Was ist mit der SNB los???????

SNB N 

Valor: 131926 / Symbol: SNBN
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MarcusFabian
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Zyndicate
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SNB erzielt im 1. Quartal tieferen Konzerngewinn von 4,4 Mrd CHF

30.04.2014 08:12



Bern (awp) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für das erste Quartal 2014 einen Konzerngewinn von 4,4 Mrd CHF aus nach einem Gewinn in der entsprechenden Vorjahresperiode von 11,2 Mrd. Dieser Gewinn resultierte per Ende März vor der Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven, wie die SNB am Mittwoch mitteilte.

Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen betrug 1,7 Mrd CHF (VJ 11,2 Mrd). Davon entfielen 1,8 Mrd auf Zinserträge und 0,3 Mrd auf Dividendenerträge. Das allgemein tiefere Zinsniveau führte zu Kursgewinnen von 2,3 Mrd CHF auf den Zinspapieren und -instrumenten. Die Beteiligungspapiere und -instrumente trugen mit 0,1 Mrd CHF zum Erfolg bei.

Die wechselkursbedingten Verluste beliefen sich in den ersten drei Monaten auf insgesamt 2,7 Mrd CHF. Die Wechselkursgewinne auf dem japanischen Yen hätten die Verluste auf den anderen Anlagewährungen, insbesondere auf dem EUR, USD und dem CAD nicht kompensieren können, so die Nationalbank.

Auf dem mengenmässig unverändertem Goldbestand entstand ein Bewertungsgewinn von 2,6 Mrd CHF nach einem Verlust von 55 Mio im Vorjahresquartal. Gold wurde per Ende März 2014 zu 36'728 CHF pro Kilogramm gehandelt. Ende 2013 waren es 34'195 CHF.

Der Gewinn auf den Frankenpositionen von insgesamt 78 Mio CHF setzte sich im Wesentlichen aus Kursgewinnen von 63 Mio und Zinserträgen von 19 Mio zusammen, wie es weiter hiess.

Seit dem Verkauf des Stabilisierungsfonds hält die Nationalbank keine konsolidierungspflichtigen Beteiligungen mehr und erstellt somit keine Konzernrechnung.

Die Nationalbank ist den Angaben nach zudem gesetzlich verpflichtet, Rückstellungen für Währungsreserven zu bilden, welche es erlauben, die Währungsreserven auf der geld- und währungspolitisch erforderlichen Höhe zu halten. Die Zuweisung für das laufende Geschäftsjahr werde erst Ende Jahr festgelegt.

Die Rückstellungen für Währungsreserven beliefen sich per Ende 2013 und per Ende März auf 51,8 Mrd CHF. Für das vergangene Jahr hatte die SNB einen Verlust von 9,08 Mrd CHF ausgewiesen.

AWP

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Elias
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SNB: Devisenbestand klettert weiter

Per Ende April weist die Schweizerische Nationalbank einen deutlich höheren Devisenbestand auf als per Ende 2013. Die Fremdwährungs-Anlagen sprengen historisch jeden Rahmen.

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/snb-devisenbestand-klettert-weit...

 

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Euro-Zinsen bringen SNB in die Zwickmühle

Die Europäische Zentralbank lockerte ihre Geldpolitik und drehte noch einmal an der Zinsschraube. Die Nationalbank müsste mit Blick auf den Immobilienmarkt eigentlich einen restriktiveren Kurs fahren.

..

..

UBS-Chefökonom Andreas Höfert erwartet ebenfalls keinen Einfluss der jüngsten EZB-Massnahmen auf den Frankenkurs. Die Akteure auf dem Devisenmarkt schätzten die Politik der SNB offenbar als glaubwürdig ein.

Schärfere Hypotheken-Auflagen

Die Ökonomen anderer Banken wie J. Safra Sarasin, Unicredit oder Pictet gehen ebenfalls nicht davon aus, dass die SNB bei ihrer Quartalssitzung vom Donnerstag die Geldpolitik ändern wird.

Möglich ist dagegen, dass die Schweizer Banken bald ihre Politik bei der Hypothekenvergabepolitik auf Druck von SNB und Finanzmarktaufsicht verschärfen. So ist etwa laut Commerzbank denkbar, dass Hausbauer ihre Schulden früher als bisher auf zwei Drittel des Werts der Liegenschaft abbauen müssen.

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/schweiz/euro-zinsen-bringen-snb-...

 

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SNB macht den Weg frei für Renminbi

Die Schweizerische Nationalbank hat sich mit der People's Bank of China auf ein bilaterales Swap-Abkommen geeinigt. Das Abkommen ist wichtig für die Entwicklung eines Renminbi-Marktes in der Schweiz.

http://www.cash.ch/news/top_news/snb_macht_den_weg_frei_fuer_renminbi-32...

 

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SNB macht 16 Milliarden Franken Gewinn

Erfolgreiches erstes Halbjahr für die Schweizerische Nationalbank: Allein die immensen Fremdwährungspositionen warfen 12,6 Milliarden Franken ab. Ob Ende Jahr auch was für die Kantone übrigbleibt, ist unklar.

Zuerst Ausschüttungsreserve auffüllen

Für eine gewisse Planbarkeit hat die SNB mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) vereinbart, bis 2015 jährlich 1 Milliarden Franken an Bund und Kantone zu entrichten, sofern die Ausschüttungsreserve positiv ist. Diese wird nur jährlich im Rahmen der Gewinnverwendung verändert. Nach dem Jahresverlust von 2013 liegt die Ausschüttungsreserve mit 6,8 Milliarden Franken im Minus.

Um wieder Gewinne ausschütten zu können, müsste 2014 ein Überschuss in der Grössenordnung von über 10 Milliarden Franken erzielt werden. Denn zusätzlich zum Wiederauffüllen der Ausschüttungsreserve nimmt die SNB jeweils Rückstellungen für Währungsreserven vor. Diese Zuweisung betrug im letzten Jahr 3,0 Milliarden Franken.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/SNB-macht-16-Milliarde...

 

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aprecio
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geschichte und einflüsse

In the wake of the failure of Lehman Brother, no large financial institution that had significant securities and structured product businesses was trusted by another. Liquidity completely dried up. Central banks and governments in US and Europe were busy closing down or injecting capital to large financial institutions to avoid total collapse of the financial markets. Central banks of major countries have adopted unconventional monetary policy, that is, (near) zero interest
rate policy (ZIRP) and/or quantitative easing (QE).

As financial and real activities contracted worldwide, the major central banks — the Federal Reserve Board (FRB), the European Central Bank (ECB), the Bank of Japan (BOJ), and the Bank of England (BOE) adopted (near-) zero interest rate and various measures that can be summarily called “quantitative easing” (QE). The central banks bought kinds of assets that had not been purchased previously, with a large scale that had not been seen earlier. The QE policy has a
common feature of increasing, and maintaining the increased, balance sheet. However, QEs of the four central banks were different in kinds of assets they bought, the timing of adopting QE, and the scale of its QE. There are several variants of QE policy. Among the different QEs, asset purchases of dysfunctional markets, which was called by Chairman Bernanke “credit easing,” is widely recognized as very effective. The pure form of QE, expanding the balance sheet by purchasing long government bonds has mixed reviews. It tends to lower the long bond yield, but evidence on impacts on the real activities is thin. The variant of QEs of the four central banks are still in place as of this writing (summer of 2014), i.e., six years after the onset of the global financial crisis. Weare all QE-sians now.
...
This paper reviews the experiences of QE (broadly defined and narrowly defined) of the four major central banks—BOJ, FRB, BOE, and ECB. In the literature, 31 there are controversies over effectiveness of their QEs. Many papers have been already written on the experiences of FRB QEs. Thispaper focuses on the BOJ experiences with QE and QQE. It was shown that BOJ’s QQE has been effective in producing yen depreciation due to the expansion of the balance sheet, producing a steeper slope in the Phillips curve, and the higher inflation expectation. The three channels of BOJ’s QE transmission were empirically examined, with monthly data since January 1999. First, the long-term interest rate tends to be lower and the yield curve tends to be flattened when the monetary base expands faster than nominal GDP. Second, the yen vis-à-vis the US dollar tends to depreciate when the Japanese monetary base expands faster than the US monetary base. Third, an impact of monetary base expansion on the inflation expectation is not confirmed. Findings are consistent with a view that QE is effective, by lowering the long-term interest rate and the currency depreciation.
The shift by 1 percentage point may be needed to achieve the target level of 2% in inflation as of March 2014, provided that the natural unemployment rate is 3.5%. The change in the yen/dollar rate was estimated to move with the relative monetary base growth rates. If the BOJ’s balance sheet was expanding faster than the FRB’s, then the yen vis-à-vis the US dollar tends to depreciate.

http://www.imes.boj.or.jp/research/papers/english/14-E-05.pdf

und nun? (eigene rückschlüsse)

wenn man sich langfristig in aktien engagieren möchte, ist man heute wohl exakt im dubiosesten zeitpunkt, wo man nicht weiss, wie es weitergehen wird und wie lange man auf gewinne warten muss.

mir ist unklar, ob die oben erwähnten zentralbanken AUSLÄNDER vermehrt dazu verleitet haben im SMI zu investieren (ihn zu stützen) und ob die SNB eine detaillierte analyse für die öffentlichkeit parat hält.

weico
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 Die Nationalbank investiert in fragwürdige Rüstungsfirmen

 

http://www.schweizamsonntag.ch/ressort/wirtschaft/die_nationalbank_inves...

 

Anbetracht der Weltlage,wäre es wohl eher fragwürdig,wenn sie Nicht in solche Firmen investieren würde.... :oops:

 

 

weico

Elias
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Die komfortable Lage der SNB

Der Euro hat sich der Untergrenze erneut angenähert. Droht der Nationalbank deswegen Gefahr? Nein, sagen Experten. Kurzfristig spielt die Entwicklung der SNB sogar in die Hände.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/Die-komfortable-Lage-der-SNB/stor...

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Frankenstärke: Stratege gibt Entwarnung

Darf man dem Währungsstrategen von J. Safra Sarasin Glauben schenken, dann steht auch kein unmittelbarer Angriff auf das Verteidigungsbollwerk bevor. Die Angst vor einem Euro-Crash hält er für unbegründet. Anders als im Sommer 2012 sei heute ein Auseinanderbrechen der Europäischen Währungsunion kein Thema mehr. Stattdessen stehe die Divergenz in der globalen Geldpolitik im Mittelpunkt. Mit anderen Worten: Während sich in den USA und Grossbritannien ein Ende der Nullzinspolitik abzeichnet, rückt es in Europa in weite Ferne.

Ausserdem sei das jetzige Phänomen keine Franken-Stärke, sondern eine Euro-Schwäche. Andere Währungen wie der amerikanische Dollar oder das britische Pfund seien vom Zinsgefüge her sehr viel attraktiver als der Franken, so der zumindest hierzulande viel beachtete Experte.

http://www.cash.ch/news/top_news/frankenstaerke_stratege_gibt_entwarnung...

 

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SNB führt keine Negativzinsen ein

Die Schweizerische Nationalbank rüttelt nicht an ihrer bisherigen Geldpolitik. Der Franken reagiert mit einer schnellen Aufwertung gegen den Euro.

http://www.cash.ch/news/top_news/snb_fuehrt_keine_negativzinsen_ein-3245...

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Devisenreserven der SNB steigen um 8 Milliarden

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Zyndicate
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SNB: Milliardengewinn dank Dollar und Pfund
 

Fremdwährungsgewinne bescherten der Schweizerischen Nationalbank einen Milliardengewinn. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Bilanzsumme ausgeweitet.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für die ersten neun Monate 2014 einen Gewinn von 28,5 Milliarden CHF aus. Dabei hat sie auf Fremdwährungspositionen 25,2 Milliarden CHF und auf dem Goldbestand 3,3 Milliarden CHF verdient. Nach einem Halbjahr hatte der Gewinn bei 16,1 Milliarden gelegen, womit im dritten Quartal 12,4 Milliarden hinzukamen.

Wie die SNB am Freitag mitteilte, entfielen vom Erfolg auf den Fremdwährungspositionen 5,7 Milliarden CHF auf Zinserträge und 1,4 Milliarden CHF auf Dividendenerträge. Das allgemein tiefere Zinsniveau führte zu Kursgewinnen von 6,2 Milliarden CHF auf den Zinspapieren und -instrumenten. Die Beteiligungspapiere und -instrumente profitierten vom günstigen Börsenumfeld und trugen mit 2,3 Milliarden CHF zum Erfolg bei. Die wechselkursbedingten Gewinne beliefen sich auf insgesamt 9,7 Milliarden CHF.

Die Wechselkursverluste auf dem Euro seien durch die Gewinne auf anderen Anlagewährungen, insbesondere dem USD und dem GBP, mehr als kompensiert, hiess es.

Beim Erfolg auf den Goldbestand handle es sich um einen Bewertungsgewinn auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand, hiess es weiter. Das Gold wurde per Ende September zu 37'395 CHF pro Kilogramm gehandelt (Ende 2013: 34'195 CHF).

Auf den Frankenpositionen konnte weiter ein Gewinn von insgesamt 185 Millionen CHF erzielt werden. Dieser setzte sich im Wesentlichen aus Kursgewinnen von 141 Millionen CHF und Zinserträgen von 57 Millionen zusammen.

Die Bilanzsumme betrug per Ende September 522 Milliarden CHF nach 490 Milliarden Ende 2013.

Die SNB weist zudem wie immer darauf hin, dass das Ergebnis überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen und Kapitalmärkte abhängig ist und entsprechend stark schwanken kann. Rückschlüsse auf das Jahresergebnis seien daher nur bedingt möglich, hiess es auch am Freitag.

(AWP)

 

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Zyndicate
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Devisenreserven der SNB per Ende Oktober leicht tiefer bei 460,4 Mrd CHF

07.11.2014 09:43



Zürich (awp) - Der Wert der Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist im Oktober leicht gesunken. Per Ende des Berichtsmonats lag er bei 460,4 Mrd CHF, Ende September waren es noch 462,1 Mrd gewesen. Der Gesamtbestand der Reserven (exkl. Gold) erreichte am Ende des Berichtsmonats 467,0 Mrd nach 468,7 Mrd im Vormonat, wie die SNB am Freitag auf ihrer Homepage mitteilte.

Die Daten wurden gemäss dem sogenannten Standard zur Verbreitung von Wirtschafts- und Finanzdaten (Special Data Dissemination Standard, SDDS) des Internationalen Währungsfonds (IWF) erstellt.

Der Wert der Devisenreserven ist in den letzten Monaten - trotz dem leichten Rückgang nun im Oktober - vor allem aufgrund des Anstiegs des US-Dollars zum Franken relativ deutlich angestiegen. So lagen sie bspw. Ende April noch bei knapp 439 Mrd CHF, wobei USD/CHF noch bei 0,88 stand gegenüber 0,96 Ende Oktober.

Die Währungsallokation der SNB-Devisenreserven ist über die Zeit relativ stabil, wobei bei den Hauptwährungen der Euro-Anteil dieses Jahr etwas gesunken und der US-Dollaranteil etwas gestiegen ist. Der grösste Teil wurde gemäss aktuellstem Wert per Ende September 2014 mit 45% (Ende 2013: 48%) weiter in Euro gehalten, danach folgt die Position in US-Dollar mit 29% (27%). Bei den übrigen Währungen lagen die Anteile für den japanischen Yen (JPY) bei 9%, für das britische Pfund (GBP) bei 7% und beim kanadischen Dollar (CAD) bei 4%. Der Anteil der übrigen Währungen (hauptsächlich AUD, DKK, KRW, SEK, SGD) erreichte bei 6%.

uh/ra

(AWP)

 

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SNB schärft die Waffen
 

Die Schweizerische Nationalbank wird ihre Franken-Deckelung durch Interventionen am Devisenmarkt verteidigen und ist zu zusätzlichen Schritten bereit, sollte dies erforderlich sein.

"Die SNB wird den Mindestkurs (für den Euro) weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen und ist bereit, zu diesem Zweck unbeschränkt Devisen zu kaufen", erklärte die Schweizerische Nationalbank (SNB) am 30. November in einer Stellungnahme. Falls nötig, werde die SNB unverzüglich weitere Massnahmen ergreifen.

Die Erklärung erfolgte in einer Stellungnahme zum Ausgang der Abstimmung über die Goldinitiative. Diese sah vor, dass die Zentralbank mindestens 20 Prozent ihrer Reserven in Gold halten sollte. Die Schweizer hatten am Sonntag diesen Vorschlag mit 77 Prozent gegen 23 Prozent abgelehnt. Die SNB sagte, sie nehme den Ausgang der Abstimmung "mit Befriedigung zur Kenntnis."

Die SNB hatte vor drei Jahren einen Mindestkurs für den Euro von 1,20 Franken je Euro festgelegt, um die Wirtschaft des Landes vor den Auswirkungen der Schuldenkrise im Euroraum zu schützen. Die Zentralbank hatte ihre Wortwahl im September verschärft und erklärt, sie würde "sofort" unterstützende Massnahmen ergreifen, falls dies nötig werde.

Die Aussicht auf eine stärkere geldpolitische Lockerung durch die Europäische Zentralbank hat den Aufwertungsdruck auf den Franken erhöht. Die Sichteinlagen der Geschäftsbanken bei der SNB hatten sich in der Woche zum 21. November erhöht, was als Anzeichen gewertet wurde, dass die SNB nach einer Pause von zwei Jahren möglicherweise wieder interveniert hat. Als weitere Massnahme im Köcher der SNB gelten negative Einlagenzinsen.

(Bloomberg)

 

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Devisenreserven der SNB per Ende November nur leicht höher bei 462,4 Mrd CHF

05.12.2014 09:33
 

Zürich (awp) - Der Wert der Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist im November gestiegen. Per Ende des Berichtsmonats lag er bei 462,4 Mrd CHF, Ende Oktober waren es noch 460,6 Mrd gewesen. Der Gesamtbestand der Reserven (exkl. Gold) erreichte am Ende des Berichtsmonats 468,9 Mrd nach 467,1 Mrd im Vormonat, wie die SNB am Freitag auf ihrer Homepage mitteilte.

Die Daten wurden gemäss dem sogenannten Standard zur Verbreitung von Wirtschafts- und Finanzdaten (Special Data Dissemination Standard, SDDS) des Internationalen Währungsfonds (IWF) erstellt.

yr/cp

(AWP)

 

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SNB hält an Mindestkurs zum Euro von 1,20 CHF fest - Deflationsrisiken gestiegen

11.12.2014 11:00



(Meldung mit weiteren SNB-Aussagen umfassend ergänzt)

Zürich (awp) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Geldpolitik am Donnerstag anlässlich ihrer vierteljährlichen Lagebeurteilung einmal mehr bekräftigt. Der Mindestkurs und das Libor-Zielband werden entsprechend unverändert belassen. Aufgrund vor allem des gesunkenen Ölpreises wurden die Inflationsprognosen für die Jahre 2014 bis 2016 aber nochmals gesenkt. Und die Deflationsrisiken haben nach Ansicht der SNB nochmals zugenommen, so dass weiter "grosse Herausforderungen" bei der Umsetzung der Geldpolitik bestehen.

Wie SNB-Präsident Thomas Jordan am Donnerstag vor der Presse in Bern erläuterte, hält die SNB unverändert am Mindestkurs von 1,20 CHF pro Euro fest und belässt das Zielband für den Dreimonats-Libor bei 0%-0,25%. "Die Deflationsrisiken haben in den letzten Monaten nochmals zugenommen, und der Franken bleibt nach wie vor hoch bewertet", so der oberste Schweizer Währungshüter.

Die SNB werde deshalb den Mindestkurs weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen. Zu diesem Zweck sei sie bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen. Bei Zinsen von null sei der Mindestkurs das zentrale Instrument, um eine unerwünschte Verschärfung der monetären Rahmenbedingungen zu verhindern. Dies sei zurzeit besonders wichtig, weil der Aufwertungsdruck auf den Franken wieder zugenommen habe. "Wir sind ausserdem bereit, bei Bedarf unverzüglich weitere Massnahmen zu ergreifen", bestätigte Jordan frühere Aussagen.

Eine weitere Aufwertung des Frankens hätte laut Jordan grosse Auswirkungen auf das Lohn- und Preisgefüge und würde die Teuerung weit in den negativen Bereich treiben. Die Unternehmen in der Schweiz müssten ihre Kosten erneut drastisch senken, um konkurrenzfähig zu bleiben. "In einem solchen Szenario wäre die Preisstabilität stark gefährdet. Der Mindestkurs hilft, diese deflationären Risiken zu verringern", so der SNB-Präsident.

NEGATIVE TEUERUNG WEGEN ÖLPREIS

Für 2014 hat die Nationalbank ihre Inflationsprognose um 0,1 Prozentpunkte auf 0,0% gesenkt, für 2015 wird sie mit minus 0,1% nun sogar negativ. Erst 2016 wird ein leichter Anstieg der Inflation auf 0,3% erwartet. Das entspricht einer Abwärtsrevision von 0,3 Prozentpunkten für 2015 und von 0,2 Prozentpunkten für 2016.

Die Inflationsprognose der SNB ist in ein weltwirtschaftliches Szenario eingebettet. Dieses geht von einer uneinheitlichen Entwicklung aus, wobei das Wachstum in den USA in den nächsten Quartalen robust bleiben dürfte, während die SNB ihre Prognosen für die Eurozone erneut nach unten revidiert hat und die Aussichten für diesen Wirtschaftsraum als "sehr verhalten" einschätzt.

HÖHERES WACHSTUM IM LAUFENDEN JAHR

Bezüglich der hiesigen Konjunkturentwicklung meint die SNB, dass die Auslastung der Wirtschaft unbefriedigend bleibe. Das dritte Quartal habe zwar positiv überrascht, im vierten Quartal dürfte das Wachstum aber wieder spürbar tiefer ausfallen. Weil die Zahlen für die Vorquartale aufgrund der Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung höher ausgewiesen würden, sollte das Wachstum des Bruttoinlandprodukts im laufenden Jahr mit 1,5% bis 2% aber etwas höher ausfallen als noch im September angenommen.

Die zugrundeliegende Dynamik der Konjunktur habe sich damit jedoch nicht verändert, so die SNB. Für das kommende Jahr erwartet die Nationalbank ein Wachstum von "rund 2%". "Unter dieser Annahme wird die Unterauslastung der Wirtschaft nur langsam abnehmen. Auch auf dem Arbeitsmarkt erwarten wir lediglich eine moderate Erholung", so Jordan.

WEITER ABGESCHWÄCHTES HYPOTHEKENWACHSTUM

Das Hypothekenwachstum schwächte sich laut SNB im dritten Quartal weiter ab, gleichzeitig stiegen die Immobilienpreise aber weiter an. Die Preisdynamik bleibe jedoch wie bereits 2013 schwächer als in den Jahren zuvor. Dies deutet darauf hin, dass die Massnahmen zur Dämpfung der Entwicklung an den Hypothekar- und Immobilienmärkten eine "gewisse Wirkung" zeigten.

Die Ungleichgewichte, die sich auf diesen Märkten im Verlauf der letzten Jahre aufgebaut hätten, blieben aber unverändert hoch. "Für eine Entwarnung ist es noch zu früh", sagte Jordan weiter. Die Nationalbank beobachte entsprechend die Entwicklung an diesen Märkten aufmerksam und prüfe regelmässig, ob der antizyklische Kapitalpuffer angepasst werden solle.

"WEITER GROSSE HERAUSFORDERUNGEN"

Grundsätzlich bleiben die Herausforderungen für die Geldpolitik der SNB "im gegenwärtigen internationalen Umfeld gross", schloss Jordan seine Rede ab. Insbesondere sei die Situation in der Eurozone weiterhin schwierig. Damit die Nationalbank das ihr aufgetragene Mandat - die Sicherung der Preisstabilität unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung - bestmöglich erfüllen könne, müsse sie ihren "ganzen Handlungsspielraum in der Geldpolitik ausnützen". Sollte es notwendig sein, werde die Nationalbank daher nicht zögern, zur Erfüllung ihres Mandats weitere Massnahmen zu ergreifen.

uh/rw

(AWP)

 

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Die erste Frau im SNB-Direktorium
 

Bei der Schweizerischen Nationalbank rückt mit Andréa Maechler erstmals eine Frau ins Direktorium. Zudem wird Fritz Zurbrügg neuer Vizepräsident.

Bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist das bisherige Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg vom Bundesrat zum neuen Vizepräsidenten ernannt worden. Er löst Jean-Pierre Danthine ab, der per Ende Juni 2015 zurücktritt. Neu rückt Andréa Maechler ins SNB-Direktorium, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte. Thomas Jordan ist als Präsident des SNB-Direktoriums bestätigt worden.

Der bisherige SNB-Vizepräsident Danthine hatte im September seinen Rücktritt mit Ablauf der Amtsperiode 2009-2015 bekanntgegeben. Er erreicht das ordentliche Pensionierungsalter. Sein Nachfolger Fritz Zurbrügg ist seit August 2012 Mitglied des Direktoriums der SNB. Er war zuvor Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung.

Lange akademische Karriere

Das neue Direktoriumsmitglied Andréa Maechler ist zurzeit stellvertretende Leiterin des Bereichs "Globale Märkte-Analyse" des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Die 1969 geborene Ökonomin hatte nach den Schulen in der Westschweiz an der Universität Toronto, am Institut de hautes études internationales in Genf, am Institut de hautes études en administration publique in Lausanne und an der University of California studiert, wie der Mitteilung zu entnehmen ist.

Maechler erfülle "in idealer Weise" das Anforderungsprofil einer Direktorin der SNB, schreibt der Bundesrat. Mit ihrer Wahl sei die angemessene Vertretung der verschiedenen Sprachregionen und der Geschlechter im Direktorium sichergestellt. Für die neue Amtsperiode 2015 bis 2021 wurden zudem mit Thomas Moser, Thomas Wiedmer und Devet Moser auch die Stellvertreter der drei Direktoriumsmitglieder der SNB bestätigt.

(AWP)

 

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Domtom01
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Na und?

Und was bitte schön soll uns das jucken? Ich denke, Gleichberechtigung gibt es schon einen Moment hier bei uns, ist doch völlig normal. Ist nicht eine Zeile wert!

Elias
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Domtom01 hat am 18.12.2014 - 00:12 folgendes geschrieben:

Und was bitte schön soll uns das jucken? Ich denke, Gleichberechtigung gibt es schon einen Moment hier bei uns, ist doch völlig normal. Ist nicht eine Zeile wert!

Schön wär's, wenn es normal wäre. Dann wären Quoten kein Thema. Oder gleicher Lohn.

 

Es gibt Forumsteilnehmer, für die sind Frauen immer noch ein Problem

 

Pesche hat am 05.07.2010 - 12:36 folgendes geschrieben:

Habe das Gefühl, dass die Frauen im Bundesrat ein Problem sind. Seit Elsi Kopp kommt unser Bundesrat nicht mehr zur Ruhe. Sehe ich das falsch????

 

Aus dem Thread Sind Frauen im Bundesrat ein Problem???

 

 

 

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weico
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Soll die SNB die Untergrenze bald aufheben?

 

http://blog.bazonline.ch/nevermindthemarkets/index.php/36332/warum-sich-...

 

N.B:...herrlich, wie sich die ZB's gegenseitig weiter in die Scheisse reiten und damit einen veritablen Währungskrieg anfachen . Countdown läuft....und dann heisst es... 

https://www.youtube.com/watch?v=fSbFgt0wp_4

:bomb:

 

 

weico

Elias
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Soll die SNB die Untergrenze bald aufheben?

Was würde mit den Preisen passieren, wenn die SNB die Untergrenze aufheben würde? Wahrscheinlich würde sich der Franken aufwerten und die Preise würden sinken. Das wäre an sich keine Katastrophe. Temporär dürfen die Preise durchaus einmal eine gewisse Zeit sinken.

Aber die Gefahr, dass sich die Inflationserwartungen permanent nach unten verschieben würden, wäre durchaus vorhanden. Denn seit 2009 ist die Inflationsrate fast immer unter 1 Prozent geblieben, mehrere Quartale lang war sie sogar unter Null. Und in der neusten Prognose geht die SNB davon aus, dass die Preise im nächsten Jahr wieder sinken werden, nachdem sie im laufenden Jahr vorübergehend geringfügig angestiegen sind.

Ganzer Beitrag http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/36332/warum-s...

 

 

Es ist nicht das erste Mal, dass

- die SNB Negativzinsen einführt

- den Franken an eine Währung bindet

 

 

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weico
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weico hat am 22.12.2014 - 09:59 folgendes geschrieben:

Soll die SNB die Untergrenze bald aufheben?

 

http://blog.bazonline.ch/nevermindthemarkets/index.php/36332/warum-sich-...

 Man beachte auch die Leserkommentare :

 

Marc Goldinger22. Dezember 2014 um 10:02

@jakob Kucera: Interessant, dass Sie von EigenheimBESITZERN und nicht von EigenheimEIGENTÜMERN schreiben. Diesen Unterschied wird manch stolzer Immobilienbesitzer in den nächsten Jahren noch schmerzhaft lernen.

 

Da liegt Herr Goldinger absolut richtig . Die Leute lernen bekanntlich am besten,wenn es schmerzhaft für ihren eigenen Geldbeutel ist... Dirol 

 

weico

 

 

Elias
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Der SNB-Coup aus Sicht von Devisenhändler Bollier

«Es war eine verrückte Woche», sagt der 53-jährige CS-Trader. Warum er jetzt dem 22. Januar entgegenfiebert.

Rückkehr der Negativzinsen

Zum ersten Mal seit fast 40 Jahren hat die Nationalbank am vergangenen Donnerstag Negativzinsen eingeführt.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Der-SN...

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Elias
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Rekordgewinn der SNB von rund 30 Milliarden Franken

 

Kantone wollen Milliarden von der Nationalbank

Die Mehrheit der Kantone schreibt rote Zahlen, während die Nationalbank 2014 einen satten Gewinn verzeichnete. Nun stellt die Finanzdirektoren-Konferenz konkrete Forderungen.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Kantone-wollen-Milliar...

 

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SNB-Präsident Jordan: Euro-Mindestkurs ist zentral - Erwarten keinen Grexit

06.01.2015 06:29



Zürich (awp/sda/reu) - Die vor mehr als drei Jahren festgesetzte Euro-Kursuntergrenze von 1,20 CHF ist nach den Worten von SNB-Präsident Thomas Jordan weiterhin unverzichtbar. "Der Mindestkurs ist absolut zentral, um eben adäquate, richtige monetäre Bedingungen für die Schweiz aufrechtzuerhalten."

"Die Deflationsrisiken, die haben deutlich zugenommen. Eine Aufwertung des Frankens würde zwangsläufig zu mehr negativer Inflation führen oder eben sogar zu Deflation", sagte Jordan in einem Interview des Schweizer Fernsehens SRF vom Montagabend weiter.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) könne weiterhin unbeschränkt Devisen kaufen, um den Mindestkurs zu verteidigen, erklärte Jordan zudem. Die Mitte Dezember angekündigten Negativzinsen auf Einlagen von Banken bei der Zentralbank sollen das unterstützen. Der Euro wurde am Montag zu Kursen um 1,2015 Franken gehandelt.

"NICHT IM BASIS-SZENARIO"

Die Schweizerische Nationalbank rechnet ausserdem nicht mit einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone, dem auch als "Grexit" bezeichneten Szenario: "Wir gehen nicht davon aus, dass dies passieren wird", sagte Jordan. "Das ist nicht in unserem Basis-Szenario."

Gleichzeitig betonte Jordan die Gefahren: "Man darf aber diese Risiken, falls es zu einem Austritt kommen sollte, nicht unterschätzen." Es sei deshalb absolut zentral, dass die griechische Regierung den Konsolidierungskurs für ihr Budget und ihre Verschuldung aufrechterhalte. "Es ist ganz wichtig, dass die Strukturreformen weitergeführt werden", so Jordan weiter.

cf

(AWP)

 

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SNB intervenierte im Dezember massiv
 

Die durch den drohenden Wirtschaftskollaps in Russland und die unsichere Lage in Griechenland ausgelöste Flucht in den Franken hat die Schweizerische Notenbank zu Devisenkäufen in Milliardenhöhe gezwungen.

Die Devisenbestände der Schweizerischen Nationalbank (SNB) stiegen im Dezember um rund 32 Milliarden auf 495 Milliarden Franken, wie die SNB am Mittwoch mitteilte. Mit Devisenkäufen will die SNB verhindern, dass der Euro unter die vor gut drei Jahren festgelegte Kursuntergrenze von 1,20 Franken fällt. Die Notenbank befürchtet, dass ein noch stärkerer Franken zusammen mit einem sinkenden Ölpreis zu einer deflationären Entwicklung führen könnte. Kurz vor Weihnachten kündigte die Notenbank Negativzinsen auf Bankguthaben bei der SNB an, um Geld ausländischer Anleger abzuschrecken.

Der Anstieg der Devisenreserven war so stark wie seit dem Sommer 2012 nicht mehr als die Eurokrise ihren Höhepunkt erreichte. Wie hoch die jüngsten Devisenmarktinterventionen ausfielen, lässt sich der nach den Standards des Internationalen Währungsfonds erstellten Statistik nicht genau entnehmen. Die SNB bestätigte zwar Devisenkäufe, hält sich zu den genauen Summen aber bedeckt. Auch der steigende Dollarkurs treibt die in Franken ausgewiesenen Devisenreserven in die Höhe. Knapp 30 Prozent der Devisen sind in Dollar angelegt.

Trotz der Interventionen und der ab dem 22. Januar geltenden Negativzinsen von 0,25 Prozent bleibt der Franken unter Aufwertungsdruck. Am Mittwochmittag notierte der Euro ganz knapp über der Interventionsgrenze bei 1,201 Franken.

"Die Märkte testen die Euro-Untergrenze immer noch", sagte Swissquote-Devisenexperte Ipek Ozkardeskaya. Die Notenbank dagegen wiederholt unermüdlich, dass sie weiterhin unbeschränkt Devisen kaufen werde, um den Mindestkurs zu verteidigen. "Die Deflationsrisiken haben deutlich zugenommen. Eine Aufwertung des Franken würde zwangsläufig zu mehr negativer Inflation führen oder eben sogar zu Deflation", erklärte SNB-Chef Thomas Jordan Anfang der Woche in einem Fernseh-Interview.

(Reuters)

 

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Rekordgewinn für die Nationalbank
 

Der provisorische Gewinn der Schweizerischen Nationalbank für 2014 beläuft sich auf 38 Milliarden Franken. Der Geldregen weckt Begehrlichkeiten.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird für das Geschäftsjahr 2014 nach provisorischen Berechnungen einen Gewinn in der Grössenordnung von 38 Milliarden Franken ausweisen. Das ist ein Rekordniveau.

Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen betrug rund 34 Milliarden Franken. Davon entfielen 9 Milliarden Franken auf Zins- und Dividendenerträge, 13 Milliarden Franken auf Kurserfolge und 12 Milliarden Franken auf Wechselkursgewinne. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 4 Milliarden Franken, teilte die SNB am Freitag mit.

Mit dem Jahresgewinn wird die SNB in einem ersten Schritt Rückstellungen für Währungsreserven von 2 Milliarden Fr. bilden. Zudem wird die zuletzt mit 6,8 Milliarden Fr. ins Minus gefallene Ausschüttungsreserve wieder ausgeglichen.

Der verbleibende Gewinn ermögliche die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung von maximal 15 Franken pro Aktie sowie der ordentlichen Ausschüttung von 1 Milliarden Franken an Bund und Kantone, schreibt die SNB.

Zudem steht eine Zusatzausschüttung an Bund und Kantone an. Denn die Ausschüttungsreserve dürfte auf rund 28 Milliarden Franken anschwellen. In der Vereinbarung zwischen Nationalbank und Eidgenössischem Finanzdepartement (EFD) ist festgelegt, dass eine Zusatzausschüttung an Bund und Kantone ausgelöst wird, wenn die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung 10 Milliarden Franken überschreitet.

Forderungen der Kantone

Bereits wurden Forderungen von Kantonen laut. laut. Peter Hegglin, Präsident der Finanzdirektorenkonferenz, forderte, dass die Nationalbank für das abgelaufene Jahr "deutlich mehr als die vereinbarte eine Milliarde Franken ausschüttet." Für 2013 hatte die Ausschüttung erstmals seit 1907 ausgesetzt werden müssen.

Die Höhe der Zusatzausschüttung werde zwischen der SNB und dem EFD vereinbart, hiess es. Die Kantone würden vorgängig informiert. Welche Summe die SNB anstrebt, ist offen.

Der ausführliche Bericht zum Jahresabschluss mit den definitiven Zahlen wird am 6. März 2015, der Geschäftsbericht am 26. März 2015 publiziert werden.

(cash)

 

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Fine-Tuner
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.....die Einführung eines Mindestkurses war ein Fehler. ......dass dies schiefgehen musste war offensichtlich, wenn man bedenkt , dass gleichzeitig zum €/CHF Kurs auch alle Cross-Curencies permanent adjustiert werden müssen um den Arbitrageuren nicht Tür und Tor für risikolose Gewinne zu geben. Die Natibank hätte Herr über alle Währungen dieser Welt sein müssen.....was keine Natibank dieser Welt auf Dauer aushalten kann.

.....die Ausrede, dass man der Exportindustrie nun drei Jahre Schonfrist gewährt habe, finde ich doch etwas billig.....und impliziert, dass wenn die Natibank gewollt hätte, sie den Mindestkurs selbstverständlich hätte aufrecht halten können...was einfach nicht wahr ist......dieses Unterfangen war von Anfang an zum Scheitern verurteilt......man kann nicht Marktwirtschaft predigen und Planwirtschaft leben.

..... die Schuld auf einzelne Personen zu schieben (zB Jordan) ist tatsächlich nicht fair....doch ein Natibank-Präsi muss dies aushalten, auch wenns unter die Gürtllinie geht...... er muss jetzt anestah....und härt si.

Bis jetzt macht er sini Sach sowit guet.....das muss man - wenn man bedenkt unter welchem brutalen Druck dieser Mann zurzeit steht - fairerweise klar zugestehen......und ich weiss auch, dass er damals der Einführung eines Mindestkurses kritisch gegenüberstand..... umso bewundernswerter ist es, dass er den aktuellen Shit-Storm stoisch über sich ergehen lässt....das ist wirklich Klasse.

Nichtsdestotrotz hat er alle Entschiede der Natibank der vergangenen Jahre mitgetragen......UBS-Deal, Mindestkurs, Negativzins etc. etc......und sich diese gewaltige Verantwortung für unser Land auch selbst aufgeladen.

Ich hoffe, auch im Interesse der kommenden Generation, dass die getroffenen Entscheide, die richtigen waren.

Fine-Tuner

Fairplay

Elias
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Fine-Tuner hat am 16.01.2015 - 01:31 folgendes geschrieben:

.....die Einführung eines Mindestkurses war ein Fehler. ......dass dies schiefgehen musste war offensichtlich, wenn man bedenkt , dass gleichzeitig zum €/CHF Kurs auch alle Cross-Curencies permanent adjustiert werden müssen um den Arbitrageuren nicht Tür und Tor für risikolose Gewinne zu geben.

Nein, die anderen Währungen wurden nicht adjustiert. Wie auch?

Es war anders: alle haben die SNB seinerzeit kritisiert, weil alles was sie gemacht hatte, nichts genützt hatte. Erst mit dem Mindestkurs war man halbwegs zufrieden. Einige wollten ihn bei 1.30 haben.

Schau ma mal, was mit der Arbeitslosigkeit passiert. Ich gehe davon aus, dass eine Margenkürzung von aktuell 20% nicht alle verkraften werden. Kurzarbeit, Lohnkürzung, Konkurs.

Und wenn diese Stimmung aufkommt (Verlust des Arbeitsplatzes), kann der Binnenkonsum wegbrechen. Der war eine wichtige Stütze während der Finanzkrise (die ja noch nicht vorbei ist)

 

Es ist wie bei der UBS: mir sind die menschlichen Schicksale wichtiger als das Geld.

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