SMI im Mai 2010

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Fine-Tuner
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

@Lemming,

In Deinen Ausführungen verbirgt sich nur ein elementarer und schwerwiegender Fehler. Und der versteckt sich in dem Satz:

Lemming wrote:

... muss ich annehmen, dass die SNB-Leute mehr Ahnung von ihrem Job haben als ich.

Du musst nämlich gar nichts annehmen. Schon gar nicht, dass die Typen der SNB wissen, was sie tun!

Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, sie haben eine "deformation professionelle".

MarcusFabian wrote:

"Warum?

Die Schweiz exportiert pro Jahr rund Waren für Fr. 210 Mrd. und importiert Waren im Wert von 190 Mrd.

Das gibt einen Exportüberschuss - in Geld gerechnet von Fr. 20 Mrd.

Jetzt kehren wir den Spiess aber mal um:

Waren verlassen unser Land und Waren kommen in unser Land.

Wertmässig verlassen mehr Waren unser Land als hereinkommen. Wir haben also einerseits einen Überschuss in Geld aber andererseits ein Defizit in Waren!

Das sehe ich nicht so. Die 20Mrd. sind WERTSCHÖPFUNG durch Know-How. Und genau das ist ja unser einzigstes Kapital!! Hat m.E. nichts mit Warendefizit zu tun.

MarcusFabian wrote:

Was kriegen wir für unseren Überschuss, für die Waren die unser Land zusätzlich verlassen?

Richtig, Geld. Grüne oder rote oder blaue bedruckte Papierscheinchen. Fein. Und macht uns das jetzt glücklich?

Vor allem, wenn wir sehen, wie diese Papierscheinchen ständig an Wert verlieren?

Sehe ich nicht so. Vom Gold mal abgesehen, gibt es viele Dinge, die heute billiger sind als vor 10 oder 20 Jahren. Die Inflationsraten sind auf Rekordtief. Das Geld verliert offensichtlich nicht an Wert.....dass, trotz Unmengen an Geld, keine steigende Nachfrage (und als Folge Inflation) zu beobachten ist, hat mit der Verteilung des Geldes zu tun....so hat der millionste Franken von Marcel Ospel signifikant weniger Einfluss auf die Wirtschaft, als zum Beispiel der zweite von 0815-Hans. Wenn das Geld nicht unter die Leute kommt, hat es keine Wirkung!!! [EXKURS...wenn wir hier das Steuer - z.B mittels Steuerpolitik - nicht herumreissen, laufen wir in eine brutale Produktivitätsfalle, das heisst, das Kapitals sammelt sich bei Einigen wenigen, während die grosse Mehrheit leer ausgeht. Die Wirkung des billigen GEldes der Nationalbanken verpufft wirkungslos....es wird irgendwo, vermutlich als Gold, von einigen Wenigen gebunkert und hat keinerlei Impact.]

MarcusFabian wrote:

Der Krieg auf dieser Welt ist ein Krieg um Ressourcen. Um Waren.

Es ist kein Krieg um Geld. Denn Geld gibt es zur Genüge. Geld kann ja auch jederzeit und beliebig gedruckt werden, wie uns die FED seit einem Jahr und die EZB seit einer Woche plastisch vor Augen führt.

Von daher gesehen machen es die Amerikaner richtig. Sie haben ein Handelsdefizit von $800 Mrd. pro Jahr. Das sind - wenn wir das mal auf greifbare Zahlen runterrechnen $57'000 pro Sekunde. Pro Sekunde!

Pro Sekunde strömen also Waren im Wert von $57'000 mehr ins Land als das Land verlassen!

Damit erklärt sich auch der hohe Lebensstandard, der Luxus der Amerikaner.

Stört es die Amis dabei, dass sich in gleichem Mass ihr Handelsdefizit, ihre Schulden gegenüber der Welt erhöhen?

Nein, nicht die Bohne. Denn die nötigen Dollars können sie laufend und praktisch gratis drucken!

Es ist unter dem Strich für die Amis aus rein physischer Sicht eine ausgezeichneter Deal: Sie bekommen T-Shirts, DVD-Player, Autos, Maschinen von der Welt frei Haus geliefert und ihre einzige Gegenleistung besteht darin, mal ab und zu das Knöpfchen der virtuellen Druckerpresse zu betätigen und ein paar Milliarden Dollars zu drucken - that's it.

Das Leben kann doch so einfach sein, oder?

Nun ja. Teilweise finde ich deine Erläuterungen ok. Der US$ ist nun mal die Leitwährung. Das ist ohne Zweifel ein Vorteil. Trotzdem solltest Du erwähnen, dass der US$ die letzten Jahre massiv an Wert verloren hat, ja seit 20 Jahren gehts nur runter...hey, der hat mal CHF 5 gekostet!!! Das verschwenderische Verhalten der Amis war nicht gratis! Wenn der US$ weiter an Wert verliert, wird seine Funktion als Leitwährung ernsthaft in Frage gestellt. Dann könnten kleinere Erruptionen vor sich gehen....was dann den Hugo sicher freuen würde. Wink

Fine-Tuner

weico
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

Also mir gings dabei gar nicht um den einzelnen Amerikaner sondern um globale Warenströme:

Waren und Ressourcen fliessen in die USA und als Gegenleistung fliesst grünes Papier.

Die Amis müssen sich ins Fäustchen lachen, wenn das Papier dereinst wertlos verfällt.

Mir ist schon klar um was es Dir geht.

Ich wollte damit nur ausdrücken,dass es für dieses Spielchen,sprich die (Kredit)VERSCHULDUNG eben immer 2 Spieler,GLÄUBIGER und SCHULDNER, braucht.

Der Gläubiger gibt dem Schuldner (im richtigen Leben..)doch nur darum Kredit,weil Er selber einen Vorteil/Profit darin sieht oder weil das Risiko-Profitverhältnis für Ihn "passt".

Unter Staaten/Banken kommt aber noch etwas anderes dazu:

Diese können Ihr Risiko einfach weiterreichen.Am Ende der "Verschuldungskette" steht schlussendlich der Staatsbürger.Der Bürger kann bzw. muss dann, entweder über Steuern,Währungszerfall (Inflation) oder Währungsreform das eingegangene Risiko tilgen.

weico

weico
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SMI im Mai 2010

Als Sonntagslektüre

Prof.Heinsohn erklärt seine Sichtweie der Krisenentstehung:

http://www.cicero.de/97.php?ress_id=6&item=4476

weico

dobry
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SMI im Mai 2010

200 Milliarden Devisenreserven...

Die SNB verfügt heute über höhere Devisenreserven als die EZB, die Hüterin des Euro, und sogar das Fed, die Hüterin des US-Dollar.

http://www.sonntagszeitung.ch/wirtschaft/artikel-detailseite/?newsid=132291

_________________

Ich hole sie mir zurück, dieses verdammte Biest!

Merlin2033
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

jonnycash wrote:

Das Signal der Zentralbanken ist klar, sie stützen den EUR und die Eurozone mit erheblichen Mitteln.

Wie kann man eine Währung stützen, indem man sie druckt?

Das möge mir doch bitte mal einer erklären! :roll:

Dann erklär doch den unwissenden hier drin wie man eine Währung stützen soll, welche durch die spekulation an wert verliert! Uns komm jetzt nicht dass es nicht nur die spekulation sei!

Würdest du den harten kurs fahren und 10-15% Arbeitslose in der schweiz riskieren? wohl kaum!

Genau darum wird auch die SNB weiter EUR kaufen.

Merlin2033
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SMI im Mai 2010

So wie ich das sehe geht MF's Idealszenario mit Golddeckung von einer Gleichverteilung der Einkommen und vermögen aus, das hat es aber noch nie gegeben, und das wird es auch nie geben.

Auf dem Papier mag einiges schön und korrekt aussehen, aber in wirklichkeit ist es nochmals anders.

Eine gute alternative zum Gold ist Wohneigentum, da würde man im fall der fälle die Schulden auch um einen teil los. Lol

Lemming
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SMI im Mai 2010

Merlin2033 wrote:

Würdest du den harten kurs fahren und 10-15% Arbeitslose in der schweiz riskieren? wohl kaum!

Genau darum wird auch die SNB weiter EUR kaufen.

Wie kommst du auf 10-15%? Die Krise der letzten Jahre hat insgesamt die Arbeitslosenquote in der Schweiz knapp verdoppelt auf momentan ca 4%. Sogar deine optimistischste Schätzung von 10% wäre deutlich mehr als eine weitere Verdopplung. Bist du tatsächlich der Meinung, dass ein schwacher EUR/CHF eine vielfach grössere Wirkung auf die Schweizer Wirtschaft hat als die ganze Wirtschaftskrise bisher insgesamt?

DU bist offensichtlich nicht meiner Ansicht, dass die Stützungskäufe der SNB der Schweizer Wirtschaft insgesamt mehr schaden als nützen. Kannst du meine Argumentation von gestern Abend (CH-Exportüberschuss vs. Übergewichtung von EU-Importen) entkräften?

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

Fine-Tuner wrote:

Das sehe ich nicht so. Die 20Mrd. sind WERTSCHÖPFUNG durch Know-How. Und genau das ist ja unser einzigstes Kapital!! Hat m.E. nichts mit Warendefizit zu tun.

Das ist natürlich richtig. Vereinfacht ausgedrückt: Wir kaufen billigen Stahl und basteln daraus teure Maschinen.

Nun haben wir also einen Überschuss von 200 Mrd. grünen Papierscheinchen. Eine sog. "Reserve", die dazu dienen könnte, dass wir uns für diese 200 Mrd. dereinst etwas kaufen können. Im Prinzip könnte die Schweiz damit auf Shopping-Tour gehen und z.B. Rohstoffe für die nächsten paar Jahre anlegen.

Die Frage ist lediglich, ob wir das 1. tun und ob wir 2. dann für die 200 Mrd. was sinnvolles bekommen.

Wenn nicht, wäre es nämlich sinnvoller gewesen, gar nicht erst auf Export zu fokusieren sondern mehr für den Binnenmarkt zu produzieren und dafür den Franken stabil zu halten.

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

Merlin2033 wrote:

Dann erklär doch den unwissenden hier drin wie man eine Währung stützen soll, welche durch die spekulation an wert verliert! Uns komm jetzt nicht dass es nicht nur die spekulation sei!

Jede Ware - das gilt auch für Währungen - hat einen Preis, der durch Angebot und Nachfrage bestimmt ist. Punkt.

Um also den Preis zu erhöhen kann man entweder die Nachfrage ankurbeln oder das Angebot reduzieren.

Nachfrage ankurbeln geht beim Euro schlecht. Also muss das Angebot an Euros runtergefahren werden. Sprich: Man hebt die Zinsen an und erschwert somit die Kreditaufnahme.

Das würde notabene eher die Banken treffen als die Konsumenten und Unternehmer. Die ganze Pumpenkohle ist nämlich bei den Banken. Unternehmen kriegen derzeit ja ohnehin keinen Kredit.

Merlin2033 wrote:

Würdest du den harten kurs fahren und 10-15% Arbeitslose in der schweiz riskieren? wohl kaum!

Genau darum wird auch die SNB weiter EUR kaufen.

Ich verstehe den Zusammenhang zwischen Eurokäufen der SNB und Arbeitslosigkeit in der Schweiz nicht. Erklär mir das bitte mal.

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

Merlin2033 wrote:

So wie ich das sehe geht MF's Idealszenario mit Golddeckung von einer Gleichverteilung der Einkommen und vermögen aus, das hat es aber noch nie gegeben, und das wird es auch nie geben.

Das ist richtig. Eine Gleichverteilung gab es nie, gibt es nicht und wird es nie geben.

Das Problem im heutigen Schuldgeldsystem besteht aber darin, dass das Geld von den armen zu den reichen fliesst. Und das ist schlecht. Da wäre es besser, wenn das Geld von oben nach unten fliesst.

Vergleiche mal die Löhne von Bauer, Krankenschwester, Elektriker einerseits mit jenen von Investmentbankern, Analysten, Unternehmensberatern.

Warum muss die zweite Gruppe ein Vielfaches der ersten Gruppe verdienen? Und wer leistet für unser Land einen sinnvolleren Beitrag?

Andreas Crauss hat es so formuliert:

Das Einkommen der wirklich fürs tägliche Leben wichtigen Berufe verhält sich umgekehrt proportional zu ihrer physio-ökonomischen Bedeutung.

marabu
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SMI im Mai 2010

Ich bin wirklich enttäuscht! Die "Eve of Destruction" (Rolling Stones) - Theoretiker haben uns doch über's Wochenende die DM versprochen...

Und da habe ich doch schon so viel Gold im Garten hinter der alten Eiche vergraben, dass ein stattlicher Hügel neu in der Ortskarte eingezeichnet werden muss

:roll:

LolLolLolLolLolLolLolLol

tukaka
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SMI im Mai 2010

Elias wrote:

MarcusFabian wrote:
Elias wrote:
Beides ist korrekt

Die Schulden wachsen nur exponentiell, wenn sie nicht getilgt werden und erst recht, wenn die Zinsen nicht bezahlt und verzinst werden.

Exponentiell müsste die Geldmenge zwar nicht ansteigen aber ansonsten - wenn man genau überlegt - geht der Punkt an weico.

Was heisst "müsste"?

Die Zahlt 70 ..... Hier nochmals der Link. Es lohnt sich, es bis zuletzt anzuschauen

http://www.youtube.com/watch?v=F-QA2rkpBSY&feature=PlayList&p=6A1FD147A4...

ich bin erfreut, dass ich nicht der einzige fan dieses videos bin. Wink

irgenwann hole ich wieder meinen thread vom märchen des ewigen wachstums aus den tiefen von cash.ch!

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.

George Orwell

Denne
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

Vergleiche mal die Löhne von Bauer, Krankenschwester, Elektriker einerseits mit jenen von Investmentbankern, Analysten, Unternehmensberatern. Warum muss die zweite Gruppe ein Vielfaches der ersten Gruppe verdienen?

Weil sie zur Bullshit-Industrie gehört. Bullshit ist der Exportschlager No.1 aus den USA - seit Jahrzehnten. Die Bullshit-Industrie macht einerseits aus elementar simplen Vorgängen und Zusammenhängen unglaublich komplexe Prozesse und Strukturen, zu deren Verständnis man mindestens 8 Semester Bullshit studiert haben muss. Andererseits schrumpft die Bullshit-Industrie vielschichtige Zusammenhänge zu einem Slogan oder - noch besser - zu einer (englischen) Abkürzung zusammen, zu deren Verständnis man gar nichts gelernt haben muss.

Bullshit-Alarm ist immer dann, wenn der Kopf unter grösster Anstrengung den Bauch davon überzeugen muss, dass es kein Bullshit ist.

Und morgen geht's weiter.

X
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SMI im Mai 2010

lesenswerter artikel der faz, welcher sich gegen die momentane-push meinung stützt...

http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~EF15FFCDD23...

*gefällt mir*

take it easy, but take it!

Denne
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SMI im Mai 2010

X wrote:

lesenswerter artikel der faz, welcher sich gegen die momentane-push meinung stützt...

http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~EF15FFCDD23...

*gefällt mir*

"Die angelsächsische Presse lästert längst über die

Berliner Rhetorik nach dem Prinzip: „Kill the

Messenger“. Gesteinigt wird, wer das Schlechte

offenlegt."

Natürlich wehrt sich die EU gegen "Spekulanten". Die sitzen aber nicht an der Wallstreet oder in der Londoner City, sondern im Weissen Haus. "Save the Dollar" heisst die Aktion, die seit 2 Jahren läuft.

Tatsächlich könnte der Schuss für die Angelsachsen nach hinten losgehen. Denn die Europäer fassen die heissen Eisen jetzt immerhin an, während die Amis (bis auf einzelne Bundesstaaten)noch immer im "ignore"-Modus sind und weiter auf Kredit leben - auch politisch.

clohilde
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SMI im Mai 2010

Denne wrote:

MarcusFabian wrote:
Vergleiche mal die Löhne von Bauer, Krankenschwester, Elektriker einerseits mit jenen von Investmentbankern, Analysten, Unternehmensberatern. Warum muss die zweite Gruppe ein Vielfaches der ersten Gruppe verdienen?

Weil sie zur Bullshit-Industrie gehört. Bullshit ist der Exportschlager No.1 aus den USA - seit Jahrzehnten. Die Bullshit-Industrie macht einerseits aus elementar simplen Vorgängen und Zusammenhängen unglaublich komplexe Prozesse und Strukturen, zu deren Verständnis man mindestens 8 Semester Bullshit studiert haben muss. Andererseits schrumpft die Bullshit-Industrie vielschichtige Zusammenhänge zu einem Slogan oder - noch besser - zu einer (englischen) Abkürzung zusammen, zu deren Verständnis man gar nichts gelernt haben muss.

Bullshit-Alarm ist immer dann, wenn der Kopf unter grösster Anstrengung den Bauch davon überzeugen muss, dass es kein Bullshit ist.

Und morgen geht's weiter.

Lol

besser kann man CMMI und Ähnliches an USA - Importen nicht charakterisieren.

Guten Morgen und einen schönen Tag beim Bullshit - Dokumente verfassen

Liebe Grüsse,

Clothilde

freebase
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SMI im Mai 2010

Guten morgen

also auf ein neues hoffe es geht nicht wieder nach süden die ganze woche :!: :roll:

@Clotilde

hat man dich frei gelassen?

Die mehr als zehn Monate wegen Spionageverdacht im Iran festgehaltene Französin Clotilde Reiss ist in ihrer Heimat angekommen. Die 24-Jährige traf am Sonntagnachmittag in Paris ein. Sie wurde anschliessend von Staatspräsident Sarkozy empfangen. Und die Geldstrafe kam die einfach so aus der Portokasse oder wie? Lol

Ps: nicht böse gemeint aber dein user name passte gerade so schön. Biggrin

quelle www.nzz.ch Lol


 

marabu
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SMI im Mai 2010

freebase wrote:

Guten morgen

also auf ein neues hoffe es geht nicht wieder nach süden die ganze woche :!: :roll:

Die Märkte sind grausam. Wer einmal auf dem Streckbett liegt, wird gnadenlos gequält, bis der Beschuldigte seine Tat gesteht. Wink

Äh, wollte sagte, bis der Folterknecht die Antwort hört, die er will. (==> Allegorie zum Montagmorgen) Lol

marabu
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SMI im Mai 2010

... oder: Die Märkte sagen: "Ihr Politiker seid doch allesamt bloss Papiertiger!" 8) Lol

freebase
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SMI im Mai 2010

marabu wrote:

... oder: Die Märkte sagen: "Ihr Politiker seid doch allesamt bloss Papiertiger!" 8) Lol

ja also einige sind echt nicht viel mehr wert als meine paninibildli. Lol


 

Karat1
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Was, wenn alles anders kommt, als ..........................

Im Moment sieht es beinahe weltweit so aus, dass wird tief in der Sch ........... stecken! Ich meine, bzw. ich sehe auch, dass allfällige Staatsbankrotte grosse Gefahren für unser Finanz- und Wirtschaftssystem und vorallem auch für unseren Wohlstand sind. Mal nicht zu vergessen die Schulden der Gemeinden und Städte (Deutschland)! Was aber, und davon gehe ich aus, dass sich alles sehr bald so halbwegs zum Guten wendet und "wir" nochmals den Rank finden? Wie müssen wir uns dann an der Börse positionieren. Was kann, muss passieren, damit es nochmals gut geht und wie realistisch stehen die Chancen dass es klappt? Mir ist aber schon klar, dass positives Denken alleine nichts nützt.

Wünsche allen eine gute Woche.

Karat

freebase
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SMI im Mai 2010

was nützt geld geld drucken und finanzregeln aufstellen die auch eingehalten werden und kontrolierbar sind. :roll:

ansosten ist alles fürn arsch wenn da jeder machen kann was er möchte :!:

aber da es fast unmöglich ist und alles korupt aufgebaut ist denk ich mal geht das munter so weiter. :roll:


 

Merlin2033
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

Merlin2033 wrote:
So wie ich das sehe geht MF's Idealszenario mit Golddeckung von einer Gleichverteilung der Einkommen und vermögen aus, das hat es aber noch nie gegeben, und das wird es auch nie geben.

Das ist richtig. Eine Gleichverteilung gab es nie, gibt es nicht und wird es nie geben.

Das Problem im heutigen Schuldgeldsystem besteht aber darin, dass das Geld von den armen zu den reichen fliesst. Und das ist schlecht. Da wäre es besser, wenn das Geld von oben nach unten fliesst.

Vergleiche mal die Löhne von Bauer, Krankenschwester, Elektriker einerseits mit jenen von Investmentbankern, Analysten, Unternehmensberatern.

Warum muss die zweite Gruppe ein Vielfaches der ersten Gruppe verdienen? Und wer leistet für unser Land einen sinnvolleren Beitrag?

Andreas Crauss hat es so formuliert:

Das Einkommen der wirklich fürs tägliche Leben wichtigen Berufe verhält sich umgekehrt proportional zu ihrer physio-ökonomischen Bedeutung.

Da geb ich dir auch recht, aber das war doch auch schon immer so und wird auch immer so bleiben!

Nehmen wir mal als beispiel ein ganz normales unternehmen, da verdient meisstens auch der chef am meisten und arbeiten tun die in der Fabrik mit den tiefsten löhnen. stell dir mal vor wenn die arbeiter plötzlich mehr verdienen würden als der chef! wer würde da noch eine Firma leiten wollen und die verantwortung übernehmen?

Und genau da liegt der hund doch begraben. Vor nicht all zu langer zeit hiess es ospel etc. hätten solche löhne wegen der hohen verantwortung. aber genau diese müssen sie ja jetzt nicht übernehmen. und das ist das problem! klar kann ospel und co den schaden nicht zurückbezahlen, aber es wäre ein zeichen welches man setzten müsste, damit die zukünftigen chef's wissen dass man die verantwortung ernst nehmen muss.

freebase
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SMI im Mai 2010

Der Euro-Kurs hat an den asiatischen Börsen seinen niedrigsten Stand seit vier Jahren erreicht. An der Börse in Tokio lag der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung zu Wochenbeginn zwischenzeitlich bei 1,2243 Dollar. :shock:

Der Euro wirt heute sicher auf 1.39 fallen :!:


 

Merlin2033
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

Jede Ware - das gilt auch für Währungen - hat einen Preis, der durch Angebot und Nachfrage bestimmt ist. Punkt.

Um also den Preis zu erhöhen kann man entweder die Nachfrage ankurbeln oder das Angebot reduzieren.

Nachfrage ankurbeln geht beim Euro schlecht. Also muss das Angebot an Euros runtergefahren werden. Sprich: Man hebt die Zinsen an und erschwert somit die Kreditaufnahme.

Also das mit Angebot und Nachfrage ist die Theorie, aber du vergisst da die Spekulation, welche ungeahnte Ausmasse angenommen hat.

Und genau wenn jetzt die Zinsen angehoben werden, gehen staaten wie Griechenland etc. bankrott, und stell dir mal vor was dann da los ist. Und wenn die Regierung halt nicht stark genug ist um die leute zu kontrollieren, dann wählt sie halt den einfachen kurs. Auch wenn der andere der bessere wäre, ohne fragen, aber auch der Auswirkungsreichere.

MarcusFabian wrote:

Ich verstehe den Zusammenhang zwischen Eurokäufen der SNB und Arbeitslosigkeit in der Schweiz nicht. Erklär mir das bitte mal.

Also nehmen wir an, die SNB würde keine Euros kaufen, dann stünde der euro bei vielleicht 1.35 oder noch tiefer. Dann wäre doch die Schweizer Exportindustrie international nicht mehr so konkurrenzfähig, weil der Währungsverlust auf schweizer waren grösser würde. Das würde bedeuten, dass die schweizer Exportindustrie weniger aufträge erhalten würde. das würde logischerweise mehr arbeitslose bedeuten. Und da ist die Frage, was wollt ihr!

Ich sag ganz klar lieber 5% inflation als 5% arbeitslose! Wink

freebase
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SMI

Die SMI-Futures starten mit einem Minus von 1,1 Prozent. Der vorbörsliche Handel von Clariden Leu weist auf eine SMI-Eröffnung bei 6375 Punkten hin. :roll:


 

Denne
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SMI im Mai 2010

Merlin2033 wrote:

Ich sag ganz klar lieber 5% inflation als 5% arbeitslose! Wink

Helmut Schmidt hat schon Gescheiteres von sich gegeben.

Merlin2033
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SMI im Mai 2010

Denne wrote:

Merlin2033 wrote:
Ich sag ganz klar lieber 5% inflation als 5% arbeitslose! Wink

Helmut Schmidt hat schon Gescheiteres von sich gegeben.

was denn?

Friederich
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Re: SMI

freebase wrote:

Die SMI-Futures starten mit einem Minus von 1,1 Prozent. Der vorbörsliche Handel von Clariden Leu weist auf eine SMI-Eröffnung bei 6375 Punkten hin. :roll:

Es muss nicht unbedingt schlecht aussehen: Der Nikkei ist in den beiden letzten Handelsstunden wieder leicht nach oben gegangen. Der Pre-DJ ebenfalls.

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

Kapitalist
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SMI im Mai 2010

SMI-Chart von heute:

"Kurzfristig ist vieles möglich. Gemäss Charttechnik kann sich im SMI zwischen 6700 und 6270 ziemlich alles anbahnen. Eine markantere Abwärtsbewegung wäre spätestens unterhalb 6250 und damit immer "noch" relativ früh zu erkennen."

Besser reich und gesund als arm und krank!

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