SMI im September 2010

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MarcusFabian
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SMI im September 2010

Der Vergleich hinkt insofern als die Amis heutzutage kaum mehr irgendwelche Produkte herstellen, weil die Produktion seit den 90er Jahren mehrheitlich nach China ausgelagert wurde.

Es sei denn, Du meinst Produkte, die man nicht anfassen kann. Finanzprodukte z.B.

Ja, die kommen grösstenteils noch aus den USA.

plenaspei
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SMI im September 2010

MarcusFabian wrote:

Der Vergleich hinkt insofern als die Amis heutzutage kaum mehr irgendwelche Produkte herstellen, weil die Produktion seit den 90er Jahren mehrheitlich nach China ausgelagert wurde.

Es sei denn, Du meinst Produkte, die man nicht anfassen kann. Finanzprodukte z.B.

Ja, die kommen grösstenteils noch aus den USA.

Das ist ja der Witz, die brauchen eigentlich kein Produkt, sie verkaufen Blasen.

Das mit der ausgelagerten Produktion ist ein enormes Problem für den Arbeitmarkt.

plenaspei
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SMI im September 2010

MarcusFabian wrote:

Inflation schon aber noch keine Teuerung.

Inflation ist wenn mehr Geld für die gleiche Ware aufgebracht werden muss.

Teuerung ist, wenn es weniger Ware für das gleiche Geld gibt.

Ich sehe da schon einen Unterschied, aber keine Möglichkeit wie das eine ohne das andere……..

Ramschpapierhaendler
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SMI im September 2010

Inflation = Ausweitung der Geldmenge

(engl. to inflatuate = aufblasen)

Hat nicht direkt mit den Preisen zu tun, kann sich aber darauf auswirken.

plenaspei
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TeeTasse83 wrote:

Inflation = mehr Geld im Umlauf

Teuerung = die Güter werden teurer

Wenn mehr Geld zwar im Umlauf ist, aber nicht zum Kauf von Gütern verwendet wird... meint das müsst Inflation ohne Teuerung ergeben?

Resp. die Konsequenz von sowas dürfte sein dass die Teuerung ev. verspäter und dafür umso intensiver einsetzt.

Gruss

Inflation entsteht primär, wenn es mehr Geld als Güter hat:

M X V = P X Y

(M = Geldmenge)

(V = Umlaufgeschwindigkeit Geld)

(P = Preisniveau)

(Y = Produktivität)

Geld ist nur dann im Umlauf, wenn es gegen irgendwas eingetauscht wird.

plenaspei
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Ramschpapierhaendler wrote:

Inflation = Ausweitung der Geldmenge

(engl. to inflatuate = aufblasen)

Hat nicht direkt mit den Preisen zu tun, kann sich aber darauf auswirken.

Das sehe ich anders.

http://de.wikipedia.org/wiki/Inflation#Monet.C3.A4re_Inflationstheorien

Geld inflatiert meiner Meinung nach erst dann, wenn es in den Geld-Güterstrom kommt und dann muss es Auswirkungen auf die Preise haben.

Es gibt eine Geldmengen bedingte Inflation, oder eine Teuerung bedingte Inflation, dass ist aber nur der Ursprung.

P.S.Inflation (von lat.: „das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen“)

scaphilo
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SMI im September 2010

Inflation wird im üblichen Sprachgebrauch als Teuerung angesehen. Genau gleich könnte ich sagen Hochdruck ist gleichbedeutend wie schönes Wetter. Tiefdruck = schlechtes Wetter. Die Teuerung ist ein Indikator für Inflation ist aber nicht das selbe. Genau gleich wenige wie ein Luftddruck etwas mit der Qualität des Wetters zu tun haben muss.

MarcusFabian
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plenaspei wrote:

Inflation entsteht primär, wenn es mehr Geld als Güter hat:

M X V = P X Y

(M = Geldmenge)

(V = Umlaufgeschwindigkeit Geld)

(P = Preisniveau)

(Y = Produktivität)

Geld ist nur dann im Umlauf, wenn es gegen irgendwas eingetauscht wird.

Ich halte zwar nicht viel von dieser Formel aber selbst damit lässt sich die aktuelle Situation erklären:

Wir haben eine stark steigende Geldmenge M, ein konstantes Preisniveau P und eine eher sinkende Produktivität Y.

Entsprechend muss die Umlaufgeschwindigkeit V zurück gegangen sein. Und genau das ist der springende Punkt (sofern man so etwas wie die Umlaufgeschwindigkeit von Geld glaubt).

Das Geld ist vorhanden aber es wird noch nicht dazu verwendet, Güter nachzufragen. Es fliesst in Aktien und Anleihen. Entsprechend steigen dort die Preise.

Es spricht aber nichts dagegen, dass die Anleihenhalter dereinst ihre Anleihen verkaufen, um in Rohstoffe umzuschichten. Entsprechend gäbe es einen Bond-Crash und Rohstoffpreise wie Zinsen gingen durch die Decke.

Das Geld würde sich dann wie Wasser aus einem gebrochenen Staudamm auf die Warenmärkte ergiessen.

Soweit muss es nicht kommen aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch und das Gefahren-Potential in Form von enormen Mengen an Papiergeld ist vorhanden.

Karat1
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SMI im September 2010

Wie es hier ja schon mal erwähnt wurde. Die Probleme mit dem Geld beginnen erst wenn es nieman mehr haben will. Wenn das Vertrauen in Papiergeld weg ist. Dann ist die Katastrophe da. Das hatten wir ja schon, haben aber nichts daraus gelehrt.

Mein Grossvater hat früher, lang ist es her, immer ab und zu wieder gesagt, wenn wieder mal was Neues

auf den Markt gekommen ist: "Nobel muss die Welt zugrunde gehen!"

Jetzt ist es dann bald so weit.

Karat

Merced
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BIP nochmal

Um nochmals auf den Einfluss der Notenbankmassnahmen auf das BIP zurückzukommen:

plenaspei wrote:

Das kommt ja Zeit verschoben, eine Inflation würde bedingen, dass das frisch gedruckte Geld bis zum Enduser kommen würde.

Die Makrozahlen der Konsumentenzahlen sagen allerdings klar aus, dass das bis jetzt nicht der Fall ist.

MarcusFabian wrote:

Wir haben eine stark steigende Geldmenge M, ein konstantes Preisniveau P und eine eher sinkende Produktivität Y.

Entsprechend muss die Umlaufgeschwindigkeit V zurück gegangen sein. Und genau das ist der springende Punkt (sofern man so etwas wie die Umlaufgeschwindigkeit von Geld glaubt).

Das Geld ist vorhanden aber es wird noch nicht dazu verwendet, Güter nachzufragen. Es fliesst in Aktien und Anleihen. Entsprechend steigen dort die Preise.

Also, das Geld kommt nicht bei den Konsumenten/Unternehmen an, und führt nicht zu einer Zunahme an Konsum oder Investitionen. Staatsausgaben führen eher dazu, dass private Investitionen und privater Konsum verdrängt werden, weil die vorhandenen Kapazitäten in erster Linie für die Abarbeitung der staatlichen Aufträge genutzt werden, und die privaten hinten anstehen (Darum zeigen die USA zum ersten Mal seit langer Zeit eine positive Sparquote bei den privaten Haushalten).

Deshalb glaube ich nach wie vor, der Einfluss der Gelddruckerei auf das BIP sei minim.

Oder anders ausgedrückt: Die getroffenen Massnahmen der Zentralbanken zeigen nur schwache Wirkung. Das Aufwand/Ertrag-Verhältnis ist pitoyabel. Man wäre wohl besser gefahren, hätte man die Rezession „ausgelebt“. In Analogie zur Medizin: Man kann Pillen schlucken und die Symptome ausschalten, schleppt die Krankheit aber ewig mit sich herum, oder man kuriert das richtig aus, wobei man anfänglich eine Leidenszeit durchstehen muss, aber dafür die Chance hat, wieder vollständig gesund zu werden.

Just my 2 cents

Schönen Tag allerseits.

MarcusFabian
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Der Vergleich mit der Krankheit gefällt mir. Die Krankheit hätte eigentlich 2000/01 mit dem Platzen der Dot-Com Bubble durchgestanden werden müssen. Die Rezession wäre stärker ausgefallen und länger gewesen aber 2003 wäre alles überstanden und vergessen gewesen. Zugegeben, unsere Börsenindizes stünden halt heute etwas tiefer aber das wäre ja auch kein Beinbruch.

Und ja, einige Wallmart-Einkaufswagen-Schieber hätten heute keine Villa mit Pool.

Aber eben, wir haben's versaut, jetzt müssen wir mit den Folgen leben.

in_God_we_trust
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Re: BIP nochmal

Merced wrote:

Man wäre wohl besser gefahren, hätte man die Rezession „ausgelebt“. In Analogie zur Medizin: Man kann Pillen schlucken und die Symptome ausschalten, schleppt die Krankheit aber ewig mit sich herum, oder man kuriert das richtig aus, wobei man anfänglich eine Leidenszeit durchstehen muss, aber dafür die Chance hat, wieder vollständig gesund zu werden.

Genau. Die Normalmenschen werden immer blöder. Das schlechte Vorbild dafür geben unsere Politiker und Banker ab. Ja, dumm und blöd muss die Welt zugrunde gehn!

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

Merced
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Re: BIP nochmal

Ramschpapierhaendler wrote:

Versteh ich jetzt nicht. Vielleicht weil ich das zu stark durch meine eigene Brille sehe? Nur weil der Staat Aufträge für Brücken, Tunnels, Spitäler und Schulhäuser vergibt wird privat nicht weniger gebaut. Abgesehen davon, dass dann vielleicht ein par wenigen das Häuschen zu teuer wird (hier haben wir bereits einen Teuerungseffekt), ist sogar das Gegenteil der Fall: mit der Sicherheit, den Job nicht zu verlieren, lässt sich's einfacher konsumieren. Deine Aussage würde m.E. erst stimmen, wenn zu wenig Arbeitskräfte / Kapazitäten vorhanden sind (auch hier würden sich jedoch die Preise wohl stark erhöhen). Das mag vielleicht in einigen Branchen der Fall sein, ist aber sicher nicht die Regel. Und wäre es die Regel, dann hätten wir eine Arbeitslosenquote ganz nahe bei 0 und kein Politiker sähe sich mehr gezwungen, noch gross "Wirtschaftsförderung" zu betreiben.

Sorry, ich war da etwas unpräzise. Die Diskussion ging ja vom Startpunkt der Gelddruckerei in den USA und Europa aus, die Schweiz segelt da nur im Windschatten mit.

Die Verdrängung findet nicht nur dann statt, wenn die Kapazitäten voll ausgelastet sind, sondern auch bei nicht ausgelasteten Kapazitäten. Warum? Unternehmen sehen, dass der Staat über seine Verhältnisse lebt, und befürchten den grossen Crash. Deshalb investieren sie nicht (Der Anteil an „Cash and cash equivalents“ in den Bilanzen grosser US Unternehmen ist auf überdurchschnittlich hohem Stand). Private fürchten den Tag, an welchem sie die Zeche bezahlen müssen (Die Amerikaner versuchen zum ersten Mal seit langem, privat zu sparen) und verschieben Konsum. Der Staatskonsum wiederum fliesst zu einem nicht unerheblichen Teil ins Militär (es sind ja gleich zwei Kriege zu führen). Die Verdrängung privaten Konsums und Investitionen findet so nicht nur direkt, sondern auch via Psychologie statt.

Wie Du selber feststellst: Wenn mein Job sicher ist, konsumiere ich mehr. Wenn der Staat Geld verschleudert, welches er nicht hat, mag mein Job für heute sicher sein, für morgen sieht’s aber düster aus.

Wie bereits ausgeführt, müsste das BIP ja förmlich explodieren, wenn zusätzlich zum privaten Konsum die Gelddruckerei den gewünschten Effekt hätte. Das BIP aber bewegt sich kaum. Der Staatskonsum verdrängt also den privaten. Quod erat demonstrandum.

mfG

plenaspei
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MarcusFabian wrote:

plenaspei wrote:

Inflation entsteht primär, wenn es mehr Geld als Güter hat:

M X V = P X Y

(M = Geldmenge)

(V = Umlaufgeschwindigkeit Geld)

(P = Preisniveau)

(Y = Produktivität)

Geld ist nur dann im Umlauf, wenn es gegen irgendwas eingetauscht wird.

Ich halte zwar nicht viel von dieser Formel aber selbst damit lässt sich die aktuelle Situation erklären:

Wir haben eine stark steigende Geldmenge M, ein konstantes Preisniveau P und eine eher sinkende Produktivität Y.

Entsprechend muss die Umlaufgeschwindigkeit V zurück gegangen sein. Und genau das ist der springende Punkt (sofern man so etwas wie die Umlaufgeschwindigkeit von Geld glaubt).

Das Geld ist vorhanden aber es wird noch nicht dazu verwendet, Güter nachzufragen. Es fliesst in Aktien und Anleihen. Entsprechend steigen dort die Preise.

Es spricht aber nichts dagegen, dass die Anleihenhalter dereinst ihre Anleihen verkaufen, um in Rohstoffe umzuschichten. Entsprechend gäbe es einen Bond-Crash und Rohstoffpreise wie Zinsen gingen durch die Decke.

Das Geld würde sich dann wie Wasser aus einem gebrochenen Staudamm auf die Warenmärkte ergiessen.

Soweit muss es nicht kommen aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch und das Gefahren-Potential in Form von enormen Mengen an Papiergeld ist vorhanden.

Genau deshalb spreche ich von der Gefahr einer Disflation.

Nur die Geldmenge die im Geld-Güterstrom ist hat die Möglichkeit eine Inflation zu bewirken.

Also ist es meiner Meinung nach unmöglich eine Inflation ohne Teuerung zu haben, um das geht es mir.

Wenn ich dein Szenario richtig verstanden habe, gehst Du davon aus, dass das Geld den Markt früher oder später überschwemmen muss und es eine Hyper-Inflation auslösen wird.

Die stagnierenden bis leicht sinkenden Preise und die Reduktion der Produktivität, da im Moment genug Ware vorhanden und die hohe Arbeitslosenrate, sprechen eher für eine Disflation.

Die Flucht in so genannte sichere Werte, hat dort eine Blase entwickelt, wenn diese Kurse sinken wie 2008/2009 die Aktienkurse wird auch sehr viel Geld vernichtet.

Warum gehen alle davon aus, nur weil die Notenbanken viel Geld in den Markt pumpen die Geldmengen wachsen, die Geldvernichtung von 2008/2009 an den Aktienmärkten und die Kreditkonkurse sind meiner Meinung nach noch lange nicht ausgeglichen.

Was sich auch sehr negativ auf die Geldmenge auswirkt, es wird jetzt gespart und nicht mehr auf Pump gelebt.

Das wäre auch eine Erklärung dafür, warum das Geld nicht im Markt ankommt.

@Merced

Die Staatskredite kurbeln immer irgendwie das BIP an, selbst wenn sie damit die Schuldzinsen begleichen. Der Staat legt ja das Geld nicht auf die hohe Kannte.

Wenn Du das was Du schreibst nicht auf das BIP sondern auf die Geldmengenentwicklung beziehen würdest, wäre ich grossteils mit dir einig.

MarcusFabian
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Re: Das Wunder des verschwundenen Geldes

anser wrote:

Oder wenn der Staat versucht, seine Schulden abzubauen, indem er schneller druckt als er verbrennt. Erst dann erhöht sich die Geldmenge.... INFLATION...

Mit allem anderen was Du schreibst, bin ich einverstanden. Nur mit dem zitierten Satz nicht:

Wenn der Staat Geld druckt (also die ZB im Auftrage des Staates), dann ist es soweit richtig, dass das Geld und somit die bestehenden Schulden an Wert verlieren.

Gleichzeitig aber erhöhen sich durch die Gelddruckerei die Neuschulden und zwar in grösserem Masse als die Altschulden entwertet werden können.

Da beisst sich die Katze also in den Schwanz bis er ab ist Wink

Neu-SG
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gibts prognosen/erwartungen für die morgigen arbeitslosen in den USA.....

die letzten zweimal (ca.) gings runter... sollte ja mal wieder raufgehen...

MarcusFabian
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plenaspei wrote:

Nur die Geldmenge die im Geld-Güterstrom ist hat die Möglichkeit eine Inflation zu bewirken.

Also ist es meiner Meinung nach unmöglich eine Inflation ohne Teuerung zu haben, um das geht es mir.

Wenn ich dein Szenario richtig verstanden habe, gehst Du davon aus, dass das Geld den Markt früher oder später überschwemmen muss und es eine Hyper-Inflation auslösen wird.

Genau: Das Geld ist gedruckt. Und es ist jetzt nicht unter der Kontrolle des Staates oder der SNB. Es ist auf diverse Banken, Hedge-Fonds ... was auch immer verteilt.

Wir wissen nicht, wie die sich verhalten werden aber die Chancen stehen gut, dass alle ihre Staatsanleihen verkaufen, wenn einer damit anfängt.

Denn eines ist zu beachten: Im Gegensatz zu Aktien oder Rohstoffen können Anleihen nicht "unendlich" steigen, denn die Kurse und die Renditen verhalten sich ja gegenläufig.

Für den Kurs ist deshalb ein natürliches Top erreicht, wenn die Rendite nahe bei Null ist.

Bei den US-Treasuries sind die ausländischen Käufer schon längst abgesprungen. Die haben zwar bestehende Trs. noch nicht verkauft aber sie kaufen keine neuen mehr. Deshalb kauft die FED die neu emitierten Trs., um die Kurse hoch und die Renditen niedrig zu halten.

Dadurch wird aber der Dollar geschwächt.

Für die Chinesen, Araber, Japaner könnte genau dies der Auslöser sein, ihre Bestände an Trs. zu reduzieren. Dann kann es sehr schnell zur Verkaufspanik kommen.

Bei Ausländern kommt noch hinzu, dass ihre Verkäufe den Dollar schwächen: Der Japaner verkauft ja seine Trs. gegen Dollar und verkauft danach die soeben erlösten Dollars gegen Yen. Also haben wir in genau dem Umfang, in dem Ausländer Trs. verkaufen auch Dollar-Verkäufe.

plenaspei wrote:

Die stagnierenden bis leicht sinkenden Preise und die Reduktion der Produktivität, da im Moment genug Ware vorhanden und die hohe Arbeitslosenrate, sprechen eher für eine Disflation.

Zunächst mal sehe ich weit herum nur steigende Preise. Lebensmittel, Benzin, Krankenkassenprämien, alles wird teurer.

Was billiger wird ist nach wie vor Elektronik. Da haben wir schon seit Jahren sinkende Preise.

Zum Zweiten müssen höhere Preise nichts mit dem Warenangebot zu tun haben. Preise können auch steigen, weil zu viel wertloser werdendes Geld im Umlauf ist.

plenaspei wrote:

Warum gehen alle davon aus, nur weil die Notenbanken viel Geld in den Markt pumpen die Geldmengen wachsen, die Geldvernichtung von 2008/2009 an den Aktienmärkten und die Kreditkonkurse sind meiner Meinung nach noch lange nicht ausgeglichen.

Vielleicht, weil wir die Charts anders interpretieren:

M1 und M2 hatten immer ein positives Wachstum.

Aber bei M3 hast Du recht, die schrumpft noch. Wenn auch nicht mehr so stark wie beim Ausbruch der Krise.

plenaspei wrote:

Was sich auch sehr negativ auf die Geldmenge auswirkt, es wird jetzt gespart und nicht mehr auf Pump gelebt.

Das wäre auch eine Erklärung dafür, warum das Geld nicht im Markt ankommt.

Stimmt. Und wenn die US-Konsumenten 70 Jahre lang weiter so sparen, werden die Schulden dereinst sogar bezahlt sein.

plenaspei wrote:

Die Staatskredite kurbeln immer irgendwie das BIP an, selbst wenn sie damit die Schuldzinsen begleichen.

Lass Dir Deinen Satz mal auf der Zunge zergehen und lies ihn nochmals: Schulden aufnehmen, um die Schuldzinsen zu begleichen soll produktiv sein???

plenaspei
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plenaspei wrote:

Warum gehen alle davon aus, nur weil die Notenbanken viel Geld in den Markt pumpen die Geldmengen wachsen, die Geldvernichtung von 2008/2009 an den Aktienmärkten und die Kreditkonkurse sind meiner Meinung nach noch lange nicht ausgeglichen.

MarcusFabian wrote:

Vielleicht, weil wir die Charts anders interpretieren:

M1 und M2 hatten immer ein positives Wachstum.

Aber bei M3 hast Du recht, die schrumpft noch. Wenn auch nicht mehr so stark wie beim Ausbruch der Krise.

Dann sollte man beachten, dass die Geldmengen 1-3 in den USA nicht gleich getrennt werden wie bei uns, in den USA ist die Geldmenge 3 die Summe.

Die US-Zentralbank Fed definiert:

• M0: alle US-Dollar-Bar-Bestände in Banknoten und Münzen,

• M2: alle US-Dollar-Bar-Bestände in Banknoten und Münzen, plus die laufenden $-Girokontenbestände plus alle $-Einlagenzertifikate (z. B. $-Staatsanleihen) und alle $-Geldmarkt-Kontenbestände unter $100.000,

• M3: alle US-Dollar-Bar-Bestände in Banknoten und Münzen, plus die laufenden $-Girokontenbestände plus alle $-Einlagenzertifikate (z. B. $-Staatsanleihen) und alle $-Geldmarkt-Kontenbestände unter $100.000, plus alle größeren Guthaben über $100.000 u. a. die Eurodollar-Reserven, größere übertragbare $-Wertpapierbestände, und die Dollar-Devisenbestände der meisten nichteuropäischen Länder. Diese Geldmenge wird von der Fed berechnet, aber seit 2006 nicht mehr veröffentlicht.

plenaspei wrote:

Die Staatskredite kurbeln immer irgendwie das BIP an, selbst wenn sie damit die Schuldzinsen begleichen.

MarcusFabian wrote:

Lass Dir Deinen Satz mal auf der Zunge zergehen und lies ihn nochmals: Schulden aufnehmen, um die Schuldzinsen zu begleichen soll produktiv sein???

Ja klar, Kreditvergabe ist eine Dienstleistung.

Neu-SG
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wieder ne ölplattform explodiert.. nicht von BP

http://www.blick.ch/news/ausland/oelplattform-explodiert-im-golf-von-mex...

kleinerengel
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X
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hab meine sicht der dinge (charttechnisch mid-longterm) in forum unter derivate / chartcorner gepostet...

wen's interessiert...

take it easy, but take it!

camel corner
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Good old USA

Meveric wrote:

Jaja ihr lieben

Sitze gerade im bett in los angeles und geniesse meine usa ferien. Natürluch konnte ich es nicht lassen und habe ab und zu im forum vorbei geschaut. Last euch von den letzten konsumentendaten nicht täuschen, die wurden wegen mir vermutlich in die höhe geschraubt Wink

Danke mf für deine september eröffnung. Sehe ich ähnlich, mit dem unterschied, dass und jetzt kommt es.....

Die usa drucken geld wie wild. Aber warum vergleichen wir alles immer nur mit dem BIP? Was ist mit all dem reichtum den sich die usa mit dieser geldpolitik geschaffen hat? Niemand spricht von den weltgrössten firmen, labels, amerikanischen patenten, wissenschaft, raumfahrt und das wichtigste, all die bodenschätze die das land noch verfügt. Sei es diamanten, gold und vorallem oel.

Wir haben nun mit dem wagen ca. 3500 kilometer zurückgelegt. Dabei haben wir festgestellt, dass ca. 3000 kilometer davon, hauptsächlich im westen, wie entwicklungsland aussehen. Da gab es ausser ein paar häuser und tankstellen, nichts.

Wink

Grüsse aus amerika

camel corner
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In god we trust

Hy Maveric

Geniesse Deine Ferien in den USA. Es ist ein fantastisches Land. Die Brücken, Strassen etc. sind eben nicht auf Schweizer Standard - who cares ? Aber die Nation hat immer wieder Auswege gefunden - und wird es vermutlich wieder schaffen. Dies allerdings spricht für die Gedankengänge von M. Fabian. Und wenn nicht - haben die ja noch mehr als Bomber. Es ist Macht in Reinkultur - und ich denke,sie machen es nochmals. Who cares ? We can. Gruss and take it.

Dieses Jahr fällt jedoch das Eid Al Fitr Fest (Ende Ramadan) ausgerechnet ca. auf den 9.-11. September. Fest und Trauer. Nächstes Jahr ist es anders (Mondkalender gegen Sonnenkalender). Bis Mitte September 2010 würde ich jedenfalls ruhig an den Börsen sein. Gruss aus meinen Ferien (Schweiz) under dem Motto: Lieber Rasen mähen als Sand schaufeln. Biggrin

Meveric
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SMI im September 2010

@ camel corner

Danke. Wünsche auch schöne ferien. Meine sind leider in einer woche vorbei. Aber morgen geht es erst einmal nach san diego.

Will noch etwas braun und knusprig werden

Wink

Zu den Amis. Klar packen die das und ziehen den hals nochmals aus der schlinge.

dobry
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SMI im September 2010

gibt es einen Grund für den kerzengraden Anstieg um 14:30? Die unveränderte Arbeitslosigkeit im Fürstentum kann es ja wohl nicht sein.

Weder auf Cash noch auf Swissquote sehe ich eine wichtige Meldung.

_________________

Ich hole sie mir zurück, dieses verdammte Biest!

Keltiker
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SMI im September 2010

dobry wrote:

gibt es einen Grund für den kerzengraden Anstieg um 14:30? Die unveränderte Arbeitslosigkeit im Fürstentum kann es ja wohl nicht sein.

Weder auf Cash noch auf Swissquote sehe ich eine wichtige Meldung.

arbeitsmarktdaten von den usa

Bäri
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SMI im September 2010

Könnte auch etwas mit der SNB zutun haben, der CHF verlor in der Zeit genau die 1% gegenüber allen Währungen..sprich ein Nullsummenspiel

Neu-SG
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SMI im September 2010

dobry wrote:

gibt es einen Grund für den kerzengraden Anstieg um 14:30? Die unveränderte Arbeitslosigkeit im Fürstentum kann es ja wohl nicht sein.

Weder auf Cash noch auf Swissquote sehe ich eine wichtige Meldung.

ist schon wegen dem Fürstentum... die spielen heute gegen Weltmeister Spanien... Smile

nein Arbeitszahlen zum dritten Mal in Folge rückgang in den USA...

X
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SMI im September 2010

Bäri wrote:

Könnte auch etwas mit der SNB zutun haben, der CHF verlor in der Zeit genau die 1% gegenüber allen Währungen..sprich ein Nullsummenspiel

jep, die snb kauft jetzt spx futures, shortet treasuries und pusht den eurusd, damit der franken an wert verliehrt Smile

ne, die chf moves sind wegen eur/usd und xauusd... gute daten nehmen druck vom usd und eur, d.h. cover im chf

take it easy, but take it!

Karat1
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SMI im September 2010

Je höher der SMI steigt, desto tiefer wird er in den nächsten Wochen wieder fallen.

Karat

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