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MarcusFabian
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scaphilo wrote:

5% Zins würde im schlimmsten fall zu 5% Inflation führen und damit zu 5% Teuerung, es muss kein Kollaps stattfinden.

Wir drehen uns im Kreis: Die Wirtschaft hält 5% Wachstum vielleicht 40-80 Jahre durch. Und das ist ja in der Regel auch die Laufzeit bis ein zinsbasiertes System kollabiert.

Notabene: Wirtschaftswachstum in den USA in den letzten 100 Jahren 1.56-1.57%.

Das heisst, dass es ab und zu einen Reset und dazwischen zumindest Rezessionen braucht.

rainii
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felix.w wrote:

Leider hab ich keine Zeit dieses saulange Blabla zu lesen.

Bitte immer ein formeller Beweis mitliefern. Gibts hier natürlich nicht, hier hat eh niemand Ahnung von quantitativen Zusammenhängen.

Dann redet man halt ewigen Blabla, qualitatives Wachstum, Geldmenge ohne Definition, keine Ahnung was eine exponentielle Funktion ist und solches Zeug

???

...aber sonst geht's dir schon gut?

rainii
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smile, hallo Ramschi, wünsche gute Nacht in den Süden!

ps: Vielweiberei, ist das ned verboten? Wink

scaphilo
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http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/228#/beitrag/v...

Wunderschön. Auch wenn ich nicht 100%ig der selben Meinung bin.

Elias
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Das 7. Jahr war früher bei den Juden das Sabbatjahr.

Schulden wurden gestrichen und Sklaven freigelassen.

Hat sich aber auch nicht bewährt.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

scaphilo
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ECB to put unlimited funds into banks

http://www.independent.ie/business/irish/ecb-to-put-unlimited-funds-into...

Einfach der Hammer Smile

weico
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MarcusFabian wrote:

Das heisst, dass es ab und zu einen Reset und dazwischen zumindest Rezessionen braucht.

Klar.

..und wenn es zwischendurch mal zu menschlichen Übertreibungen kommt,dann kommt die Wachstumskurve halt ebenmal kurz ins stocken.

Solange das technologische Wachstum bzw. der "menschliche Vorwärtsdrang" (schneller,besser,höher usw.) noch lange nicht abgeschlossen ist,geht es auch mit einem Geldsystemen immer weiter.

P.S..einen technologischen/philosophischen Ansatz von Wachstums hat Ray Kurzweil mit seinem Accelerating change,technologische Singularität usw. gebracht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Accelerating_change

http://de.wikipedia.org/wiki/Technologische_Singularit%C3%A4t

P.P.S..für Interessierte:

Heute in der Sendung "Sternstunde Philosophie"

SF1 um 11.00 Uhr ein Gespräch mit Ihm..

http://www.tvprogramm.sf.tv/details/f98b6a75-ee9e-478c-b117-c9745045cef0

weico

<gelöscht>
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Im Buch 'Staatsbankrott' von Wittmann ist beim Kapitel Japan beschrieben, dass sich Japan gar nicht mehr aus der Tiefzinspolitik heraumanövrieren kann.

Passt zum realistischen Beschrieb im Buch:

http://www.cash.ch/news/boersenticker/jpnotenbank_bietet_verbilligte_kre...

Japan betreibt seit 20 Jahren ein Tiefzinspolitik die nicht wirklich fruchtet.

Gestern habe ich irgendwo gelesen, dass Japan auf einen Staatsbankrott zusteuert. Weiss aber nicht mehr wo ich das gesehen habe.

Japan vor dem Kollaps?

Denne
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omega wrote:

Im Buch 'Staatsbankrott' von Wittmann ist beim Kapitel Japan beschrieben, dass sich Japan gar nicht mehr aus der Tiefzinspolitik heraumanövrieren kann.

Wir auch nicht. Wir werden m.E. keine namhaften Zinserhöhungen mehr sehen. Die ganze Blase läuft jetzt auf den Eisen, der Bremsbelag ist definitiv runter.

rainii
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smile, netter vergleich denne Lol

wobei in er 2ten kondratieff winterhälte gemäss theorie sollten ja dann die zinsen wieder sprunghaft ansteigen, weil niemand mehr dem anderen geld leihen mag wegen des risikos; aber bis zur 2ten winterhälfte dauerts wohl noch einige monate und jahre; wie lange wohl? mehr oder weniger als 3jahre bis zur winter-halbzeit?

ps: habe heute vormittag per zufall wieder mal den langfristiger ausblick auf die märkte eröffnungsthread von mf durchgelesen, von mf mitte nov 2007 gepostet, da kann ich einfach nur den hut ziehen, super verständlich zusammengefasst und die vorraussagen absolut treffend, lest mal die winter auswirkungen, schlichtweg phänomenal mf!

MarcusFabian
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Danke rainii Lol

Aber ich spreche ausdrücklich von den Zinsen am Langen Ende:

In der zweiten Winterhälfte werden deshalb die Zinsen am langen Ende sehr stark ansteigen.

Zinsen am kurzen Ende sind die Zinsen der Zentralbanken. Die werden wohl tatsächlich unten bleiben.

Die Zinsen am langen Ende sind die Zinsen für Obligationen und Kredite. Und ja, die werden unweigerlich mit wachsender Geldentwertung steigen.

Merced
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Wechselkurspolitik der SNB in der Kritik

Ein sehr gut geschriebener und wohlüberlegter Artikel aus der Kolumne von Beat Kappeler findet sich in der gestrigen NZZaS: (http://www.nzz.ch/hintergrund/kolumnen/kolumne_kappeler_beat/kappeler_be...)

Das passt bestens in diesen Thread, darum erlaube ich mir hier den Volltext zu posten:

Beat Kappeler wrote:

Weshalb die massiven Euro-Käufe der Nationalbank verfehlt sind

Die Nationalbank gilt weitherum als unfehlbar. Doch hat sie letzten Monat die Nerven verloren und einen grossen Fehler gemacht. Und es wäre nicht einmal der erste.

Letzten Monat wollte die Notenbank verhindern, dass der schwache Euro den Franken nach oben treibt. Sie kaufte deshalb mehr Euro zusammen, als China es tat, und sie verdoppelte die Bestände ausländischer Währungen im Keller seit Anfang Jahr auf die gigantische Summe von umgerechnet 232 Mrd. Fr. Im Gegenzug gab sie den Verkäufern dieser Euro neue Franken in die Hände, welche die Welt und die Schweiz jetzt überschwemmen.

Das ist schlechte Politik aus mindestens acht Gründen. Die Kaufkraftparität des Frankens zum Euro liegt nach Berechnungen von Experten bei etwa Fr. 1.40. Für 68 Mrd. Fr. Euro aufzukaufen, sobald der Euro-Franken-Kurs ein wenig in Bewegung gerät, zeugt nicht von kühler Überlegung – sondern von Panik. Zweitens fehlt bei einer solchen Vorwärtsverteidigung jedes Überraschungsmoment. Auf diesen Effekt hatte aber die Schweizerische Notenbank bei Währungskrisen immer gebaut – je unberechenbarer sie war, umso vorsichtiger waren die Währungsspekulanten, umso weniger musste die Nationalbank tatsächlich intervenieren. Drittens handelte die Notenbank diesmal ganz allein. Um wirksam zu sein, müssen grosse Währungsinterventionen mit wichtigen anderen Notenbanken abgestimmt werden, sonst versucht man einfach, allein das Meer auszutrinken. Viertens erzielt die Schweiz einen der grössten Handels- und Ertragsbilanzüberschüsse der Welt, absolut und im Verhältnis zur Grösse des Landes. Es ist geradezu frech, wenn ein solches Land schon ein paar Prozentchen Kursdifferenz mit 100 Mrd. korrigiert. Dies wurde im Ausland ebenfalls missbilligend bemerkt. Fünftens verkauft sich der Frankenraum damit als Schwachwährungsraum – und dies ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo die Anziehungskraft des Finanzplatzes Schweiz zunimmt. Allfällige Geldabflüsse wegen des reduzierten Bankgeheimnisses werden jetzt durch neue Zuflüsse und Verwaltungsaufträge kompensiert. Auch dies ist eine Exportindustrie und beschäftigt mehr Arbeitsplätze als alle anderen Exportbranchen.

Und die Exportwirtschaft an sich ist sechstens nicht akut gefährdet. Der ganze Dollarraum von den USA, Lateinamerika bis Asien hat den Taucher des Euro nicht mitgemacht, sondern sogar kompensiert. Ausserdem kauft die mit dem schwachen Euro aufstrebende deutsche Exportwirtschaft eher mehr schweizerische Zulieferungen ein, weil diese spezialisiert und oft unentbehrlich sind.

Siebtens ist der Weg zurück ungleich schwieriger, als einfach wahllos Euro aufzukaufen. Denn die Zersetzung des Euro-Raums dürfte lange anhalten, und wenn die Schweizerische Nationalbank sich eines Tages daraus lösen will und muss, dann ist das sehr sichtbar. Es wird Vorwürfe hageln, sie treibe die Nachbar-Währung in den Ruin. Dass dabei auch Verluste für die Notenbank anfallen, ist noch das kleinere Problem.

Achtens riskiert die Notenbank, im Inland Blasen zu veranstalten. Schon anderthalb Jahre kann man Hypotheken für unter 1% bekommen und bauen. Das tun immer mehr Baulustige. Es werden enorme Ressourcen in den Beton fehlgeleitet. Eine weitere Blase dürfte die massive Zuwanderung sein. Sie erfolgt, weil die Exportindustrie nicht knapp kalkulieren muss, weil die Bau- und Planungskonjunktur überbordet, weil die öffentliche Hand aus solchen Gründen mehr Steuern einnimmt und unbesehen Gesundheitspersonal einstellt. Und aus allen diesen Gründen wiederum floriert der Binnenkonsum und stützt das Expansions- und Anstellungsfieber erneut. Kurz: Wenn die Exportwirtschaft vorübergehend durch einen überschiessenden Frankenkurs abgedämpft würde, entfielen all diese Gefahren. Die Generaldirektoren der Notenbank stiessen denn diese Woche auch Appelle aus, dass 2012 eine Inflation von 2,2% herrschen könnte und man vorsichtig bauen und geschäften solle. Das aber ist hilflose Politik, wenn sie gleichzeitig Geldmittel noch nie gesehenen Ausmasses für diese Super-Konjunktur bereitstellen.

Mit dieser Massenintervention im ersten Halbjahr erweist sich die Schweizerische Nationalbank vermutlich als fehlbar. Dass sie nicht unfehlbar ist, hat sie bereits zweimal mit falschen Entscheiden grosser Tragweite bewiesen. Sie hat ab Mitte der neunziger Jahre eine Inflation bekämpft, welche nirgendwo mehr ablief, was dem Land nach der Immobilienkrise fünf weitere unnötige Jahre der Stagnation bescherte. Gleichzeitig verkaufte die Nationalbank einen der grössten Goldhorte der Welt zu einem Drittel des heutigen Werts – ein entgangener Schatz von etwa 45 Mrd. Fr. Vor allem wäre das Gold ein Unterpfand für die Solidität der Schweiz in der jetzt anbrechenden, total verwahrlosten Währungswelt geworden.

Dass fast die ganze Schweiz immer noch annimmt, die Notenbank tue stets das Richtige, hat im Moment damit zu tun, dass deren Handeln allen entgegenkommt: der Exportwirtschaft, den expandierenden Arbeitsplätzen, der Bauwirtschaft, der wachsenden Zahl von Hauseigentümern, den Staatsbudgets. Doch eine striktere Politik liesse jene gewinnen, die jetzt schweigen: Die Konsumenten kämen dank dem stärkeren Franken in den Genuss günstigerer Importprodukte; desgleichen sogar viele Exporteure, weil sie Halbfabrikate zu tieferen Preisen importieren könnten. Überdies verspotten die Nullzinsen heute die Sparer und Rentner, und sie bringen die Pensionskassen in tiefe Renditenot, bald schon in Zahlungsnot. Die Nationalbank schafft mehr Risiken, als sie löst.

Dem braucht man nichts mehr hinzuzufügen. Enjoy the read!

mfG

Fine-Tuner
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Das ist schlechte Politik aus mindestens acht Gründen. Die Kaufkraftparität des Frankens zum Euro liegt nach Berechnungen von Experten bei etwa Fr. 1.40.

________________________________________________________________________

Nach meinen Berechnungen liegt die Kaufkraftparität €/CHF etwa bei 1 zu 1 (produktivitätsgewichtet und staatsquotenbereinigt). Somit wäre der € noch rund 25% zu teuer. Würde heissen, dass die Natibank nochmals etwa 50Mrd CHF wertbereinigen muss.

Nimmt man:

die ungünstigen Goldverkäufe (ca. 50Mrd zu wenig eingenommen),

die UBS-Abschreibungen(60Mrd) und

die Währungsrisiken (bereits aufgelaufene Wertberichtigungen plus 50 gemäss obiger Berechnung macht etwa 100Mrd)

erhält man die unglaubliche Summe von rund CHF 210Mrd. Mit diesem Geld hätte man 350'000 CHerInnen während 20 Jahren ein Grundeinkommen von rund CHF 28'571.45 pro Jahr ausrichten können.

Da versteh ich das jammern wegen ein paar läppischen Milliarden Defizit in der IV oder ALV nicht mehr so ganz.

Fine-Tuner

Fine-Tuner
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rainii wrote:

deine zahlen mögen wohl etwas "reisserisch" präsentiert sein (oder wie ich das nennen soll) aber

im endeffekt geht es wohl gegen diese richtung?! ob jetzt 1-10 mrd. mehr oder weniger, da wird mir trotzdem übel!

Danke, dass Du das so siehst. Bei diesen Zahlen, die unser Auffassungsvermögen längst überschritten haben, kommt es auf die Milliarde nicht mehr drauf an. Vielleicht kommt es mit der UBS ja noch gut, dann hat sich das Gambling gelohnt und am Schluss machen wir sogar noch Gewinn. Auch das Gold kann sinken und dann sind die Bankbeamten der Natibank wieder Helden. Doch das sind keine Argumente. Fakt ist, dass die CH bereit ist, mit Dutzenden von Milliarden von Steuergeldern am Kapitalmarkt zu spekulieren. Die Verluste sollen dann durch Kürzung der Taggelder für Arbeitslose oder durch Verschärfungen in der IV wieder reingeholt werden.

Oder etwas reisserischer ausgedrückt: Damit der Bankbeamte seinen Bonus nicht verliert, werden dem Invaliden die Gelder gekürzt. DAS ist dann wirklich nur noch pervers.

Fine-Tuner

Denne
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Re: Das nächste Geldsystem wird bargeldlos sein

Bugatti wrote:

Schritt 2: Bargeld abschaffen

Das wird noch lange nicht stattfinden, falls überhaupt jemals. Schon das Papiergeld ist bekanntlich wiedermal an der Grenze der Vertrauenswürdigkeit. Das wird in den nächsten zwei, drei Jahren nicht besser, im Gegenteil. Der Trend geht m.E. in die andere Richtung.

Auch das elektronische Geld von heute kann nur bestehen, weil es in den Köpfen "echtes" Geld repräsentiert. Das heisst, wir denken beim eBanking bewusst oder unbewusst an Nötli. Eine ähnliche Abstrahierung hat vom Gold zum goldgedeckten Geld und zum ungedeckten fiat money stattgefunden. Die neue Geldart hat jeweils die Vertrauenswürdigkeit der vorherigen "geerbt". Freilich zu unrecht, da diese emotionale Täuschung ja das primäre Ziel war: Das Vetrauen zu bewahren (solange es geht) und gleichzeitig die Last der Beweispflicht (volle Goldtresore/solide Haushaltsführung) abzuwerfen.

(An-)Fassbarkeit als elementares Indiz für Werthaltigkeit ist so tief in unseren Instinkten angelegt, dass ein Experiment mit rein elektronischem Geld scheitern muss. Das Misstrauen der "copy-paste"- und "ctrl+alt+del"-Generation dürfte den Rest erledigen.

T15
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Re: Das nächste Geldsystem wird bargeldlos sein

Denne wrote:

Das heisst, wir denken beim eBanking bewusst oder unbewusst an Nötli.

naja nicht alle Wink ich als informatiker hab mich auch schon gedanken gemacht wie aus einem call inerhalb weniger stunden aus 1800chf 3200chf werden... was hat geändert? binär verändert sich was... für uns gibts dann ne andere zahl...

Denne wrote:

(An-)Fassbarkeit als elementares Indiz für Werthaltigkeit ist so tief in unseren Instinkten angelegt, dass ein Experiment mit rein elektronischem Geld scheitern muss. Das Misstrauen der "copy-paste"- und "ctrl+alt+del"-Generation dürfte den Rest erledigen.

genau wie beim ebanking... wer kontrolliert bei all den billionen noch ob ubs auf meinem konto jetzt 1'000chf schreibt oder 5'000chf... ändern tut ja nur die zahl :roll:

Denne
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Re: Das nächste Geldsystem wird bargeldlos sein

T15 wrote:

wer kontrolliert bei all den billionen noch ob ubs auf meinem konto jetzt 1'000chf schreibt oder 5'000chf...

Ok. Mit Billionen aufm Konto würd' ich bei den Tausendern auch den Überblick verlieren ... Wink

T15 wrote:

ändern tut ja nur die zahl :roll:

Das ist die technische Seite, aber um die geht's nicht.

Geld ist ein emotionales Medium. Das verträgt sich prinzipiell schlecht mit der beliebigen, digitalen Welt.

sgrauso
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Geld macht nicht glücklich, besonders wenn es wenig ist....


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fritz.
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Jetzt mal eine ganz dumme Idee :roll: :

Man wirft den Zentralbanken immer vor, wenn die Unmengen an Geld drucken.

Aber jetzt ist der Franken zu stark, die Nationalbank hat Unmengen von Euronen gekauft, um den Franken zu schwächen. Warum werden nicht einfach noch mehr Franken gedruckt, um ihn zu schwächen??? Ich würde mich opfern, diese anzunehmen, wenn sie sonst keiner will. Wink

Gruss

fritz

Denne
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fritz wrote:

Jetzt mal eine ganz dumme Idee :roll: :

Man wirft den Zentralbanken immer vor, wenn die Unmengen an Geld drucken.

Aber jetzt ist der Franken zu stark, die Nationalbank hat Unmengen von Euronen gekauft, um den Franken zu schwächen. Warum werden nicht einfach noch mehr Franken gedruckt, um ihn zu schwächen??? Ich würde mich opfern, diese anzunehmen, wenn sie sonst keiner will. Wink

Gruss

fritz

Hmm ... was glaubst Du, womit Hildebank die Euronen gekauft hat?

fritz.
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Mit frisch gedrucktem Geld natürlich. Aber da dies noch nicht reicht, um den Alpendollar zu schwächen, könnten die doch nochmals ein paar Scheine drucken, ohne dafür stapelweise Euros zu kaufen... :oops:

Gruss

fritz

MarcusFabian
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Stimmt. Die SNB könnte auch gleich 7 Billionen neue Franken drucken, jedem Schweizer eine Million überweisen und wir wären alle Millionäre.

Die Frage ist nur, wer sich dann noch am Morgen um 3:00 Uhr in die Backstube stellt, um die Brötchen fürs Millionärs-Frühstück zu backen Wink

Der Währungs-Abwertungs-Wettlauf läuft bereits seit November 2002. Der Franken ist also nicht stark. Das sieht nur so aus, weil der Dollar (bzw. jetzt im Moment der Euro) noch schneller an Wert einbüsst als der Franken.

sgrauso
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Der Franken ist übrigens zur Zeit auch gegen Gold sehr stark! Die Goldbugs können es als Chance sehen um die Positionen zu erhöhen, die Goldskeptiker können nun das ende der Goldbalse sehen.

Jedem das seine Wink

 


 


 


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MarcusFabian
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Aus Sicht der Haribo-Fraktion (= Goldbärchen) gibt es zwei Szenarien:

a) Der Goldpreis fällt im Moment: "Ich hab's ja immer gesagt, jetzt platzt die Goldblase".

b) Der Goldpreis steigt: "Wird ohnehin ein Goldverbot geben und damit verlieren die Goldbugs noch mehr als Aktionäre".

weico
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MarcusFabian wrote:

b) Der Goldpreis steigt: "Wird ohnehin ein Goldverbot geben und damit verlieren die Goldbugs noch mehr als Aktionäre".

Erinnert mich an die Aussagen von den Immobilien-Bashern (...haupsächlich Aussagen aus der "Mieterfraktion"..).

" Es wird dann sicher einen Lastenausgleich geben... Lol

weico

MarcusFabian
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Zum einen: Immobilienbesitzer sind einfacher zu ermitteln als Goldbesitzer.

Zum zweiten: Die moderne Schweiz hat jeglichen Bezug zu Gold verloren. Der Staat verscherbelt die Hälfte seines Goldes. Warum also sollte der Staat den Bürgern verbieten, dieses doch so wertlose Spakkenblech zu besitzen?

CrashGuru
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MarcusFabian wrote:

Zum zweiten: Die moderne Schweiz hat jeglichen Bezug zu Gold verloren. Der Staat verscherbelt die Hälfte seines Goldes. Warum also sollte der Staat den Bürgern verbieten, dieses doch so wertlose Spakkenblech zu besitzen?

Also MF ich gehe ja in den meisten Dingen mit Dir einig. Aber diese Aussage betrifft doch eher "das Prinzip Hoffnung", oder ?

Wenn der Staat (resp. die herrschende Macht, also der Geldadel) etwas will, dann setzt er/sie es durch. In der Schweiz würde ich da eher auf die Macht des Volkes setzen, sofern diesem z.B. klar gemacht werden kann, dass ein Verbot des Goldbesitzes seine Freiheitsrechte massiv einschränkt.

weico
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MarcusFabian wrote:

Zum einen: Immobilienbesitzer sind einfacher zu ermitteln als Goldbesitzer.

Warum..?

Jegliches Vermögen wird ja,im legalen Fall,vom Eigentümer versteuert.Ergo kennt der Staat die Eigentümer.

MarcusFabian wrote:

Zum zweiten: Die moderne Schweiz hat jeglichen Bezug zu Gold verloren.

Der Staat verscherbelt die Hälfte seines Goldes.

Leider nur die Hälfte.

Der Staat würde besser in Sinnvolleres investieren (Staatsfonds usw.) als Metall zu horten (..und Dies noch zum Teil im Ausland..).

MarcusFabian wrote:

Warum also sollte der Staat den Bürgern verbieten, dieses doch so wertlose Spakkenblech zu besitzen?

Warum verbieten..?

Es gibt doch nichts besseres für einen Staat als den privaten Besitz(er).

Dieser private Besitz ermöglicht es doch dem Staat erst,für Sein funktionieren,die Steuern darauf zu erheben und im absolut äussersten Notfall gar in dessen Besitz zu kommen (enteignen).

P.S:..habe rein "Umganssprachlich" geschrieben,da eine Unterscheidung von Eigentum/Eigentümer und Besitz/Besitzer wohl die Sache nur verkompliziert bzw. der wirtschaftlich sehr grosse Unterschied von der Mehrheit wohl (noch) nicht so ganz verstanden wird... :oops:

weico

weico
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Ramschpapierhaendler wrote:

Zum Zweiten: Das schreibst du in letzter Zeit so ziemlich in jeden Beitrag. Wäre es nicht einfacher, die dumme Mehrheit an deiner wunderbaren Erleuchtung teilhaben zu lassen?

Die ist weder eine Erleuchtung und es ist ja keineswegs so, dass die Mehrheit "dumm" wäre.Es ist aber schlicht so,dass die Mehrheit keine Unterschied im täglichen Sprachgebrauch macht wenn es um Besitz oder Eigentum geht.

Diese Umgangssprache sieht man ja andauern auch HIER.

Wie wollen Leute aber über "Geldsysteme" diskutieren, wenn Sie solche rechtlich sehr wichtige Dinge nicht Unterscheiden können bzw. wenn Sie es "könnten" aber nicht wollen....?Ein Geldsystem hat nunmal sehr viel mit Recht/Gesetz zutun... :oops: :roll:

Ramschpapierhaendler wrote:

Sag mal Weico: hältst du eigentlich alle ausser dich selbst für Vollidioten? Kommt im Fall echt so rüber.

Das Dies so rüberkommt/kommen kann ist ja gut möglich und mir bewusst.

Das gewisse Aussagen von Leuten ebenfalls so bei mir ankommen,als wären wirklich "Vollidioten" am Werk,sei Dir versichert. :roll:

weico

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weico wrote:

Es ist aber schlicht so,dass die Mehrheit keine Unterschied im täglichen Sprachgebrauch macht wenn es um Besitz oder Eigentum geht.

Dann fass´ doch Heinsohn/Steiger bitte mal zusammen, damit wir Dumpfbacken wissen, was Du anschneidest aber nicht aussprichst. Danke.

weico wrote:

Ein Geldsystem hat nunmal sehr viel mit Recht/Gesetz zutun... :oops: :roll:

Das "System" aufgrund monopoler Staatsgewalt schon, "Geld" nicht. Die Frage ist: Gibt´s Geld ohne Staat?

Das wäre das richtige.

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