% Zins. Die Geldmenge beträgt also 500 Taler.

Ein Jahr später sollen mir diese 5 Einwohner insgesamt 525 Taler zurückzahlen. Doch woher kommen diese 25 Taler? Die gibt es ja gar nicht.

Lösung: Einer der 5 macht Bankrott, die anderen besitzen nun jeweils 125 Taler und können ihre Schulden von insgesamt 420 Taler bezahlen.

80 Taler beträgt mein Verlust. Allerdings übernehme ich dafür die Firma/das Haus etc. des Bankrotteurs.

Wenn ich das lange genug mache, gehört mir irgendwann das ganze Dorf.

Elias
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Beides ist korrekt

Die Schulden wachsen nur exponentiell, wenn sie nicht getilgt werden und erst recht, wenn die Zinsen nicht bezahlt und verzinst werden.

Exponentiell müsste die Geldmenge zwar nicht ansteigen aber ansonsten - wenn man genau überlegt - geht der Punkt an weico.

Was heisst "müsste"?

Die Zahlt 70 ..... Hier nochmals der Link. Es lohnt sich, es bis zuletzt anzuschauen

http://www.youtube.com/watch?v=F-QA2rkpBSY&feature=PlayList&p=6A1FD147A4...

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MarcusFabian
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Elias wrote:

Was heisst "müsste"?

Dass die Geldmenge zwar ansteigt aber nicht exponentiell sondern linear.

Elias
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MarcusFabian wrote:

Elias wrote:

Was heisst "müsste"?

Dass die Geldmenge zwar ansteigt aber nicht exponentiell sondern linear.

ich habe ja verstanden, dass du es nicht verstehst. Darum der Link.

Schau den Video an. Wird doch ausführlich und simpel erklärt.

Die Bank bekommt Zinsen und gibt die Zinserträge in Form von Darlehen weiter und erhält wieder Zinsen (auf die Zinsen).

Das ist nicht linear, das ist exponentiell.

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MarcusFabian
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Hast recht. Ich kenne das Video bereits.

Das bedeutet also als Fazit:

Das Zinssystem steuert immer exponentiell auf einen Abgrund zu. Geldschöpfung aus dem Nichts, Quantitative Easing etc. verschlimmern es nur, indem sie die ganze Funktion noch beschleunigen.

Einverstanden?

Lemming
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SMI im Mai 2010

Manche von uns haben sich wohl gefragt, was hartgeld.com am Montag für 'ne Schlagzeile bringt, um zu erklären, wieso die von Eichelburg angekündigte Währungsreform (noch) nicht stattgefunden hat. Ein Leserbriefschreiber meint dazu:

hartgeld.com wrote:

Dank Ihres REALEN ENTHÜLLUNGSJOURNALISMUS (was ja an sich die Aufgabe der großen Medien gewesen wäre) & Ihres überragenden Mutes (die Gefahr „beseitigt“ zu werden, ist ja nicht gerade gering) ist es durchaus möglich, dass Sie den „Plan der Ratten“ durchkreuzt haben. Denn nichts ist für ein Komplott tödlicher, als dessen VORZEITIGE Aufdeckung.

Nun ist die Sache klar. Eichelburg hat dank seiner Aufdeckung die Währungsreform verhindert (oder zumindest verschoben). Biggrin

Was soll man da noch dagegen halten können. Der Prophet hat immer recht, sogar wenn er nicht recht hat, hat er eigentlich recht gehabt, weil er nur deswegen nicht recht hat, weil er recht gehabt hat...

Aber nun ein seriöseres Thema: Warum stützt die SNB den Euro? Das Argument mit der Exportwirtschaft zieht bei mir irgendwie nicht.

Wenn man sich die Handelsbilanz ansieht ( http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/06/05/blank/key/hande... ), so besteht, wie bekannt, seit Jahren ein Exportüberschuss von ca. 7 Prozent. Somit bin ich einverstanden, dass ein starker Franken pauschal der Exportwirtschaft mehr nutzt, als er der Importwirtschaft schadet (da diese betragsmässig weniger wichtig ist). Nun ist ja aber, wenn man nicht nur EUR/CHF betrachtet, sondern auch andere Währungspaare, nicht unbedingt der Franken besonders stark, sondern der Euro schwach. Also profitiert nur der Export nach dem Euroraum von einem tiefen EUR/CHF Kurs, währenddem der gesamte Import unter dem schwachen Franken leidet. Genauso wie der Tourismus, der meines Wissens nicht Teil der Handelsbilanz ist.

Auf der oben erwähnten Seite finden sich auch folgende Zahlen: 60,9% der Exporte gingen 2008 in die EU, und 78,8% der Importe kamen aus der EU. Wenn man nun vereinfachend EU und Euroraum gleichsetzt, heisst das, dass ein tiefer EUR/CHF Kurs also fast 61% der Exporte schadet, währenddem er fast 79% der Importe nützt. Diese Differenz von 18% wird zwar durch den zuvor erwähnten Exportüberschuss von ca 7% etwas verkleinert, jedoch halte ich meine Grundaussage nach wie vor für richtig: Trotz kleinem Exportüberschuss schadet ein tiefer EUR/CHF Kurs der Schweiz insgesamt mehr als er nutzt.

Andererseits muss ich annehmen, dass die SNB-Leute mehr Ahnung von ihrem Job haben als ich. Also, was ist an meiner Argumentation falsch?

Elias
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MarcusFabian wrote:

Hast recht. Ich kenne das Video bereits.

Das bedeutet also als Fazit:

Das Zinssystem steuert immer exponentiell auf einen Abgrund zu. Geldschöpfung aus dem Nichts, Quantitative Easing etc. verschlimmern es nur, indem sie die ganze Funktion noch beschleunigen.

Einverstanden?

So haben ich das Video verstanden.

Es wird Vermögen vernichtet, es sterben Menschen

Trotzdem: selbst 1% Bevölkerungswachstum ist ein exponentielles Wachstum und führt irgendwann zum Kollaps.

Es ist wie mit den Bazillen in der Flasche: wann merken sie, dass sie keinen Platz mehr haben? Und wie lange hält die 2. Flasche (wenn sie denn eine finden)?

Quote:

Exponentialfunktionen dienen zur Beschreibung exponentieller Wachstums- und Zerfallsprozesse wie Bakterienwachstum, Zinseszinsen, radioaktiver Zerfall, Abkühlungsvorgänge.

Wenn ich jeden Tag 50% meiner Arbeit erledige, werde ich nie fertig....

----

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Benjamin Franklin

MarcusFabian
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@Lemming,

In Deinen Ausführungen verbirgt sich nur ein elementarer und schwerwiegender Fehler. Und der versteckt sich in dem Satz:

Lemming wrote:

... muss ich annehmen, dass die SNB-Leute mehr Ahnung von ihrem Job haben als ich.

Du musst nämlich gar nichts annehmen. Schon gar nicht, dass die Typen der SNB wissen, was sie tun!

Warum?

Die Schweiz exportiert pro Jahr rund Waren für Fr. 210 Mrd. und importiert Waren im Wert von 190 Mrd.

Das gibt einen Exportüberschuss - in Geld gerechnet von Fr. 20 Mrd.

Jetzt kehren wir den Spiess aber mal um:

Waren verlassen unser Land und Waren kommen in unser Land.

Wertmässig verlassen mehr Waren unser Land als hereinkommen. Wir haben also einerseits einen Überschuss in Geld aber andererseits ein Defizit in Waren!

Was kriegen wir für unseren Überschuss, für die Waren die unser Land zusätzlich verlassen?

Richtig, Geld. Grüne oder rote oder blaue bedruckte Papierscheinchen. Fein. Und macht uns das jetzt glücklich?

Vor allem, wenn wir sehen, wie diese Papierscheinchen ständig an Wert verlieren?

Der Krieg auf dieser Welt ist ein Krieg um Ressourcen. Um Waren.

Es ist kein Krieg um Geld. Denn Geld gibt es zur Genüge. Geld kann ja auch jederzeit und beliebig gedruckt werden, wie uns die FED seit einem Jahr und die EZB seit einer Woche plastisch vor Augen führt.

Von daher gesehen machen es die Amerikaner richtig. Sie haben ein Handelsdefizit von $800 Mrd. pro Jahr. Das sind - wenn wir das mal auf greifbare Zahlen runterrechnen $57'000 pro Sekunde. Pro Sekunde!

Pro Sekunde strömen also Waren im Wert von $57'000 mehr ins Land als das Land verlassen!

Damit erklärt sich auch der hohe Lebensstandard, der Luxus der Amerikaner.

Stört es die Amis dabei, dass sich in gleichem Mass ihr Handelsdefizit, ihre Schulden gegenüber der Welt erhöhen?

Nein, nicht die Bohne. Denn die nötigen Dollars können sie laufend und praktisch gratis drucken!

Es ist unter dem Strich für die Amis aus rein physischer Sicht eine ausgezeichneter Deal: Sie bekommen T-Shirts, DVD-Player, Autos, Maschinen von der Welt frei Haus geliefert und ihre einzige Gegenleistung besteht darin, mal ab und zu das Knöpfchen der virtuellen Druckerpresse zu betätigen und ein paar Milliarden Dollars zu drucken - that's it.

Das Leben kann doch so einfach sein, oder?

weico
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

Es ist unter dem Strich für die Amis aus rein physischer Sicht eine ausgezeichneter Deal: Sie bekommen T-Shirts, DVD-Player, Autos, Maschinen von der Welt frei Haus geliefert und ihre einzige Gegenleistung besteht darin, mal ab und zu das Knöpfchen der virtuellen Druckerpresse zu betätigen und ein paar Milliarden Dollars zu drucken - that's it.

Das Leben kann doch so einfach sein, oder?

Viele Amis haben sich eben daran gewöhnt. Lol

Man bekommt doch so locker eine Hypothek und kauft sich ein Haus.Wenn der Preis des Hauses steigt,dann verkauft man mit Gewinn wieder und hat "Geld ohne zu arbeiten" dazugewonnen.

Wenn dann mal die Hauspreise so stark sinken bzw. die Zinsen stark steigen,man den Arbeitsplatz verliert etc.,dann schliesst man einfach die Haustür und schickt den Schlüssel zurück zur Bank.

Für den Kredit kann man ja nicht belangt werden,da die Hypothek (meistens) ein regressfreies Darlehen war (nonrecourse loan) und nur mit dem Haus selber abgesichert war.

Als weitere Absicherung haben die US-Banken ja "tolle Sachen" konstruiert und dann an die ausländische Banken verkauft.Die wollen ja unbedingt bei den "grossen Amis" immer mitspielen... :oops: :twisted:

weico

MarcusFabian
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Also mir gings dabei gar nicht um den einzelnen Amerikaner sondern um globale Warenströme:

Waren und Ressourcen fliessen in die USA und als Gegenleistung fliesst grünes Papier.

Die Amis müssen sich ins Fäustchen lachen, wenn das Papier dereinst wertlos verfällt.

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