SMI im Dezember 2010

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dangermouse
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SMI im Dezember 2010

Ramschpapierhaendler wrote:

MarcusFabian wrote:
Darf ich noch fragen, was Du geraucht hast?

Ist doch klar: Weihrauch (Gibt man unter Christen bereits den Säuglingen!).

http://www.youtube.com/watch?v=DXfmXB_BLAw

 

in_God_we_trust
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SMI im Dezember 2010

MarcusFabian wrote:

in_God_we_trust wrote:

Kaufst Du nun eine Aktie oder einen Klumpen Gold oder was immer, aus dem sogenannten Bauchgefühl heraus oder aus einem bestimmten Grund, es ist immer der Heilige Geist beteiligt.

Darf ich noch fragen, was Du geraucht hast?

Will ich auch habe! Das Zeugs muss ja tierisch geil einfahren!

Sag ich ja. Der Heilige Geist macht higher als alles zusammengenommen, was Du je geschluckt oder geraucht hast! Biggrin

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

Friederich
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SMI im Dezember 2010

Es scheint mir als beginne jetzt der Totalausverkauf. Und bald kommt die "erste Woche" vom neuen Jahr (Indikator für 2011).

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

Perry2000
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SMI im Dezember 2010

Friederich wrote:

Es scheint mir als beginne jetzt der Totalausverkauf. Und bald kommt die "erste Woche" vom neuen Jahr (Indikator für 2011).

Totalausverkauf?!?

Schau dir mal die Umsätze an :roll:

Den Totalausverkauf gibts wohl erst mal in den Geschäften Lol

dangermouse
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SMI im Dezember 2010

Heute ist wirklich nichts los bei den Aktien, habe schon lange nicht mehr so tiefe Volumina gesehen.

SLOG, APEN, MIND, CYTN oder EVE werden kaum gehandelt, aber auch die Volumina der Bluechips sind sehr tief.

War gerade einkaufen, selbst in den Geschäften herrscht noch keine Ausverkaufsstimmung

 

Zyndicate
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SMI im Dezember 2010

Der Höhenflug des Frankens beeinträchtigt die Geschäfte von immer mehr Schweizer Firmen. Dennoch erhöhen nur wenige im Ausland die Preise, wie eine Umfrage der Schweizerischen Nationalbank zeigt.

Peter A. Fischer

Der Franken befindet sich im Höhenflug, und auf den ersten Blick scheint das die Schweizer Wirtschaft kaum zu merken. Wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) in ihrem am 24. Dezember veröffentlichten letzten Quartalsheft des Jahres festhält, hat sich der Franken in den vergangenen drei Monaten gegenüber dem Dollar nochmals um 5% auf ein Niveau verteuert, das um 12% über dem Durchschnittswert von 2009 lag. Die für die Schweizer Exportwirtschaft besonders wichtige Stärke gegenüber dem Euro hat sich im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt nominal sogar um 16% erhöht.

Zunehmende Betroffenheit

Üblicherweise geht von einer so deutlichen Erstarkung ein spürbar negativer Effekt auf die Exportwirtschaft aus, der das Wachstum einer stark aussenhandelsorientierten Wirtschaft wie der schweizerischen mit ihren traditionellen Handelsbilanzüberschüssen bremst. Doch bisher hat sich der Schweizer Wirtschaftsgang überraschend gut gehalten. Für das Gesamtjahr erwartet die SNB ein Wachstum des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,5%.

Anzeige:

Um etwas mehr Licht in das Dunkel der Wirkungszusammenhänge zu werfen, hat die SNB zum zweiten Mal in ihrer Konjunkturumfrage 244 repräsentativ ausgewählte Schweizer Unternehmen nach den Auswirkungen der Frankenstärke befragt und die Ergebnisse in ihrem Quartalsheft veröffentlicht. Diese zeigen immerhin, dass der rapportierte Effekt gegenüber dem Vorquartal deutlich an Breite und Tiefe zugenommen hat. Insgesamt berichteten im November 45% aller befragten Schweizer Unternehmen über negative Auswirkungen des stärkeren Frankens; im Vorquartal waren es erst 28% gewesen. Allerdings gaben im November nur 18% der Firmen an, deutlich betroffen zu sein. Besonders stark ist die Betroffenheit bei den Betrieben der verarbeitenden Industrie. Dort berichteten 49% von deutlich und 30% von leicht negativen Auswirkungen. Wie auch in den anderen Sektoren der Schweizer Wirtschaft kämpft vor allem der Export mit tieferen Margen (zwei Drittel der Firmen) und einem Rückgang der verkauften Mengen (ein Drittel).

Nur gerade ein Fünftel der negativ beeinflussten Unternehmen hat laut der Umfrage bisher den Wechselkurseffekt überwälzt und die Preise im Ausland erhöht. Etwas mehr als die Hälfte der Firmen setzt auf Kostensenkungen im Inland; bisher knapp ein Fünftel hat den Personalbestand reduziert.

Interessanterweise erwartet eine deutliche Mehrheit sowohl der durch die Frankenstärke negativ beeinflussten wie auch der nicht beeinflussten Unternehmen weiterhin eine positive Entwicklung ihres realen Umsatzes und auch ihres Personalbestands in den nächsten sechs bis zwölf Monaten. Bei beiden Gruppen will sogar eine Mehrheit der Firmen künftig ihre Investitionen noch erhöhen.

Mittelfristige Gefahr

Es mag sein, dass in den vergangenen Jahren bereits erfolgte Strukturbereinigungen den Schweizer Exportsektor weniger empfindlich gegenüber Preisänderungen gemacht haben und dass viele Schweizer Firmen davon ausgehen, dass die Flucht internationaler Anleger in den Schweizerfranken ein vorübergehendes Phänomen ist, und dagegen Vorkehrungen getroffen haben. Sollte die Frankenstärke allerdings weiter anhalten, spricht einiges dafür, dass sie an der Wirtschaft nicht spurlos vorübergehen wird. Nicht zuletzt deshalb prognostiziert die SNB für 2011 eine Senkung der BIP-Wachstumsrate im Schnitt von 1,5%, wobei sie betont, dass Prognosen im gegenwärtigen Umfeld mit grosser Unsicherheit behaftet seien.

Quelle: www.nzz.ch

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

in_God_we_trust
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SMI im Dezember 2010

Also, am Monatsende mache ich mal den Versuch einer Rückschau auf unsere Prognosen:

MarcusFabian wrote:

Meine Prognose bis Ende Dezember:

1* Aktienmärkte: Aufwärts, wenn auch nicht sonderlich euphorisch.

2* Bonds, Staatsanleihen: Strong Finger weg! Dabei kann man sich nur die Finger verbrennen

3* Dollar/CHF. Weiterhin runter, was bedeutet, dass der DOW in Dollar auch weiterhin nominal besser performen dürfte als der SMI in Franken.

4* Gold/Silber: Bereiten sich auf den nächsten Ausbruch vor.

5* Rohstoffe: Haben sich nach enormem Ausbruch im November auf hohem Niveau stabilisiert. Da ist nichts von Korrektur zu sehen und über kurz oder lang dürften die gestiegenen Rohstoffpreise auch auf Konsumprodukte durchschlagen.

1* Note 6

2* Note 6

3* Note 6

4* Kann jetzt noch nicht beurteilt werden

5* Note 6, kann aber noch nicht abschliessend beurteilt werden

Insgesamt sehr gute Prognose von MarcusFabian! Danke.

in_God_we_trust wrote:

Ausblick Dezember

1* Im Dezember wird sich das globale Jahresendrally beschleunigen.

2* Mit einem SMI von konservativen 6700 ++ dürfte sich das Jahr 2010 zur Ruhe legen.

3* Die Konjunkturaussichten hellen sich gegenwärtig auf. Auch Europa wird zu Quantative Easing übergehen oder darf sich sogar auf eine Zinssenkung freuen. Immerhin muss die Deflation falls nötig aktiv und entschlossen bekämpft werden.

4* Gold wird die 1400 nachhaltig überschreiten und sich auf den Weg zu 1500 machen, denn das Anziehen der Teuerung ist nur noch eine Frage der Zeit.

5* Rohwaren und Oel werden teurer und die Teuerung Chinas wird teilweise auch an uns exportiert.

6* Dollar und Euro steigen leicht gegenüber dem Franken.

7* Insgesamt ein ruhiger Monat.

1* Note 4

2* Note 3

3* Note 3

4* Note 4

5* Note 5

6* Note 2

7* Note 5

Meine Prognosen könnten jedoch besser sein! Sorry. :oops:

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

MarcusFabian
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SMI im Dezember 2010

... wobei ich natürlich neidlos zugeben muss, dass DU es warst, der als erster hier die Gefahr bei den Bonds (US-Treasuries) erkannt und uns/mich darauf aufmerksam gemacht hat!

orangebox
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SMI im Dezember 2010

Tja und selbst im Jahr 2010 ist Warren Buffett's Devise kaufe Aktien wenn alles unten ist immer noch einer der besten Anlagestrategien weltweit.

Wer dieses Jahr in Unternehmen die schon mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel haben investiert HÄTTE (AUDI,VW,BMW,und Co) der konnte locker 50% bis zu mehrere 100% ausschlagen :cry:

querschuesse.de

equity holder
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SMI im Dezember 2010

Da ich mehrheitlich in die US-Börse investiere, kenne ich mich nicht so gut aus wie ihr mit dem SMI. Ich habe vor einige langfristige Investitionen am Schweizer Markt zu tätigen. Nur habe ich bedenken, was den Gesamtmarkt betrifft. Der SMI ist schon seit dem September gegenüber dem US-Markt am "underperformen".

Die Frage die ich mich stelle ist; ob der SMI die Durststrecke bald überwinden kann.

Ich habe das Gefühl, dass das Interesse am US-Markt viel grösser ist als angenommen. (Was die Schweiz betrifft)

Für mich ist hier einfach einwenig die Gefahr da, dass es langfristig so bleibt. Wäre dankbar um eure Meinungen.

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

Takethemoney
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SMI im Dezember 2010

Die Durststrecke wird nicht so schnell erloschen sein, ich tendiere auf einen seitwärtstrend bis mitte/ende januar.. es fehlt im Moment das Vertrauen in den Markt..

Ich hoffe die Vorsätze für alle Leute im neuen Jahr:

Mehr an der Börse kaufen Biggrin

Friederich
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SMI im Dezember 2010

Wenn man die gestrigen Zahlen aus den USA sieht, dann dürfte es doch noch etwas länger dauern, bis die Börsen wieder steigen werden.

Auch dies ist kein gutes Zeichen, was da in dem Wirtschaftsblatt steht:

http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/12/28/wirtschaft-zittert...

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

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equity holder
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SMI im Dezember 2010

Friederich wrote:

Wenn man die gestrigen Zahlen aus den USA sieht, dann dürfte es doch noch etwas länger dauern, bis die Börsen wieder steigen werden.

Auch dies ist kein gutes Zeichen, was da in dem Wirtschaftsblatt steht:

@Friederich:

Die Zahlen von gestern waren nicht so gut. Dem Markt hat es aber kaum den Schlag gegeben. Wir sind im Aufschwung soviel ist klar. Daher verstehe ich dieser chronische Pessimismus nicht. Hast Du deine Dauershorts, dass du ständig an den Untergang denkst?

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

scaphilo
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SMI im Dezember 2010

equity holder wrote:

Wir sind im Aufschwung soviel ist klar.

Ja unbestritten! :twisted:

Wie der Alki der glaubt mit nem Bier am morgen gehts wieder aufwärts.

MarcusFabian
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equity holder wrote:

Wir sind im Aufschwung soviel ist klar.

Sind wir wirklich im Aufschwung?

Ich meine: Nein.

Auch wenn derzeit Pumpenkohle der Zentralbanken die Börsenkurse seit 2000 auf recht hohem Niveau zu halten vermochte.

Man kann mit geliehenem Geld Märkte künstlich oben, Zinsen künstlich unten halten. Aber man kann nur Geld drucken, keine Arbeitsplätze.

Was, wenn man eines Tages zur Erkenntnis kommt, dass die ganzen Quantitative Easing Massnahmen niemandem ausser den Banken etwas gebracht haben und statt dessen einfach die nächste grössere Blase aufgeblasen hat? Eine Bond-Blase?

Was spricht dagegen, dass der langfristige Zyklus (s. Grafik) wieder aufgenommen wird und der Dow erst mal die untere violette Grenze des Trendkanals testet, bevor es wieder nachhaltig und aus eigener Kraft nach oben geht?

geldsammler
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...

@friedrich

lassen wir es morgen noch krachen??

sagen wir mal, so 200 smi punkte? was meinst du? Lol

Doomsayers негативний вплив моєї середовищі!

HeimliFace
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@ MarcusFabian

Deine Grafik ist zwar anschaulich, aber für solche Interpretationen sehr gefährlich. Darauf sind fast 100 Jahre abgetragen - die Abszissenabschnitte sind für 1000 Punkte sehr unterschiedlich. Ein krasser Anstieg ist auf die letzten 30 Jahre zurückzuführen. Der Computer hat so viel verändert, dass ich persönlich die Trendlinie über 100 Jahre als Chart nicht geeignet finde. Verglichen mit der jährlichen Wertschöpfung in der heutigen Zeit ist es absolut berechtigt, dass der Index x-fach höher bewertet ist und ein Rückfall auf die 100Jahr-Trendlinie schlicht und einfach sinnlos ist.

in_God_we_trust
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HeimliFace wrote:

Darauf sind fast 100 Jahre abgetragen

Guter Einwand. Das BIP der Schweiz oder der USA vor 100 Jahren entsprach vielleicht dem BIP des heutigen Burundi oder Simbabwe oder so! :shock:

Gruss
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"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

morgenstern
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Re: ...

geldsammler wrote:

@friedrich

lassen wir es morgen noch krachen??

sagen wir mal, so 200 smi punkte? was meinst du? Lol

mit frauenfürze geht das knallen erst recht ab..

200 smi punkte minus oder wat?! Lol

Führungsqualitäten besitzt, wer es versteht, Prinzipien an bestehenden Umstände anzupassen.

MarcusFabian
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HeimliFace wrote:

Deine Grafik ist zwar anschaulich, aber für solche Interpretationen sehr gefährlich. Darauf sind fast 100 Jahre abgetragen - die Abszissenabschnitte sind für 1000 Punkte sehr unterschiedlich.

Zum zweiten Satz: Die Abszissenabschnitte sind logarithmisch. So wie es sich für Langfristcharts auch gehört. Das heisst, es werden prozentuale Veränderungen dargestellt, nicht nominale. Bei linearem Chart sähe das ganze noch etwas extremer aus.

Zum ersten Satz: Wie hätten die Leute wohl 1967 oder 1928 ihre Lage beurteilt? Doch wohl ähnlich optimistisch wie Du heute, oder?

Was also ist gefährlich? Wenn man sich in der Zufriedenheit der aktuell hohen Kurse verliert (so nach dem Motto: Heute ist alles anders/besser) oder wenn man sich der Risiken bewusst ist?

Notabene sind die Eckdaten heute ähnlich wie bei den anderen Höhepunkten: Zu viel Pumpenkohle auf dem Markt, zu viele Schulden, schlechte Produktivität pro investierter Währungseinheit etc.

in_God_we_trust wrote:

Guter Einwand. Das BIP der Schweiz oder der USA vor 100 Jahren entsprach vielleicht dem BIP des heutigen Burundi oder Simbabwe oder so! :shock:

Das spielt keine Rolle. Was für uns zählt ist, ob das BIP der Schweiz steigen (= höhere Kurse) oder fallen (= niedrigere Kurse) wird.

Man kann ja auch (Beispiel US Automobilindustrie) gutes Geld mit an sich schlechten Investments verdienen, wenn man sie just am Boden einer Panik kauft. Swissair oder Miracle wären ähnliche Beispiele... (kurz vor dem Konkurs natürlich).

orangebox
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MarcusFabian wrote:

equity holder wrote:
Wir sind im Aufschwung soviel ist klar.

Sind wir wirklich im Aufschwung?

Ich meine: Nein.

Auch wenn derzeit Pumpenkohle der Zentralbanken die Börsenkurse seit 2000 auf recht hohem Niveau zu halten vermochte.

Man kann mit geliehenem Geld Märkte künstlich oben, Zinsen künstlich unten halten. Aber man kann nur Geld drucken, keine Arbeitsplätze.

Was, wenn man eines Tages zur Erkenntnis kommt, dass die ganzen Quantitative Easing Massnahmen niemandem

Die 15 Millionen Arbeitslose mögen eine Tragödie für jeden einzelnen betroffenen US Bürger sein aber es ist ein Zustand der sich langsam durch die gesamte US Population durchschlägt :

Die 15 Millionen Arbeitslose sind nun mal hier und werden kaum noch wieder zurück in die Arbeitswelt zurückkehren die nennen das dort drüben einfach "New Normal",man rechnet nicht mehr mit einem signifikaten Rückgang der Arbeitslosenquote wozu auch?

Vielen US Unternehmen geht es prächtig, die Gewinne und Umsätze sind schon wieder über die Vorkrisen Jahren 2007/08 gestiegen und das mit weniger Personal wozu da noch aufstocken?:

Das mag zwar eine Tragödie für die Arbeitslosen US Bürger sein aber zugleich auch ein Segen für die US Unternehmen die beinahe auf dem Stand vor der Krise sind die Exportzahlen sind auch schon über Vorkrisenzeiten und steigerten sich deutlich gegenüber dem Hoch im Jahr 2008.

Beim Bruttoinlandprodukt sieht es auch nicht ganz so schlecht aus:

Für mich als Trader sind diese Daten relevant und diese zeigen mir auf das die US Unternehmen weitaus besser positioniert sind als viele behauptet haben.

querschuesse.de

HeimliFace
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SMI im Dezember 2010

Danke für deine Ausführungen. Das mit dem logarithmischen Abschnitt fällt mir auf den zweiten Blick auch auf Wink

Ich finde gefährlich, dass der Chart den Trendkanal über die letzten 30 Jahre permanent als "hart an/gegen die Obergrenze verlaufend" darstellt. Das sieht nach Schreckensszenario aus, ist meiner Ansicht nach aber auf Faktoren wie massiv erhöhter Produktivität, erhöhter Wertschöpfung, Bevölkerungszuwachs, Innovation und und und zurückzuführen. Der Chart mal ein ZU düsteres Bild.

Gut, bis heute haben wir nach dem Höhepunkt 2008 eine relativ starke Korrektur mit anschliessendem Bullenmarkt gesehen - das sähe wieder etwas anders aus auf deinem Chart (=weniger hart an der Obergrenze verlaufend). Dennoch finde ich in der !momentanen Situation! ein Abfallen an die untere Trendlinie für eine Illusion. Wir befinden uns heute nicht in einer Situation wie anno 1928 und 1967.

MarcusFabian
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SMI im Dezember 2010

orangebox wrote:

Für mich als Trader sind diese Daten relevant und diese zeigen mir auf das die US Unternehmen weitaus besser positioniert sind als viele behauptet haben.

Das ist sicher mal richtig. Aber alleine für diesen Satz gehört Dir der Hintern versohlt Blum 3

orangebox wrote:

Die 15 Millionen Arbeitslose sind nun mal hier und werden kaum noch wieder zurück in die Arbeitswelt zurückkehren die nennen das dort drüben einfach "New Normal",man rechnet nicht mehr mit einem signifikaten Rückgang der Arbeitslosenquote wozu auch?

Von Zockern (wie Dir Wink ) werden Arbeitslose immer als etwas Positives betrachtet. Kurzfristig mit folgender Begründung: Die Firmen haben Leute entlassen und somit ihre Kosten gesenkt und ihre Gewinne gesteigert, was sich positiv auf die Börsenkurse auswirkt.

Demgegenüber stehen allerdings die langfristigen Faktoren, die da lauten: Auch Arbeitslose sind Konsumenten. Allerdings schlechtere Konsumenten. Bzw. solche, die sich auf das allernötigste (Lebensmittel, Wohnung, Energie) konzentrieren. Die aber kaum ein neues Auto, neuen Möbel oder einen chinesischen Plasma-Fernseher kaufen werden.

Somit ist hohe Arbeitslosigkeit für die Wirtschaft als "Ganzes" langfristig schlecht, weil mit den Arbeitslosen die Konsumenten ausfallen.

Eine Statistik zu bringen, die zeigt, dass die Lebensmittelindustrie dank steigenden Lebensmittelpreise ihre Gewinne auf dem Rücken der Arbeitslosen um 20% steigern konnte ist deshalb - mit Verlaub - pervers!

MarcusFabian
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HeimliFace wrote:

ist meiner Ansicht nach aber auf Faktoren wie massiv erhöhter Produktivität, erhöhter Wertschöpfung, Bevölkerungszuwachs, Innovation und und und zurückzuführen.

Ähhhm, .....

genau das ist doch der Knackpunkt! Die Produktivität!

Die Frage nämlich: "Wieviele Dollar Gewinn hole ich aus einem investierten Dollar raus?"

Lesebeispiel: 1966 konnte man mit $1 Kredit $1.90 verdienen, also $0.90 Gewinn erzielen.

1990 (Zwischenhoch) waren es noch $0.40

Derzeit bringt jeder als Schulden aufgenommene Dollar weitere $0.40 Verlust!

So, und jetzt interessiert mich wirklich wie Du daraus positive Wirtschaftsaussichen ableiten willst!

HeimliFace
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Versteh mich nicht falsch, Marcus - ich werde bei weitem nicht so bewandert sein wie du ... ich will also nicht klugscheissen. Meinen Posts geht reines Interesse voraus und das Bedürfnis, selbst denken zu können Wink Wenn ich dich richtig verstehe mit dem letzten Post, gehts darum:

Der Trend GDP/DEPT ist negativ, weil die Schulden so dermassen massiv zugenommen haben in den letzten Jahrzehnten. Das GDP zwar auch, aber bei weitem nicht in gleichem Ausmass. Das Zinsniveau ist momentan auf sehr tiefem Niveau, "billiger" können die Schulden nicht sein. Das eröffnet zwei Szenarien:

a) Man reduziert die Schulden durch eine massive Inflation, was angesichts des ganzen Geldgedrucks früher oder später eintreffen wird, wenn man

b) die Zinsen nicht erhöht. Erhöht man die Zinsen jedoch, wiegen die Schulden langfristig NOCH schwerer als sie es heute schon tun.

Soweit korrekt? .. unterm Strich müsste man also sagen: Wenn man nicht bald überdurchschnittliches Wachstum erreicht, kackt das ganze System ab. Erhöht man die Zinsen, erschwert man das Wachstum. Somit bliebe nur die Inflation als rettendes Element, was auf Kosten anderer Länder und den Ersparnissen geschieht. Die Währung wertet sich ab, der Verlust/die Schulden fallen woanders an. Problem nicht gelöst, nur verschoben. Ist es das, was du damit meinst?

Sollte ich richtig liegen, zeichnet das durchaus ein düsteres Bild. Insgeheim wissen wir ja alle, dass der Moment, wenn Geld nichts mehr zählt, einmal kommen kann. Aber: Das ist Zukunftsmusik. Die Wirtschaft erholt sich gerade von einem Schock, das Wachstum ist relativ hoch aber abflachend. Noch herrscht heile Welt, und der Mensch wird sich auch so lange wie möglich daran klammern. Genau deswegen zeichne ich ein gar nicht so düsteres Bild ... diejenigen, die am meisten zu verlieren haben, hocken an den Schaltern des ganzen Systems.

MarcusFabian
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SMI im Dezember 2010

Sehr schön zusammengefasst.

Aber einige Haken gibt's schon noch:

Entschuldung durch hohe Inflation, da beisst sich die Katze in den Schwanz. Denn wenn die Geldmenge weiter ausgeweitet wird (Inflation), erhöhen sich entsprechend auch die nominalen Schulden. Statt 1 Mio also 2 Mio Schulden, die dann allerdings weniger Wert sind. Aber wahrscheinlich immer noch mehr als die 1 Mio zuvor.

Sparmassnahmen - das sehe ich wie Du - bringen es auch nicht. Dazu ist die Schuldenlast bereits zu gross.

Was bleibt ist Entschuldung in Form eines Haircut, eines freiwilligen Schuldenerlasses oder - von Staats wegen und auf die harte Tour - Eine Währungsreform. Die alte Währung wird einfach für ungültig erklärt. Geld -Vermögen und -Schulden verschwinden über Nacht und man beginnt von vorne mit einer neuen Währung.

In Geld ausgedrückt ist die Finanzindustie 17 mal so gross wie die gesamte übrige Wirtschaft. Es spricht also nichts dagegen, diesen Ballon um Faktor 100 bis 1000 zu schrumpfen. Natürlich werden die Banker wehklagen wie immer und uns weiterhin versuchen weiss zu machen, dass es ohne sie nicht geht (Stichwort: Systemrelevant) aber schlussendlich wird sich wohl die Erkenntnis durchsetzen, dass es für das funktionieren einer Gesellschaft Bauern, Ärzte und Mechaniker braucht. Leute, die die Brötchen backen, andere, die sie verteilen und verkaufen ... und dass die überdimensionierte Finanzindustrie in diesem ganzen Ablauf eigentlich nur Beigemüse ist.

learner
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SMI im Dezember 2010

MF, ich kann dir nichts entgegenhalten.

Ein paar Fragen:

a) Was geschieht mit meinen Schulden, wenn die Waehrung vernichtet wird? Dann habe ich das beliehene Haus doch nicht ploetzlich gratis?

b) Wenn sagen wir zwei Weltwaehrungen wie USD und EUR in den Boden gefahren werden, was geschieht mit Waehrungen von Laendern (wie etwa Chinas, Thailands, der Schweiz etc.), die ihre Schulden im Griff haben?

c) Du bezeichnest eine Entschuldung durch eine Vernichtung der Waehrung als relativ einfache Loesung. Wir wissen aber, was fuer furchtbare Folgen die Weimarer Republik hatte. Dieses Mal waere es nicht anders.

Etwas Lektuere dazu, fuer die Feiertage: Der Fall der Weimarer Republik, leider auf Englisch:

http://www.apartofny.com/2010/12/still-waiting/

Eine schlimme Voraussage, auch auf Englisch:

http://www.stansberryresearch.com/pro/1011PSIENDVD/PPSILCBV/PR

Ein Kernsatz daraus: Every time, when a government tried to inflate its debt, it has ended in disaster.

Es gibt noch Schlimmeres.

marabu
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SMI im Dezember 2010

Sehr guten Aspekt von Learner, der hier ins Spiel gebracht wird!

Wir alle laufen Gefahr, aufgrund unserer individuellen neuronalen "Autobahnen" (gleiche, sich ständig wiederholende Denkmuster ohne Integration neuer, also auch bisher nicht berücksichtigter oder vernachlässigter Ansätze) uns im Kreise zu drehen. In unserer Informationsgesellschaft ein ständig zunehmendes Problem.

learner
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SMI im Dezember 2010

marabu, im obigen Vortrag, den ich als Link beifuegte, wird dieses lineare Denken normalcy bias genannt: Der Mensch kann sich nur vorstellen, was er aus eigener Erfahrung kennt. Alles andere wird weggewischt.

Optimismus/Hoffnung: der Trick der Natur, den Menschen am Leben zu erhalten. BOAHHH!

Es gibt noch Schlimmeres.

marabu
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SMI im Dezember 2010

learner wrote:

marabu, im obigen Vortrag, den ich als Link beifuegte, wird dieses lineare Denken normalcy bias genannt: Der Mensch kann sich nur vorstellen, was er aus eigener Erfahrung kennt. Alles andere wird weggewischt.

Optimismus/Hoffnung: der Trick der Natur, den Menschen am Leben zu erhalten. BOAHHH!

Lol

Wenn man mit unserer "Zivilisation" nicht mehr weiter weiss, werfe man einen Blick auf Mutter Natur. Da gibt's weder "gut" noch "böse", einfach eine Diversifität an Lebensformen. Die Evolution wird's schon richten. Ganz wertefrei... Wink

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